Missionsgeschichte
Harter Anfang in Afrika
1887 werden die ersten Missionare von St. Ottilien, der Gründerin unserer Kongregation ausgesandt. Ihr Ziel erreichten sie 1888: die neu errichtete Apostolische Präfektur Süd-Sansibar im heutigen Tansania. Dort bauten sie die Missionsstation Pugu auf, das erste offizielle Kloster der Missionsbenediktiner.
Unter großen Opfern (Malaria) wurde eine Station um die andere gebaut, Kirchen und Schulen wurden errichtet, Farmen anlegt. Stetig wuchs das Missionswerk und erhielt in den beiden Abteien Peramiho und Ndanda Mittelpunkte der Verkündigung der Frohen Botschaft, der Bildungs- und Sozialarbeit und der Entwicklung des Landes.

Als nach dem ersten Weltkrieg die deutschen Missionare das Land verlassen mussten, fanden viele eine neue Aufgabe in Südafrika beim Aufbau der Diözese Eshowe im Zululand. Mittelpunkt der Missionsbenediktiner dort ist heute die Abtei Inkamana.
1957 wurde von Peramiho aus Hanga als Kloster der afrikanischen Benediktiner gegründet, inzwischen das größte schwarzafrikanische Benediktinerkloster mit Tochtergründungen in Tansania und Sambia
In den 70er Jahren begannen Missionare von Ndanda im Norden Tansanias und von Peramiho im benachbarten Kenia. Mittelpunkt ist heute das Priorat Tigoni-Nairobi.
Ruf nach Asien und Amerika
Im Jahr 1909 übernahmen Missionsbenediktiner erstmals eine Aufgabe in Asien: in der koreanischen Hauptstadt Seoul bauten sie eine Handwerkerschule und ein Lehrerseminar auf. Nach dem 2. Weltkrieg zerschlugen die Kommunisten die blühenden Christengemeinden. Doch schon Anfang der 50er Jahre bauten geflohene koreanische Mönche und Missionare das neue Kloster Waegwan in Südkorea auf, das bereits vier Neugründungen vorgenommen hat.
1923 gründeten deutsche Mönche ein Kloster in Venezuela, aus dem die heutige Abtei Güigue und das Priorat El Rosal in Kolumbien hervorgegangen sind. Auf das Jahr 1924 gehen die Anfänge der Abtei Newton in New Jersey, USA.
Neue junge Gemeinschaften
Nach dem 2. Vatikanischen Konzil baten Bischöfe junger Ortskirchen in Afrika, Asien und Lateinamerika um benediktinisch-missionarische Gemeinschaften zur Unterstützung bei der Glaubensvertiefung in ihren Gemeinden. So entstanden die Kommunitäten Tororo in Uganda und Malandji in Zaire.
1982 begannen deutsche und koreanische Missionsbenediktiner auf den Philippinen das heutige Priorat Digos. Die junge Gemeinschaft von Agbang in Togo schloss sich 1988 der Kongregation an und ebenso 1990 die Gemeinschaft von Kumily in Indien.