Verlautbarungen und Stellungnahmen der katholischen Kirche in Benin 1990, Jan. Zur Krise der Nation Erklärung der Vereinigung Katholischer Laien
Die Laien stellen eine tiefe Krise fundamentaler Werte fest, das Regime, das seit 1972 an der Macht ist, habe seine Legitimität und Glaubwürdigkeit verloren, der wirtschaftliche Niedergang dauere an, Auch in der Bildungspolitik stellen die Laien ein Scheitern fest. Die Freiheiten des Einzelnen sind immer wieder in Gefahr, auch weil totalitäre Unterdrückungsmethoden angewandt werden. Die Laien erklären sich bereit, an einem demokratischen Benin mitzuhelfen. Sie fordert für die anstehende Nationalkonferenz Freiheit in der Beratung. Das Wort müsse dem Volk überlassen werden. Es solle ungezwungen seinen Willen und seine freie Wahl auf allen Gebieten äußern können. Die Laien wehren sich gegen Versuche alte Ideologien mit ihrer Hilfe retten zu wollen. Sie solidarisieren sich mit allen, die eine menschlichere und brüderliche Gesellschaft aufbauen wollen. 1992, Febr. Forderungen der Demokratie Hirtenbrief der Bischöfe Benin ist in einem Übergang zu einem Rechtsstaat. Die Bischöfe warnen vor falschen Vorstellungen über Demokratie, die sich über die Wirklichkeit im Lande hinwegsetzten. In einer Demokratie übe das Volk die Kontrolle übe alle Gewalten im Staat aus. Das fordert alle zu Wachsamkeit gegen Machtmißbrauch und Vetternwirtschaft und Strenge auf, um die Aufgaben mit Ehrlichkeit und Kompetenz zu erfüllen. Alle Staatsbürger sollten sich für die Demokratie verantwortlich fühlen. Dabei stehe das Gemeinwohl und die Liebe zum Land oben an. Jeder ist gefordert sich mit allen Fähigkeiten in das Leben des Staates einzubringen im öffentlichen und privaten Leben. Christen werden angesichts der Demokratie auf ihre besondere Verantwortung hingewiesen. Sie haben sich in der Vorbereitung der Demokratie durch Gebet und Opfer und aktive Teilnahme eingebracht. Sie werden aufgerufen, die Güter des Staates rechtschaffen und ehrlich zu verwalten. Die Bischöfe rufen die Christen auf, mitzuarbeiten, damit ein einiges Volk entsteht. |