Burundi: Ereignisse und Entwicklungen 2002 4. Jan. 2002
Ein Soldat der süd-afrikanischen Schutztruppe wird ermordet aufgefunden. Die Umstände sind noch ungeklärt. 10. Jan. 2002 Jean Minani, Führer der größten Hutu-Partei FRODEBO, wird als Sprecher des Übergangsparlaments gewählt. 15. Jan. 2002 Reporter Sans Frontiers kritisiert die Schließung der privaten Presseagentur NET PRESS. 16. Jan. 2002 Bei militärischen Operationen zerstört die Armee Flüchtlingslager und zwingt Tausende zur Flucht. 17. Jan. 2002 24 burundische Flüchtlinge, die aus Tansania in ihre Heimat zurückkehren wollten, wurden von unbekannten Tätern lebendig verbrannt. 30. Jan. 2002 Über 50 Tote bei Kämpfen zwischen Armee und Rebellen bei Bujumbura. 19. Feb. 2002 Ein von einer kongolesischen Frau geleiteter Geldfälscherring, der Millionen falsche Francs in Umlauf gebracht hatte, wurde in der Nähe von Bujumbura ausgehoben. 01. März 2002 Das Flüchtlingsprogramm der Jesuiten (JRS) drückte seine Besorgnis darüber aus, dass das tansanische Regierung burundische Flüchtlinge gegen internationales Recht zur Rückkehr in die Heimat zwingen könnte. Die burundische Menschenrechtsorganisation Ligue Iteka spricht von "massiven Menschenrechtsverletzungen" in Burundi. 06. März 2002 Um den Normalisierungsprozess zu unterstützen hat die Weltbank 36 Mio. und die Bundesrepublik 45 Mio. Dollar freigestellt. 20. März 2002 Die verschiedenen Rebellengruppen treffen sich in Dar es Salaam. 25. März 2002 45.000 burundische Flüchtlinge in Tansania haben sich für eine Repatriierung registrieren lassen. 25. März 2002 Andauernde Kämpfe in der Umgebung von Bujumbura. Hohe Verluste unter der Zivilbevölkerung. 45.000 Menschen werden obdachlos. 01. Aprl 2002 Teile von Bujumbura kommen unter Artilleriebeschuss. 11. April 2002 Die Bundesrepublik nimmt mit einem Kredit von 45 Mio. Euro nach neun Jahren wieder die Entwicklungshilfe mit Burundi auf. 12. April 2002 Die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) hat wiederum den Aufnahmeantrag Ruandas und Burundis aufgeschoben. 15. April 2002 Kämpfe in den Provinzen Canguzo und Bubanza machen 24.000 Menschen obdachlos. 25. April 2002 Fortschritte bei Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen in Südafrika. Offensive gegen Rebellen in den Kibira Wäldern 22. Mai 2002 Der katholische Bischof der Diözese Ruyigi, Mgr. Joseph Nduhirubusa, der von CNDD-FDD Rebellen an einer Straßensperre entführt worden war, wurde in der Nähe von Bujumbura an Kirchenvertreter übergeben. 05. Juni 2002 Neue Kämpfe um die Hauptstadt. Gespräche mit der bewaffneten Opposition in Südafrika bringen keine Einigung. 21. Juni 2002 Ein Gericht in Bujumbura verurteilte 11 Angeklagte zum Tod und 16 zu lebenslänglichen Gefängnisstrafen wegen Beteiligung am Mord des demokratisch gewählten Präsidenten Melchior Ndadaye im Jahr 1993. 29. Juni 2002 Nach vier Jahren im Exil kehrt Ex-Präsident Bagaza nach Burundi zurück. 14. Juli 2002 Die Regierung Burundis hat Tansania beschuldigt, Hutu-Rebellen bei jüngsten Angriffen zu unterstützen. Tansania will die verschiedenen Rebellengruppen in einer Friedenskonferenz zusammenbringen. 25. Juli 2002 Die Weltbank gibt Burundi 35 Mio. US-$ zur Bekämpfung von Aids. 30. Juli 2002 Bei einem nächtlichen Artilleriebeschuss der Hauptstadt kamen 7 Menschen ums Leben. 15. Aug. 2002 Friedensverhandlungen zwischen Regierung und Rebellen in Dar es Salaam haben bisher nur wenig vorwärtsgekommen. 21. Aug. 2002 Die Regierung will eine Wahrheits- und Versöhnungskommission etablieren, die die Menschenrechtsverletzungen seit 1962 aufdecken und die Verantwortlichen identifizieren soll. 19. Sept. 2002 Die Armee hat ihre Verantwortung für Massaker an der Zivilbevölkerung in Itaba, südlich von Gitega, zugegeben, später aber wieder abgestritten. Laut Armeesprecher wurden 173 Personen umgebracht. Unabhängige Beobachter schätzen die Zahl der Toten auf 1250. 24. Sept. 2002 Friedensgespräche zwischen Regierung und Rebellengruppen in Dar es Salaam werden ergebnislos abgebrochen. 01. Okt. 2002 Die Armee mordet über 100 Zivilisten in der Muranvia Provinz. 10. Okt. 2002 Das von Xaverianermissionaren gegründete "Jugendzentrum Kamenge" in Bujumbura hat den alternativen Nobelpreis 2002 erhalten. 13. Okt. 2002 Kongo und Burundi wollen ihre Beziehungen normalisieren. 29. Okt. 2002 Präsident Buyoya und FDD Führer Pierre Nkurunziza treffen sich in Dar es Salaam. Neue Kämpfe in der Nähe von Bujumbura. 05. Nov. 2002 Jean-Baptiste Bagaza, Ex-Präsident von Burundi und Führer der Oppositionspartei PARENA wurde in Bujumbura verhaftet. Seine Anhänger errichten Barrikaden in der Hauptstadt. 07. Nov. 2002 Verhandlungen in Dar es Salaam um einen Waffenstillstand drohen zu scheitern. Die FLN-Rebellen verließen den Verhandlungstisch. 03. Dez. 2002 Burundis Regierung und die stärkste nationale Gruppe der Rebellen haben einen Waffenstillstand vereinbart. Das Abkommen trifft am 30. Dezember in Kraft, unter der Bedingung, dass sich die Rebellen der " Forces for the Defence of Democracy" (FDD) der Regierung anschließen und Teil der Nationalen Armee werden. 03. Dez. 2002 Burundis Regierung und die stärkste nationale Gruppe der Rebellen haben einen Waffenstillstand vereinbart. Das Abkommen trifft am 30. Dezember in Kraft, unter der Bedingung, dass sich die Rebellen der " Forces for the Defence of Democracy" (FDD) der Regierung anschließen und Teil der Nationalen Armee werden. 11. Dez. 2002 Der angekündigte Waffenstillstand zwischen burundischen Rebellen und Regierungstruppen ist schon nach wenigen Tagen gebrochen worden. |