Dschibuti: Geschichte in Auszügen Dschibuti ist ein Kreuzungspunkt zwischen Afrika und Asien, zwischen den Mittelmeerländern und dem Indischen Ozean. Bedeutung gewinnt das Land ausschließlich durch seine strategische Position am Ausgang des Roten Meeres. Die Bevölkerung hat im Laufe der Geschichte gewechselt. Die einst hier lebenden Galla sind in heute äthiopische Gebiete abgewandert. Noch sind die Danakil (Afar), die ebenso wie die Somali (Issa) rassisch zur hamitischen Gruppe gehören und sich zum Islam bekennen, knapp in der Mehrheit – aber in jüngster Zeit hat sich die Zuwanderung von Somali verstärkt. Neben Viehzucht und Fischfang spielt der Ackerbau keine Rolle; nur 65 ha sind Ackerland und Gärten.
1862 Frankreich sichert sich die Rechte für den Hafen Obock, um so ein Gegengewicht zum britischen Militärhafen Aden zu schaffen. 1869 Eröffnung des Suezkanals. 1892 Frankreich nimmt Besitz von den autonomen Sultanaten und schließlich auch von Dschibuti –Stadt. 1896 Entstehung der Kolonie "Französische Somaliküste" mit Dschibuti als Hauptstadt. 1917 Fertigstellung der 781 km langen Bahnlinie von Dschibuti nach Addis Abeba. 1956 Begrenzte Autonomie durch das Loi Cadre. 1957, Juli Eigenes Kabinett und Territorialparlament. 1958, Dez. Entscheidung für den Verbleib in der französischen Gemeinschaft 1966, 25. Aug. Staatspräsident General de Gaulle zu Besuch in Dschibuti. Es kommt zu antifranzösischen Demonstrationen und Ausschreitungen. 1967, März Umstrittenes Referendum für ein Verbleib bei Frankreich. Spannungen zwischen den Afar (Hauptsiedlungsgebiet:Äthiopien) und den Issa (einer Somali-Untergruppe). Fortan heißt die Kolonie " Französisches Territorium der Afar und Issa". 1974 Afrikanischer Staaten und UNO fordern die Unabhängigkeit 1975 Der Protest der Befreiungsbewegung, "Front de Libération de la Côte des Somalis" wird immer stärker. 1976 Rücktritt von Ministerpräsident Aref und damit Ende der Afar –Herrschaft. 1977, 27. Juni Deklaration der Unabhängigkeit. Hassan Gouled Aptidon (Issa) erster Präsident. 1977, Aug. Abkommen mit Frankreich über den Verbleib von etwa 4000 französischen Soldaten. 1978 Erneute Rivalitäten unter den nach ethnischen Kriterien gebildeten Parteien führen zu Regierungskrisen. 1979, März Gründung der neuen Regierungspartei Rassemblement Populaire pour le Progrés (RPP) unter Präsident Hassan Gouled Aptidon. 1980 Etwa 40 000 äthiopische Flüchtlinge im Land. 1981, 12. Juni Gouled gewinnt erneut die Präsidentschaftswahlen. 1981, Okt. Erklärung Dschibutis zum Einparteienstaat. 1982 Bei den Parlamentswahlen erhalten die Kandidaten der RPP 90 % der Stimmen. 1987, 24. Apr. Wiederwahl Hassan Gouleds als Präsident mit 89,71 % der abgegebenen Stimmen. 1989, April Eine katastrophale Überschwemmung zerstört 70% des Stadtgebiets von Dschibuti. 1991Angeblicher Umsturzsversuch. Gründung des 'Front pour la Restauration de l'Unité et de la Démocratie' (FRUD) 1992Referendum über neue Verfassung. RPP gewinnt Parlamentswahlen. 1993Präsident Gouled Aptidon wird durch Wahlen im Amt bestätigt. 1994 Friedensabkommen mit Teil der FRUD. 1997In Parlamentswahlen gewinnt eine Koalition von RPP und FRUD alle Sitze. 1999Ismail Omar Guelleh schlägt Moussa Ahmed Idriss in Präsidentschaftswahlen. 2000Friedensabkommen mit militantem Flügel der FRUD 2002Dschibuti unterzeichnet ein Abkommen mit Deutschland zur Stationierung von 1.500 Bundeswehrsoldaten. Frankreich richtet weiteren Militärstützpunkt ein. 2003Bei Parlamentswahlen gewinnt eine Parteienkoalition (UMP) alle Sitze.
|