Ereignisse und Entwicklungen 1990-2000 1991, 28. Mai Die „Revolutionäre Demokratische Front des Äthiopischen Volkes" EPRDF erobert Addis Abeba, der bisherige Staatschef Mengistu Haile-Mariam hatte das Land bereits am 21. Mai in Richtung Simbabwe verlassen. An die Spitze der neuen Machthaber stellt sich Meles Zinawe (EPRDF): All - Parteien – Friedensgespräche, Demokratisierung und Bekämpfung der Hungersnot werden versprochen. 1992, Juni Bei Regionalwahlen erhält die EPRDF die meisten Stimmen. 1993, April In der Volksabstimmung in Eritrea spricht sich die überwältigende Mehrheit von 99,8% für Unabhängigkeit aus. 1993, Mai Äthiopien erkennt Eritrea als unabhängigen Staat an. 1994, Juni Wahlen für eine Verfassunggebende Versammlung. Wahlen werden von der Oromo Befreiungsfront und der Nationalen Ogaden Befreiungsfront boykottiert. EPRDF gewinnt 502 von 547 Sitzen. 1994, Dez. Neue Verfassung. 1995, Mai/Juni Allgemeine Wahlen, wiederum vom Großteil der Opposition boykottiert. Die Regierung gewinnt 90% der Stimmen. 1996, Januar Besuch des Bundespräsidenten Roman Herzog in Addis Abeba. 1996 Kämpfe an der Grenze zu Somalia, Lager von Islamisten werden zerstört und schwere Waffen erobert. 1997, Febr. Über 5000 ehemalige Mitglieder des Mengistu-Regimes werden unter Anklage gestellt. 1997 In Reaktion zur Aufkündigung der Währungsunion durch Eritrea und wegen überhöhter Zollgebühren entschließt sich Äthiopien, seine Exporte nicht mehr über die eritreische Hafenstadt Massawa abzuwickeln, sondern über Djibuti und Somalia. Äthiopische Bürger werden aus Eritrea ausgewiesen, ihr Eigentum konfisziert. In Reaktion darauf beschlagnahmt Äthiopien Bankguthaben und Eigentum von Eritreern und deportiert die Betroffenen. Insgesamt sind fast 100.000 Menschen auf beiden Seiten von den Maßnahmen betroffen. 1998, Mai Eritrea besetzt Grenzgebiete in Äthiopien, die angeblich zu Eritrea gehören. Ein bewaffneter Konflikt bricht aus zwischen Eritrea und Äthiopien um das Grenzgebiet um Badme, an der westlichen Grenze des Distriktes Shire, um Gebiete bei Zalambessa und um den nördlichen Teil des Irob Distriktes, sowie Teile des Assefe-Sebea-Distriktes. Eritrea bombardiert eine Schule in Mekele, Dutzende Schüler wurden getötet. 1998, Nov. Die OAU legt einen Friedensplan vor. Der Elf-Punkte-Plan sieht einen Rückzug Eritreas aus dem umstrittenen Gebiet vor. Der Grenzverlauf soll durch die UNO neu festgelegt werden. 1999, Jan. Mehr als 200000 Soldaten sind von beiden Konfliktparteien in Stellung gebracht worden. In Eritrea 270000 Menschen auf der Flucht aus den Konfliktgebieten. Kenias Präsident arap Moi versucht vergeblich, zu vermitteln. 1999, 22. Jan. Die Agricultural Development Bank sagt Äthiopien einen langfristigen Kredit von $255 Millionen zu für Projekte in der Landwirtschaft, im Verkehr und in öffentlichen Einrichtungen. 1999, 26. Jan. Die Regierung verfügt die Schließung der Schulen und Colleges im Norden, weil Eritrea Angriffe vorbereite. 1999, März In der „Operation Sonnenuntergang" erobert Äthiopien die 400km² bei Badme zurück und dringt an manchen Stellen auf eritreisches Gebiet vor. Wiederholte Angriffe Eritreas werden abgewehrt. Die äthiopische Regierung spricht von über 13.000 eritreischen Toten, Verwundeten und Gefangenen. 1999, 22. März Eine OAU-Konferenz auf Ministerebene befaßt sich in Addis Abeba mit dem Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien. 1999, April Vermittlungsversuch der UN durch den Sondergesandten Sahoun. 1999, Febr. Schwere Gefechte. Meldungen von jeweils zugefügten hohen Verlusten lassen sich auf beiden Seiten nicht überprüfen. Äthiopische Luftwaffe bombardiert Assab. Der eritreische Präsident Afeworki erklärt sich mit dem Friedensplan der OAU einverstanden, den Äthiopien schon vorher positiv bewertet hatte. 1999, Mai Eritrea meldet den Rückschlag eines äthiopischen Angriffs, es seien 800 äthiopische Soldaten getötet und 1800 verwundet worden. Mitte Mai: Mehrmalige große Bomberangriffe auf Eritrea. 1999, 06. Juni Während der Krieg unvermindert weitergeht und fast 300000 Äthiopier fliehen mußten, ist der Osten des Landes von einer Dürre und Hungerkatastrophe heimgesucht. Im Mai sagen die EU und WFP (World Food Programme) 75000 Tonnen Lebensmittelhilfe zu. Auch die USA versprechen Hilfe. 1999, Juni Mitte des Monats berichtet Äthiopien, Eritrea schwere Verluste zugefügt zu haben (8000 Tote und Verwundete). Ende des Monats wird Assab in Eritrea an mehren Tagen von der äthiopischen Luftwaffe bombardiert. 1999, 05. Sept. Missionssprecher und Kirchen fordern eine rasche Hilfe für Flüchtlinge. In Äthiopien sind 350000 Personen vertrieben, dazu 260000 Flüchtlinge aus Nachbarländern 1999, 11. Sept. In einer Radioansprache verkündet Präsident Negasso Ghidada, daß Äthiopien den Souveränitätsanspruch über sein gesamtes Gebiet aufrecht erhält. 1999, 17. Sept. Der Patriarch der Orthodoxen Kirche Äthiopiens kündigt eine erneute Friedensinitiative der Kirchen an. 1999, 14. Okt. Im Süden geht die Regierung verstärkt gegen Mitglieder der Opposition vor, möglicherweise haben die Wahlen im Mai 2000 damit zu tun. 1999, 07. Dez. Mengistu Haile Mariam, der frühere Militärdiktator von Äthiopien, hielt sich zu ärztlicher Behandlung in Südafrika auf. Südafrika prüfte noch das Ersuchen der äthiopischen Regierung zur Auslieferung von Mengistu, als der wieder in sein Exilland Simbabwe zurückkehrte. 1999, 21. Dez. Simbabwe erklärt, es gewähre Mengistu Asyl auf Bitten der USA. 2000, 06. Jan. Als Hafen für notwendige Lebensmittelimporte nach Äthiopien hat Somaliland, das sich einseitig für unabhängig von Somalia erklärt hat, den Hafen Berbera zur Verfügung gestellt. 30000 t Nahrungsmittel sind von dort schon in den Südosten Äthiopiens gegangen, wo ca. 1 Million Menschen von Hunger bedroht sind. 2000, 27. Jan. Die UNO appelliert an die internationale Gemeinschaft, 190 Million Dollar zu geben, um mehr als acht Millionen vom Hunger bedrohte Äthiopier mit Lebensmittel zu versorgen. Trotz der Notlage des Landes hatte Äthiopien die Militärausgaben seit 1995 verdoppelt und im letzten Jahr acht russische Kampfflugzeuge im Wert von mehr als 160 Millionen Dollar gekauft. 2000, 07. Febr. Konferenz in Addis Abeba über Malaria und die sozio-ökonomischen Folgen der Krankheit. Etwa 40 Millionen Äthiopier sind von der Krankheit bedroht und jährlich erkranken 4 - 5 Millionen Äthiopier an Malaria. 2000, 17.Febr. Die Regierung ordnet den Kauf in Äthiopien von 100000 t Getreide an, das in den Dürregebieten an die notleidende Bevölkerung verteilt werden soll.. 2000, 18. Febr. Die Tigray Liberation Front feiert ihr 25jähriges Bestehen. Aus dem Anlass bekräftigt Premierminister Meles Zenawi den Willen des Volkes, die "Eritreische Agression" abzuwehren. 2000, 08. März Unregelmäßige Regenfälle haben im ganzen Horn von Afrika das Risiko einer Dürre- und Hungerkatastrophe erhöht. Laut USAID ist Äthiopien am schlimmsten betroffen. Dort sind über 8 Millionen Menschen bedroht in den Regionen Tigray und Amhara, Oraomiya und Somalia. In einigen Gebieten des Südostens gehen 90% der Rinderbestände und 65% der Ziegen wegen Wasser- und Futtermangel ein. 2000, 17. März Nach sechs Wochen sind große Buschfeuer im Süden (Regionen Bale und Borena) unter Kontrolle gebracht worden mit Hilfe 5000 Freiwilligen aus den Regionen und professioneller Hilfe aus Südafrika und Deutschland. 2000, 31. März Amerikaner richten eine Luftbrücke für Lebensmittelhilfen für von Hungersnot bedrohte Äthiopier ein. 2000, 04. April Pressemeldungen besagen, Äthiopien kaufe trotz der Hungersnot weiter Waffen. Die EU und andere Geberländer stellen 800000 t Lebensmittel zur Verfügung. Wegen des Krieges zwischen Äthiopien und Eritrea sind die Grenzen zwischen beiden Ländern geschlossen, die Häfen Eritreas können nicht genutzt werden. Die Hilfslieferungen sollen über Djibuti abgewickelt werden, doch ist die Kapazität des Hafens nur gering. 2000, 05. April Im Dürregebiet von Ogaden (Osten Äthiopiens) breiten sich Epidemien aus. Die äthiopische Regierung schickt medizinische Hilfsdienste in das Gebiet. 2000, 08. April Oxfam beschuldigt die Regierungen im Westen, zu spät reagiert zu haben. Lieferungszusagen seien nicht eingehalten worden, aus der EU seien nur etwa 50% angekommen. Wegen des andauernden Krieges scheinen viele Regierungen zögerlich zu sein bei der Durchführung der Hilfsprogramme. 2000, 10. April Fernsehberichte aus den Dürregebieten im Ogaden zeigen Bilder, wie sie zuletzt in der großen Hungersnot1984/85 zu sehen waren. 2000, 15. April Die Vereinten Nationen rufen zur Hilfe für die von der Dürre betroffenen Menschen in Äthiopien auf. Acht Millionen seien vom Hungertod bedroht. Behauptungen der äthiopischen Regierung, die internationale Gemeinschaft habe nicht rechtzeitig auf die Anfragen Äthiopiens regiert, werden von der UN zurückgewiesen. 1999 seien 96% der beantragten Hilfe in Äthiopien angekommen. 2000, 25. April Regen hat eingesetzt im Norden Äthiopiens. Der Dürre im Süden ist nun schon im dritten Jahr. Kofi Annan, Generalsekretär der UNO gibt sich optimistisch und sagt:"Wenn alle, die in der Lage sind, auch helfen, können wir ein Desaster vermeiden." 2000, 28. April Bei dem kleinen Gipfeltreffen in Algier sollen indirekte Gespräche zu einer Lösung des Grenzkrieges mit Äthiopien beitragen. 2000, 01. Mai Eritrea hat die Nutzung des Hafens von Assab angeboten, um den Transport von Lebensmitteln in die Dürregebiete von Äthiopien zu erleichtern. Nach UN- Angaben sind im Horn von Afrika 16 Millionen Menschen von der Dürre betroffen. 2000, 05. Mai Nach Angaben des Roten Kreuzes haben schwere Regenfälle eingesetzt und behindern die Hilfsaktionen in Gore. 2000, 07. Mai Wassertanks aus Deutschland zur Direkthilfe im Katastrophengebiet sind von der äthiopischen Regierung beschlagnahmt worden. Äthiopien hatte schon vor Wochen seinen Botschafter aus Deutschland zurückgerufen nach der Kritik der Bundesregierung an dem Krieg Äthiopiens mit Eritrea. 2000, 10. Mai Wegen bürokratischer Hindernisse liegt seit 18 Tagen in Djibouti eine Lieferung von 16000 Tonnen Lebensmittel fest. Äthiopische Behörden erlauben den Hilfsorganisationen nicht, selber Lastwagen zu mieten. 2000, 11. Mai Eine Delegation der UNO unter Richard Holbrooke hat drei Tage ergebnislos zwischen Eritrea und Äthiopien verhandelt und befürchtet den Wiederbeginn von Kampfhandlungen. 2000, 12. Mai Wiederaufnahme der Kämpfe, schwere Gefechte. 2000, 14. Mai Äthiopier wählen in nationalen und regionalen Wahlen, anscheinend hohe Wahlbeteiligung. Die revolutionäre Volksfront erhält 479 der 547 Sitze im Parlament. 2000, 16. Mai Äthiopischen gelingt es, weit auf eritreisches Gebiet einzudringen. 2000, 17. Mai Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet ein Waffenembargo gegen Eritrea und Äthiopien. 2000, 21. Mai Äthiopische Truppen bis 100 km vor Asmara. Hunderttausend Eritreer auf der Flucht. 2000, 22. Mai Äthiopische Truppen erobern ein Ausbildungslager der Eritreischen Armee in Sawa an der Grenze zum Sudan. 2000, 25. Mai Äthiopien weist das Angebot Eritreas zurück, das angekündigt hatte, es würde sich aus den von ihm besetzten Gebieten zurückziehen und die Grenzen von vor dem Krieg anerkennen. Äthiopien sagt, von Rückzug könne keine Rede sein, seine Truppen hätten an allen Fronten die Eritreer geschlagen, die Stadt Zalambessa sei befreit. 2000, 26. Mai Sieben der elf katholischen Bischöfe der Bischofskonferenz von Eritrea und Äthiopien sind zu einer Versammlung in Rom. In einer Verlautbarung verlangen sie eine sofortige Beendigung des Krieges. 2000, 29. Mai Eritrea beschuldigt Äthiopien den Grenzkrieg zu einem Invasionskrieg auszuweiten, weil Äthiopien seine Offensive fortsetzt. Luftangriff Äthiopiens auf den Militärflughafen von Asmara. 2000, 30. Mai Äthiopien hat seine Truppen aus den westlichen Gebieten von Eritrea zurückgezogen. Die eritreische Armee sei vor dem Zusammenbruch. Indirekte Friedensgespräche beginnen heute in Algier mit einem Tag Verspätung, weil der äthiopische Außenminister nicht rechtzeitig angekommen war. 2000, 01. Juni Meles Zenawi, Ministerpräsident von Äthiopien erklärt in einem Fernsehinterview, alle von Eritrea besetzten Gebiete seien befreit. Für Äthiopien sei der Krieg damit beendet. 2000, 02. Juni Die Delegationen Äthiopiens und Eritreas beraten mit ihren Regierungen den Friedensvorschlag der OAU. 2000, 05. Juni Schwere Gefechte bei der Hafenstadt Assab. 2000, 13. Juni Äthiopien hat auf drei Fronten die Oberhand gewonnen, seine Truppen haben eine Befestigung nahe Assab eingenommen. 2000, 15. Juni Die Kämpfe zwischen Äthiopien und Eritrea sind eingestellt, beide Seiten erkennen die Vorgaben der OAU an. Eine Unterzeichnung soll am Wochenende erfolgen. 2000, 18. Juni Die Außenminister von Eritrea und Äthiopien unterzeichnen in Algier einen Waffenstillstand. 2000, 19. Juni Äthiopien kündigt einen Rückzug seiner Streitkräfte aus einigen Ortschaften an. Die Truppen sollen sich völlig auf Positionen zurückziehen, die sie vor dem Kriege hielten, sobald UN-Friedenstruppen entlang der 1000 km langen Grenze ihre Stellung eingenommen haben. 2000, 26. Juni Anfang Juli sollen Friedensverhandlungen mit Vertretern Eritreas in Algier aufgenommen werden. Äthiopien fordert unter anderem eine Verkleinerung der eritreischen Armee. 2000, 03. Juli Indirekte Verhandlungen zwischen Vertretern Äthiopiens und Eritreas sind in Washington aufgenommen worden. 2000, 04. Juli 1135 Äthiopier wurden aus einem Lager in der Nähe von Asmara freigelassen. Seit dem 20. Juni sind mehr als 3500 repatriiert worden. Von den Eritreern werden immer noch etwa 10000 junge Äthiopier im Lager von Denba gehalten. 2000, 05. Juli Eine UN-Gesandtschaft bespricht mit der Regierung Regelungen für die Pufferzone an der Grenze zu Eritrea. 2000, 08. Juli Die Gespräche in Washington sind erfolgreich beendet worden: Es ging dabei besonders um die Grenzmarkierungen und die Stationierung der UN-Truppen. Vor Ort laufen die Vorbereitungen zur Errichtung der Sicherheitszone zwischen Äthiopien und Eritrea. 2000, 13. Juli Wegen Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen am 14. Mai war am 26. Juni in vierzehn Wahlkreisen die Wahl wiederholt worden.Dabei gab es Gewinne der Regierungspartei. 2000. 01. Aug. Die EU bewilligt 1,5 Mio. Dollar für Opfer der Dürrekatastrophe in Äthiopien 2000, 09. Aug. Überschwemmungen am Fluß Awash haben im Grenzgebiet mit Djibouti neun Menschen getötet und über 30000 obdachlos gemacht. 2000, 10. Aug. Mehr als 30000 Minen sind bisher an der Grenze zwischen Eritrea und Äthiopien geräumt worden. 2000, 11. Aug. Die äthiopische Regierung zeigt sich besorgt über die schlechte Behandlung seiner Bürger, die noch in Eritrea verblieben sind. Ohne Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz habe Eritrea in den letzten Wochen Tausende deportiert. 2000, 18. Aug. Äthiopien beschuldigt Eritrea, seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens 30000 Äthiopier in Konzentrationslagern zu halten und weitere 20000 vertrieben zu haben. 2000, 29. Aug. Rußlands Präsident Putin hat in einem Dekret jegliche weitere Ausfuhr von Waffen nach Äthiopien und Eritrea untersagt. 2000. 30. Aug. 20000 Flüchtlinge, die seit den Jahren des Mengistu-Regimes im Sudan Zuflucht gefunden hatten, sollen in ihre Heimat zurückkehren. 2000, 31. Aug. 19 Länder werden nach Angaben des UN-Generalsekretärs Kofi Annan an der UN-Mission in Eritrea und Äthiopien teilnehmen. 2000, 08. Sept. 4200 UNO-Soldaten sollen im Oktober an der Waffenstillstandslinie zwischen Eritrea und Äthiopien stationiert sein, teilte Kofi Annan dem äthiopischen Premierminister in New York mit. 2000, 14. Sept. 46 UN-Beobachter sind in den Hauptstädten Äthiopiens und Eritreas angekommen. Sie sind die Vorhut von 4000 Soldaten der Friedenstruppe an der Waffenstillstandslinie zwischen Eritrea und Äthiopien. 2000, 26. Sept. Einen Hungersnot konnte nach Ansicht der UN-Gesandten Catherine Bertini im Horn von Afrika abgewendet werden, doch sei die Krise noch nicht völlig vorbei. 2000, 29. Sept. Mehr als 1600 politische Gefangene werden in verschiedenen Gefängnissen ohne Gerichtsverfahren festgehalten, so die Angaben von SOCEPP (Solidarity Committee for Ethiopian Political Prisoners) in Berlin. 2000, 03. Okt. In einer feierlichen Zeremonie soll die Leiche des vor 25 Jahren umgekommenen Negus Haile Selassie in der Dreifaltigkeitskathedrale in Addis Abeba im November beigesetzt werden. 2000, 10. Okt. Premierminister Meles Zenawi ist für weiter fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden.Er betonte den Willen zu einem Frieden mit Eritrea und zur Fortsetzung der Entwicklung Äthiopiens, die durch die zwei Jahre des Krieges unterbrochen worden war. 2000, 16. Okt. Eine Delegation der Vereinten Nationen begann eine einwöchige Untersuchung der Situation der Vertriebenen und ihrer Problem nach dem zweijährigen Grenzkrieg zwischen Äthiopien und Eritrea. 2000, 23. Okt. Äthiopien und Eritrea beginnen eine neue Runde von Friedensgesprächen in Algerien. Äthiopien ist nach Angaben des verhandelnden Ministers Seymoun Mesfin zu zusätzlichen Anstrengungen bereit. 2000, 24. Okt. UN-Agenturen fordern 70 Mio. Dollar zur Hilfe für mehr als hunderttausend Menschen, die von dem Grenzkonflikt mit Eritrea betroffen waren. 2000, 30. Okt. Unterbrechung der Friedensgespräche, weil nach Angaben der äthiopischen Seite Eritrea keine Verhandlung über die Grenzführung zwischen beiden Ländern führen will. 2000, 31. Okt. Die Regierung nennt den ehemaligen Kaiser Haile Selassie einen Tyrannen, der die Massen ausgebeutet habe. 2000, 02. Nov. Drei Tage vor dem geplanten Staatsbegräbnis wird eine Requiem-Messe in den orthodoxen Kirchen Äthiopiens für Haile Selassie gehalten. 2000, 05. Nov. Die sterblichen Überreste von Negus Haile Selassi sind 25 Jahre nach seinem Tod feierlich in seinem Mausoleum in der Christkönig-Kathedrale von Addis Abeba beigesetzt worden. 2000, 13. Nov. 3 Millionen Aids-Infizierte leben in Äthiopien und 700000 Aidswaisen. 2000, 19. Nov. Äthiopien und Somalia wollen den Frieden im Horn von Afrika fördern, sagte in Addis Abeba Ministerpräsident Meles Zenawi nach einem Treffen mit Präsident Hassan aus Somalia. 2000, 22. Nov. Die Entlassung der Kriegsgefangenen und ein Austausch von Karten der Minengebiete soll nach Vorstellung der UNO als vertrauensbildende Maßnahme von Äthiopien und Eritrea in die Wege geleitet werden. 2000, 30. Nov. Ein Abkommen zwischen Äthiopien und Somaliland gibt Äthiopien Zugang zum Hafen von Berbera. 2000, 12. Dez In Algier wird ein Friedensabkommen zwischen Eritrea und Äthiopien von Premierminister Meles Zenawi für Äthiopien und Präsident Issaias Afeworki für Eritrea unterzeichnet, damit werden offiziell zwei Jahre Bürgerkrieg beendet. 2000, 18. Dez. Die katholischen Bischöfe Eritreas und Äthiopiens begrüßen das Friedensabkommen. |