Schweizer Hilfsprojekt in Sambia
«Zu einem leeren Magen kann man schlecht von Gott reden.» Dieses geflügelte Wort kann leicht ausgedeutet werden, zum Beispiel: «Menschen in Armut und Not, handle es sich um Opfer von Ungerechtigkeit, Korruption, Drogen-Missbrauch und andere mehr, muss vorerst geholfen werden. Durch tätige Nächstenliebe können die Herzen von Menschen für Gott geöffnet werden. Auch das ist ein Weg der Evangelisierung. – In diesem Rahmen steht unser Missionsprojekt des Jahres 2009: Errichtung einer Hilfsstelle für aidskranke und gefährdete Kinder und Jugendliche in Sambia. – Sambia im südlichen Afrika gehört zu den ärmsten
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| Junge Mütter, fast alle Witwen, stehen Schlange um Medikamente gegen Aids zu erhalten |
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Ländern in der Welt. Von zehn Kindern im schulpflichtigen Alter besuchen nur vier eine Schule. Die starke Verbreitung von Aids verschärft noch die allgemein bedauernswerte Situation; vor allem jene der Waisen in den elterlosen Familien. Die Folgen sind leicht auszumachen: Ohne jegliche Schulung verfallen Jugendliche besonders leicht der Kriminalität, dem Alkoholismus, der Prostitution, dem Drogenkonsum. Ein sehr hilfreicher Weg, Lebenstragödien von jungen Menschen zu verhindern, besteht in Schulung und Ausbildung. Ohne diese Voraussetzung wird jegliche Hoffnung auf ein normales, gutes Leben in der heutigen Zeit zerstört. Um in der gefährlichen Situation, in der ein großer Teil der jungen Menschen lebt, Gegensteuer zu geben, planen unsere Mitbrüder in Sambia ein Zentrum für Schulung und Berufsausbildung aufzubauen, vor allem zugunsten der Waisen und der besonders gefährdeten Jugendlichen in der Gegend der Hauptstadt Lusaka. – Das Projekt wird somit zu einem Apostolat. Die Realisierung des Projekts verlangt vorerst eine Infrastruktur. Dazu gehören ein Gebäude mit drei Klassenzimmern, ein Raum und eine Küche für den Hauswirtschaftsunterricht, ferner eine Schneiderei und eine Schreinerei. Es sollten auch außerschulische Kurse angeboten werden können. Geplant sind Abendkurse, zum Beispiel: Nachhilfestunden in Schulfächern, Kochkurse, Einführung in die Computerarbeit, Beratung für Aidskranke. Später sollen auch Fernkurse organisiert werden, vor allem für ehemalige Schüler- und Schülerinnen des Zentrums. Weiterbildung wird auch in Afrika immer mehr zu einem dringenden «Muss». Das geplante Zentrum wird in erster Linie den Ärmsten zugute kommen, denen schlicht und einfach das nötige Geld für den Besuch von öffentlichen oder privaten Schulen oder Ausbildungsstätten fehlt. In Sambia herrscht zudem auch dasselbe Problem wie in der Schweiz; allerdings ausgeprägter: Keiner ausgebildeten Person ist eine Stelle von vornherein sicher! eine Art Selbsthilfeprojekt soll die Anstellung wenigstens einigen ausgebildeten Jugendlichen ermöglichen. Mit einem angemessenen Lohn sollen sie finanziell unabhängig werden. Einmal mehr geht es um Hilfe zur Selbsthilfe. – Es ist uns auch ein wichtiges Anliegen, unseren jungen afrikanischen Mitbrüdern in den schwierigen Umständen weiterhin zu helfen, große Not zu lindern.
Wir danken Ihnen zum Voraus für Ihre Unterstützung unseres Missionsprojektes 2009. Ihre anliegen empfehlen wir in unserer Mess- und Gebetsnovene vor dem Fest des hl. Josef in besonderer Weise dem Patron unseres Hauses. Mit freundlichen Grüßen und besten Segenswünschen, im Gebet verbunden, Ihre dankbaren Mariannhiller Missionare St. Josef, Altdorf Pater Benno Hotz, CMM Regionalsuperior
Konto:
Mariannhiller Missionare, St. Josefsweg 15, CH 6460 Altdorf IBAN: CH11 0078 5001 0071 2034 8 BIC: URKNCH22
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