Projekt „Straßenkinder in Lae“ in Papua Neuguinea von Pater Albert Oppitz
Die Situation vor einem Jahr, als ich die Gelegenheit hatte, anlässlich der Bischofsweihe von Pater Chris Blouin die Mariannhiller Mitbrüder in Lae, Papua Neuguinea, zu besuchen. Es ist ungewohnt, wenn Sie in das Pfarrhaus einer Dompfarre kommen und dann gleich beim Eingang zum Büro Plastiksäcke mit gebrauchten Aludosen vorfinden. Der Dompfarrer, Pater Arnold Schmitt, - inzwischen ist er auch Provinzial für Papua Neuguinea – hat gleich beim Eingang zu seinem „privaten Bereich“ eine Anzahl von Plastikflaschen, die mit Trinkwasser gefüllt sind, stehen.
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| Pater Arnold Schmitt verbindet einem Straßenkind die Wunde am Bein |
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Sowohl die Aludosen als auch die Plastikflaschen sind für die Straßenkinder, die dort ein und ausgehen und in Pater Arnold einen Ansprechpartner haben. Es zeigt, welchen Stellenwert diese Kinder für den Pater haben. Die Kinder sammeln diese Dosen und bekommen für ein Kilo umgerechnet 60 Cent. Ein Kilo sind etwa 60 Dosen. Dafür können sie etwa ein halbes Kilo Reis kaufen. Mit dem Wasser löschen sie ihren Durst und nützen zugleich die Möglichkeit, mit Pater Arnold zu reden. Wie viele Kinder in Lae auf der Straße leben, ist nicht genau zu ergründen. Von Monat zu Monat werden es mehr. Viele von ihnen wissen nicht einmal genau, wie viele „Weihnachten“ sie alt sind. In Papua Neuguinea heißt es: „Wie alt bist du?“ „Haumas Chrismas?“ Sozusagen, wie viele Weihnachten hast du schon erlebt? Von manchen Kindern sind die Eltern schon gestorben und eine Geburtsurkunde haben sie nicht. Woher sollen sie dann ihr Geburtsdatum wissen? Die meisten von ihnen können nicht einmal ihren Namen schreiben, denn für einen Schulbesuch reichte das Geld nie. Wie schnell sich die Situation ändern kann, wenn jemand die Initiative ergreift und die nötige moralische und finanzielle Unterstützung erhält, können Sie, liebe Leserinnen und Leser aus den Zeilen erspüren, die mir Pater Arnold am 21. Mai 2008, genau ein Jahr später geschrieben hat: „Zurzeit sind nicht so viele Dosensammler unterwegs, zum einen wegen der beginnenden Regenzeit und zum anderen, weil ein Teil inzwischen in die Schule geht. Ich bin inzwischen mehr mit Grundausbildungs-Programmen beschäftigt für Straßenkinder (das war die erste Schule für Compaund Jugendliche) und für Frauen/Erwachsene. Die erste Grundschule war sehr erfolgreich. Sie lief nur sieben Monate, aber die meisten der Straßenkinder gehen jetzt in reguläre Schulen. Auch Dank des Essensgeldes und Bus fees (Busgeld), das ich ihnen täglich zahle wenn sie zur Schule gehen. Denn wenn sie zur Schule gehen, können sie ja nicht Dosen sammeln oder als Straßenhändler arbeiten. Wir sind gerade dabei, das ganze im größeren Rahmen aufzuziehen. Das Ziel ist, eine Grundschule in jeden Stadtteil zu setzen. Wir brauchen dazu keine Gebäude, wir nutzen was schon da ist. Wir bilden Lehrer aus (Vier-Wochen-Kurse), motivieren sie mit einem kleinen Gehalt und geben den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen für jedes Mal ein Päckchen Biskuits und Fruchtsaft. Das funktionierte bisher sehr gut mit tollen Ergebnissen. - Soweit aus dem Brief von Pater Arnold. So wird der Hunger nach körperlicher und geistiger Nahrung gestillt. Und vor allem die Kinder kommen von der Straße weg. Wenn sie eine Schulausbildung erhalten haben, haben sie auch viel eher nachher eine Chance, einen Beruf erlernen zu können. Hier geht es zum Spendenformular: Formular
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