Kenia: Ereignisse und Entwicklungen 1990-2000 1990, Febr. Außenminister R. Ouko wird ermordet. Es gibt Hinweise darauf, daß hochstehende Politiker darin verwickelt sind. 1990, Juli Drei Tage schwere Unruhen in Nairobi und Kisumu. Demonstrationen nach der Inhaftierung von Oppositionsführern . Präsident Moi stemmt sich gegen die Demokratiebewegung. Eine Welle der Verhaftung bricht aus. 1990, Aug. Der Regimekritiker Koigi wa Wamwere der zeitweise nach Norwegen emigrierte , wird verhaftet. Daraufhin kürzt Norwegen seine Entwicklungshilfe. 1990, Okt. USA frieren 25 Mio. US $ Militärhilfe ein. 1991, März Die Regierung geht gegen neue Oppositionspartei vor. Der "National Demokratischen Partei" wird die rechtliche Anerkennung verwehrt. 1991, 2. Aug. Das "Forum zur Wiederherstellung der Demokratie" (FORD) wird verboten. 1991, Nov. Hauptgeberländer machen die Auszahlung zugesagter Kredite von Reformen abhängig. 1991, Nov. Bonn ruft seinen Botschafter als Reaktion auf die Behandlung von Regimekritikern zurück. 1991, Dez. Das Parlament beschließt die Wiedereinführung des Mehrparteiensystems. 1991, Dez. Das Forum zu Wiederherstellung der Demokratie konstituiert sich als Partei. Weitere Parteien werden gegründet. 1992, März Offene Stammeskonflikte im Westen Kenias. Die Opposition wirft der Regierung vor, die Konflikte zu schüren, um dadurch den Übergang zur Demokratie zu sabotieren. 1992, Dez. Zum ersten mal seit der Unabhängigkeit vor 30 Jahren können sich die Kenianer bei Präsidenten- und Parlamentswahlen zwischen den Kandidaten mehrerer Parteien entscheiden 1992, 29.Dez. Präsident Moi wird mit 36,35% als Staatsoberhaupt wiedergewählt. 1993 Jan Kritische Lage nach Wahlsieg Mois in Kenia. Boykottdrohung der frustrierten Opposition 1993, Mai Die Gewerkschaft ruft zum Generalstreik auf. Die Arbeiter nehmen eine weitere Verkürzung des Lebensstandards nicht hin. 1993, Nov. Universitätsdozenten streiken. 1994, 20.Jan Tod von Oginga Odinga , der Parteiführer von FORD–Kenia. 1994, 5.April Ethnische Polarisierung hält auch nach den Wahlen an. Neue Stammeskämpfe im Westen Kenias. Die Regierung erklärt das Gebiet des Rift Valley zur Sicherheitszone. Hunderte von Menschen flüchten aus ihren Dörfern. 1994, 4. Juni Gründung der United Democratic Allience. 1994, 27 Juni Bei den Nachwahlen gewinnt die Regierungspartei KANU alle drei Sitze in der Western Provinz. Die Opposition kann Siege in Nairobi, Zentral– und Nyanza–Provinz verzeichnen. 1995, Febr. Regierung verbietet die kritische Nicht–Regierungsorganisation CLARION. 1995, Juli Menschenrechtsorganisationen kritisieren die zunehmenden Menschenrechtsverletzungen. 1995, 4. Dez Präsident Moi zu Besuch in Deutschland. Nach mehr als zehn Jahre dauernden Verhandlungen wird das deutsch – kenianische Investitionsschutzabkommen unterzeichnet. 1996, Jan. Die vier größten Oppositionsparteien schließen sich in der Nationalen Allianz zusammen (76 von 188 Parlamentssitzen). 1996, Mai Internationale Währungsfonds nimmt Hilfe wieder auf. 1997, Jan. Amnesty International macht der Regierung erneut den Vorwurf, Gefangene zu mißhandeln. 1997, 28 Jan Der Präsident ruft den nationalen Notstand aus, begründet mit einer drohenden Hungersnot durch anhaltende Dürre. Die Notstandsverordnung verleiht dem Präsidenten umfangreiche Sondervollmachten. 1997, 7. Juli Schwere Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitsbeamten und den protestierenden Studenten. Universitäten in Nairobi werden geschlossen. 1997, Juli Nach massivem Druck der Geberländer kommt der Reformprozess langsam in Bewegung. 1997, Juli Regimegegner fordern Verfassungsänderungen noch vor den für Ende des Jahres vorgesehen Wahlen. Der Machtbereich des Präsidenten soll eingeschränkt werden. 1997, Aug. Eine neue Welle von Gewalt an der kenianischen Küste. Angriffe und Tote in der Hafenstadt Mombasa. Regierung und Opposition werfen sich gegenseitig vor, für die Ausschreitungen in der Küstenregion verantwortlich zu sein. 1997, 20.Aug. Zwei führende Mitglieder der regierenden KANU – Partei werden festgenommen. 1997, 28.Aug. Der Sprecher der Dachorganisation der Opposition, Willi Mutunga, droht die Bildung einer Gegenregierung an, um Präsident Moi zur Aufnahme von Verhandlungen über politische Reformen zu bewegen 1997, 31.Aug. Der International Währungsfonds ( IWF) beschließt, einen weiteren Kredit von $36.Mio. an Kenia auszusetzen, und fordert die Regierung auf, härtere Maßnahmen gegen die Korruption zu ergreifen. 1997, 4. Nov Parlament billigt Reformgesetz. Mehrparteiensystem, Presse- und Versammlungsfreiheit wird in der Verfassung verankert. 1997, 29.Dez. Bei den Präsidenten- und Parlamentswahlen geht Daniel Arap Moi (KANU) erneut als Sieger hervor mit 41% der Stimmen vor Mwai Kibaki (DP) mit 31,1%. Im Parlament führt die KANU mit 113 gegen 109 oppositionellen Sitzen. 1998, 7. Aug. Islamische Terroristen verüben einen Anschlag auf die US-Botschaft in Nairobi. 247 Menschen verlieren ihr Leben. Tausende werden verletzt. 1998, 8.Sept. Die Regierung entzieht 5 internationalen islamischen NGOs ihre gesetzliche Anerkennung. 1998, 31.Okt Blutiger Einfall äthiopischer Rebellen in der abgelegen Nordostregion Kenias. Mehr als 150 Menschen wurden ermordet und viele Frauen und Mädchen verschleppt. 1999, 21. Febr. Der Kurdenführer Öcalan,der ohne die geringste Kontrolle der Einwanderungsbehörde ins Land eingereist ist, wird von türkischen Spezialdiensten verschleppt. 1999, Mai.An der Westküste ist erneut eine Malaria-Epidemie ausgebrochen.106 Menschen sind bisher gestorben, mehr als 3000 Malaria Patienten sind registriert. 1999, 10. Juni Präsident Moi warnt die Kirchen vor Einmischung in politischen Angelegenheiten. 1999, 10. Juni Hirtenbrief der katholischen Bischöfe drückt Beunruhigung aus über die wirtschaftliche Situation des Landes.Die Bischöfe schlagen eine Reihe von Schritten vor, um die derzeitige Situation zu verbessern. 1999, 6. Juli Kenia schließt die Grenze mit Somalia, um Grenzkonflikte zu verhindern und illegale Einwanderung von Flüchtlingen zu unterbinden. 1999, 15. Aug. Führende Muslime verurteilen die Erschießung von fünf Personen in einer Moschee als "Entweihung". Bei einer Hochzeit wurden fünf Personen getötet und 15 verletzt, auch ein Polizist wurde getötet. 1999, 25. Aug. Flüge nach Somalia werden verboten. Die Grenze nach Somalia ist geschlossen, um Waffenhandel und Schmuggel zu unterbinden. 1999, 20. Sept. 70 Frauen aus vier Parteien gründen Frauenbewegung. Ziel ist ein größerer Prozentsatz von Frauen unter den Mitgliedern des Parlamentes. 1999, 27. Sept. 14% der Bevölkerung, mehr als zwei Millionen Kenianer, davon 100000 Kinder unter fünf, sind mit dem Aids-Virus infiziert. 1999, 30. Sept. In einem Hirtenbrief drücken die Bischöfe ihre Sorge über die Aids-Krankheit aus. 1999, 22. Okt Eine Reihe Kirchen und religiöser Gemeinschaften schließen sich zu einer Lobby-Gruppe zusammen, Ziel ist mehr Einfuß beim Prozess der Verfassungsänderung. 1999, 31, Okt. Kenias Getreidevorräte sind so stark zurückgegangen, daß nur Hilfe für 10% der fünf Millionen vom Hunger bedrohten Menschen in den Dürregebieten geleistet werden kann. 1999, 10. Nov. Das kenianische Parlament ändert das Gesetz, nachdem bisher der Präsident den Sprecher des Parlamentes ernennen konnte. Präsident Moi war gegen diese Änderung. 1999, 12. Dez. Zum 36. Jahrestag der Unabhängigkeit kündigt Präsident Moi die Freilassung von 13000 Häftlingen an. 1999, 17. Dez. Die European Investment Bank gewährt Kenia einen Kredit von vier Milliarden Shilling für kleine und mittlere Unternehmen. 2000, 24. Jan. Der IMF nimmt erneut Gespräche mit Kenia auf. Nach Berichten über Korruption waren Kredite vor zwei Jahren eingefroren worden . 2000, 1. Febr. Ein Airbus der Kenya Airways stürzt mit 169 Passagieren und 10 Personen Besatzung vor der Elfenbeinküste ins Meer. 2000, 3. Febr. Präsident Arap Moi warnt, die Kriege auf dem Horn von Afrika könnten die Stabilität der Region aus dem Gleichgewicht bringen. 2000, 14. Febr. Frost zerstört die Ernte auf 5000 Hektar Teefeldern. 2000, 26. Febr. Bei einem versuchten Viehdiebstahl werden 35 der äthiopischen Diebe und 45 Kenianer getötet. 2000, 29. Febr. Nach der letzten Volkszählung beträgt die Bevölkerung Kenias 28,7 Millionen. Eine Zunahme von 34% seit 1989. 2000, 20. März Hunderte Menschen starben in den letzten vier Wochen in einer Hungersnot im Norden Kenias. 2000, 29. März 74 Tote, als zwei Busse frontal zusammenstoßen. 2000, 10. April Stephen Ndicho, Parlamentsabgeordneter der Sozialdemokraten, fordert landlose Bauern auf, dem Beispiel aus Simbabwe zu folgen und das Land weisser Großgrundbesitzer zu besetzen. 2000, 13. April Das Internationale Artenschutz Abkommen in Nairobi verbietet auch weiterhin den Handel mit Elfenbein. 2000, 01. Mai Bei Kämpfen im Nordosten Kenias zwischen Somali und Borona Volksgruppen sollen mehr als 70 Personen getötet worden sein. 2000, 03. Mai Mit neuen Verkehrsgesetzen will Kenia der Raserei auf den Straßen Herr werden und die Zahl der Unfälle vermindern. 2000, 09. Mai Hunderte Familien haben zwei Farmen von Weissen besetzt. 2000, 11. Mai Das Parlament veröffentlicht eine "Liste der Scham" mit Namen führender Politiker und Beamter, die mit Korruption und finanziellen Unregelmäßigkeiten in Verbindung gebracht werden. 2000, 13. Mai 67 Personen protestierten vor den Büros der Weltbank in Nairobi gegen die Auslandsschulden des Landes und gegen die Korruption in den südlichen Ländern. Sie werden sich am 22. Mai vor Gericht verantworten müssen, unter ihnen der Fr. Flavian Mwendwa, Generalvikar der Diözese Kitui, sechs Ordensleute, ein amerikanischer Missionar und zwei protestantische Pastoren. 2000, 22. Mai Der Staatsanwalt hat von einer Anklage gegen die 67 Personen abgesehen. 2000, 25. Mai Der IWF will im Juli über eine Wiederaufnahme der Kredite an Kenia beraten. 2000, 26. Mai Präsident Arap Moi appelliert an die internationale Gemeinschaft, Lebensmittelhilfe für die von Dürre und Hunger betroffenen Menschen in großen Teilen Kenias zu senden. 2000, 04. Juni Präsident Arap Moi arrangiert eine Begegnung zwischen Präsident Kabila von der DR Kongo und dem Präsidenten von Ruanda Kagame. Es war das erste Treffen der beiden Kontrahenten seit dem Beginn des jetzigen Kongokrieges am 02. Aug. 1998. 2000, 12. Juni Die schlimmste Trockenheit seit 40 Jahren bringt die Massai dazu, ihre Herden in den Urwald der Mt. Kenya zu treiben, 2000, 13. Juni Ein Bericht über Drogenmißbrauch an der Universität brachte Studenten dazu, die Zeitungsgebäude der Daily Nation anzugreifen und Personen zu belästigen. Die Jomo Kenyatta Universität wurde geschlossen. 2000, 15. Juni Im neuen Budget wird die Mehrwertsteuer von 15% auf 18% angehoben. Ziele des Budgets sind eine verstärkte Armutsbekämpfung und wirtschaftliches Wachstum. Durch verstärkte eigene Anstrengungen soll ausländische Hilfe ermuntert werden. 2000, 23. Juni Trotz der großen Dürre und schwersten Hungerkatastrophe seit Jahren, bleiben die Bauern in der zentralen Ebene von Mwea, Kirinyaga District, auf ihrer Reisernte sitzen. Sie beschuldigen die Regierung, die vorhandenen Vorräte nicht aufzukaufen. 2000, 24. Juni Uganda, Kenia und Tansania lassen die Wasserqualität des Lake Victoria von einer dänischen Firma untersuchen. 2000, 26. Juni Zwei Wochen nach ihrer Vertreibung sind Farmbesetzer wieder zurück auf einer Farm in der Region Laikipia. 2000, 05. Juli Das Welternährungsprogramm braucht dringend 88 Mio. Dollar für Lebensmittelhilfe in Kenia. Im Norden und Osten des Landes sind in diesem Jahr die Regenfälle ausgeblieben. 2000, 10. Juli FAO: ausbleibende Regenfälle haben selbst in den fruchtbaren Gebieten des Rift Valley zu riesigen Ernteausfällen geführt. 2000, 19. Juli 6 Millionen DM wurden von der EU bereitgestellt zur Bekämpfung des Hungers in den Dürregebieten Kenias. 2000, 20. Juli Einige Secondary Schools nördlich von Nairobi wurden geschlossen, sie seien von Geistern angegriffen worden. 2000, 20. Juli Kritik von Anwälten und Kirchen an einem Parlamentsbeschluß, der hochrangige Beamte und Politiker von der "Liste der Scham" streicht, die am 11. Mai vom Parlament veröffentlicht worden war. 2000, 08. Aug. Das Welternährungsprogramm sieht drei Mio. Menschen in Kenia von der Dürre bedroht. 2000, 10. Aug. Aids-Konferenz in Nairobi. Minister aus 11 afrikanischen Ländern beraten über die Folgen von Aids für die Wirtschaft ihrer Länder. 2000. 16. Aug. Bei einem Zugunglück im West-Kenia, in der Nähe des Viktoriasees, wurden 13 Menschen getötet und etwa 40 verletzt. 2000, 17. Aug. Bei Mombasa soll Titanium abgebaut werden. Bauern und Bewohner der Gegend fürchten um ihr Ackerland und ihre Wohngebiete. 2000, 23. Aug. Pater J. A. Kaiser, ein amerikanischer katholischer Priester, bekannt für seine kritische Haltung gegenüber der kenianischen Regierung, ist 70 km westlich von Nairobi ermordet worden. P. Kaiser hatte 36 Jahre in Kenia gearbeitet. 2000, 30. Aug. Kenianische Offiziere sollen ruandische Soldaten in fortschrittlichen Kampftechniken ausbilden. Ein entsprechendes Abkommen wurde in Mombasa unterzeichnet. 2000, 05. Sept. Präsident Moi will die Radiosendungen unabhängiger Sender mit Programmen in einheimischen Sprachen beschränken lassen. Ein Gesetz soll Sendungen auf Englisch und Kiswaheli beschränken. Die Opposition spricht von einem Versuch, die Medienfreiheit einzuschränken. 2000, 11. Sept. Trockenheit bedrängt die Massai und ihre Herden immer stärker. 2000, 11. Sept. Die Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der katholischen Kirche Kenias zweifelt in einem Dokument an der Ernsthaftigkeit der Regierung, die Morde an Priestern und Religiösen aufdecken zu wollen. Beim letzten Mord an P. Kaiser sei nicht einmal ein Wort des Beileids zu hören gewesen. 2000, 14. Sept. Kenias Menschenrechtskommission verlangt eine Untersuchung des Todes von sechs Gefängnisinsassen. Die Polizei gab an, sie seien beim Fluchtversuch erschossen worden, ein von der Regierung herausgegebener vorläufiger medizinischer Bericht besagt, sie hätten keine Schusswunden sondern gebrochenen Glieder und eingeschlagene Schädel. 2000, 24. Sept. Die katholischen Bischöfe warnen die Regierung, die Hintergründe zum Mord an P. Kaiser zu verschleiern. An der Stelle, wo der ermordete Priester gefunden worden war, wurde ein Gedenkkreuz errichtet. 2000, 04. Okt. Für Unruhe sorgt eine Serie von Kindesentführungen und Morden in der Umgebung von Nairobi, der in den letzten 12 Monaten möglicherweise 50 Kinder zum Opfer fielen. 2000, 09. Okt. Die Kenyatta-Universität von Nairobi ist wegen Studentenunruhen bis auf unbestimmte Zeit geschlossen. 2000, 09. Okt. Präsident Daniel Arap Moi fordert die Rundfunkanstalten auf, ihre Programme in Englisch oder Kisuaheli auszustrahlen. Sendungen in Stammessprachen würden Feindschaft zwischen verschiedenen Ethnien hervorrufen. 2000, 09. Okt. Eine Reihe von Personen wurden verletzt, als die Polizei das Treffen einer verbotenen Sekte im Mathare-Valley auflösen wollte. Als die Polizei Gewalt einsetzte, verwüsteten die Mitglieder das christliche Kolleg Bethany, beschädigten eine Kirche, Schulklassen und Autos. 2000, 16. Okt. Ein Wachstum von 25% wird bis Ende des Jahres erwartet. 2000, 24. Okt. Ein Workshop der christlichen Kirchen beschäftigte sich mit dem Problem der ständig zunehmenden Verbreitung von kleinen und leichten Waffen in Kenia. 2000, 04. Nov. Gentechnisch veränderte Süßkartoffeln werden in einer Forschungsanstalt bei Nairobi gezüchtet und sollen demnächst in Freilandversuchen getestet werden. Ein positives Ergebnis könnte Nahrungsmittelprobleme in vielen Teilen Afrikas lösen. 2000, 14. Nov. Ein Übergreifen der Ebolaepidemie befürchten die Behörden, nachdem sieben Kenianer am Begräbnis einer von Ebola getöteten Frau teilnahmen. Traditionelle Bestattungen sind ein Grund für die Verbreitung der Krankheit. 2000, 17. Nov Ein Abkommen für ein neues Umschuldungsprogramm hat Kenia wegen der anhaltenden Dürre mit seinen Gläubigerländern getroffen. 2000, 19. Nov. Mehr als 130 Personen sind in Nairobi an illegalem Alkohol gestorben, 175 weitere Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, zwanzig Personen sind erblindet. 2000, 28. Nov. Laut ai ist die Versammlungsfreiheit in Gefahr. Die kenianische Polizei greift zu immer drastischeren Methoden in ihrem Vorgehen gegen Versammlungen. 2000, 01. Dez. Niedergebrannt von randalierenden jugendlichen Muslims wurde die Kirche "Our Lady Queen of Peace" in Nairobi. Am Tag zuvor hatten sie die Stände von Straßenhändlern angezündet, die daraufhin die Moschee in Brand steckten, zu der das Land gehören soll, auf dem sie ihre Geschäfte hatten. 2000, 05. Dez. 25 000 Menschen flüchten nach Angriffen von äthiopischen Milizen in Majir, Nord-Kenia. 2000, 06. Dez. Nach der Verabschiedung eines Gesetzes im Parlament dürfen Banken nur noch 3-4% Zinsen fordert. Das Gesetz wird von einfachen Leuten befürwortet, die Banken befürchten einen starken Einbruch bei ihren Geschäften. 2000, 07. Dez. Ein Mitglied der Opposition velangt die Abschaffung aller Parteien, die nur zu einer Teilung des Landes nach Volksstämmen führe, weil jeder Stamm eine bestimmte Partei zu wählen scheine. 2000, 14. Dez. Maendeleo Ya Wanawake Organisation, eine landesweite Frauenorganisation, hat der Beschneidung und Verstümmelung von Frauen den Kampf angesagt. 2000, 17. Dez. Nach einem Stillstand von zwei Jahren scheint neue Bewegung in die Bemühungen um eine Verfassungsreform zu kommen. |