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Netzwerk Afrika  > Aktuelles

Nachrichten aus Afrika

Hier finden Sie unsere Nachrichten der vergangenen 30 Tage.

Nachrichten zu den einzelnen Ländern finden Sie auf unseren Länderseiten/ Ereignisse.

 Schmähpreis für Glencore 17.05.2013 
Die Stiftung Ethik & Ökonomie hat dem weltweit größten Rohstoff-Konzern Glencore (186Mrd Dollar Umsatz in 2011) den „Black Planet Award 2012“ verliehen. Der Preis soll Personen und Unternehmen bloßstellen, die einen „schockierenden Beitrag zu Ruin und Zerstörung der Erde-unseres Blauen Planeten-leisten“. Dem Schweizer Konzern Glencore werden Steuerhinterziehung, Korruption, Umweltverschmutzung und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. In Bezug auf „Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Transparenz“ bildet Glencore das Schlusslicht unter den 120 größten europäischen Aktiengesellschaften.
 Mali: Erwartungen übertroffen 17.05.2013 
Bei der Geberkonferenz in Brüssel, mit Vertretern von 100 Staaten und großen Organisationen, hat Mali finanzielle Zusage von 3,25 Mrd. Euro erhalten. Die internationale Gemeinschaft will Mali im Kampf gegen Terrorismus, Zerstörung, Gewalt und Intoleranz unterstützen. Neuwahlen, Grundversorgung der Bevölkerung und Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur sind dringend. Auch müssen 400,000 Flüchtlinge, meist Binnenvertriebene, vor den Wahlen nach Hause zurück und Gespräche mit den Konfliktparteien aufgenommen werden. Noch ist der Krieg nicht ganz gewonnen, aber das neue Mali muss sich um Frieden mühen.
 Kirche wächst am schnellsten in Afrika 16.05.2013 
Im Vatikan wurden zwei neue Jahrbücher vorgestellt. Im Päpstlichen Jahrbuch 2013 erscheinen zwei Neuerungen: zum ersten Mal ein „Emeritierter Pontifex“ neben dem amtierenden Bischof von Rom, der auf seinen Titel „Souverän des Vatikanstaates“ verzichtet hat. Das Statistische Jahrbuch zeigt, dass die Zahl der Katholiken weltweit zum ersten Mal die 1,2 Mrd. Marke überschritten hat. Der Zuwachs in Afrika in 2011 lag mit 4,3% über dem Bevölkerungswachstum von 2,3%. Auch steigt die Zahl der Priester und Priesteramtskandidaten in Afrika und Asien kontinuierlich, während sie in Europa abnimmt.
 Tschad: DW – Journalist verhaftet 16.05.2013 
Dem Korrespondent der DW in N’Djamena, Eric Topona, wird vorgeworfen, im Internet „subversive Schriften“ veröffentlich zu haben, die die Verfassung gefährden könnten. Sollte er schuldig befunden werden, droht ihm lebenslange Haft. Die Deutsche Welle protestiert; der Intendant fordert die sofortige Freilassung. Topona ist nur einer von etwa 20 verhafteten Journalisten und Oppositionellen. Während der tschadische Präsident Idriss Déby durch seine militärische Hilfe in Mali internationale Anerkennung genießt, fühlt er sich stark genug, unliebsame Elemente zu beseitigen. Auch strebt er eine Führungsrolle in der Sahel Region an.
 Kenia: Origineller Protest 15.05.2013 
Um ihrer Wut über die Gier der Abgeordneten Nachdruck zu verschaffen, brachten Demonstranten in Nairobi ein blut-leckendes Schwein und ein Dutzend Ferkel vor das Parlamentsgebäude. Die Parlamentarier verlangen monatlich 10,000 Dollar, wogegen das Durchschnittseinkommen im Land bei 140 Dollar liegt. Als die Polizei die Menge mit Tränengas zerstreute, leckte die Schweinefamilie unbeirrt weiter.
 Nigeria: Ausnahmezustand für drei Bundesstaaten 15.05.2013 
Nach den letzten blutigen Attacken will Präsident Goodluck Jonathan in Yobe, Borno und Adamawa durch verstärkten militärischen Einsatz „die Straflosigkeit für Aufständische und Terroristen beenden“. Kritiker bezweifeln, ob die Regierungstruppen vor Ort etwas erreichen, denn das Militär hat durch Missbrauchsvorwürfe den Kampf um die Herzen der Bevölkerung verloren und so die Boko Haram Rebellen begünstigt.
 Kongo - RDC: Die neue Stadt: Lumumbaville 15.05.2013 
Zu Ehren von Patrice Lumumba, dem ersten Premier nach der Unabhängigkeit von Belgien in 1960, soll jetzt eine neue Stadt entstehen, ein Zusammenschluss zweier Orte in der Kassai-Oriental Provinz, der Heimat Lumumbas. Er wurde vier Monate nach Amtsantritt, nur 35jährig, vermutlich mit Hilfe westlicher Geheimdienste, ermordet und ist immer noch beliebt. Sein Sohn Raymond sprach von den Träumen seines Vaters, den Kongo zum „Mittelpunkt eines blühenden Afrikas“ zu machen.
 Marokko: Sturm auf spanischen Zaun 15.05.2013 
Wieder haben etwa 150 verzweifelte Menschen versucht, in die spanische Enklave Melilla einzudringen, um von dort nach Europa zu kommen. 60 von ihnen gelang das Erklettern des 6 Meter hohen Grenzzauns. 7 wurden verletzt. Menschenrechtsgruppen vermuten, dass sich etwa 25,000 illegale Migranten in Marokko aufhalten, viele in der Nähe der Grenze zu Melilla und Ceuta, da beide Territorien Landgrenzen nach Europa haben.
 Eritrea: Grausames Regime 15.05.2013 
Im letzten Bericht von „Amnesty International“ wird Eritrea vorgeworfen, in den vergangenen Jahren bei einer Bevölkerung von nur 5,4 Mio., 10,000 politische Gefangene inhaftiert zu halten, oft unter grausamen Bedingungen, in Bunkern und Containern in der Wüste. Staatschef Isaias Afeworki verlangt „Kadavergehorsam“. Wer auswandert, ist ein Deserteur. Doch sind es gerade die Auswanderer, die durch ihre Geldüberweisungen das Land finanziell über Wasser halten. Die Regierung in Asmara weist diese Berichte als „wilde Spekulation“ zurück.
 Niger: Sofortige Hilfe nötig 13.05.2013 
Rund 800,000 Menschen im Norden von Niger brauchen bis Juli / August Nahrungsmittel zum Überleben, und das trotz einer guten Ernte. Doch Transportprobleme, steigende Preise und der große Zustrom von Flüchtlingen aus dem Kriegsland Mali sind verantwortlich für die unvorhergesehene Knappheit.
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