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Elfenbeinküste
République de Côte d'Ivoire
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Elfenbeinküste: Geschichte in Auszügen

Um 1339

Normannische Seefahrer aus Dieppe treiben Handel mit Küstenbewohnern des Golfes von Guinea.

15. Jh.

Portugiesen gründen erste Niederlassungen (San Pedro, Fresco etc.).

1637

Versuche der Franzosen, sich an der Elfenbeinküste niederzulassen.

16. - 18. Jh.

 Einwanderung von Mande-sprechenden Völkern aus Mali in den Norden des Landes. Gründung verschiedener Königreiche: Bornu (17. Jh.), Kong (18.Jh.), Kabadougou (19. Jh.).

18. Jh.

Sklavenhandel mit Stämmen und Kleinkönigreichen an der Elfenbeinküste, besonders durch die Holländer.

1730

Unter Führung des Königin Aura Poka ziehen die Agni (Anyi) und Baoule (Baule) in das Gebiet östlich des Bandama-Flusses. Aura Poka war die Schwester des besiegten Bewerbers um den Thron der Ashantis (Ghana).

1820

Abschaffung des Sklavenhandels.

1838

Erneute Versuche der Franzosen sich in Assini niederzulassen.

1842

Bouet-Villaumez beginnt Protektoratsverträge mit den Häuptlingen des Südens zu schließen.

1843

Küstenstaat Aigini und Atokpora fordern Hilfe von den Franzosen an gegen den Ashanti Staat im Norden.

1884

Treich-Laplène kommt den Engländern zuvor und schließt Schutz- und Handelsverträge mit den Häuptlingen im Osten.

1887/88

Der französische Forscher L.G. Binger kommt von Norden in das Gebiet der heutigen Elfenbeinküste.

1892

Frankreich einigt sich mit Liberia über die Westgrenze des Landes.

1893

L.G. Binger wird der erste Gouverneur der Elfenbeinküste.

1893, 10. März

Die Elfenbeinküste wird zur französischen Kolonie erklärt.

1893, 12. Juli

Französisch-englisches Abkommen über die Ostgrenze des Landes.

1893

Der Malinke Krieger Samori Touré errichtet ein Königreich in Dabakala.

1897

Samori Touré zerstört das Königreich Kong.

1898

Gefangennahme und Hinrichtung des muslimischen Eroberers Samori.

1900

Die Hauptstadt der Elfenbeinküste wird von Grand-Bassam nach Bingerville verlegt.

1902

Zusammenfassung der Elfenbeinküste und anderer westafrikanischer Gebiete zu "Afrique Occidentale Française" (AOF).

1903

Beginn des Baus einer Eisenbahnlinie nach Norden (erreichte 1954 Ouagadougou, Burkina Faso).

1908 - 1915

Endgültige Unterwerfung der westlichen Waldzone.

1934

Verlegung der Hauptstadt der Elfenbeinküste von Bingerville nach Abidjan.

1945, 21. Okt.

Die Elfenbeinküste wählt erstmals zwei Abgeordnete in die konstituierende Versammlung nach Paris. Die Abgeordneten sind Felix Houphouet-Boigny und ein Franzose.

1946

Houphouet-Boigny bringt das Gesetz zur Abschaffung der Zwangsarbeit ein.

Das Gesetz Lamine-Gueye gibt allen Bewohnern der überseeischen Gebiete das französische Bürgerrecht.

Afrikanische Abgeordnete der französischen Nationalversammlung gründen die RDA (Rassemblement Démocratique Africain).Als Teil der RDA gründet Houphouet-Boigny die PDCI (Parti Démocratique de la Cote d'Ivoire).

1951

Die Elfenbeinküste wählt zwei Abgeordnete in die Nationalversammlung in Paris (darunter Houphouet-Boigny).

1954

Eröffnung des Vridi-Kanals. Dadurch wird Abidjan zum Seehafen.

1957

Rahmengesetz (Loi Cadre) löst den Verband von AOF auf und gibt den überseeischen Gebieten innenpolitische Autonomie, allgemeines Wahlrecht und eigene Regierungen.

1958, 04. Dez.

Referendum über die von De Gaulle vorgeschlagene Verfassung der Communauté Francaise. In der Elfenbeinküste eine fast einstimmige Annahme.

Die Elfenbeinküste wird eine Republik mit dem Status eines Mitglieds der Communauté Francaise.

1959, 26. März

Neue Verfassung. Der Premierminister ist gleichzeitig Staatschef.

1959, 27. April

Felix Houphouet-Boigny tritt aus der französischen Regierung aus und wird Premierminister in der ersten Regierung der Republik Elfenbeinküste.

1959, 29. Mai

Gründung des "Conseil de l'Entente", zwischen Elfenbeinküste, Dahomey, Niger und Obervolta.

1960, 07. Aug.

Unabhängigkeit von Frankreich. Austritt aus der Communauté Francaise.

1960, 03. Nov.

Neue Verfassung angenommen.

1960, 11. Nov.

Wahl von 70 Abgeordneten für die Nationalversammlung.

1960, 27. Nov.

Beginn der Amtszeit von Felix Houphouet-Boigny als Präsident. Er ist mit 98% der abgegebenen Stimmen gewählt worden.

1961, 24. April

Vertrag zur Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Elfenbeinküste.

1971

Studentenunruhen.

1973

Unruhen im Militär.

1982

FPI, Front Populaire Ivorien gegründet.

1983, 21. März

Verlegung der Hauptstadt von Abidjan nach Yamoussoukro.

1984

Umstrukturierung der Auslandsschulden nach Verhandlungen mit dem Club von Paris.

1985, 27. Okt.

Mit 99,1% der abgegebenen Stimmen wird Houphouet-Boigny zum sechsten Mal zum Präsidenten gewählt.

1986

Mit Beginn des Jahres soll der offizielle Name "Cote d'Ivoire" (Elfenbeinküste) nicht mehr in andere Sprachen übersetzt werden, sondern in seiner französischen Form gebraucht werden.

1995

Die Präsidentschaftswahlen werden von den politischen Gegnern des Präsidenten Bédié, Gbagbo (FPI) und Ouattara (RDR), boykottiert. Grund: das neue Wahlgesetz, wonach nur Staatspräsident werden kann, wessen beide Elternteile seit Geburt Ivorer sind.

1999, 24.Dez.

Militärputsch unter Führung des General Gueï

2000, Okt.

Aus den unter „chaotischen Umständen“ abgehaltenen Präsidentschaftswahlen geht der FPI-Vorsitzende und langjährige Oppositionspolitiker Laurent Gbagbo als Sieger hervor.

2002, 19.Sept.

Putschversuch und Rebellion gegen Präsident Gbabgo.

2003, Jan.

Schwere anti-französische Ausschreitungen in Abidjan.

2004, 4.Nov.

Angriffe der ivorischen Luftwaffe gegen Rebellenstellungen im Norden, dabei auch Bombardierung der französischen Operation Licorne in Bouaké, die Zerstörung der ivorischen Luftwaffe durch französische Truppen folgt.

2005, Apr.-Juni

Vermittlungsaktion des südafrikanischen Präsidenten Mbeki im Auftrag der AU.

2005, Dez.

Bildung einer neuen Regierung unter Premierminister Charles Banny.

2006, Sept.

Als Folge eines Giftmüllskandals in Abidjan bildet Premierminister Banny seine Regierung um.

2007, 30. März

Ernennung des FN-Rebellenführers Guillaume Soro zum neuen Premierminister.

2007, 29. Jun.

Fehlgeschlagenes Attentat auf PM Soro am Flughafen Bouaké