Gabun: Geschichte in Auszügen Werkzeuge aus der Steinzeit belegen eine sehr frühe Besiedlung. Pygmäen sind die ersten bekannten Einwohner des Landes.
11. Jh. Beginn der Einwanderung von Bantuvölkern. Sie verdrängen die Pygmäen, die in die Regenwälder ausweichen. 1472 Portugiesen an der Küste. Keine Ansiedlungen, nur gelegentliche Landung von Schiffen auch aus Holland, Spanien und Frankreich für Tauschgeschäfte. 16. Jh. Einwanderung der Myenen. 17. Jh. Von Nordosten Einwanderung der Fang, sie monopolisieren den Sklaven- und Elfenbeinhandel mit den Europäern. 1630 Französische Händler an der Küste Gabuns. 19. Jh. Anfang des 19. Jh. wird die gabunische Küste zum Zentrum des portugiesischen Sklavenhandels. 1839 Franzosen landen in der Gabunmündung um den Sklavenhandel zu bekämpfen. 1843 Franzosen gründen den Marinestützpunkt Aumale. Neben dem Fort werden freigelassene Sklaven aus französischen Kolonien angesiedelt. Siedlung erhält später den Namen Libreville. Frankreich erwirbt weiter Gebiete entlang der Küste. 1849 Offizielle Gründung Librevilles als Siedlung für freigelassene Sklaven aus französischen Kolonien. 1862 Vertrag Frankreichs mit einheimischen Führern. 1883 Gabun wird französische Kolonie. 1910 Gabun als verwaltungsmäßige Einheit. 1929 Unruhen werden von Frankreich unterdrückt. 1946 Gründung der RDA, eine gemischte franko-gabunische Bewegung, als gabunische Gruppe gründet Léon M'Ba das Comité Mixte Gabonais. 1946 Gabun wird Teil der französischen Union. 1953 Comité Mixte Gabonais wird umorganisiert zum Bloc Démocratique Gabonais (BDG). 1958 Autonomie in inneren Angelegenheiten. 1959, 19. Feb. Erste Verfassung des Landes wird proklamiert und Léon M'Ba wird Premierminister. 1960, 17. Aug. Unabhängigkeit von Frankreich. 1961 Koalitionsregierung. 1964, 17. Feb. Leon M'Ba wird von einer Gruppe Offizieren abgesetzt, französische Fallschirmjäger setzten ihn wieder ein. 1965 In Lambarene stirbt Dr. Albert Schweizer im Alter von 90 Jahren. 1967 Der bisherige (seit 1964) Verteidigungsminister Albert-Bernard Bongo wird zum Vizepräsidenten ernannt. 1967, 28. Nov. Leon M‘Ba gestorben. 1967, 02. Dez. Albert-Bernard Bongo (ab 1973 Omar) übernimmt das Amt des Präsidenten. 1968, 11. März BDG wird aufgelöst und Parti Démocratique Gabonais (PDG) als Einheitspartei gegründet. 1973 Gabun wird Mitglied der OPEC. 1973 Bongo nähert sich Libyen an, bricht Beziehungen zu Israel ab und tritt zum Islam über. 1974 Präsident Bongo tritt mit seinem Land der Islamischen Konferenz bei. Offiziell wird damit das Land, dessen Bevölkerung weniger als 1% Muslime hat, ein "islamische Land". 1977 Gabun stellt Flugzeuge und Waffen für einen erfolglosen Umsturzversuch von Söldnern in Benin. 1979 Wiederwahl Bongos. 1981, Febr. "Afrika Nr. 1", Radiostation in Moyabi eröffnet. Der stärkste Radiosender Afrikas strahlt täglich ein 18stündiges Programm aus und dient auch als Relaisstation für "Radio France International". 1982 Polizei schließt sich den Unruhen und der Revolte der letzen zwei Jahre an und verlangt höhere Löhne und den Abzug der französischen Berater. Revolte wird von der Geheimpolizei ( genannt Dokumentationszentrum!) unterdrückt. 1982, Okt. MORENA, Bewegung für nationale Neuorientierung wird brutal unterdrückt, wenigstens 28 seiner Anführer zu Gefängnisstrafen verurteilt.. Verschlechterung der Beziehungen mit Frankreich. 1986 Wiederwahl Bongos, einziger Kandidat, 99% der Stimmen. 1987, Jan. Der 1973 begonnene Bau einer transgabunischen Eisenbahn nach Franceville wird offiziell eingeweiht. 1988 Sinkende Ölpreise haben die Staatseinnahmen in den letzten beiden Jahren um mehr als 60% fallen lassen. 1989 Nach gewaltsamen Unruhen wird die Verfassung geändert, das Mehrparteiensystem eingeführt und Restriktionen der Presse beseitigt. Sechs Oppositionsführer in die Regierung hineingenommen. 1989, Mai Joseph Redjambe, Präsident der Progressiven Partei Gabuns in Libreville ermordet. Öffentlicher Verdacht, daß die Regierung hinter dem Mord stecke. Unruhen in Port Gentil. Die Präsidentengarde stellt Ordnung wieder her. Wenigstens sechs Tote. 1989, 06. Juni Nationale Konferenz beschließt Präsidentenwahlen für 1992. 1990 Bongo zieht die Präsidentenwahlen um zwei Jahre vor und beraubt die Opposition der Möglichkeit sich vorzubereiten. 1990, Sept. Bongos Demokratische Partei Gabuns (PDG) gewinnt die Mehrheit in der Nationalversammlung. 1991, 26.März Neue Verfassung setzt Rahmen für Mehrparteiendemokratie. 1993, 05.Dez.Wiederwahl Omar Bongos nach demokratischen Regeln 1994, Febr.Schwere Unruhen als Folge der von der Opposition als manipuliert kritisierten Präsidentschaftswahlen und der durch die Abwertung der Landeswährung verstärkten sozialen Spannungen. 1994, Okt.Abschluss der Verhandlungen der politischen Akteure über Fortsetzung des Demokratisierungsprozesses unter internationaler Beobachtung durch "Pariser Verträge" 1995, 23.JuliUmsetzung der Pariser Verträge durch Verfassungsänderung per Volksabstimmung 1998, 06.Dez.2. Wiederwahl Präsident Bongos für eine 7-jährige Amtsperiode 2005, Nov.Wiederwahl von Präsident Bongo Ondimba für eine weitere 7-jährige Amtszeit |