Ereignisse und Entwicklungen 2001 2001, 03. Jan. 914 gefangene eritreische Militärangehörige sind unter Aufsicht des Internationalen Roten Kreuzes freigelassen worden. 2001, 04. Jan. Äthiopien will seine Truppen nicht aus Eritrea zurückziehen, solange Eritrea nicht seine feindseligen Aktivitäten einstellt. 2001, 09. Jan. Mit Sudan wurde ein Abkommen zum Bau einer Eisenbahn vereinbart. Die Bahnlinie soll von Port Sudan bis in die Stadt Moyale an der Grenze zu Kenia führen. 2001, 12. Jan. Über 75% der 4200 Truppen der UN-Mission in Eritrea und Äthiopien sind in ihrem Bestimmungsgebiet angekommen. 2001, 17. Jan. Die Vereinten Nationen zeigen sich besorgt über die Uneinigkeit zwischen Eritrea und Äthiopien über den Rückzug ihrer jeweiligen Truppen entlang der 1000 km langen Waffenstillstandslinie. 2001, 22. Jan. Die Behörden in Addis Abeba benötigen mehr als 400000 t Lebensmitteln und 21,4 Mio. Dollar in diesem Jahr um 6,2 Mio. Äthiopier zu unterstützen. Im vergangenen Jahr waren 10,5 Mio. Äthiopier von der anhaltenden Dürre betroffen. 2001, 28. Jan. Als möglichen Konfliktstoff für die Zukunft wird die Nutzung des Wasser aus dem Nil sein, der durch neun Länder fließt. 2001, 31. Jan. Einen vorläufigen Plan für einen Sicherheitszone zwischen Eritrea und Äthiopien hat die UN-Mission vorgelegt. 2001, 03. Feb. 873 Gefangene sind durch Vermittlung des Roten Kreuzes aus Eritrea zurückgekehrt. 2001, 06. Feb. Ein Abkommen über eine 25 km breite Kontrollzone der UNO zwischen Eritrea und Äthiopien ist abgeschlossen worden. 2001, 10. Feb. Tausende Frauen demonstrierten in Addis-Abeba gegen die tägliche Gewalt gegen Frauen. Besonders kritisch waren sie gegen die milde Behandlung von Vergewaltigern. 2001, 13. Feb. Mehr als 600 Soldaten hat Äthiopien aus dem eritreischen Senafe zurückgezogen, das es seit Frühjahr 2000 besetzt hielt. Senafe wird Teil der Pufferzone, die von UNO-Truppen bewacht wird. 2001, 18. Feb. Der Rückzug eritreischer und äthiopischer Soldaten von der Kampflinie scheint sich im vorgegebenen Zeitrahmen abzuwickeln. Äthiopien hat noch bis zum 26. Februar, um seinen Truppenabzug zu beenden. 2001, 26. Feb. Äthiopien hat den Rückzug seiner Truppen bis zu dem abgesprochen Zeitpunkt abgeschlossen. 2001, 06. März Im Südosten Äthiopiens leiden 300 000 Menschen unter extremer Dürre. Seit vier Jahren ist in der Region Somali kaum Regen gefallen. Wegen der resultierenden Wasserknappheit sind die Menschen von Hilfe abhängig: Wasser wird mit Tankern in die Region gebracht. 2001, 11. März Das Rote Kreuz hat seit dem 12. Dezember daran mitgeholfen 856 eritreische und 628 äthiopischen Kriegsgefangene in ihre Heimat zu bringen. 2001, 14. März Die letzten 10547 Flüchtlinge aus dem Sudan kehren nach Äthiopien zurück. 2001, 19. März Die Bauern Äthiopiens erzielten eine Rekordernte von 12,5 Millionen Tonnen Getreide, die beste Ernte in fünf Jahren und nach einer dreijährigen Trockenzeit. 2001, 19. März Premierminister Meles Zenawi hat zwölf Führer und Mitglieder des Zentralkomitees der "Tigray Peoples Liberation Front" aus der Bewegung ausgeschlossen, darunter auch einige frühere enge Mitarbeiter. Sie haben sich alle der Dissidentenbewegung angeschlossen, die von Siye Abraha geführt wird. Grund waren Meinungsverschiedenheiten zu den Themen "Eritrea", sowie "Korruption". 2001, 25. März Nach Angaben des Premierministers Meles Zenawi wurde ein von Dissidenten geplanter Umsturz in der Tigray People's Liberation Front verhindert. 2001, 28. März Eletawi Addis, eine der beliebtesten Zeitungen Äthiopiens, musste ihr Erscheinen einstellen. Grund ist eine Auseinandersetzung zwischen Eigentümer und Herausgeber über die Berichte von Uneinigkeiten in der stärksten politischen Partei. 2001, 30. März Kaffeepreise ist im den letzten Jahr um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Betroffen sind in davon auch 700000 Kleinbauern Äthiopiens. 2001, 03. April Erdgas und Öl ist nach Angaben des Energieministeriums im Oganden entdeckt worden. Die Größe der Vorkommen ist noch nicht erforscht. 2001, 05. April Die Regierung gibt nach und nach die Namen der Soldaten bekannt, die in den zweieinhalb Jahren des Krieges mit Eritrea umgekommen sind 2001, 09. AprilAids ist für 50% aller Krankenhausaufenthalte in Addis Abeba verantwortlich. Mehr als 300000 Personen sind in Äthiopien mit HIV infiziert. 2001, 09. April Die entmilitarisierte Zone zwischen Eritrea und Äthiopien soll nach Angaben der UNO in wenigen Tagen voll eingerichtet sein. 2001, 18. April Demonstrationen der Studenten für mehr politische und akademische Freiheit weiten sich aus. Straßenkämpfe zwischen jungen Demonstranten und Polizei haben in Addis Abeba zu hunderten Verletzten und vermutlich auch zu Toten geführt. In der Hauptstadt herrscht Anarchie 2001, 19. April 19 Personen sind in den zweitägigen Kämpfen ums Leben gekommen, die Universität ist auf unbestimmt Zeit geschlossen. 2001, 21. April Der Äthiopische Rat für Menschenrechte dementiert Berichte, wonach Studenten, die mit den Unruhen der letzten Tage zu tun hätten, in besonderen Lagern interniert seien. Die meisten seien zu einer Polizeikaserne 38 km außerhalb Addis Abeba gebracht worden. 2001, 26. April 2000 Studenten sind aus Polizeigewahrsam entlassen worden. Die Universität wurde vor zwei Tagen wieder geöffnet. 2001, 02. Mai Äthiopien hat die temporäre Sicherheitszone zu Eritrea nicht anerkannt. Eritrea wird beschuldigt, Agenten in Uniformen der Polizei in die Zone zu schicken. 2001, 03. Mai Italien weigere sich die Chemiewaffen aus der Zeit unter Mussolini abzuräumen, klagt die Regierung. In Tigray wurde kürzlich beim Bau einer Schule vergrabene Munition entdeckt. 2001, 08. Mai Zwei führenden Akademiker sind von der Regierung mit der Anstiftung der Studentenunruhen beschuldigt und verhaftet worden. 2001, 09. Mai Religiöse Führer aus Eritrea und Äthiopien haben in Nairobi beschossen, die Dörfer an der Pufferzone zu besuchen und die derzeitige Situation des Friedensprozesses zu begutachten. 2001, 12. Mai Der Chef der äthiopischen Sicherheitsorganisation Kinfe Gebre-Medhin ist von einem Major der Armee in einer Offiziers-Messe in Addi-Abeba erschossen worden. 2001, 16. Mai Das Waffenembargo der UNO gegen Äthiopien und Eritrea ist mit dem heutigen Tag beendet. 2001, 19. Mai Ein Verkehrsabkommen wurde mit Sudan unterzeichnet. 2001, 22. Mai Meinungsverschiedenheiten, wer die Grenze zwischen Äthiopien und Eritrea bestimmen soll, scheinen in Verhandlungen der UNO beigelegt worden zu sein. 2001, 22. Mai Im Kampf der Regierung gegen Korruption wurden 18 höhere Beamte und bekannte Geschäftsleute festgenommen. Auch einst hoch angesehene Politiker sind verhaftet worden und angeklagt, Millionen Dollar vom Staat unterschlagen zu haben. 2001, 30. Mai Rußland hat die ausstehenden Schulden Äthiopiens in Höhe von fünf Milliarden Dollar erlassen. 2001, 05. Juni Auf Bewährung freigelassen wurden die Professoren Mesfin-Wolde Mariam und Berhabnu Nega zwei führende Menschenrechtler, die becshuldigt worden waren, die Unruhen an der Universität in den vergangenen Wochen geschürt zu haben. 2001, 19. Juni 25 Millionen Dollar verliert das Land jährlich durch Korruption. 2001, 23. Juni Präsident Gidada ist aus dem Vorstand seiner Partei (OPDO) entlassen worden, weil er die Reform der Partei verhindern wollte. Seine Stellung als Präsident des Landes scheint nun gefährdet. 2001, 06. Juli Elf Äthiopier sind wegen Verbrechen gegen die Menschenrechte in der Zeit des "Roten Terrors" unter Mengitu (1977-78) verhaftet worden. 2001, 11. Juli Die wiederaugebaute Mereb-Brücke bei Bailey verbindet wieder Eritrea und Äthiopien. 2001, 17. Aug. Die Vereinigung Reporter ohne Grenzen (RSF) hat beim Minister für Information die sofortige Freilassung von zwei Chefredakteuren unabhängiger Zeitungen gefordert und protestiert gegen eine Welle von Festnehmen innerhalb der Freien Presse. 2001,20.Aug. Die USA werden Entwicklungsprojekte in Aethiopien in Höhe von 155 Millionen US Dollar unterstützen. Schwere Regenfälle verursachten Überflutungen, die tausende Menschen obdachlos machten. 2001, 03. Sept. Die Regierung in Addis Abeba hat der Vereinigung der äthiopischen Rechtanwältinnen (AEDA) jegliche Betätigung untersagt. Die Vereinigung hat arbeitet im ganzen Land und setzt sich für die Opfer von sexualem Missbrauch ein 2001, 08. Okt. Das aethiopische Parliament wählt Girma Woldegiorgis, einen 71 jährigen Armeeoffizier, zum Präsidenten, eine Funktion ohne politische Macht. 2001, 12. Dez. Nach einem Bericht des Gesundheitsministerium gibt es in Ethiopia über eine Million AIDS Waisen. |