Abt Michael Reepen

Abt Michael Reepen

Am Johannistag 1959 wurde ich in Freiburg im Breisgau geboren. Im Kreis meiner Familie hatte ich eine recht frohe Kindheit. Religion gehörte wie selbstverständlich zu unserem Alltag und ich habe sie immer sehr frei erfahren.

„Mit der Schule beginnt der Ernst des Lebens“, sagte mein Vater… so machte ich 1979 in Sasbach das Abitur. Danach war mir noch nicht klar, was ich studieren sollte. Nach einem Jahr als Erzieher begann ich mit dem Theologiestudium in Freiburg. Dort wuchs in mir der Wunsch, meinen Glauben „konsequenter“ zu leben und eine Unruhe und Sehnsucht packte mich. Zunächst ging ich ihr über das Reisen und Unterwegssein hinterher und dann spürte ich sie auch hier an diesem Ort im Kloster Münsterschwarzach.

Es war für mich überzeugend, wie die Brüder da leben und was sie machen. So trat ich 1982 in die Abtei Münsterschwarzach ein. Da ging die Reise erst richtig los.

1983 legte ich die Zeitliche und 1987 die Feierliche Profess ab. Nach dem Abschluss meines Theologiestudiums in Würzburg wurde ich 1987 zum Priester geweiht.

Zunächst war ich Erzieher in unserem Lehrlingsseminar St. Placidus und in unserer Jugend- und Kursarbeit tätig. Dazu machte ich noch eine Zusatzausbildung in der Jugendpastoral. Zu meiner großen Überraschung fragte mich in dieser Zeit unser Abt, ob ich bereit sei, für zwei Jahre als Missionar nach Tanzania zu gehen. Das war eine sehr intensive Zeit für mich in einer anderen Kultur zu leben, dabei durfte ich viel für mich lernen.

1991 zurückgekehrt, wurde ich Rektor unseres Lehrlingsseminars und für 3 Jahre Schulseelsorger an unserem Egbert Gymnasium.

Zur Vorbereitung auf meine neue Aufgabe als Novizenmeister war ich ein halbes Jahr in Israel, wo ich mit dem orientalischen Mönchtum und den Quellen der Wüstenväter in Berührung kam. Das Amt des Novizenmeisters auszufüllen, nämlich junge Menschen in das Mönchtum einzuführen, sie auf ihrem Weg zu begleiten, war eine sehr spannende Aufgabe.

Am 20. Mai 2006 wählten mich meine Brüder zum 75. Abt von Münsterschwarzach. Im Vertrauen auf Gottes Hilfe habe ich die Aufgabe übernommen und meine Amtszeit unter das Motto „in der Freude des Heiligen Geistes“ gestellt, das aus der Regel des hl. Benedikt entnommen ist (RB 49,6). Es geht mir um diese innere Freude und Lebendigkeit auf unserem Weg der Gottsuche.