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Angola  > Ereignisse

Angola: Ereignisse und Entwicklungen 2002 


2002, 30. Jan.

Eine neue Offensive der Armee gegen UNITA Rebellen zwingt tausende Angolaner, zur Flucht.

2002, 02. Feb.

Nach achtjährigeren Verhandlungen haben sich Angola und Namibia auf die Abgrenzung ihrer Küstengewässer geeinigt.

2002, 10. Feb.

Laut UN Berichten sind 4 Mio. Angolaner durch den Krieg heimatlos geworden, 2 Mio. mehr als 1999.

2002, 22. Feb.

Bei Kämpfen mit der angolanischen Armee ist der Führer der Rebellenbewegung UNITA, Jonas Savimbi, ums Leben gekommen. UNITA will trotzdem den Kampf gegen die Regierung fortsetzen.

2002, 25. Feb.

Bei einem Staatsbesuch in Portugal stellt Präsident José Eduardo Wahlen innerhalb von zwei Jahren in Aussicht

2002, 26. Feb.

9 Tote beim ersten UNITA Überfall seit dem Tod Savimbis. - Organisationen der Zivilgesellschaft fordern einen Waffenstillstand

2002, 04. März

Nach Berichten der Radiostation Ecclesia ist auch der Vizepräsident der UNITA, General Antonio Dembo, im Kampf gefallen.

2002, 14. März

Im Rahmen eines nationalen Versöhnungsplans hat die angolanische Regierung ihre Armee angeordnet, alle Kampfhandlungen gegen UNITA Rebellen einzustellen.

2002, 15. März

Beginn von Verhandlung mit UNITA. Drei Leiter der UNITA werden von der Armee verhaftet.

2002, 28. März

UNITA steht geschlossen hinter dem neuen Führer General Paulo Lukamaba "Gato"

2002, 30. März

In der Provinzhauptstadt Luena unterzeichneten die angolanische Armee und die UNITA Rebellen ein Friedensabkommen. Jede Seite verpflichtet sich, alle Kampfhandlungen einzustellen und den Friedensvertrag von Lusaka aus dem Jahr 1994 umzusetzen.

2002, 02. April

Das Parlament billigt eine Generalamnestie für Mitglieder der UNITA.

2002, 10. Mai

Medicins sans Frontieres findet 18.000 verhungernde Menschen in einem entlegenden Dorf im Südwesten von Angola. 42.000 UNITA Soldaten sind in Lagern zusammengezogen worden. Die Versorgung der Soldaten ist nicht gewährleistet.

2002, 19. Mai

Bei Kämpfen zwischen der Armee und Rebellen der FLEC-FAC Bewegung zur Befreiung von Cabinda gab es 20 Tote.

2002, 29. Mai

Die EU will mit 125 Mio. Euro die Notlage in Angola lindern.

2002, 12. Juni

Laut Medicins sans Frontieres sind 500,000 Menschen vom Hunger bedroht, da UN und Regierung zu langsam auf die Katastrophe reagieren.

2002, 19. Juni

Angolas Einnahmen aus der Diamantenindustrie sind um 87% gesunken.

2002, 23. Juni

30.000 Freiwillige, darunter 7000 Pfadfinder, haben Hunderttausende Kinder gegen Polio geimpft.

2002, 27. Juni

Nach Angaben der Regierung sind im Angola 4-5 Millionen Landminen vergraben. Jeden Monat werden 60 Menschen von Minen getötet.

2002, 08. Juli

Nach UN Berichten sind eine halbe Million Menschen in Angola direkt vom Hungertod bedroht. Tausende sterben täglich, eine Million sind von Nahrungsmittelhilfe abhängig.

2002, 18. Juli

257.000 UNITA Rebellen, deren Familienangehörige und andere Zivilisten haben sich in Angola seit April 2002 in 36 Demobilisierungszentren eingefunden. 5000 sollen in die Armee eingegliedert werden.

2002, 16. Aug.

Die UN wird eine Sonderkommission nach Angola entsenden (UNMA), um die humanitäre Hilfe im Lande besser zu organisieren.

2002, 05. Sept.

Amerikanischer Außenminister Collin Powell besucht Angola.

2002, 12. Sept.

Die Weltbank will Angola mit 120 Mio. US-$ helfen, unter der Bedingung, dass gegen die massive Korruption angegangen wird.

2002, 21. Sept.

Die Armee startet eine Großoffensive gegen Rebellen in der Cabinda Provinz.

2002, 29. Sept.

Angola wird als nichtständiges Mitglied in den UN-Sicherheitsrat gewählt.

2002, 11. Okt.

Angola bittet um Hilfe, um 4-5 Millionen Landminen, die der 30-jährige Bürgerkrieg hinterlassen hat, zu entschärfen. 80.000 Angolaner sind durch Minen verstümmelt worden.

2002, 12. Okt.

Die gespaltenen UNITA Fraktionen haben sich wieder zusammengeschlossen. 70.000 Vertriebene kehren in die Provinz Kwanza-Luanda zurückgekehrt.

2002, 18. Okt.

Nach einem internen Bericht des Internationalen Währungsfonds sind in den letzten fünf Jahren etwa 4 Mrd. US-$ aus Angolas Staatskassen verschwunden, im letzten Jahr allein 1 Mrd., mehr als der Wert der internationalen Nahrungsmittel für das vom Hunger heimgesuchte Land.

2002, 30. Okt.

Die Armee erklärt, dass das Hauptquartier der Rebellen in Cabinda erobert worden sei.

2002, 01. Nov.

Die Regierung schließt die Auffanglager für ehemalige UNITA Soldaten.

2002, 23. Nov.

Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht, obwohl das Land der zweitgrößte Ölproduzent Afrikas ist und reiche Diamantenminen besitzt .Ein Grund für die Hungersnot ist die Korruption der Regierung. Allein im letzten Jahr verschwand eine Milliarde aus den Staatskassen. Das ist mehr als der Wert der internationalen Nahrungsmittel für das vom Hunger heimgesuchte Land.

2002, 04.Dez.

Zehntausende haben gestern zwischen Angola und Mosambik ihre Schutzbrillen zurechtgerückt, um die zweite totale Sonnenfinsternis im südlichen Afrika in eineinhalb Jahren zu beobachten.

2002, 05.Dez.

Der Präsident ernennt M. Fernando da Piedade Dias dos Santos als neuen Premierminister.

2002, 10.Dez.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Aufhebung aller Sanktionen gegen die Rebellenpartei UNITA in Angola mit großer Mehrheit beschlossen.

2002, 12.Dez.

Menschenrechtsorganisationen beschuldigen Regierungstruppen schwerer Menschenrechtsverletzungen während ihrer militärischen Kampagne in Cabinda.

2002, 12.Dez.

Angola, der zweigrößte Erdölproduzent in Afrika südlich der Sahara will in den nächsten fünf Jahren seine Erdölproduktion verdoppeln.