Burkina Faso: Geschichte in Auszügen 11Jh.
Mossi wandern in den Ostteil des Landes ein. Fürstentümer Ouagadougou, Gourma und Yatenga gegründet. Der Westen ist Teil des innerafrikanischen Großreiches Gana. 1441 Ouagadougou wird Hauptstadt des Mossi-Reiches. 1681 Die Naba (Kaiser) der Mossi wählen Ouagadougou als ihren ständigen Wohnsitz. 1886 Franzosen dringen in das Gebiet des heutigen Burkina Faso ein. 1916 Gewaltsame Unterdrückung eines Aufstandes, Hunderttausende flüchten meist in die Goldküste (heute: Ghana). Bis 1919 Teil der Kolonie "Haute Senegal et Niger". 1919-1932 Eigenständige Kolonie. 1932 - 1947 Aufgeteilt auf die Kolonien Elfenbeinküste, Sudan (Mali) und Niger. Seit 1947 Wieder eigenständige Kolonie "Obervolta", mit Ouagadougou als Hauptstadt. 1957, 31. März Wahlen für eine eigene Regierung. 1958, 28. Sept. Überwältigende Zustimmung zur Verfassung der V. Republik, das Territorium wird "autonome Republik". 1960, 5. Aug. Unabhängigkeit von Frankreich. Regierungschef Maurice Yaméogo wird Präsident. 1965, 3. Okt. Maurice Yaméogo wiedergewählt. 1966, 3. Jan Generalstreik; Demonstrationen in Ouagadougou führen zum Rücktritt Yaméogos. Militär unter General Sangoule Lamizana übernimmt die Macht. Lamizana regiert durch Dekrete und Erlasse. 1967, August Ein Umsturzversuch durch Anhänger von ex-Präsident Yaméogo scheitert. 1970, 18. Juni Neue Verfassung wird angenommen. Sie gibt Lamizana eine vierjährige Mandatszeit. 1970, 20. Dez. Parlamentswahlen. 1971, 22. Febr. Erste Regierung der Zweiten Republik unter Gérard Kango Ouédraogo. 1972/73 Dürrekatastrophe. 1974, 8. Febr. Militärputsch, Lamizana übernimmt erneut die Macht. Verfassung von 1970 wird suspendiert. Die vorige Regierung war nicht mehr in der Lage gewesen, vom Ausland gelieferte Nahrungsmittel an die verhungernde Bevölkerung besonders im Norden zu verteilen. 1974 Nov./Dez. Grenzkonflikt mit Mali. Leutnant Sankara dringt mit seiner Truppe auf malisches Gebiet vor und wird in Obervolta zum Volkshelden. 1978, Mai Auf Druck der Gewerkschaften werden die Militärs aus der Regierung entfernt. Lamizana wird in Wahlen als Präsident bestätigt. 1980, 25. Nov. Lamizana durch Oberst Saye Zerbo abgesetzt, Militär übernimmt wieder die Macht. 1982, 7. Nov. Eine Gruppe junger Offiziere setzt Oberst Zerbo ab. 1982, 26. Nov. Major Jean-Baptiste Ouédraogo als Staatsoberhaupt eingesetzt. Premierminister wird Hauptmann Thomas Sankara. 1983, 17. Mai Sankara wird verhaftet, weil er die Linie der bisherigen Politik verlassen hatte. Ein Eliteregiment in Po ( 160 km südlich Ouagadougou) verlangt seine Freilassung. Sankara kommt im Juni frei. 1983, 5. Aug. Staatsstreich des Militärs, Hauptmann Thomas Sankara übernimmt die Macht. Errichtung des Nationalen Revolutionsrates (CNR). 1984, 3. Mai Oberst Saye Zerbo ist vom "Revolutionären Volksgericht" wegen Steuerhinterziehung und Unterschlagung öffentlicher Mittel in Ouagadougou zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. 1984, 4. Aug. Obervolta wird in Burkina Faso (= Land der Aufrichtigen) umbenannt, Flagge und Nationalhymne geändert. 1985, Dez Grenzkrieg mit Mali. Die Truppen Burkina Fasos sind denen Malis nicht gewachsen. Nur die vermittelnde Intervention der Elfenbeinküste verhindert ein größeres Debakel. Am 31. Dezember wird ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. 1987, 15. Okt. Sankara durch seinen Stellvertreter Blaise Compaoré gestürzt und von einem Kommando erschossen. Politische Gefangene werden freigelassen, 1400 Lehrer wieder eingestellt, die im März 1984 wegen wilder Streiks von Sankara entlassen worden waren. 1989, Sept. Der Wirtschaftsminister Henri Zongo und der Verteidigungs- und Sicherheitsminister Jean Baptist Lingani, die beiden restlichen Kampfgefährten Compaorés beim Staatsstreich vom 5. August 1983, des Umsturzversuches angeklagt und erschossen. 1991Annahme einer neuen Verfassung: Garantie der Grundrechte und Grundpflichten, Gewaltenteilung, Compaoré gewinnt die Präsidentschaftswahlen. 1992Parlamentswahlen erbringen für die Regierungspartei ODP/MT eine Dreiviertelmehrheit 1995Einleitung des Prozesses der Dezentralisierung mit Gemeindewahlen in 33 Gemeinden 1996Regierungspartei ODP/MT fusioniert mit 10 Parteien, die bis dahin teilweise der Opposition angehört haben, und nennt sich Congrès pour la Démocratie et le Progrès (CDP). 1997Revision der Verfassung durch das Parlament: Alle Formulierungen, die der Zeit der Revolution entlehnt waren, werden gestrichen. 1998, 15.Nov.Präsidentschaftswahlen: Präsident Compaoré wird mit 87% der Stimmen für weitere 7 Jahre wiedergewählt. 1998, 13.Dez.Der regierungskritische Journalist Norbert Zongo fällt einem Attentat zum Opfer. 2002, MaiParlamentswahl auf Basis reformierten Wahlrechts: Opposition gewinnt 54 von 111 Sitzen: Regierung unter Premierminister Yonli. 2005, 23. Nov.Präsidentschaftswahlen: Wiederwahl von Präsident Compaoré für eine auf fünf Jahre verkürzte Amtszeit. 2006, 23. Apr.Erste Kommunalwahlen im gesamten Land
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