Missionare von Mariannhill  > Aktuelles  > Osterzeit 2008
 

Ostersonntag

Lesungen zum Tage: Apg 10,34a,37-43; Kol 3,1-4 oder 1 Kor 5,6b-8; Ostersequenz; Joh 20,1-9
(eastern.jpg; 1,083 kB)
Bild im Originalformat anzeigen vergrößern
oder Lk 24,1-12 oder bei einer Abendmesse Lk 24,13-35

Aus dem Evangelium:
Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war (Joh 20,1).

Gedanken zum Tage: Der auferstandene Christus, der Sünde und Tod besiegt hat, […] zeigt eine Art der Hoffnung auf, die von Gott kommt, die auch in menschlich-hoffnungslosen Situationen entstehen kann und in allem Bestand hat, selbst in unserer Begrenztheit, Schwachheit und Fehlerhaftigkeit. […] Vielleicht sind wir versucht zu sagen: Ich möchte schon glauben können, aber dieser tiefe Glaube fehlt mir. Wir sagen dies so, als ob ein solcher Glaube nur besonders begnadeten Menschen möglich wäre.
Die Begegnungen der Jünger sind lehrreich. Maria von Magdala kehrt zum Grab zurück. […] Sie begibt sich an den Ort ihrer Sehnsucht. Vor allem die hl. Katharina von Siena hat die Bedeutung der Sehnsucht für die Entfaltung und das Wachstum des christlichen Lebens hervorgehoben. Es ist gut und richtig, wenn wir Sehnsucht nach Glauben haben, Sehnsucht nach Begegnung mit Christus, nach Umgang mit ihm, nach innerem Frieden, nach Änderung des Lebens, nach größerer Liebe. Vielleicht ist es auch für uns wichtig, den Ort der Sehnsucht aufzusuchen, in uns zu gehen, möglicherweise unter Tränen, wie es Maria von Magdala getan hat. (Bischof DDr. Klaus Küng)

 
 
© Missionare von Mariannhill | Impressum und Nutzungsbedingungen