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Kamerun
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Kamerun: Geschichte in Auszügen


5000 v. Chr.

Die ältesten Spuren menschlicher Siedlungen führen in diese Zeit zurück.

500 v. Chr.

Die ersten Reisenden aus den Mittelmeerkulturen landen an den Küsten Kameruns.

200 v. Chr.

Auswanderung der Bantu zum Süden und Osten. Kamerun gilt als ihr ursprüngliches Heimatland.

10.Jahrh.

Hirten islamischen Glaubens dringen vom oberen Nil her in das Land ein.

13. Jahrh.

Es bilden sich die Reiche von Sao, Bornu und Kanem.

1472

Portugiesen landen an der Küste Kameruns.
Der Handel mit Palmprodukten, Elfenbein und Sklaven beginnt.

1578

Die Holländer landen an den Küsten des Golfes von Guinea.

1806

Die Engländer landen an der Küsten des Golfes von Guinea.

1840

Unterzeichnung des ersten Vertrages gegen Sklavenhandel.

19.Jh.

Am oberen Benue entsteht das Fulbereich Adamaua.

1849

Der Deutsche Heinrich Barth bereist Kamerun. Es kommt zu Auseinandersetzungen zwischen Deutschen, Engländern und Franzosen.

1868

Niederlassung der Hamburger Firma Woermann an der Küste Kameruns bei Duala.

1884

Das deutsche Reich annektiert das Küstengebiet und erklärt es zum deutschen "Schutzgebiet". Damit wird Kamerun deutsche Kolonie. Der Tauschhandel wird abgeschafft und durch eine organisierte Plantagenwirtschaft ersetzt.

1914

Die deutschen Schutztruppen werden von den Franzosen und Engländern besiegt und kapitulieren.

1919

Im Friedensvertrag von Versailles verliert Deutschland die Kolonie.

1922

Frankreich und England übernehmen Kamerun als Völkerbund–Mandat.

1946

Kamerun wird Treuhandgebiet der UNO. Ostkamerun kommt unter französische, Westkamerun unter englische Verwaltung.

1955

Im Bassa- und Bamilekeland bricht ein Partisanenkrieg aus.

1957

Ostkamerun erhält von Frankreich die innere Autonomie mit eigener Regierung.

1960, 01. Jan.

Ostkamerun wird unabhängig.

1960, 05. Mai

Ahidjo wird Präsident der Republik.

1961, 01. Okt.

Eine Abstimmung in Westkamerun bringt das Ergebnis, daß Südwestkamerun an Ostkamerun angegliedert wird. Die Bundesrepublik Kamerun entsteht. Sie erhält eine föderative Verfassung.

1966, 01. Sep.

Die Einheitspartei (UNC) wird gegründet.

1972, 02. Jun.

Neue Verfassung, Kamerun wird Einparteienstaat.

1975, 28. Mai

P. Biyas wird zum Premierminister ernannt.

1982, 04. Nov.

Ahidjo tritt zurück, Biya wird Staatspräsident.

1984, 28. Feb.

Ahidjo wegen "Hochverrat" zum Tode verurteilt.

1986, Aug.

Präsident Paul Biya macht einen Staatsbesuch in Deutschland. Mit seinem Bonnbesuch will er den bilateralen Beziehungen neue Impulse geben.

1986, 21. Aug.

Eine Naturkatastrophe am Niossee fordert 1800 Opfer.

1986, Dez.

Kameruns Wirtschaftswunder gerät ins Wanken. Ölpreisverfall zwingt zu Sparmaßnahmen; Kaffee- und Kakaoexport stagniert.

1988, 24. Apr.

Präsident Biya wird bei den Präsidentschaftswahlen im Amt bestätigt.

1989, 30. Nov.

Tod des ehemaligen Präsidenten Ahidjo.

1990

Generalamnestie, schrittweise Rückkehr politischer Emigranten

1990

Parteiengesetz, in Folge dessen Gründung von etwa 160 Parteien, u.a. der Hauptoppositionspartei SDF (Social Democratic Front)

1991

bei Demonstrationen und generalstreikähnlichen Aktionen kommen landesweit etwa 300 Menschen ums Leben

1991, Okt./Nov.

Präsident Biya beruft sog. "Tripartite" (Regierung, Oppositionsparteien und unabhängige Persönlichkeiten) ein, Ausarbeitung eines Wahlgesetzes und einer Verfassungsreform

1992, 1. März

vorgezogene Parlamentswahlen, Boykott durch SDF und rd. 30 weitere Oppositionsparteien; relative Mehrheit für RDPC, Bildung einer Koalitionsregierung zwischen RDPC und MDR

1992, 11. Okt.

Präsidialwahlen, bestätigte Unregelmäßigkeiten, Ergebnis: Präsident Biya: 40%, John Fru Ndi (SDF) 37 %

1996, 18. Januar

neue Verfassung tritt in Kraft

1997, 17. Mai

Parlamentswahlen, RDPC von Präsident Biya erhält 116 von 180 Sitzen

1997, 12. Okt.

Präsidentschaftswahlen, Bestätigung Präsident Biyas, Boykott durch Oppositionsparteien

2002, 30. Juni

Parlaments (und Kommunal-) wahlen, Regierungspartei erhält nach Nachwahlen am 15.09.2002 von insgesamt 180 Sitzen in Nationalversammlung 149 Mandate

2004, 11. Okt.

Präsidentschaftswahlen, Bestätigung Präsident Biyas

2007, 22. Juli

Parlaments- und Kommunalwahlen, weitere Stärkung der RDPC

2008, 14. Aug.

Nach einer Entscheidung des internationalen Gerichtshofs übergibt Nigeria die Bakassi-Halbinsel an Kamerun.

2009, 17.März

Papst Benedikt XVI. kommt zu einem dreitägigen Besuch nach Kamerun.

2011, 9. Oktober

Bei den Präsidentschaftswahlen erhält Amtsinhaber Paul Biya offiziell 78% der Stimmen.

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