Botsuana: Geschichte in Auszügen 1000 v. Chr.
Besiedelung des Gebietes des heutigen Botsuana durch die Urbevölkerung der Khoikhoi (Viehhalter) und der San (Jäger und Sammler). 300-400 n. Chr. Bantusprechende Volksgruppen ziehen in das Randgebiet der Kalahari. Sie betreiben Ackerbau und führen die Verarbeitung von Eisenerz ein. 1200 n. Chr. Zuwanderung von setswana-sprechenden Volksgruppen aus dem Gebiet des heutigen Transvaal. 1813 Ankunft der ersten christlichen Missionare. Eine Londoner Missionsgesellschaft beginnt ihre Missionsarbeit im Bechuanaland. 1867 Karl Mauch entdeckt die Goldfelder am Tati. 1885 Bedrohung durch burische Siedler aus Südafrika. Häuptling Khama III. fragt Briten um militärischen Schutz. Bechuanaland wird britisches Protektorat. 1895 Khama III. währt sich erfolgreich gegen die Übernahme Bechuanalands durch Cecil Rhodes´British South Africa Company. 1907 Siegfried Passarge, deutscher Geologe, entdeckt die Tsodilo-Berge in der Nähe der Grenze zu Namibia. 1910 Zollunion mit Südafrika. 1948 Eheschließung des Häuptlingssohnes Seretse Khama mit der Engländerin Ruth Williams, die weltweit großes Ausehen erregte, da sie die traditionellen Normen verletzte. Seretse Khama mußte das Land verlassen. 1956 Rückkehr Seretse Khamas aus britischem Zwangsexil. 1962, 29. Jan. Seretse Khama und Quett Masire gründen die Bechuanaland Democratic Party (BDP). 1965, März BDP gewinnt die Parlamentswahl, Serethe Khama wird Premierminister. 1966, 30. Sept. Botsuana erlangt die völkerrechtliche Unabhängigkeit, Seretse Khama erster demokratisch gewählter Präsident. 1970 Gründung der Botsuana Development Corporation (BCD). 1972 Beginn der Diamantenförderung, Abbau von Kupfer-Nickel-Erzen und Kohle. 1976, 23. Aug. Einführung der eigenen Währung "Pula"; Kündigung der Währungseinheit mit dem südafrikanischen Rand. 1979 Entdeckung rätselhafter Tsodilo-Kultur am Nordwestrand der Kalahari. Für die Buschmänner sind die Tsodilo Berge ("Berge der Götter") noch immer ein Mythos und Mittelpunkt ihrer Geister- und Glaubenswelt. Für die Archäologen erweisen sich die Berge als Schauplatz spektakulärer Funde und Entdeckungen. Bisher wurden 2000 Felsmalereien entdeckt. Die ältesten Zeichnungen stammen aus den Jahren 2000 – 4000 v.Chr. Britische Archäologen sprechen von der "größten prähistorischen Kunstgalerie im Afrika südlich der Sahara". Noch überraschender sind die Entdeckungen von Überresten von Siedlungen und Minen. Möglicherweise handelt es sich dabei um die ältesten Steinbauten in Schwarzafrika, noch älter als die Ruinen von Simbabwe in Rhodesien. 1979, Okt. Die Partei des Präsidenten gewinnt die Wahlen; Seretse Khama wird im Amt bestätigt. 1979, Okt.. Flüchtlingsstrom aus Rhodesien. 1980, 01. Apr. Gründungsmitglied der "Southern African Development Coordination Conference (SADCC). Seit Beginn ist die Hauptstadt Gaborone Sitz des SADCC-Sekretariats. 1980, 11. Juli. Tod des Präsidenten Seretse Khama. 1980, 18. Juli Das Parlament wählt Quett Masire zum neuen Staatschef. 1981 Botsuana definiert seine Position an der Seite schwarzafrikanischer Staaten und unterstützt das Lusaka – Manifest der "Konferenz ost- und zentralafrikanischer Staaten" von 1969. 1984, Sept. Wahlsieg von Masire und der Bechuanaland Democratic Party (BDP). 1988, 12. Sept. Besuch von Papst Johannes Paul II. 1989, Okt. Masire und die BDP gewinnen erneut die Wahlen 1998, 31. März Amtsverzicht vonPräsident: Sir Ketumile Masire 1998, 01. AprilNeuer Präsident: Festus Mogae vereidigt; nach Parlamentswahlen am 30.10.1999 und 08.11.2004 erneut vereidigt |