Ereignisse und Entwicklungen 2004 Deutscher Schuldenerlass Anlässlich des Afrikabesuchs von Bundespräsident Köhler hat Deutschland Äthiopien einen Schuldenerlass von 67 Millionen Euro gewährt. (NAD 13.12.2004) Köhler unterzeichnet Schuldenerlass Bei seinem Afrikabesuch hat Bundespräsident Köhler einen Schuldenerlass für Äthiopien über 50 Millionen Euro unterzeichnet. (NAD 13.12.2004) Bereit, internationale Grenzreglung zu akzeptieren Premierminister Meles Zanawi hat dem Parlament vorgeschlagen, die Grenzreglung der internationalen Kommission 'prinzipiell' zu akzeptieren, obwohl sie illegal und ungerecht sei. Äthiopien hatte bisher vor allem die Übergabe der Stadt Badme an Eritrea abgelehnt. (NAD 26.11.2004) Bischöfe fordern Aussöhnung Die katholischen Bischöfe beider Länder rufen ihre Regierungen auf endlich dem Frieden und der Aussöhnung ihrer Völker Vorrang geben. Die katholische Kirche appelliert auch an die internationale Gemeinschaft, den Konflikt zwischen Äthiopien und Eritrea nicht zu vergessen. Schon sechs Jahre dauert das Tauziehen um den genauen Grenzverlauf zwischen Äthiopien und Eritrea an. Der Konflikt am Horn von Afrika hat die internen Probleme beider Staaten weiter verschärft: Hunger, Trockenheit, AIDS, die Unterbringung von Flüchtlingen. (NAD 10.11.2004) Attentäter der Oromo Befreiungsfront verurteilt Ein Gericht in Addis Abeba hat drei Anführer der Oromo Befreiungsfront (OLF) zum Tode verurteilt. Sie werden für ein Massaker im Jahr 1993 verantwortlich gemacht, in dem 207 Menschen ermordet wurden. (NAD 21.10.2004) 758 Million Dollar Schuldentilgung Im Rahmen der HPIC Initiative für die ärmsten Länder hat der Pariser Club der Gläubigerländer Äthiopien den Schuldenerlass von 758 Millionen US-$ gewährt, um das Armutsbekämpfungsprogramm der Regierung zu unterstützen. 2003 betrug der Schuldendienst Äthiopiens 100 Million Dollar. (NAD 20.10.2004) Parlamentswahlen im Mai 2005 Das Datum für die Wahlen des föderalen Parlaments sind auf den 15. Mai 2005 festgelebt worden. 10 nationale und 57 regionale Partei wollen sich daran beteiligen. (NAD 27.09.2004) Regierung sieht Wirtschaftswachstum Nach Angaben von Premierminister Meles ist die äthiopische Wirtschaft in den letzten 11 Monaten um 11%, die Landwirtschaft sogar um 20% gewachsen. Exporte haben um 13% und Investitionen um 80% zugenommen. (NAD 12.07.2004) Das größte Flüchtlingslager der Welt wird geschlossen Mit der Rückkehr der letzten Flüchtlinge nach Somalia wird die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR das größte Flüchtlingslager der Welt in Hartisheik / Äthiopien schließen, in dem seit 1997 250.000 Somalis lebten. (NAD 07.07.2004) Kostenlose Aidsmedikamente Die äthiopische Regierung will in den nächsten fünf Jahren 200.000 aids-infizierte Menschen kostenlos mit anti-viralen Medikamenten versorgen. (NAD 25.06.2004) Zwei Millionen Menschen werden umgesiedelt Die äthiopische Regierung will in den nächsten drei Jahren mehr als zwei Millionen Menschen aus dem übersiedelten Hochland ins Tiefland umsiedeln. Das Prinzip der Freiwilligkeit soll beachtet und ein Rückkehrrecht garantiert werden. (NAD 30.03.2004) Journalistenorganisation wieder erlaubt Die Regierung hat die verbotene Assoziation freier Journalisten (EFJA) wieder zugelassen. Die Mitglieder beschuldigen die Regierung, die Vorstandstandswahlen manipuliert zu haben. (NAD 23.02.2004) 200 Tote bei Unruhen in Gambella Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen in einer Goldmine in der Nähe von Dimma sind fast 200 Menschen ums Leben gekommen. Spannungen existieren zwischen der örtlichen Ethnie der Anyuak und der aus anderen Teilen des Landes zugewanderten Bevölkerung. (NAD 13.02.2004) Kanadischer Minister als Vermittler UN-Generalsekretär Kofi Annan hat den ehemaligen kanadischen Außenminister Lloyd Axworthy zum offiziellen Vermittler in der Krise zwischen Äthiopien und Eritrea ernannt. Äthiopien weigert sich, die Entscheidung über die Grenzziehungen zwischen beiden Ländern zu akzeptieren. (NAD 02.02.2004) Trotz guter Ernte immer noch Hunger Äthiopiens Bauern haben die beste Ernte in den letzten fünf Jahren eingebracht. Trotzdem bleiben nach einen UN-Bericht immer noch 7 Millionen Menschen vom Hunger bedroht. (NAD 15.01.2004) Spannungen im Grenzgebiet wachsen Während die Spannungen über das umstrittene Grenzgebiet wachsen, versucht die UN zwischen Äthiopien und Eritrea zu vermitteln. Äthiopien hatte die im Friedensvertrag festgelegte Entscheidung der Grenzkommission abgelehnt. (NAD 07.01.2004) |