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Ghana  > Kirche

Daten aus der Geschichte der katholischen Kirche in Ghana


1471

Mit den Portugiesen kommen Katholiken an die Goldküste. In der Nähe von Shama wird an der Küste ein Kreuz errichtet.

1482, 20. Jan.

In Fort Elmina feiert ein portugiesischer Franziskaner die erste Messe im heutigen Ghana.

1503

Der Häuptling von Efutu und 1300 seiner Untertanen lassen sich taufen.

1572

Portugiesische Augustiner lassen sich in Elmina nieder, später auch in Komedo und Eguafo.

1576

Die Missionare werden umgebracht.

1637

Holländische Kalvinisten erobern die Stützpunkte der Portugiesen, weisen die Missionare aus und zerstören alles, was diese aufgebaut hatten. Damit ist scheinbar das Ende der katholischen Kirche gekommen.

1663

Neuer Versuch der Kapuziner eine Mission zu gründen.

1679

Ein schwarzafrikanischer Priester aus Sao Tomé kommt ins Land.

1687

Französische Dominikaner erleben einen Fehlschlag beim Versuch der Gründung einer Station in Assini.

1850

Die protestantischen (europäischen) Machthaber fangen an, sich etwas toleranter zu geben. Anglikanische und protestantische Missionare kommen ins Land.

1879

Die Apostolische Präfektur Goldküste wird geschaffen und der Gesellschaft für Afrikanische Missionen (SMA = Lyoner Patres) anvertraut.

1880

Beginn einer zweiten Missionsphase der kath. Kirche: die Patres August Moreau und Eugene Murat (SMA) treffen in Elmina ein. P.Murat stirbt wenige Monate später. P.Moreau tauft in sechs Jahren rund 600 Katechumenen.

1883

Ankunft der Schwestern von Notre-Dame.

1884

Die Schwestern gründen die erste Mädchenschule.

1890

Weihe der ersten Kirche. Mehrere Missionare kommen aus dem Elsass. Gründung der Mission in Keta.

1894

Erster Katechismus und Gesangbücher für die Goldküste in Strassburg gedruckt.

1897

Der Sitz der Apostolischen Präfektur wird von Elmina nach Cape Coast - damaliger Sitz der Kolonialverwaltung - verlegt.

1900

Steyler Missionare gründen in Kpandu ( gehörte damals zu Deutsch-Togo) eine Mission und eine Schule.

1901

Die Goldküste wird zum Apostolischen Vikariat erhoben unter Bischof Maximilian Albert. Die Zahl der Katholiken beträgt etwa 5000.

1906

Die Weissen Väter (weichen dem Druck der französischen Kolonialverwaltung in franz. Sudan) eröffnen im Norden in Navrongo ihre erste Mission auf dem Territorium des späteren Ghana.

1917

Viele Missionsstationen verlieren durch Einberufung bzw. Ausweisung ihre Priester. Deutsch-Togo kommt

1919

teilweise unter britische Verwaltung (später zu Ghana).

1922, 02. Juli

Weihe des ersten einheimischen Priesters Anastasio Lay Kofi Dogli aus Keta.

1926

Navrongo wird Apostolische Präfektur.

1927

Ankunft der Wessen Schwestern in Navrongo.

1929, 30. Nov.

Gründung der Mission in Jirapa im Land der Dagati.

1930

Eröffnung des kleinen Seminars in Amisano.

1932

Beginn einer Massenbekehrung der Dagati.

1935

Erste Ausgabe der katholischen Wochenzeitung "The Standard".

1938

Accra und die Ostregion werden den Steyler Missionare (SVD) anvertraut.

1946

Gründung eines ersten einheimischen Schwesternordens, "Schwestern der unbefleckten Empfängnis Mariens" (SMI) in Wa.
Eröffnung des Priesterseminars St. Victor in Tamale und des Priesterseminars St. Peter in Pendu.

1950

Errichtung der katholischen Hierarchie der Goldküste. Bischof William T. Porter wird erster Erzbischof von Cape Coast. Vier Suffragandiözesen: Accra (Mgr. Albert Loser SVD), Keta, Kumasi und Tamale.

1951

Erster Eucharistischer Kongress Schwarzafrikas in Kumasi.

1953

Mgr. Joseph O. Bowers wird Bischof von Accra (der erste schwarze Bischof, gebürtig von den Antillen, Mittelamerika. Wird von den Afrikanern nicht wirklich akzeptiert.)

1956

Navrongo wird von der Diözese Tamale abgetrennt und zur eigenständigen Diözese erhoben, Bischof ist Mgr. Gerhard Bertrand (Weisser Vater).

1957, 07. März

Mgr. John Kodwo Amissah, erster einheimischer Bischof, wird Weihbischof von Cape Coast.

1957, 19. März

Die Goldküste wird unabhängig und heißt ab sofort Ghana.

1959, 19. Dez.

Weihbischof Amissah wird zum Erzbischof von Cape Coast ernannt.

1959

Wa wird von der Diözese Tamale abgetrennt und zur Diözese erhoben. Mgr. Peter Porekuu Dery wird Bischof von Wa.

1962

Bischof van den Bronck, SMA tritt als Bischof von Kumasi zurück, Mgr. Joseph Amihere Essuah wird Bischof von Kumasi. Wird in Kumasi nicht von der Bevölkerung akzeptiert, da er keine Ashanti war.

1970

Die Diözese Kumasi erhält einen Ashanti als Bischof: Peter Akwasi Sarpong.
Sein Vorgänger Mgr. Essuah wird Bischof der neugegründeten Diözese Sekondi-Takoradi.

1971

Bischof Bowers von Accra übernimmt die Diözese St. John's in Antigua (Antillen, Mittelamerika). Neuer Bischof von Accra wird Mgr. Dominic K. Andoh.

1971

Panafrikanischer Laienkongress in Accra.
Panafrikanischer Laienrat wird gegründet, mit Sitz in Accra.

1972

Mgr. Champagne (Weisser Vater), Bischof von Tamale tritt zurück. Mgr. Dery, Bischof von Wa, wird Administrator der Diözese.
Diözese Navrongo erhält einen einheimischen Weihbischof mit dem Recht der nachfolge: Mgr. Rudolph Akanlu.

1974, Juli

Treffen zwischen Christen und Muslime an der Universität Legon, Accra. Ziel ist eine Verbesserung der Beziehungen und Verstärkung der Zusammenarbeit.

1974

Gründung des Spirituellen Zentrums in Kumasi.

1976

Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen Ghana und dem Vatikan. Erster Apostolischer Pronuntius ist Mgr. Guiseppe Farraioli.

1977

Errichtung der neuen Kirchenprovinz Tamale unter Erzbischof Peter Porekuu Dery, früherer Bischof von Wa. Suffagandiözesen sind Navrongo und Wa.

1980

Hundertjahrfeier der katholischen Kirche in Ghana.

1980, 08.-10. Mai

Besuch Papst Johannes Paul II.

1985, 13. Dez.

"Catholic Standard" wegen öffentlicher Kritik an der Regierung verboten.

1991, 02. Jan.

"Catholic Standard" kann Antrag auf Neuzulassung stellen.

1991, 22. Sept.

Erzbischof Amissah von Cape Coast gestorben.

1992, 06. Juli

Accra wird Erzdiözese. Ein Teil der Erzdiözese Accra wird zur Diözese Koforidua.

1994, Febr.

Unruhen in der Nordregion, Dagombas und Gojas beschuldigen die kath. Kirche, den Konkombas Zuflucht in ihren Kirchen zu geben und sie auch mit Waffen zu versorgen. Missionsstationen werden geplündert, Kirchen entweiht.

1994, 06. Nov.

Bischof Gregory Kpiennaya von Wa wird inthronisiert als neuer Erzbischof von Tamale, nachdem Erzbischof Peter Porekuu Dery am 30. Juni 94 abgedankt hatte.

1994

Die bisherige Diözese Keta Ho wird in drei eigenständige Diözesen aufgeteilt: Keta-Aktasi im Süden, Ho in der Mitte und Jasikan im Norden.

1995

Neue Diözesen errichtet: Damongo, früher Teil der Erzdiözese Tamale.
Konongo-Mampong und Obuasi, beide früher Teile der Diözese Kumasi.

1997

Diözese Goaso errichtet, früher der südliche Teil der Diözese Sunyani.

1998, Jan.

Zweiter Nationaler Eucharistischer Kongress in Tamale.

1999

Der östliche Teil der Erzdiözese Tamale wird zur eigenständigen Diözese Yendi.

2000, März

Neues Bistum Wiaso errichtet. Bischof ist Mgr. Joseph Essien, am 25. März 2000 geweiht.