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Burundi  > Ereignisse

Burundi: Ereignisse und Entwicklungen 2004


Ndayizeye tritt nicht als Kandidat an

Präsident Domitien Ndaziye hat versichert, er werde die Verfassung achten und nicht als Kandidat für die Präsidentschaftswahlen 2005 antreten. (NAD 28.12.2004)

Referendum vertagt

Zum zweiten Mal wurde die Volksabstimmung über eine neue Verfassung auf den 22. Dezember vertagt. (NAD 18.11.2004)

Ndadaye entlässt seinen Vizepräsidenten

Präsident Ndayizeye hat seinen Vize-Präsidenten Alphonse Marie Kadege entlassen, weil er das Staatsoberhaupt nicht genügend unterstützt habe. Ndayizeye warf Kadege vor, sämtliche Sitzungen über die neue Verfassung boykottiert zu haben und damit die nationale Versöhnung aufs Spiel gesetzt zu haben. Der Entlassung ging eine Pressekonferenz voraus, in der Kadege die für den 26. November geplante Volksabstimmung über die Verfassung zeitlich in Frage stellte. (NAD 10.11.2004)

Plünderungen in Bujumbura

Die UN-Friedenstruppen zeigten sich besorgt über Plünderungen in Bujumbura, für die die ehemalige Rebellenbewegung FDD verantwortlich gemacht wird. Ein Sprecher der FDD verdächtigte Milizen der FLN Rebellen. (NAD 05.11.2004)

UN-Friedenradio

Die UN-Friedenstruppen in Burundi (ONUB) haben mit der Ausstrahlung von Radioprogrammen begonnen. Die Sendungen würden über 5 Stationen ausgestrahlt und seien in 90 Prozent des Landes empfangbar. Mit den Sendungen soll der Friedensprozess unterstützt und die Bevölkerung über die politische Änderungen informiert werden. (NAD 03.11.2004)

Tutsi-Parteien akzeptieren Verfassung

Sechs Tutsi-Parteien haben sich nach langer Opposition mit der Interim-Verfassung einverstanden erklärt. Trotz des Endes der Übergangsperiode bleibt die Regierung bis zu den Wahlen im Amt. Kommunalwahlen sind für den 23. Februar 2005 vorgesehen, Parlamentswahlen für den 9. März. (NAD 02.11.2004)

Entwaffnungsprozess schleppend

Die UN-Friedenstruppe ONUB möchte den bislang schleppend verlaufenen Entwaffnungsprozess von ehemaligen Kämpfern beschleunigen. Die Sicherheit sei gewährleistet und die drei Entwaffnungszonen bereit, so dass der unter UN-Aufsicht stehende
Prozess am 29.11. beginnen könnte. (NAD 29.10.2004)

Gatumba Massaker ungeklärt

Ein Untersuchungsteam der Vereinten Nationen, das Untersuchungen bezüglich des Gatumba-Massakers in einem burundischen Flüchtlingslager anstellte, war nicht in der Lage, die Täter zu ermitteln. Es sei nicht zu klären, wer die Tat beauftragt, finanziert und durchgeführt habe. (NAD 25.10.2004)

Übergangsverfassung gebilligt

Der burundische Präsident Domitien Ndayizeye hat eine neue Übergangsverfassung in Kraft gesetzt, nachdem sie vom Übergangssenat und -parlament bestätigt worden ist. Die Übergangsverfassung tritt am 1.November in Kraft, wenn die dreijährige Übergangszeit des Friedensvertrags von Arusha ausläuft. (NAD 21.10.2004)

Priester ermordet

Der Bischofsvikar der Diözese Bururi, Gerard Nzeyimana, wurde an einer Straßensperre von Unbekannten ermordet. Der Tutsi-priester war bekannt für seinen mutigen Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit. (NAD 20.10.2004)

Weitere sechs Monate für Übergangsregierung

Bei einem Spitzentreffen der Großen-Seen-Länder in Nairobi ist das Mandat der Übergangsregierung für weitere sechs Monate verlängert worden. Eine Volksabstimmung über eine neue Verfassung soll am 26. Oktober stattfinden. (NAD 18.10.2004)

Flüchtlinge kehren in den Kongo zurück

Die schätzungsweise 1.600 Flüchtlinge, denen die Wiedereinreise in die demokratische Republik Kongo verweigert wurde, konnten unter dem Schutz von UN-Friedenstruppen (MONUC) in ihre Heimat zurückkehren. Sie hatten sechs Tage an der burundisch-kongolesischen Grenze warten müssen. (NAD 18.10.2004)

Eine Roadmap für Burundi

Der ugandische Präsident Yoweri Museveni hat für den 15. Oktober einen Sondergipfel in Nairobi einberufen, an dem eine ‚road map' für den Friedensprozess in Burundi vorgestellt werden soll.. (NAD 14.10.2004)

Ruanda und Burundi werden Mitglieder der East African Community

Der Ministerrat der East Africa Community (EAC) hat die Aufnahme von Ruanda und Burundi beschlossen. Beide Länder hatten bereits 2002 einen Aufnahmeantrag gestellt. Die Aufnahmeverhandlungen sollen Ende 2005 abgeschlossen sein. Die EAC verlangt von ihren Mitgliedern neben einem marktwirtschaftlichem Wirtschaftssystem auch Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Beachtung der Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit. Ein Fernziel ist die Gründung einer politischen Föderation. (NAD 12.09.2004)

Flüchtlinge kehren nach Uvira zurück

360 kongolesische Flüchtlinge sind aus ihrem Lager in Gatumba unter Protesten der Bevölkerung in den Kongo zurückgekehrt. Bei einem Angriff auf das Lager der Banyamulenge im August waren 170 Menschen getötet worden. (NAD 27.09.2004)

Gatumba Massaker hinterfragt

Human Rights Watch hat in einem Bericht zum Gatumba-Massaker der These widersprochen, kongolesischen und ruandische Milizen seien federführend am Massaker beteiligt gewesen. Die Verantwortung läge eindeutig bei der FNL (Rwasa), der einzigen burundischen Rebellengruppe, die sich am Friedensprozess nicht beteiligt. (NAD 07.09.2004)

Wahlkommission ernannt

Die burundische Nationalversammlung hat eine Wahlkommission und eine Wahrheits- und Versöhnungskommission gewählt. Die fünfköpfige Wahlkommission soll die für Oktober 2004 vorgesehenen Wahlen organisieren. (NAD 01.09.2004)

Neue Angriffe der FLN

Erneut sind in der Provinz Bujumbura 3.000 Menschen durch Kämpfe zwischen der burundischen Armee und der FNL (Rwasa) aus ihren Dörfern vertrieben worden. (NAD 30.08.2004)

Bitte an Belgien

Die burundische Regierung hat bei einem Besuch in Brüssel die belgische Regierung gebeten, gegen Mitglieder der FNL (Rwasa) vorzugehen, die in Belgien leben. Belgien will die Ergebnisse der UN-Untersuchungen abwarten. (NAD 27.08.2004)

Neues Flüchtlingslager

Die Vereinten Nationen werden ein neues Flüchtlingslager in einer sichereren Zone des Landes aufbauen. Die neue Anlaufstelle für Flüchtlinge liegt in Gisozi, südlich der Hauptstadt Bujumbura. (NAD 23.08.2004)

Schnelle Wahlen sollen Burundi befrieden

Der Friedensprozess in Burundi beschleunigt werden. Ein afrikanischer Staatengipfel in Tansania beschloss am Mittwochabend, den extrem knappen Zeitplan für freie Wahlen in Burundi beizubehalten. Demnach muss es bis Ende Oktober freie Wahlen in Burundi geben. Bis zum 29. August soll eine unabhängige Wahlkommission gegründet werden, und bis zum 19. September soll Burundis Parlament eine neue Verfassung verabschieden. (NAD 20.08.2004)

Große-Seen-Gipel verurteilt FLN

Der „Große-Seen-Gipfel“ hat die FNL (Rwasa) zur terroristischen Vereinigung erklärt und nationale sowie internationale Schritte zu ihrer Bekämpfung angekündigt. Die Demokratischen Republik Kongo forderte Burundi auf, eine unabhängige Untersuchungskommission einzusetzen, die die Umstände des Massakers in einem Flüchtlingscamp in Gatumba untersuchen sollte. Obwohl die FNL (Rwasa) die Verantwortung dafür übernommen hatte, wollen Zeugen kongolesische und/oder ruandische Milizen bei der Tat beobachtet haben. Auch die Menschenrechtskommissarin der UN, Louise Arbour, fordert eine Untersuchung. (NAD 19.08.2004)

Generalstabschef fordert Untersuchung

Der burundische Generalstabschef Niyoyankana nannte kongolesische Soldaten als Verantwortliche für das Gatumba-Massaker und drohte der Demokratischen Republik Kongo mit einem Angriff. Es gäbe Beweise für eine Zusammenarbeit zwischen der FNL (Rwasa) und kongolesischen und ruandischen Kämpfern. (NAD 19.08.2004)

Gespräche in Daressalam

Heute treffen sich Politiker aus Südafrika, Uganda, Ruanda, Burundi, der Demokratischen Republik Kongo und der EU in der Hauptstadt von Tansania, um über eine politische Lösung zu beraten. Wahrscheinlich werden sie den FNL-Führern ein Angebot machen sich am Friedensprozess beteiligen. (NAD 18.08.2004)

Gespräche in Daressalam

Heute treffen sich Politiker aus Südafrika, Uganda, Ruanda, Burundi, der Demokratischen Republik Kongo und der EU in der Hauptstadt von Tansania, um über eine politische Lösung zu beraten. Wahrscheinlich werden sie den FNL-Führern ein Angebot machen sich am Friedensprozess beteiligen. (NAD 18.08.2004)

Drohung an den Kongo

Der Sprecher der burundischen Armee hat die kongolesische Armee beschuldigt, beim Massaker von 150 Tutsi-Flüchtlingen beteiligt gewesen zu sein. Nach Ruanda droht jetzt auch Burundi im Kongo zu intervenieren.UN-Generalsekretät Kofi Annan will die UN-Friedenstruppe von 10.800 auf 23.900 vergrößern. (NAD 18.08.2004)

Unklarheit bei Friedensverhandlungen in Südafrika

Am 11. August wird ein Treffen der Staats- und Regierungschef der Region der Großen Seen in Dar es Salaam stattfinden, um das in Pretoria unterzeichnete Abkommen zu bestätigen. In Pretoria hatte die Mehrheit der Teilnehmer (19 Parteien) das Abkommen unterzeichnet, zehn Tutsi-Parteien jedoch ihr Einverständnis verweigert. Erwartet werden auf dem Gipfel, an dem Vertreter Burundis, der Demokratischen Republik Kongos, Kenias, Ruandas, Südafrikas, Tansanias, Ugandas und Sambias. (NAD 10.08.2004)

Unklarheit bei Friedensverhandlungen in Südafrika

Die 19 burundischen Parteien, die in Südafrika unter dem Vorsitz des südafrikanischen Außenministers Zuma verhandeln, schienen sich über eine Machtverteilung nach den Ende der Übergangsperiode geeinigt zu haben, bei der der Präsident direkt gewählt, zwei Vizepräsidenten unterschiedlicher Parteien und Volksgruppen vom Parlament bestätigt werden. Im Parlament und bei der Verteilung der Ministerposten sollen Hutu 60%, Tutsi 40% der Sitze erhalten. Die Hutu-Widerstandsbewegung FDD nahm an den Verhandlungen nicht teil. 10 Tutsi-Partein, unter ihnen UPRONA, haben noch nicht unterschrieben. (NAD 07.08.2004)

Impfkampagne

Die WHO hat eine Impfkampagne gegen Meningitis in Burundi angekündigt. 24 Fälle seien bestätigt worden. Von den 400.000 Menschen, die geimpft werden sollen, seien bereit 77.000 mit dem Impfstoff versorgt. (NAD 28.07.2004)

WFP hilft Flüchtlingen

Trotz heftiger Kämpfe in der Kommune Kabezi, südlich der Hauptstadt Bujumbura, verteilt das World Food Programme der UN weiterhin Lebensmittel. Durchschnittlich werden dort monatlich 38.000 Menschen durch die UN versorgt. (NAD 23.07.2004)

Neue Angriffe der FLN

Bei Angriffen auf den Ort Mukike sind 15 Menschen getötet worden. Aufgrund der weiterhin anhaltenden Kämpfe um die Hauptstadt Bujumbura wurde in der Kommune Kabezi erneut ein Flüchtlingslager für 25.000 Menschen errichtet. (NAD 15.07.2004)

Parteientreffen in Südafrika

Der burundische Präsident Ndayizeye hat sich in Südafrika mit Vertretern der Parteien UPRONA, FRODEBU und CNDD-FDD getroffen, um über weitere Einzelheiten der Machtteilung zwischen den beteiligten Parteien zu verhandeln. . (NAD 12.07.2004)

Rebellen aus dem Kongo infiltrieren

Nachdem schätzungsweise 150 Interahamwe-Kämpfer (ruandische Hutu Rebellen) aus der DRC nach Burundi eingedrungen sind, ist die Grenzen zwischen Burundi und der DRC geschlossen worden. (NAD 12.07.2004)

Regionale Wirtschaftsgemeinschaft wiederbelebt

Bei einem Treffen in Brüssel haben die Außenminister von Burundi, der Demokratischen Republik Kongo (DRC) und Ruandas eine Wiederbelebung der Wirtschaftsgemeinschaft der Region der Großen Seen (Economic Community of the Great Lakes Countries – CEPGL) beschlossen. (NAD 12.07.2004)

40.000 Menschen obdachlos

Die UN-Friedensmission ONUB hat 300 Soldaten in die Kommune Kabezi, einem westlichen Randbezirk von Bujumbura, verlegt. In dieser Gegend kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen Regierungstruppen und der einzig noch kämpfenden Rebellengruppe FNL (Rwasa). Bis zu 40.000 Menschen sind in den vergangenen drei Monaten aus Angst vor Kämpfen aus ihren Häusern geflohen. (NAD 06.07.2004)

Unabhängigkeitsfeiern

Der Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union (AU) begrüßt die positiven Entwicklungen in Burundi und setzt sich für Sanktionen gegen die FNL (Rwasa) ein, falls diese sich nicht innerhalb von drei Monaten zu Verhandlungen bereit erklärt. (NAD 04.07.2004)

Unabhängigkeitsfeiern

Südafrikas Vizepräsident Zuma hat an den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag teilgenommen, die am 1.7. in Burundi stattfanden. Vor 42 Jahren wurde Burundi, ehemals belgische Kolonie, unabhängig (NAD 01.07.2004)

Neue UN-Beauftragte

Die neu-ernannte Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Burundi, Carolyn McAskie, ist in Bujumbura eingetroffen, um ihre Aufgabe als Leitung des UN-Friedenstruppen (ONUB) zu übernehmen. (NAD 25.06.2004)

Neue Flüchtlingswellen

Insgesamt sind seit dem 9. Juni schätzungsweise 34.000 Flüchtlinge aus der DRC in Burundi angekommen und in Flüchtlingslagern untergebracht. Das UNHCR beobachtet die Situation. Seit Jahresbeginn sind schätzungsweise 52.000 Flüchtlinge nach Burundi aus Tansania zurückgekehrt. (NAD 25.06.2004)

Nahrungsmittelknappheit

Burundi muss sich ab August auf eine Nahrungsmittelknappheit einstellen, wie die Vereinten Nationen berichteten. Ursächlich sein ein Virus, der Pflanzen in einigen Provinzen geschädigt habe und der verfrühte Beginn der Trockenzeit. (NAD 23.06.2004)

Zuma in Bujumbura

Südafrikas Vizepräsident Jacob Zuma ist zu politischen Gesprächen in Burundi eingetroffen. Themen der Gespräche sind die politische Ordnung nach den Wahlen und der immer noch anhaltende Boykott in der Nationalversammlung, in der Vertreter der ehemaligen FDD-Fraktion (Nkurunziza) seit April jegliche Mitarbeit verweigern.. (NAD 21.06.2004)

25.000 kongolesische Flüchtlinge

Wegen der neuer Kämpfe im Ostkongo sind 25.000 Kongolesen nach Burundi geflohen . (NAD 21.06.2004)

Wahlvorbereitungen gefordert

Die Staats- und Regierungschefs der Region der Großen Seen haben Burundi dazu aufgerufen, sofort mit dem Prozess der Wahlvorbereitung zu beginnen, so dass die Wahlen bis Ende Oktober abgehalten werden können, wie es im Friedensvertrag von Arusha vorgesehen ist. Der Gipfel beschloss weiterhin, dem neugegründeten Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union das Mandat zu erteilen, Sanktionen gegen die FNL (Rwasa) zu beschließen, wenn sie sich nicht innerhalb von drei Monaten am Friedensprozess beteilige. (NAD 02.06.2004)

Blauhelme übernehmen von der AU

Die Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU) werden unter UN-Kommando für die Sicherheit in Burundi sorgen. In einer offiziellen Zeremonie kam es zu einer Übergabe des Kommandos von den Friedenstruppen der AU (AMIB) auf die ONUB-Truppen der Vereinten Nationen. Südafrika, Äthiopien, Mosambik, Pakistan und Nepal stellen Soldaten für die neue UN-Mission. Unter südafrikanischer Führung versuchen Regierung und ehemaligen FDD-Rebellen sich über einen Termin für demokratische Wahlen zu einigen. (NAD 02.06.2004)

UNO-Repräsentant ernannt

UNO Generalsekretär hat die Kanadierin Carolyn McAskie zur Beauftragten der UNO in Burundi ernannt. (NAD 27.05.2004)

UNO-Sicherheitsrat beschließt Friedenstruppe

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine Friedenstruppe für Burundi beschlossen. Die zum 1. Juni eingesetzte UN Operation in Burundi (ONUP) soll 5.650 Teilnehmer umfassen. (NAD 21.05.2004)

Flüchtlinge kehren zurück

Seit Jahresbeginn sind 40.700 burundische Flüchtlinge aus Lagern in Tansania nach Burundi zurückgekehrt, 290.000 Menschen leben allerdings immer noch im benachbarten Tansania in Flüchtlingslagern. (NAD 18.05.2004)

UNO Untersuchungskommission

Mai: Eine Delegation der Vereinten Nationen ist zu einem 7tägigen Besuch in Burundi eingetroffen, um über die Errichtung einer Untersuchungskommission zu befinden, die Gräueltaten und Massaker seit 1962 untersuchen soll. (NAD 17.05.2004)

Weniger Flüchtlinge

Die Zahl der innerstaatlichen Flüchtlinge (IDPs) hat sich im Laufe der vergangenen zwei Jahre halbiert. Von den 281.000 Menschen, die 2002 ihre Dörfer verlassen haben, sind noch 140.000 innerhalb Burundis in Flüchtlingslagern untergebracht. (NAD 14.05.2004)

MSF kritisiert Gesundheitssystem

Die ehemalige Rebellengruppe FDD (Nkurunziza) zeigt sich unzufrieden über die Umsetzung des Friedensabkommens zwischen ihr und der Übergangsregierung, da die in einem Abkommen ausgehandelten Posten und Positionen immer noch nicht erfüllt seien. Die FDD rief zu zu eine Boykott der Übergangsregierung und des Parlaments auf. (NAD 10.05.2004)

Präsident zufrieden mit Friedensprozess

Die Präsidenten Burundis, Ugandas und Tansanias, Domitien Ndayizeye, Yoweri Museveni und Benjamin Mkapa, haben nach einem zweitägigen Treffen die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, finanzielle Unterstützung für Burundi bereit zu stellen, um den Friedensprozess zu unterstützen. (NAD 10.05.2004)

MSF kritisiert Gesundheitssystem

Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ beklagt in einer Bericht, dass schätzungsweise eine Million Menschen in Burundi (von 6,9 Millionen insgesamt) von medizinischer Versorgung ausgeschlossen seien. Dies liege aber nicht am Krieg und seinen Auswirkungen, sondern an einer Reform des Gesundheitssystems. (NAD 06.05.2004)

Museveni droht FLN mit Intervention

Der Präsident von Uganda, Yoweri Museveni, hat der FNL (Rwasa) mit Sanktionen und hartem Vorgehen gedroht, wenn sie sich nicht zu Friedensgesprächen bereit erkläre. Er schloss auch nicht aus, dass Uganda die burundische Armee im Kampf gegen die FNL (Rwasa) direkt unterstützen könnte. (NAD 01.05.2004)

Rebellengruppen rekrutieren wieder Kindersoldaten

Nach einem Bericht von Amnesty International rekrutieren Rebellengruppen, die sich nicht dem Friedensprozess angeschlossen haben, wieder Tausende von Kindersoldaten. (NAD 24.03.2004)

UN-Sicherheitsrat berät über Friedenstruppe

Auf Anforderung von UN-Generalsekretär Kofi Annan hat der UN-Sicherheitsrat Beratungen über die Endsendung von mindestens 5.650 nach Burundi begonnen. Ohne eine Verfassung und Wahlgesetz sind Wahlen vor dem 1. November kaum denkbar, wenn der Friedensvertrag ausläuft. (NAD 23.03.2004)

Südafrikanische Außenministerin in Bujumbura

Südafrikas Außenminister, Jacob Zuma, informiert sich über den Fortgang des Friedensprozesses in Burundi.. (NAD 23.03.2004)

Weltbank finanziert Demobilisierung

Die Weltbank hat einen Kredit von 84,17 Mio. US-$ für Burundi zugesagt. Das Geld soll für die Reintegration ehemaliger Kämpfer und die Erneuerung des Straßennetzes verwendet werden. (NAD 18.03.2004)

Training für FDD Milizen

200 ehemalige Kämpfer der FDD (Nkurunziza) sind in einem Trainingslager in der Provinz Bururi eingetroffen, wo sie ein sechsmonatiges Training absolvieren, nach dessen Absolvierung sie in die neue burundische Armee aufgenommen werden sollen. Insgesamt werden 800 Regierungssoldaten und 400 ehemalige Kämpfer an der Übung teilnehmen.. (NAD 17.03.2004)

Regen macht 10.000 obdachlos

Etwa 10.000 Menschen sind durch heftige Regenfälle in der Provinz Bubanza in Not geraten. (NAD 11.03.2004)

Reintegrationsprogramm

Die Entwicklungshilfeorganisation Counterpart International hat mit einem zweijährigen Reintegrations- und Trainingsprogramm begonnen, in dessen Verlauf 5,5 Mio. US-$ investiert werden sollen. (NAD 11.03.2004)

GTZ Projekte erfolgreich

Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die hauptsächlich für das Entwicklungshilfeministerium der Bundesregierung arbeitet, hat eine vorläufige positive Bilanz der Projekte in Burundi gezogen. Die drei Projekte beschäftigen sich mit dem Kampf gegen HIV/AIDS, der Reintegration von Flüchtlingen und dem Wiederaufbau des Justizwesen . (NAD 05.03.2004)

Versorgungsprobleme für Flüchtlinge

Das World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen zeigt sich sehr besorgt über den Ernährungszustand von innerstaatlichen Flüchtlingen in Burundi. Aufgrund der Kämpfe, vor allem in den westlichen Provinzen und im Gebiet um die Hauptstadt Bujumbura, könnten nicht alle vertriebenen Menschen ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Seit Januar 2004 hat das WFP mehr als 110.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. (NAD 04.03.2004)

Palipehutuchef kehrt aus dem Exil zurück

Nach 39 Jahre im Exil in Dänemark ist der Vorsitzende der Palipehutu-Partei, Etienne Karatasi, nach Burundi zurückgekehrt. (NAD 04.03.2004)

Palipehutuchef kehrt aus dem Exil zurück

Amnesty international (ai) zeigt sich in ihrem jüngsten Bericht besorgt über die Verhängung der Todesstrafe in Burundi und beklagt Prozesse, die nicht rechtsstaatlichen Ansprüchen genügten. (NAD 02.03.2004)

UN-Friedenstruppen vorgeschlagen

Ein Team der Vereinten Nationen hat nach einem zweiwöchigen Erkundungsbesuch in Burundi vorgeschlagen, die Afrikanische Friedenstruppen durch eine UN-Blauhelmtruppe zu ersetzen. Der Fortschritt im Friedensprozess habe sich als stabil erwiesen. (NAD 26.02.2004)

10.000 Flüchtlinge kehren zurück

Nach Berichten des UN-Flüchtlingskommissariats sind seit Anfang des Jahres über 10.000 Flüchtlinge aus Tansania nach Burundi zurückgekehrt. (NAD 20.02.2004)

Deutschland gibt 7,5 Mio. Euro

Deutschland und Burundi haben ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, welches 7,5 Millionen Euro für Projekte im Bereich der Wasserversorgung, der Reintegration von Flüchtlingen und der HIV/AIDS-Prävention bereitstellt. (NAD 17.02.2004)

Implementation Monitoring Comittee diskutiert Situation

Das Implementation Monitoring Comittee (IMC) der UN hat sich in Bujumbura unter Leitung von Berhanu Dinka in seiner 17. Sitzung mit den Problemen der nicht vollständig umgesetzten Reform der Streitkräfte und der hohen Zahl von Flüchtlingen beschäftigt und die Erstellung einer neuen Verfassung und einer Wahlgesetzgebung gefordert. (NAD 09.02.2004)

Neue Kämpfe zwischen FDD und FNL

In der Nähe von Bujumbura sind erneut Kämpfe zwischen der FDD, die sich vor kurzem der Regierung angeschlossen hatte, und den FNL Rebellen ausgebrochen. Tausende sind auf der Flucht. (NAD 29.01.2004)

800 Euro zum Wiederaufbau versprochen

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR hat wieder ein Team nach Burundi entsandt, um die Rückkehr der ca. 300.000 Flüchtlinge regeln, die in West-Tansania in Flüchtlingslagern leben. (NAD 20.01.2004)

Erste Kindersoldaten entwaffnet

In der Provinz Muyange wurden die ersten von geschätzten 6.-7.000 Kindersoldaten, die mit der Rebellengruppe FDD gekämpft haben, demobilisiert. (NAD 26.01.2004)

Grenzabkommen mit Tansania

Burundi und Tansania haben verabredet, zwei weitere Grenzposten zu öffnen, um die Rückkehr der burundischen Flüchtlinge zu erleichtern. (NAD 26.01.2004)

10,000 auf der Flucht

Mehr als 10.000 Menschen sind nach erneuten Kämpfen in der Nähe der Hauptstadt zwischen der Armee und der FNL (Rwasa) auf der Flucht (NAD 06.01.2004)

FNL zu Gesprächen bereit

Die Rebellenbewegung FNL, die von der Regierung für die Ermordung des päpstlichen Nuntius verantwortlich gemacht wird, hat sich bereit erklärt, an Friedensverhandlungen teilzunehmen. Datum und Ort wurden aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben. (NAD 06.01.2004)

Kirche lässt sich nicht einschüchtern

Der Generalsekretär der Katholischen Bischofskonferenz in Burundi, Erzbischof Gabriel Baregensabe, hat betont, dass die Kirche zwar vorsichtig sei, sich aber nicht vom Terrorismus in ihrer Arbeit behindern lassen wolle. Diese Klarstellung wurde öffentlich, nachdem die Rebellengruppe FNL (Rwasa) Erzbischof Simon Ntamwana mit dem Leben bedroht hatte, wenn er nicht innerhalb von dreißig Tagen das Land verlasse. (NAD 06.01.2004)