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Kenia
Republic of Kenia; Jamhuri ya Kenia
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Kenia  > Ereignisse

Kenia: Ereignisse und Entwicklungen 2002

2002, 16. Jan.

Professor Wangarai Maathai warnt vor den katastrophalen Folgen für Kenias Klima, wenn die Regierung 15% des Mau Forest zur Besiedlung freigibt.

2002, 30. Jan.

Eine Untersuchung der UN Flüchtlingsorganisation (UNHCR) hat festgestellt, dass Mitarbeiter der Organisation zusammen mit kriminellen Banden Millionen von Dollar von Flüchtlingen erpresst haben.

2002, 02. Feb.

Die Bundeswehr sucht einen Stützpunkt in Kenia, um von dort die deutschen Schiffe in Dschibuti bei der Überwachung des Roten Meers zu unterstützen. .

2002, 13. Feb.

Mit Hinblick auf Wahlen am Ende des Jahres haben sich mehrere Oppositionsparteien in Kenia in der "Allianz für den Wechsel" zusammengeschlossen. Auf einen gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten hat man sich noch nicht geeinigt.

2002, 27. Feb.

Präsident Moi hat die Verteilung von öffentlichem Grundbesitz wegen Korruption and den Gefahren für die Umwelt gestoppt.

2002, 27. Feb.

Politiker drücken wieder die Schulbank. Ein neues Gesetz verlangt für Stadträte mindestens das Abitur und für Bürgermeister einen Universitätsabschluss.

2002, 02. März

Mitglieder der 'Mungiki' Sekte richten ein Blutbad im Kariobangi Slum von Nairobi an.

2002, 19. März

Auf der Parteikonferenz der regierenden KANU hat Prädident Arap Moi sich als Parteivorsitzenden bestätigen lassen. Neue Parteistatuten erlauben ihm, auch nach seiner Amtszeit als Präsident die Politik weiter zu kontrollieren.

2002, 20. März

Präsident Moi verspricht den katholischen Bischöfen eine Lizenz für eine kirchliche Radiostation.

2002, 20. März

Die EU gibt Kenia 2.5 Mio. Euro für die Volksgruppen, die von der schlimmsten Dürrekatastrophe seit 30 Jahren betroffen sind.

2002, 24. April

Zwei Kinder aus der Familie des ehemaligen ruandesischen Präsidenten Habyarimana wurden in einem Zentrum der UN Flüchtlingsorganisation in Nairobi, Kenia, ermordet. Human Rights Watch kritisierte die UN Organisation wegen Mangel an Schutzmassnahmen für bedrohte Flüchtlinge.

2002, 25. April

Eine von der amerikanischen Armee und der britischen Firma Glaxon entwicklte Malariaimpfung wird in Kenia getestet.

2002, 26. April

Zwei kenianische Unternehmer verkaufen Kaffee direkt über das Internet und hoffen so bessere Erlöser zu erwirtschaften.

2002, 08. Mai

Das Parlament billigt ein Mediengesetz, das den Verkauf von Zeitungen, deren Inhalt nicht von der Regierung gebilligt ist, illegal macht.

2002, 21. Mai

Kenia zwingt Somali Flüchtlingen zur Rückkehr in die Heimat.

2002, 31. Mai

In einem Bericht dokumentiert Human Rights Watch die Rolle der Regierungspartei KANU bei den ethnischen Auseinandersetzungen in den Wahljahren 1992 und 1997.

2002, 18. Juni

Weil Vorbereitungen für eine neue Verfassung noch nicht abgeschlossen sind, hat die Regierung einen Aufschub der Wahlen bis Dezember 2003 vorgeschlagen. Die Opposition droht mit Massendemonstrationen.

2002, 02. Juli

Ein Regierungsbericht warnt vor der Ausbreitung der Wüste, die die Lebensgrundlage von Millionen von Kenianer bedroht. Nur noch 2.8% Kenias sind mit Wald bedeckt.

2002, 13. Juli

Im westlichen Teil von Kenia ist eine Malariaepidemie ausgebrochen. 160.000 Menschen sind erkrankt, über 30 bereits gestorben.

2002, 18. Juli

Die UN Flüchtlingsorganisation bringt 12.000 Somali Bantu in das Kakuma Flüchtlingslager, um sie für die Weiterreise in die USA vorzubereiten. Sie sind Nachkommen ehemaliger Sklaven und zum größten Teil Christen, die aus Somalia nach Kenia fliehen mussten.

2002, 20. Juli

Die britische Regierung wird 288 Massai, die in den letzten 50 Jahren von zurückgelassenen Granaten auf ehemaligen britischen Militärstützpunkten verstümmelt worden sind, 7 Mio. US-$ Entschädigung zahlen.

2002, 29. Aug.

In einem Hirtenbrief nehmen die katholischen Bischöfe Kenias zu den kommenden Wahlen Stellung und stellen die Bedingungen für einen demokratischen Machtwechsel nach der Ära Moi dar. Präsident Moi hat die Wahlen auf den Dezember festgelegt.

2002, 30. Aug.

Präsident Arap Moi entlässt Vize-Präsident George Saitoti, der sich der Wahl von Uhuru Kenyatta als Präsidentschaftskandidat der Regierungspartei widersetzt hatte.

2002, 04. Sept.

Durch Kämpfen zwischen Borana und Turkana werden 3000 Menschen in Isiolo vertrieben.

2002, 19. Sept.

Der lang erwartete Entwurf einer neuen Verfassung für Kenia beschneidet die Macht des Präsidenten und sieht einen Premierminister und ein Zwei-Kammer-System vor.

2002, 20. Sept.

Die Oppositionspartei haben sich auf Mwai Kibaki als einzigen Präsidentschaftskandidaten geeinigt, was eine echte Chance eröffnet, die Regierungspartei in den nächsten Wahlen zu stürzen.

2002, 24. Sept.

Streik von 240.000 Lehrern in ganz Kenia.

2002, 24. Sept.

Mit einer Hilfe von 300 Mio. US-$ wollen die USA Kenia beim Wiederaufbau der Textilindustrie helfen.

2002, 16. Okt.

30 Parlamentarier unter Raila Odinga haben Kenias Regierungspartei KANU verlassen.

2002, 20. Okt.

Ein Regierungsbericht macht Nicholas Biwott und mehrere Minister für die Vertreibung von Hundertausenden von Kenianern vor den letzten beiden Wahlen verantwortlich.

2002, 22. Okt.

Die aus 13 Oppositionsparteien bestehende "Regenbogenallianz" hat Mwai Kibaki als Präsidentschaftskandidaten und Raila Odinga als zukünftigen Premierminister gewählt.

2002, 26. Okt.

Die Polizei verhaftet Führer der Organisation HUREDICA, die Opfer der ethnischen Gewalt vertreten.

2002, 29. Okt.

Nach Auflösung des Parlaments legt Präsident Moi das Datum der kommenden Wahlen auf den 27. Dezember fest.

2002, 05. Nov.

Präsident Moi ernennt Musalia Mivadavi als Vize-Präsident.

2002, 06. Nov.

Erzbischof Njue verurteilt den Kauf and Verkauf von Wählerdokumenten und ruft zu einem nationalen Gebetstag auf.

2002, 09. Nov.

Mitglieder der Mau-Mau Bewegung wollen von England Kompensationen für Misshandlungen und Folter während des Kampfes für die Unabhängigkeit Kenias einklagen.

2002, 28.Nov.

Doppelanschlag auf israelische Ziele in Kenia. Drei Selbstmordattentäter haben bei einem Bombenanschlag auf ein Hotel nahe Mombasa mindestens acht Menschen mit in den Tod gerissen und etwa 80 verletzt. Nahezu gleichzeitig wurden zwei Raketen auf ein israelisches Flugzeug nach dem Start in Mombasa abgefeuert, die ihr Ziel aber verfehlten.

2002, 06.Dez.

Präsident Moi und Äthiopiens Ministerpräsident Meles Zenawi diskutierten in Washington die Sicherheitsprobleme der Region mit Präsident Bush.

2002, 14.Dez.

Oppositionsführer Mwai Kibaki kehrt nach Nairobi zurück. Nach einem Autounfall wurde er in England behandelt.

2002, 27.Dez.

Bei den Präsidentschaftswahlen in Kenia hat Mwai Kibaki, der Kandidat in der "Rainbow Coalition" zusammengeschlossenen Oppositionsparteien, gegen den Kandidaten der Regierungspartei KANU, Uhuru Kenyatta, mit 62,2% der Stimmen gewonnen. Seine Koalition kontrolliert 125 der 210 Sitze im Parlament. Wahlbeobachter bezeichneten die Wahlen als fair und frei.