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Nachrichten aus AfrikaHier finden Sie unsere Nachrichten der vergangenen 30 Tage. Nachrichten zu den einzelnen Ländern finden Sie auf unseren Länderseiten/ Ereignisse.
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| Sudan: Sorge bei Coca Cola |
07.05.2013 |
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| Nach dem Scheitern der letzten Gespräche haben die JEM (Justice & Equality Movement) Rebellen, bis jetzt meist in Darfur aktiv, ihren Widerstand gegen Khartum nun auf die Kordofan Provinz um die Wüstenstadt El Obeid ausgeweitet. Gerade diese Gegend ist der Hauptproduzent von Gummi Arabicum, dem Akazienharz, das für Coca Cola und Gummibärchen unentbehrlich ist. 50,000 bis 60,000 Tonnen davon braucht die Welt jährlich; das meiste kommt vom Sudan. Als die USA 1997 wegen Sudans Unterstützung von Osama bin Laden ein striktes Handelsembargo verhängten, wurde das Akazienharz ausgenommen. Im Falle neuer Kämpfe sind besonders die Getränkefirmen um die globale Lieferkette besorgt. |
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| Kongo - RDC: Erste schwarze Ministerin im römischen Kabinett |
07.05.2013 |
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| Der neue Premier Enrico Letta hat die aus der DR Kongo stammende Cécile Kyenge als Integrationsministerin ernannt. Die 49-jährige Augenärztin lebt seit ihrem Medizinstudium in Italien und ist seit zehn Jahren politisch aktiv. Sie hat schon klare Vorstellungen von ihrer Aufgabe: eine Staatsbürgerschaftsreform und eine Verbesserung der Rechtslage von Migranten. Laut dem nationalen Statistikinstitut wohnen über 4,5 Mio. Ausländer in Italien; die hohe Wachstumsrate wurde bedingt durch die Migrationsbewegung von Nord Afrika. Aber die schwarze Ministerin hat auch schon Feinde, besonders die fremdenfeindliche Regionalpartei Lega Nord. |
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| Somalia: Erschreckende Bilanz |
06.05.2013 |
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| Laut dem Bericht der FAO und dem Hunger-Frühwarn-System Netzwerk (FEWS NET) ist die Opferzahl der letzten Hungerkatastrophe fast doppelt so hoch wie geschätzt. Zwischen Oktober 2010 und April 2012 starben 258,000 Menschen, darunter 133,000 Kleinkinder, an Hunger und Mangelernährung. Das sind sogar mehr Opfer als bei der schweren Hungersnot von 1992. Ein UNO-Vertreter räumte Versäumnisse ein. Man hätte handeln müssen, bevor die Hungersnot offiziell ausgerufen wurde. Aber gewöhnlich fließen erst dann die Spenden. Dazu kommt, dass in dem Bürgerkriegsland Transport, Verteilung und Arbeitsbedingungen unendlich schwierig und gefährlich waren. |
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| Nigeria: Tote bei Begräbnis |
06.05.2013 |
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| Diesmal brachen die Unruhen, die, wie bis jetzt bekannt, 39 Tote und 30 Verletzte forderten, am Freitag in der Stadt Wukari im Bundesstaat Taraba aus. Muslime fühlten sich gekränkt, als ein christlicher Leichenzug durch ihr Viertel führte und Mitglieder der Junkun ethnischen Gruppe provozierende Parolen riefen. Die Spannung ist aufgeheizt seit Februar, als in dem bitteren Streit um die Nutzung eines Fußballplatzes mehrere Menschen umkamen. |
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| Tansania: Bombenanschlag auf katholische Kirche |
06.05.2013 |
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| Der gestrige Angriff auf die gut besuchte Kirche in Arusha im Norden des Landes tötete eine Frau und verletze Dutzende Kirchenbesucher, von denen einige in Lebensgefahr sind. Es war die offizielle Eröffnung der neuen Kirche im Stadtteil Olasiti. Der Erzbischof von Arusha und der Apostolische Nuntius waren anwesend, blieben aber unverletzt. Der tansanische Außenminister drückte sein Entsetzen über den Angriff aus. Religiös motivierte Gewalt häuft sich. Letzten Monat wurden 200 christliche Randalierer von der Polizei zurückgedrängt, als sie eine Moschee anzünden wollten. |
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| Somalia: Selbstmordattacke auf Regierungskonvoi |
06.05.2013 |
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| Der Attentäter steuerte sein mit Munition geladenes Fahrzeug in die Autokolonne, in der sich eine Delegation des Ölemirats Katar befand. Die meisten der 15 Toten und 18 Verletzten waren Zivilisten. Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag und droht mit weiterer Gewalt gegen die Marionetten-Regierung. Am 7. Mai beginnt in London eine Internationale Konferenz, bei der es um Sicherheitsstrategien für das im 20jährigen Bürgerkrieg verwüstete Land geht. |
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| Sudan: Goldmine stürzt ein |
03.05.2013 |
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| Im nördlichen Darfur sind am Montag mehr als 60 Minenarbeiter umgekommen, als ein 40 Meter tiefer Tunnel der Jebel Amer Mine einstürzte. Die manuelle Rettungsarbeit ist langsam, aber Maschinen würden weitere Stollen zum Kollaps bringen. Seit sich der Südsudan mit den reichen Ölquellen vom Norden trennte, setzt Khartum wieder mehr auf Gold. Dieses Jahr will der Sudan 50 Tonnen Gold produzieren und wäre so der drittgrößte Produzent in Afrika. Noch im Februar haben rivalisierende arabische Gruppen um die Kontrolle dieser Goldmine gekämpft und 100,000 Menschen in die Flucht getrieben. |
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| Simbabwe: Schwellende Wählerlisten |
03.05.2013 |
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| Die Registrierung für die kommenden Präsidentschafts und Parlamentswahlen hatte kaum begonnen, als die ersten Klagen kamen. Die Partei von Premier Tsvangirai behauptet, dass die neuen Wählerlisten dramatisch aufgeblasen werden. In manchen Wahlbezirken würden sie in nur zwei Tagen um 10,000 ansteigen. Namen von Oppositionellen seien falsch geschrieben oder fehlten gänzlich. Man befürchtet, dass der entfernte Wahlbetrug schon begonnen hat. Das Registrierungsbüro bestreitet jegliche Manipulation. |
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| Tag der Pressefreiheit |
03.05.2013 |
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| Die Organisation Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die 2013 Liste der Feinde der Pressefreiheit. In Afrika schafften es die Regierungschefs von Eritrea, Gambia, Äquatorial-Guinea, Ruanda, Swasiland und Simbabwe auf die Liste, auf der sich auch mehrere in Afrika vertretene islamistische Gruppen befinden. Auch in anderen afrikanischen Ländern sind freie Meinungsäußerung und Zugang zu Informationen nicht garantiert. In Somalia und Nigeria leben Journalisten gefährlich; je autoritärer und korrupter ein Land, desto schwieriger wird ihre Arbeit. Den diesjährigen UNESCO Preis erhält heute die inhaftierte Journalistin Reeyot Alemu aus Äthiopien. |
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| Malawi: Nicht enden wollende Schlangen |
02.05.2013 |
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| Vor dem Kornmarkt in Lilongwe stehen Tausende tagelang, um ihr Grundnahrungsmittel, Mais, zu kaufen. Viele schlafen vor Ort oder lassen sich von Familienmitgliedern ablösen. Zwei magere durch Dürre verursachte Ernten und 30,000 Tonnen verdorbenes Getreide in der strategischen Reserve, zwingen Malawi, Mais von Sambia zu importieren. Da sich der Preis mehr als verdoppelt hat, können viele Arme ihn nicht kaufen. Nach ersten Schätzungen soll die kommende Ernte reichlich sein. |
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