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Neubeginn in Emaus - Sorge für Aidswaisen

Das nächste Jahr, 2009, wird für uns Mariannhiller Missionare wegen einer Hundertjahrfeier von besonderer Bedeutung sein: Am 24. Mai 1909 starb der Gründer von Mariannhill, Abt Franz Pfanner, in seiner letzten Gründung in Südafrika, die er Emaus nannte. Dieser bedeutende Gedenktag soll mit einem markanten Missionsprojekt vorbereitet werden. Wir Missionare von Mariannhill wollen gemeinsam mit den „Mariannhiller Missionsschwestern vom Kostbaren Blut“  
Die Missionsstation Emaus im Morgennebel
Die Missionsstation Emaus im Morgennebel
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den letzten Ort des Lebens, Arbeitens, Betens und Leidens von Abt Franz zu einem geistlichen Zentrum ausbauen. Emaus soll eine Oase der Besinnung werden, ein Ort geistlicher Erneuerung; ebenso ein Mittelpunkt für sozial-karitative Hilfeleistungen in den Nöten der aktuellen Situation. Ein internationales Team aus Schwestern, Brüdern und Patres wird das Projekt Emaus ausbauen und betreuen.
Für Exerzitien- und Bildungskurse werden alte landwirtschaftliche Gebäude umgebaut. Dadurch wird Raum gewonnen, z. B. auch für einen Konferenzsaal. Weitere Pläne: 15 Zimmer für die Unterkunft von 24 Personen und Einrichtung von Schlafsälen aus zwei früheren Klassenzimmern. Sie sollen restauriert, „wetterfest“ gemacht und mit Waschanlagen ausgerüstet werden. Ausstattung: nur Betten und Matratzen. Alles andere müssen die Kursteilnehmenden selber mitbringen. So werden aus dem weiten Einzugsgebiet der Mission sowohl Jugendliche wie auch Erwachsene an Kursen teilnehmen können, denen eine Übernachtung aus finanziellen Gründen im Exerzitienhaus nicht möglich wäre.
Die Zahl er Waisenkinder nimmt wegen der Aidsepidemie auch in der Gegend von Emaus dramatisch zu. Elternlosen Familien muss geholfen werden, z. B. durch eine Kinertagesstätte. Viele der Waisenkinder leben mit ihren älteren Geschwistern in sogenannten „Child headed households“ (= von Kindern/Jugendlichen geführte Haushalte, da die Eltern verstorben sind). – Andere Waisenkinder leben bei ihren Großeltern, deren Kräfte schon verbraucht sind und die kein Einkommen mehr haben.
Am Morgen können die älteren Geschwister auf dem Weg zur Schule die jüngeren in die Kindertagesstätte bringen. Alle erhalten dort ein Frühstück. Am Nachmittag holen die älteren die jüngeren wieder ab und erhalten vorher ein Mittagessen. In manchen Fällen sind dies die einzigen Mahlzeiten für diese Waisen. – Auf gleiche Weise können die Großeltern, meistens die Großmütter, die Kinder am Morgen an diesen Hort begleiten und sich dann anderen Arbeiten widmen oder sich einfach ausruhen, weil sie der schweren Aufgabe der Erziehung kaum mehr gewachsen sind.
Während der Ferien sind die älteren Geschwister zweimal in er Woche in die Kindertagesstätte eingeladen; sie erhalten dort angemessene Hilfe und Beratung, wie sie das Leben in der Familie ohne Eltern bewältigen können.
Der Leiter des Teams, Pater Christoph Eisentraut schreibt: „Wir hoffen sehr, dass das in Afrika bereits erfolgreiche Programm zur Aidsvorbeugung auch in Emaus durch Fachleute durchgeführt werden kann. Das Programm heißt: „Education for Life – A Behaviour Change Process“ (= „Erziehung fürs Leben – ein Prozess der Verhaltensveränderung“).
„Unsere Projekte stehen ganz in der Tradition von Abt Franz Pfanner und von Mariannhill. In der Missionsarbeit ging und geht es immer um den ganzen Menschen, d. h. sein zeitliches wie sein ewiges Wohl. Das Emaus-Projekt als Ganzes wird zum hundertsten Todestag des Gründers von Mariannhill ein leuchtendes Zeichen sein, dass das Erbe dieses großen Missionspioniers auch in Zukunft lebendig und fruchtbar bleiben wird.“

 

Falls Sie für das Projekt "Emaus" spenden möchten, so finden Sie nähere Infos hier:


 
 
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