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Elfenbeinküste
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Elfenbeinkueste  > Kirche

 Verlautbarungen und Stellungnahmen der katholischen Kirche

1990, 21. März,

Hirtenbrief: "Unser Land braucht einen wahren Dialog."

Die Bischöfe mahnen eine Umkehr der Herzen an, wenn man die Krise überwinden will, in der sich das Land befindet. "Man wird einen wahren Dialog, eine offenen Debatte in der Wahrheit und in der Freiheit beginnen, um die Mittel und Wege zu suchen, die es ermöglichen, die Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu verwirklichen; eine Gerechtigkeit, die Einheit, Frieden und Ordnung schafft, weil jeder sich um alle sorgen wird und alle sich um den einzelnen sorgen werden." Dialog, so die Bischöfe, braucht das Land dringend. Dialog, der die Person achtet und nach Wahrheit sucht, zur Errichtung einer gerechten und brüderlichen Gesellschaft.

1990, 18. Juli,

Hirtenbrief: "Die Politik im Dienste des Landes."

"Unser Brief will einen Blick des Glaubens auf die Situation des Landes werfen und Wege vorschlagen zur Überlegung im Licht des Evangeliums und der Soziallehre der Kirche." Gemeinsam mit den Gläubigen wollen die Bischöfe auf das politische Amt im Dienste der Nation schauen. Sie bedauern die Unruhe im Land und den Ausfalle eines ganzen Schuljahres. Nach dem in der Elfenbeinküste das "ivorische Wunder" Afrikas dem ivorischen Übel Platz gemacht habe, müsse man sich Gedanken über die moralischen und spirituellen Folgen machen. Die Wirtschaft ist ruiniert, so die Bischöfe, Verarmung, Unsicherheit, Unmoral und Ungerechtigkeit greifen um sich. Reichtümer sind mit Leichtfertigkeit verwaltet und verschwendet worden, Schuldige bleiben ungestraft, die sich verbreitende Gewalt ist ein Pulverfaß.

Die Bischöfe fordern Wandel, Rückkehr zu den Werten, die das Land einmal stark gemacht haben. Gerechtigkeit, Freiheit müssen in erneuerten herzen empfunden werden.

Die Politik im Dienste des Landes ist Sache aller. Wahlen sind Pflicht, ein Mehrparteiensystem soll Meinungsvielfalt bieten, Dabei muß jede Gewalt vermieden werden. Leider mangelt es noch an genügender staatsbürgerlicher und Politischer Bildung.

Die Verantwortung für das Land liegt bei allen. Alle Christen, auch die Mitglieder der politischen Parteien und besonders die jungen Männer und Frauen sind zur aktiven Teilnahme aufgerufen. Trotz der begangenen Fehler sind noch immense Möglichkeiten vorhanden, die konstruktive Brüderlichkeit kann wieder aufleben. Wichtig ist dabei Transparenz und die Achtung vor dem anderen.

2003, 21. Juli,

Hirtenbrief: "Die mit der Zukunft des Landes spielen..."

In ihrem Hirtenbrief gehen die Bischöfe mit den verantwortlichen Politikern und auch mit der internationalen Gemeinschaft hart ins Gericht Sie beklagen den Misserfolg des Nationalen Forums für die Versöhnung, die Anwendung von Gewalt bei Wahlen, Manipulationen bei den Friedensverhandlungen und die tendenziöse Berichterstattung der internationalen Medien. Sie appellieren für eine Lösung, die auf Wahrheit und Gerechtigkeit beruht.