2. FastensonntagLesungen des Tages: Gen 15,5-12.17-18; Phil 3,17 – 4,1; Lk 9,28b-36
Aus dem Evangelium:
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| Mk 3,1 |
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Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören (Lk 9,35).
Gedanken zum Tage: Aller Streit in der Kirche, auch alle Diskussion um die Wahrheit der Religionen, die Begegnungen der Religionen, konzentriert sich immer wieder auf ihn, auf Christus. Wie oft höre ich es: „Wie hätte Jesus gehandelt? Jesus würde ganz anders entscheiden!“ Wie oft wird immer wieder versucht, ihn von allen Seiten, von Rechten und Linken, von Liberalen und Konservativen zu benutzen. […] Immer wieder müssen wir versuchen, durch alle Übermalungen, durch alle Verzerrungen hindurch, das wahre Bild Jesu zu entdecken. […] Dabei spüren wir, dass die historische Forschung wichtig und auch ertragreich ist, aber dass sie nur eine begrenzte Möglichkeit hat, wirklich das Gesicht Jesu Christi für uns hell zu machen, sprechend zu machen. Es ist so ähnlich wie bei der Archäologie, die viele Ergebnisse bringt, aber verstehen können wir die Menschen, die damals gelebt haben, nicht dadurch, dass wir die Steine anschauen. Verstehen können wir nur, wenn wir Zeichen lesen können und wenn wir versuchen, das, was in diesen Zeichen gesagt wird, auch in unsere Situation hinein zu übertragen. […] Eine Grundvoraussetzung hierfür ist, dass wir suchende Menschen sind, dass wir niemals aufhören zu suchen und unserer Sehnsucht Raum zu geben, dass wir Gott alles zutrauen, dass wir ihm nicht mit Misstrauen begegnen, sondern ihm zutrauen, dass er Mensch werden kann, dass er in Jesus Christus zu uns sprechen kann. (Bischof Dr. Reinhard Marx)
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