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Guinea  > Ereignisse

Guinea: Ereignisse und Entwicklungen 1990-2000

1990, Dez.

Den Forderung nach politischer Liberalisierung entspricht die Regierung durch das Abhalten eines Referendums, in dem sich Bevölkerung für eine neue Verfassung und die Übergabe der Regierungsgewalt an eine Zivilregierung aussprach.

1990

Kriegsflüchtlinge aus Liberia strömen ins Land.

1992

Legalisierung politischer Parteien.

1992, 24-26. Febr.

Besuch von Papst Johannes Paul II.

1992, 03. April

Einführung des Mehrparteiensystem.

1993, Sept.

Straßenschlachten in Conakry fordern 17 Todesopfer. Die Gegner von Conté verlangen die Einsetzung einer Übergangsregierung und die Abhaltung freier Wahlen.

1993, Dez.

Der amtierende Staatschef, General Lansana Conté, gewinnt die ersten freien Präsidentenwahlen mit absoluter Mehrheit von 53,3%.

1995, 11. Juni

Sieger der Parlamentswahlen ist die Parti de l´Opposition Démocratique (PUP).

1995, 05. Juli

Gründung der Coordination de l´Opposition Démocratique (CODEM).

1996, Febr.

Blutiger Umsturzversuch gescheitert.

1997, 13. Jan.

Neues IWF-Strukturanpassungsabkommen.

1997, 23. Febr.

Soziale Spannungen lösen große Unruhen aus.

1997, Dez.

Verschärfte Maßnahmen gegen Opposition. Es kommt zu Verhaftungen.

1998, 29. März

Verhaftung von Mamadou Bah, Führer der vereinigten Peul-Parteien (Freilassung im Juni)

1998, 14. Dez.

Bei der Präsidentenwahl wird Conté im Amt bestätigt. Die Opposition wirft dem Präsidentenlager schweren Wahlbetrug vor und droht mit Massenprotesten.

1998, 15. Dez.

Verhaftung des Präsidentschaftskandidaten Alpha Condé.

1998, 21. Dez.

Scharfe Proteste gegen die Verhaftung von Condé. Es kommt zu blutigen Auseinandersetzungen.

1999, 08. Jan.

Die Grenze zur Elfenbeinküste bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen.

1999, 15. Jan.

Oppositionsführer und Menschenrechtsorganisationen fordern die sofortigen Freilassung von Alpha Condé.

1999, 07. Sept.

Oppositionsführer Alpha Condé kommt vor Gericht.

1999, 25. Sept.

Das Parlament fordert die Regierung auf, alle Soldaten aus dem Ausland zurückzuberufen

1999, 13. Nov.

Regierung fordert internationale Hilfe für die 750.000 Flüchtlinge aus den Nachbarländern .

2000, 13. April

Eröffnung der Gerichtsverhandlung des Oppositionsführers Alpha Condé ist auf den 18. April verschoben.

2000, 02. Mai

Gerichtsverfahren von 48 Mitgliedern der Opposition, unter ihnen Alpha Condé, ist auf unbestimmte Zeit verschoben

2000, 28. Juli

Regierung entzieht drei Journalisten die Akkreditierung: Ben Daouda Sylla, Berichterstatter für Radio Africa N°1(Libreville); Mouctar Bah von der französischen Presse –Agentur und dem Korrespondenten Amadou Diallo einer britischen Nachrichten-Agentur.

2000, Aug.

Flüchtlingsstrom aus Sierra Leone hält an, vor allem Kinder und Frauen fliehen vor den Kämpfen der Rebellen.

2000, 08. Sept.

Drei katholische Missionare sind von RUF Rebellen aus dem Grenzgebiet in Guinea nach Liberia entführt worden.

2000, 11. Sept.

Tausende liberianischer Bürger müssen aus Guinea fliehen, nachdem Präsident Conté sie und Flüchtlinge aus Sierra Leone mitverantwortlich machte für Rebellenangriffe im Norden Guineas und zu ihrer Verfolgung aufrief. Liberia will die Repatriierung seiner Bürger einleiten.

2000, 17. Sept.

Ein Mitarbeiter der UNHCR (Flüchtlingshilfswerk der UNO) ist nach Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen in Guinea ermordet worden. Seine Mitarbeiterin wurde verschleppt.
Guinea hat auf seinem Gebiet rund 470 000 Flüchtlinge, davon 340 000 aus Sierra Leone und 128 000 aus Liberia.

2000, 18. Sept.

Eine Gruppe guinesischer Rebellen (Die Sammelbewegung Demokratischer Kräfte Guineas) hat die Verantwortung für einen Überfall auf das Dorf Macenta (30 km von der Grenze zu Liberia) am 17. Sept. übernommen der 35 Tote fordert. Die Rebellengruppe operiert weiter in dem Gebiet. Sie scheint mit Rebellen in Sierra Leone und Liberia Kontakt zu haben.

2000, 24. Sept.

Rebellenangriffe, ausgehend vom Territorium Guineas auf Dörfer im Norden Liberias. Im Dorf Macenta werden mehrere Personen getötet, darunter auch der Leiter der örtlichen Agentur des UN-Flüchtlingshilfswerkes.

2000, 26. Sept.

Artilleriefeuer vom Gebiet Guineas auf Dörfer im Norden Liberias. Die Regierung Liberias beschuldigt Guinea, einen Krieg zu provozieren. Guinea beklagt Angriffe Liberias auf sein Gebiet.

2000, 28. Sept.

Die im September entführte Mitarbeiterin des UN-Flüchtlingshilfswerkes Mme Sapeu Laurence Djeya ist von Rebellen freigelassen worden.

2000, 02. Okt.

60 Tote hatte ein Rebellenangriff auf Dörfer im Grenzgebiet mit Liberia gefordert. Die Armee hat nach eigenen Angaben die Rebellen zurückgetrieben und die Ruhe wieder hergestellt.

2000, 05. Okt.

Ein Appell von Papst Johannes Paul II ruft zur Beendigung der Gewalt auf. Die Rechte aller Menschen und besonders die der Flüchtlinge müßten respektiert werden.
Tausende Flüchtlinge aus Liberia und Sierra Leone verlassen Guinea. Ein Fährschiff der Regierung Sierra Leones bringt im Pendelverkehr zwischen Conakry und Freetown jeweils etwa 1000 Menschen und ihr Gepäck nach Freetown.

2000, 23. Okt.

Nach mehreren Angriffen von Rebellen in den Grenzregionen wächst die Furcht vor einem Bürgerkrieg wie in den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone.

2000, 30. Okt.

Im Norden des Landes operiert ein Großteil der RUF Rebellen anscheinend zusammen mit Rebellen aus Guinea.

2000, 05. Nov.

Eine Gelbfieber-Epidemie fordert mehr als 20 Opfer. Die Regierung Guineas hat um internationale Hilfe bei der Bekämpfung der Krankheit gebeten.

2000, 12. Nov.

Ohne eine neues Datum zu nennen, hat Präsident Conté die Wahlen vom 26. Nov. verschoben.

2000, 22. Nov.

Liberische Dissidenten greifen von Guinea aus Nimba County in Liberia an.

2000, 27. Nov.

Seit Sept. sind 17000 Flüchtlinge per Schiff aus Guinea nach Sierra Leone zurückgebracht worden. In Guinea verbleiben immer noch mehr als 310000 Flüchtlinge aus Sierra Leone.

2000, 06. Dez.

Hunderte Menschen starben in Gueckedou nahe der Grenze zu Liberia und Sierra Leone bei einem Rebellenangriff, der erst nach einem Tag von den Truppen Guineas zurückgeschlagen werden konnte.

2000, 08. Dez.

Wegen der fortgesetzten Kämpfe warnt das UNHCR vor einer neuen Flüchtlingswelle.

2000, 12. Dez.

Das UNHCR hat die Verbindung zu 400000 Flüchtlingen aus Liberia verloren, die zwischen die Frontlinien der Rebellen und der Regierungstruppen Guineas geraten waren.

2000, 12. Dez.

Amnesty international hat die Regierung Guineas aufgefordert, den Oppositionsführer Alpha Conde freizulassen.

2000, 14. Dez.

Die katholischen Bischöfe Guineas rufen zum Frieden auf. Krieg und Hunger forderten täglich mehr Menschenleben.

2000, 18. Dez.

Eine Gelbfieber-Epidemie bedroht die Bevölkerung. Von bisher 493 erkrankten Personen sind 40% gestorben.