Unser Beten und Arbeiten

Die Gebetszeiten sind im Kloster die Eckpfeiler des Tages. Fünfmal täglich versammeln sich die Mönche in der Kirche, um Gott Lobpreis und Ehre darzubringen, aber auch um die Nöte dieser Welt vor ihn zu tragen. Von der Morgenhore (Vigil und Laudes) bis zur Nachthore (Komplet) spannt sich der Tagesablauf des monastischen Lebens.

Brüder und Patres bei der täglichen Eucharistiefeier
Brüder und Patres bei der
täglichen Eucharistiefeier

Hierzu gehören das feierlich gesungene Konventamt, die schlichte Mittagshore und die abermals feierliche Vesper. Durch Zeiten des privaten Betens, Lesens und Betrachtens soll das Gebet die Grundstimmung des Mönches sein und der Alltag zum Gottesdienst werden.

Der Heilige Benedikt will, dass die Mönche von ihrer eigenen Hände Arbeit leben und dass sie mit ihrer Arbeit anderen Menschen dienen. Ora et Labora, Beten und Arbeiten sind ineinander verschränkt. Das Arbeiten ist für Benedikt kein Gegensatz zum Gebet, sondern die Fortsetzung in den Alltag hinein. Die Arbeit ist wie ein Test, ob das Gebet echt ist oder nicht. Eine gesunde und kreative Arbeit zeigt, dass auch die Frömmigkeit stimmt. Das benediktinische Ora et Labora führt so zu einer realistischen und geerdeten Frömmigkeit, die sich nicht nur auf fromme Gefühle erstreckt, sondern die Welt so gestaltet und formt, dass darin etwas von der Herrlichkeit Gottes sichtbar wird.

Bruder Alfred leitet Benedict Press, die Druckerei der Mönche
Bruder Alfred leitet Benedict
Press, die Druckerei der Mönche

Die Abtei unterhält eine Reihe von Werkstätten und Betrieben, in denen die Mönche zusammen mit Angestellten arbeiten und auch Lehrlinge ausbilden. Zu unseren 20 Betrieben gehören u.a. Druckerei, Verlag, Buchhandlung, Goldschmiede, Bäckerei, Metzgerei, Schreinerei, Spenglerei etc. Wir können aber jeden Beruf brauchen, es gibt bei uns Ärzte, Juristen, Controller, Computerspezialisten, Krankenpfleger, Lehrer…