Benin: Geschichte in Auszügen 15. Jh.
Yoruba Reich der Adja entsteht, zerfällt 100 Jahre später in mehrere Reiche. Um 1600 Dahome, Königreich der Fon gegründet - eigentlich Danxomé - (Hauptstadt Abomey etwa 100 km nördlich der Küste). Ein zentralisierter Staat, der im Osten und Westen über die Grenzen des heutigen Benin hinausging. Wurde besonders mächtig durch Sklavenhandel, ebenso das Königreich in Hogbonu (heute Port Novo) 18. Jh. Kämpfe gegen das portugiesische Fort Ouida (Zentrum des Sklavenhandels). 1738 Reich Dahome unterliegt dem Youroba-Königreich von Oyo (im heutigen Nigeria). Um 1800 Blüte des Königreichs Dahome, stark in Sklavenjagd und Handel engagiert. 1818 Großbritannien verbietet Sklavenhandel. 1818 - 1856 Regierungszeit von König Ghezo: er zentralisiert das Reich Dahome, berühmt ist seinen Amazonen-Armee. Gewinnt Unabhängigkeit vom Youroba-Königreich Oyo zurück. Blütezeit des Kunsthandwerks. 1850 Engländer verhängen eine Seeblockade gegen Sklavenhandel. König Ghezo betreibt seinen Sklavenhandel mit Kuba und Brasilien weiter über Schleichwege. 1889 König Benhanzi, Sohn von König Glele übernimmt die Herrschaft in einem gefestigten Reich. 1890 Beisetzung des Königs Glele (Sohn und Nachfolger von König Ghezo). 1891 Fon Truppen widersetzen sich der französischen Kolonialarme, werden 1892 besiegt. König und Armee ziehen sich in die Wälder zurück. 1894 endgültiger Sieg der Franzosen. König Benhanzi im Exil in Martinique. Stirbt dort 1906. 1894 Französische Kolonie. 1911 Letzter König der Fon abgesetzt. 1940 Louis Hunkarin beginnt seine zwanzigjährigen Kampf gegen die französische Herrschaft. 1946 Gewählte Vertretung der Territoriums. 1957 Allgemeines Wahlrecht, schrittweise Autonomie. 1958, 04. Dez. Proklamation der Republik. 1960, 01. Aug. Unabhängigkeit von Frankreich. 1960, 25. Nov. Neue Verfassung wird angenommen. 1960, 11 Dez. Allgemeine Wahlen. Partei der Einheit Dahomeys (PDU) gewinnt die Mehrheit. Hubert Maga wird Präsident. 1963, 28. Okt. Erster Staatsstreich unter General Christophe Soglo. Eine Serie von zwölf Militär- und Zivilregierungen beginnt. 1963, Dez. Sourou Migan Apithy wird Präsident. 1964, 05. Jan. Neue Verfassung wird durch Volksentscheid angenommen. 1965, 22. Dez. Staatsstreich durch General Christophe Soglo. 1967, 17. Dez. Staatsstreich unter Hauptmann Koundete. 1968, 26. Juni Nach dem Wahlboykott bestimmt das Revolutionäre Militärkomitee (CMR) Dr. Emile-Derlin Zinsou zum Staatsoberhaupt. 1969, 10. Dez. Generalleutnant Kouandate setzt Dr. Zinsou ab, ein Triumvirat von drei Militärs regiert das Land: 1970, 07. Mai Neues Triumvirat im Präsidentenrat: Hubert Maga, Justin Ahomadegbe und Sourou Miga Apithy. 1972, 26. Okt. Militärputsch unter Oberst Mathieu Ahmed Kerekou 1973, Dez. Schaffung des Nationalen Revolutionsrates (CNR). 1974, 30. Nov. Marxismus-Leninismus wird offizielle Staatsideologie. 1975, 30. Nov. Gründung der Einheitspartei BPRP (Parti de la révolution populaire du Bénin / Revolutionäre Volkspartei von Benin) unter Oberst Kerekou. Verstaatlichung von Betrieben. Religiöse Feiertage abgeschafft, Weihnachten durch "Produktionsfest" ersetzt. Der Staatsname wird geändert. Statt Dahomey heißt es jetzt "Volksrepublik Benin". 1977, 16. Jan. Fehlgeschlagener Invasionsversuch von Söldnern, darunter auch französische. Unterstützung kam von Gabun und Marokko. 1977, 26. Aug. Sozialistische Verfassung. 1979 Neue Verfassung garantiert Religions- und Gewissensfreiheit. Sie bestätigt die BPRP als einzige legale Partei. 1979, Nov. Allgemeine Wahlen. 1980, 6. Febr. Mathieu Kerekou wird von der Nationalversammlung zum Präsidenten bestimmt. 1982 Erdöl wird vor der Küste Benins entdeckt. 1983 Nigeria weist mehrere hunderttausend Bürger Benins aus. 1984, 31. Aug. Wiederwahl Kerekous zum Präsidenten. 1986 Wirtschaftliche Liberalisierung und Privatisierungen. 1987 Wirtschaftskrise, Studentenunruhen und Proteste von Soldaten. 1989, Jan. Streiks von Lehrern und Studenten gegen die Regierung. 1989, 02. Aug. Wiederwahl Präsident Kerekous. 1989, 07. Dez. Ideologie des Marxismus-Leninismus wird als "Staatsideologie" abgelegt. 1990Nationalkonferenz hebt Einparteienstaat auf und schafft eine demokratische Verfassung. Das Land wird von Dahomey auf Benin umbenannt. 1991Nicéphore Soglo siegt in Präsidentsschaftswahl gegen Matthieu Kérékou. 1992Gescheiterter Militärputch 1996Präsidentschaftswahlen: Kérékou besiegt Soglo 2001Kérékou siegt in Präsidentschaftswahlen nach Boykott des zweiten Wahlgangs durch Soglo und Houngbédji 2003Die Mannschaft der 'Etireno' des nigerianischen Fussballers wird wegen Kinderhandel verhaftet. Die Regierung erlässt striktere Ausreisebedingungen für Kinder. 2003, 30. MärzBei den Parlamentswahlen gewinnt das Regierungsbündnis 55,8% der Stimmen und 52 der 83 Parlamentssitze. 2003, MaiBenin, Nigeria, Ghana und Togo unterzeichnen ein Abkommen mit Chevron/Texaco über den Bau einer Gaspipeline durch die Sahara. 2004, 15. SeptemberIn Benin und sieben anderen Westafrikanischen Ländern der CFA-Zone werden neue Geldscheine ausgegeben. 2004, DezemberBundespräsident Horst Köhler besucht Benin. 2005, JuliDer Internationale Gerichtshof regelt den umstrittenen Grenzverlauf zwischen Benin und Niger.
2007, 31. MarzBei Parlamentswahlen bleibt die Staatspräsident Thomas Yaya Boni nahestehende Koalition "Cauri Kräfte für ein aufsteigendes Benin" stärkste Partei. Boni besetzt später eine neues Kabinett mit vielen Experten. 2009, NovemberPiratenüberfall auf einen Tanker vor der Küste Benins. 2011, März-AprilBei den mehrfach verschobenen Präsidentenwahl in Benin gewinnt Thomas Boni Yayi offiziell mit 53% der Stimmen. Bei Parlamentswahlen erobert seine Partei 41 der 83 Sitze. 2011, 18. NovemberPapst Benedikt XVI. unterzeichnet bei seinem dreitägigen Besuch das Abschlussdokument der 2. Afrikasynode "Africae Munus".
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