Angola: Ereignisse und Entwicklungen 2004
Diamantenschürfer ausgewiesen Nach Regierungsangaben wurden im Jahr 2004 etwa 300.000 illegale Diamantenschürfer des Landes verwiesen. Angola verliert 1 Million Dollar am Tag durch die illegalen Aktivitäten. (NAD 31.12.2004) Gewalt gegen UNITA Anhänger Die Organisation Medicins Sans Frontiere (MSF) berichtet von zwei Angriffen auf aus Sambia zurückkehrende Flüchtlingen in der Provinz Moxico. Mindestens 80 Häuser wurden niedergebrannt. Die Oppositionspartei UNITA hält die Angriffe für politisch motiviert. (NAD 21.07.2004) EU fordert Wahltermin Die Europäische Union hat die angolanische Regierung und die Opposition aufgefordert, sich auf einen definitiven Termin für die nächsten Wahlen zu einigen. (NAD 04.06.2004) De Santos trifft Bush Präsident de Santos traf sich mit dem amerikanischen Präsident in Washington, um die Entwicklung des Friedensprozesse und der Demokratie in Angola zu diskutieren. (NAD 15.05.2004) Zehntausende kongolesische Migranten ausgewiesen Nach Berichten der UN sind seit März dieses Jahres 80.-100.000 kongolesische Bürger aus den Diamantengebieten Angolas ausgewiesen worden . (NAD 08.05.2004) Regierung verweigert GMO Mais Die Regierung Angolas hat Nahrungsmittelhilfe in Form von genetisch verändertem Mais aus den USA abgelehnt. Als Grund wird die Gefahr der Kontaminierung einheimischer Sorten angegeben. Das Welternährungsprogramm befürchtet, die Entscheidung könnte die Nahrungsmittelsituation weiter verschlechtern. (NAD 30.03.2004) Keine Wahlen vor 2006 Die angolanische Regierung hat sich 14 Ziele gesetzt, die erfüllt werden müssen, bevor Wahlen abgehalten werden können, darunter eine neue Verfassung, eine neues Wahlregister und eine Wahlkommission. Das macht eine Wahl vor dem Jahr 2006 unmöglich. (NAD 13.03.2004) Landminen und Kleinwaffen bleiben problematisch Nach einem UN-Bericht konnten bisher nur 10% der in Angola zirkulierenden illegalen Kleinwaffen eingesammelt werden. Ein schlimmes Erbe des 30-jährigen Bürgerkrieges sind unzählige Landminen, die jetzt durch die Regenzeit an die Oberfläche geschwemmt werden. (NAD 03.02.2004) Geld für Demobilisierung Die Weltbank will Angola 33 Mio. US-$ zur Demobilisierung ehemaliger Soldaten und Milizen und deren Reintegration in die Zivilgesellschaft zur Verfügung stellen. (NAD 28.01.2004) 4 Mrd. US-$ verschwunden Nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation 'Human Rights Watch' sind in Angola zwischen 1997 und 2002 von den 18 Mrd. Dollar Erdöleinnahmen 4 Mrd. Dollar nicht auffindbar, das Equivalent der gesamten Sozialausgaben des Haushalts. Die Regierung bestreitet die Anschuldigungen. (NAD 14.01.2004) |