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Äthiopien, Demokratische Bundesrepublik
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Aethiopien  > Ereignisse

Ereignisse und Entwicklungen 2009

 Aethiopien: Neue Hungerkatastrophe 22.10.2009 
25 Jahre nach der großen Hungersnot, in der eine Million Äthiopier starben, wird die Regierung nun bestätigen, dass Hungerhilfe für 6.2 Millionen Menschen gebraucht wird. Grund dafür ist die vier Jahre anhaltende Dürre und die erratischen Regenfälle, die die Ernten auf den Feldern und die Weiden für das Vieh ruiniert haben. Oxfam appellierte für 15 Millionen Dollar, ist sich aber auch bewusst, dass importierte Lebensmittel nur kurzfristig Leben retten können. Die Bevölkerung müsse auf die nächste Katastrophe vorbereitet werden. Mit Bewässerungsanlagen, Getreidespeicher und genügend Brunnen brauchte eine Dürre nicht unbedingt Hunger, Elend und Tod bedeuten.
 Aethiopien: Neujahrsgeschenk per SMS 10.09.2009 
2.5 Millionen Handy Besitzer in Äthiopien erhalten in diesen Tagen Textnachrichten, die ihnen und ihren Familien ein freies Aids Test anbieten. Die Regierung versucht, die Krankheit einzudämmen. UNICEF schätzt, dass schon 900.000 äthiopische Kinder verwaist sind. Äthiopien folgt noch den im Westen längst aufgegebenen Kalender, der dreizehn Monate in ein Jahr zwängt. Am 11.09. fängt das Jahr 2002 an.
 Aethiopien: Afrikanischer Klimagipfel 24.08.2009 
Als Vorbereitung auf die Kopenhagener Klimakonferenz treffen sich in Addis Abeba die Führer von zehn afrikanischen Staaten. Afrika sucht Entschädigung für den durch die Erderwärmung zugefügten Schaden. Der Kontinent hat die geringste Kohlendioxid Emission, leidet aber am meisten unter dem Klimawandel. In den Klima Verhandlungen, wo die USA, China, Indien und die EU das Sagen haben, will die afrikanische Delegation mit einer Stimme für Afrika sprechen.
 Aethiopien: 1,6 Millionen ha Land für Investoren 29.07.2009 
Die Regierung stellt 1,6 Million Hektar Land in mehreren Provinzen für landwirtschaftliche Investoren bereit, die kommerzielle Farmen starten wollen. Unternehmen aus Indien, China und Saudi Arabien haben bereits großflächige Projekte begonnen. Obwohl Äthiopien Water und fruchtbaren Boden hat, leben 4,6 Millionen Menschen von ausländischer Nahrungsmittelhilfe.
 Aethiopien: Anti-Terror Gesetze kritisiert 09.07.2009 
Amnesty International hat die vom Parlament verabschiedeten Anti-Terror Gesetzgebung als ungerechtfertigt kritisiert. Darin wird die Meinungs- und Versammlungsfreiheit stark eingeschränkt, was die Opposition bei den Wahlen 2010 benachteiligen wird.
 Aethiopien: Reserven schwinden 18.06.2009 
Ein UN Sprecher sagte, dass nicht mehr genug Nahrungsmittel für neun Millionen Hungernde da sind. Auch sei der Hafen von Djibuti hoffnungslos blockiert. Vor September soll es keine neuen Ladungen mehr geben; dabei sind die Monate vor der nächsten Ernte die schlimmsten.
 Aethiopien: Neue Baumart 24.04.2009 
In der Ogaden Region haben Forscher der Universität Uppsala einen neuen Baum entdeckt, den sie Acacia fumosa nannten. Er wächst in einer Fläche so groß wie Kreta, wird sechs Meter hoch und hat rosa Blüten. Es ist erstaunlich, dass dieser Baum nie wissenschaftlich erforscht wurde. Man macht die Unzugänglichkeit und die Unruhen in de Gebiet zwischen Äthiopien und Somalia dafür verantwortlich. Auch wenige Einwohner wussten davon, einen Namen gaben sie nie. Wissenschaftler glauben, dass es weltweit noch andere neue Pflanzen zu entdecken gibt.
 Aethiopien: Der Damm, der spaltet 26.03.2009 
Gilgel Gibe III am Omo Fluss soll das zweitgrößte Reservoir südlich der Sahara werden. Neben der Stromgewinnung für Verbrauch und Export in umliegende Länder, soll der Damm die Fluten regulieren, den Fluss schiffbar machen, die Fischerei fördern und ein enormer Wasserspeicher sein. Die Anwohner, besonders der Stamm der Mursi, sind besorgt um ihre Rinderherden und ihre Kultur. Man vermutet, dass Kämpfe um Fischerei, sowie Wasser – und Weiderechte sich in Zukunft häufen.
 Aethiopien: Tausende auf der Flucht 26.02.2009 
Im Süden nahe der Stadt Moyale haben sich zwei Volksgruppen, Borana und Gheri, heftige Kämpfe geliefert. Man schätzt, dass 100,000 Menschen verdrängt wurden. In der wasserarmen Gegend sind bewaffnete Konflikte über die Kontrolle von Brunnen und Reservoirs häufig, aber selten so gewaltsam.
 Aethiopien: Gesetz zur Kontrolle der Zivilgesellschaft 02.02.2009 
Das Parlament hat mit großer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das Nichtregierungsorganisationen verbietet, mehr als 10% der Finanzierung aus dem Ausland zu erhalten, und strikte Kontrollmaßnahmen durch die Regierung vorsieht.
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