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Netzwerk Afrika  > Aktuelles

Nachrichten aus Afrika

Hier finden Sie unsere Nachrichten der vergangenen 30 Tage.

Nachrichten zu den einzelnen Ländern finden Sie auf unseren Länderseiten/ Ereignisse.

 Nigeria: Sippenhaft als Kriegstaktik 23.05.2013 
Ein Video der islamistischen Rebellengruppe Boko Haram zeigt Familienmitlglieder von mutmaßlichen Kämpfern, die während einer militärischen Offensive gegen die Sekte von der Armee in Haft genommen wurden. Als Gegentaktik hatte Boko Haram seinerseits angefangen, Frauen und Kinder als Geiseln zu entführen. Die Armee hat die Freilassung aller inhaftierten Frauen und Kinder angekündigt und die verhängte Ausgangssperre in den drei betroffenen Bundesstaaten gelockert.
 Zentralafrika: UN-Envoy fordert Intervention 22.05.2013 
Die UN-Beauftragte Margaret Vogt forderte den UN-Sicherheitsrat auf, Sanktionen gegen die Séléka-Rebellen zu verhängen und die herrschende Anarchie durch den Einsatz einer neutralen Sicherheitstruppe zu beenden. Der Ministerpräsident der Übergangsregierung hatte bereits an Frankreich appelliert, Truppen zu entsenden, um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Seit der Eroberung der Hauptstadt Bangui plündern die Rebellen die Bevölkerung aus.
 Mosambik: Frauen in der Politik 22.05.2013 
Bei seinem Besuch in Mosambik pries UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den hohen Anteil von Frauen in der Regierung und im Parlament. 40% der Abgeordneten sind Frauen.
 Kongo - RDC: M23 beendet Waffenstillstand 22.05.2013 
Kurz vor dem Besuch von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sind in der Nähe von Goma erneut Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und der Rebellengruppe M23 ausgebrochen. Die Rebellen reagieren auf die Aufstellung einer 3000-Mann-starken Brigade innerhalb der UN-Friedenstruppe MONUSCO, die die verschiedenen Rebellengruppen in der Kivu Region entwaffnen soll.
 Kongo - RDC: Das größte Kraftwerk der Welt 21.05.2013 
Vertreter des Kongo und südafrikanische Partner einigten sich in Paris darauf, 2015 mit dem Bau der ersten Phase eines Mega-Kraftwerks am Kongofluß zu beginnen. Mit einer Leistung von 40.000 Megawatt soll seine Kapazität den Drei-Schluchten-Damm im China übertreffen. Der Bau soll 62 Milliarden Euro kosten.
 Schmähpreis für Glencore 17.05.2013 
Die Stiftung Ethik & Ökonomie hat dem weltweit größten Rohstoff-Konzern Glencore (186Mrd Dollar Umsatz in 2011) den „Black Planet Award 2012“ verliehen. Der Preis soll Personen und Unternehmen bloßstellen, die einen „schockierenden Beitrag zu Ruin und Zerstörung der Erde-unseres Blauen Planeten-leisten“. Dem Schweizer Konzern Glencore werden Steuerhinterziehung, Korruption, Umweltverschmutzung und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. In Bezug auf „Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Transparenz“ bildet Glencore das Schlusslicht unter den 120 größten europäischen Aktiengesellschaften.
 Mali: Erwartungen übertroffen 17.05.2013 
Bei der Geberkonferenz in Brüssel, mit Vertretern von 100 Staaten und großen Organisationen, hat Mali finanzielle Zusage von 3,25 Mrd. Euro erhalten. Die internationale Gemeinschaft will Mali im Kampf gegen Terrorismus, Zerstörung, Gewalt und Intoleranz unterstützen. Neuwahlen, Grundversorgung der Bevölkerung und Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur sind dringend. Auch müssen 400,000 Flüchtlinge, meist Binnenvertriebene, vor den Wahlen nach Hause zurück und Gespräche mit den Konfliktparteien aufgenommen werden. Noch ist der Krieg nicht ganz gewonnen, aber das neue Mali muss sich um Frieden mühen.
 Kirche wächst am schnellsten in Afrika 16.05.2013 
Im Vatikan wurden zwei neue Jahrbücher vorgestellt. Im Päpstlichen Jahrbuch 2013 erscheinen zwei Neuerungen: zum ersten Mal ein „Emeritierter Pontifex“ neben dem amtierenden Bischof von Rom, der auf seinen Titel „Souverän des Vatikanstaates“ verzichtet hat. Das Statistische Jahrbuch zeigt, dass die Zahl der Katholiken weltweit zum ersten Mal die 1,2 Mrd. Marke überschritten hat. Der Zuwachs in Afrika in 2011 lag mit 4,3% über dem Bevölkerungswachstum von 2,3%. Auch steigt die Zahl der Priester und Priesteramtskandidaten in Afrika und Asien kontinuierlich, während sie in Europa abnimmt.
 Tschad: DW – Journalist verhaftet 16.05.2013 
Dem Korrespondent der DW in N’Djamena, Eric Topona, wird vorgeworfen, im Internet „subversive Schriften“ veröffentlich zu haben, die die Verfassung gefährden könnten. Sollte er schuldig befunden werden, droht ihm lebenslange Haft. Die Deutsche Welle protestiert; der Intendant fordert die sofortige Freilassung. Topona ist nur einer von etwa 20 verhafteten Journalisten und Oppositionellen. Während der tschadische Präsident Idriss Déby durch seine militärische Hilfe in Mali internationale Anerkennung genießt, fühlt er sich stark genug, unliebsame Elemente zu beseitigen. Auch strebt er eine Führungsrolle in der Sahel Region an.
 Kenia: Origineller Protest 15.05.2013 
Um ihrer Wut über die Gier der Abgeordneten Nachdruck zu verschaffen, brachten Demonstranten in Nairobi ein blut-leckendes Schwein und ein Dutzend Ferkel vor das Parlamentsgebäude. Die Parlamentarier verlangen monatlich 10,000 Dollar, wogegen das Durchschnittseinkommen im Land bei 140 Dollar liegt. Als die Polizei die Menge mit Tränengas zerstreute, leckte die Schweinefamilie unbeirrt weiter.
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