Unser Leben und Suchen

Unser Leben ist geprägt von der Regel des Hl. Benedikt, die wir heute nach 1500 Jahren immer noch als Maßstab gesunden Lebens sehen. Das benediktinische Leben ist geprägt von einer klaren Tagesordnung, in der Gebet und Arbeit, Einsamkeit und Gemeinschaft, Schweigen und Reden ihren festen Platz haben. Diese äußere Ordnung will den Mönch innerlich in Ordnung bringen. Und sie will Gott in den Mittelpunkt des Lebens rücken, damit wir uns einüben, Ihn in allem zu suchen.

In der Gesprächsrunde
In der Gesprächsrunde

Gott suchen, das heißt, niemals stehen zu bleiben bei äußeren Erfolgen, bei guten menschlichen Beziehungen, bei Gesundheit und seelischem Wohlbefinden. Gott suchen, heißt immer weiter zu fragen, alles zu Ende denken: Was steckt hinter meinen Wünschen und Sehnsüchten?

Gott suchen meint, durch all mein Tun hindurch zu schauen auf den Grund. Und da werde ich letztlich immer Gott finden als den Ursache aller Freude, als den Ursprung allen Lebens, als das Ziel aller Sehnsucht, als den, der allein unser unruhiges Herz zu beruhigen vermag.

Mönche bei einer Feier
Mönche bei einer Feier

Wir suchen Gott aber nicht als Einzelkämpfer, sondern als eine Gemeinschaft von Brüdern, die das Leben miteinander teilen. Die Gemeinschaft zeigt sich im gemeinsamen Beten und Arbeiten, im gemeinsamen Mahl und Dienste füreinander, in der Gütergemeinschaft wie sie uns die Urkirche vorgelebt hat.