Kenia: Ereignisse und Entwicklungen 2004Kleinbauern gegen gen-verändertes Samengut Ein Forum kenianischer Kleinbauern will durch eine Motion Parlament eine Gesetzesvorlage ausgesprochen, die die Nutzung gen-manipulierter Samen legalisieren soll. Der Farmer befürchten Unkosten durch Lizenzzahlungen und eine Abhängigkeit von Agrarkonzernen. (NAD 22.12.2004) LRA Rebellen suchen Asyl in Kenia Nach Presseberichten aus Nairobi haben 41 Mitglieder der ugandischen LRA-Rebellen in Kenia um Asyl gebeten. (NAD 22.12.2004) US-Senator aus kenianischem Dorf Barack Obama, Sohn einer kenianischen Mutter und eines amerikanischen Vaters, wurde Senator für Illionois. (NAD 20.12.2004) 7.000 Gefangene freigelassen Zum 41. Jahrestag der Unabhängigkeit hat Präsident Mwai Kibaki 7.000 Gefangene freigelassen. Er versprach eine zügige Lösung des Verfassungsproblems durch das Parlament. (NAD 13..12.2004) UN will gestohlene Geld zurückbringen Am ersten Jahrestag der Unterzeichnung der UN-Konvention gegen Korruption, hat das UN-Büro zum Kampf gegen Drogen und Kriminalität (UNODC) angekündigt, es werde Nigeria und Kenia helfen, gestohlene öffentliche Gelder aus dem Ausland zu repatriieren. (NAD 10.12.2004) Wangari Maathai nimmt Nobelpreis in Empfang Die 64-jährige Kenianerin Wangari Maathai erhielt in Oslo als erste Afrikanerin den Friedensnobelpreis für ihre Verdienst für Umwelt und Demokratie. Das von ihr gegründete Green Belt Movement pflanzte über 20 Millionen Bäume. (NAD 11.12.2004) Landminenkonferenz Eine internationale Konferenz der 150 Staaten, die das Ottawa Abkommen zur Ächtung von Landminen unterzeichnet haben, appellierte in Nairobi an die 40 Staaten, die eine Ratifizierung verweigern, unter ihnen die USA, Russland und China. Obwohl 35 Millionen Landminen zerstört und 4 Million verlegte Minen entschärft wurden, werden jährlich immer noch 20.000 Menschen Opfer von Landminen. (NAD 29.11.2004) Irischer Missionar ermordet Der 65-jährige irische Missionar, Fr. Francis Hannon SMA, wurde in seiner Pfarrei in der Diözese Ngong, von bewaffneten Banditen ermordet. (NAD 26.11.2004) 500 illegale Waffen beschlagtnahmt Die Polizei hat seit Jahresbeginn über 5000 illegale Waffen konfisziert. Bewaffnete Kriminalität in Kenia hat stark zugenommen. (NAD 18.11.2004) Wangari Maathai wird erste afrikanische Nobelpreisträgerin Die international bekannte Umweltaktivistin Wangari Maathai hat als erste Afrikanerin den Nobelfriedenspreis gewonnen. Die 64-jährige ist Professorin in Sozialwissenschaften und Vizeministerin für Umwelt in Kenia. Unter Afrikanern, die den Nobelpreis erhielten, sind Kofi Annan, Nelson Mandela, Desmond Tutu und Albert John Lutuli. (NAD 08.10.2004) Lizenzproduktion von Aids-Medikamenten Nach Südafrika wird jetzt auch Kenia anti-virale Medikamente unter einer Lizenz der britischen Firma GlaxoSmithKline für den ostafrikanischen Markt produzieren. Die Kosten sollen um die Hälfte billiger sein als der jetzige Preis von 38 Dollar für eine monatliche Dosis. (NAD 23.09.2004) Kirchen appellieren der Turkanbevölkerung zu helfen Im Nordwesten von Kenia wird der Stamm der Turkan von einer Hungersnot bedroht, die ländliche Bevölkerung ist nicht mehr in der Lage sich selber zu ernähren. (NAD 26.08.2004) Forderung der Massai abgelehnt Die kenianische Regierung hat die Forderung der Massai abgelehnt, eine Million Hektar Land, das von den Engländern während der Kolonialzeit für weiße Farmer enteignet wurde, zurückzuerhalten. (NAD 17.08.2004) Demonstrationen in Mombasa Nach Protesten in Nairobi und Kisumu demonstrierten mehrere Tausend Kenianer in Mombasa, um die Forderung nach einer neuen Verfassung durchzusetzen. Präsident Kibaki will eine Verfassung verhindern, die einen Premierminister und eine Verminderung der Gewalt des Präsidentenamtes vorsieht. (NAD 27.07.2004) Kenianer im Irak gekidnappt Nachdem Aufständische drei Kenianer als Geisel genommen haben und zu ermorden drohen, hat die kenianische Regierung alle kenianischen Bürger im Irak die Rückkehr angeraten. (NAD 23.07.2004) Geldgeber drohen Kibaki Nach Großbritannien hat auch Norwegen gedroht, die finanzielle Unterstützung für den kenianischen Haushalt einzustellen, wenn die Regierung von Präsident Mwai Kibaki nicht energischer gegen die Korruption vorgeht. Auch will ihren Beitrag zum Staatshaushalt von 4.7 Billionen Kshs zurückhalten. (NAD 22.07.2004) Studenten zerstören Schulen Die katholische Nachrichtenagentur CISA berichtet von gewaltsamen Demonstrationen in mehreren katholischen Schulen, in denen Schüler Gebäude anzündeten und Schulmaterial zerstörten. (NAD 16.07.2004) Dürre zerstört Ernte Präsident Kibaki bezeichnete die Lebensmittelversorgung in Kenia als eine nationale Katastrophe. 60% der Ernte in fünf Provinzen ist verdorrt, 3 Millionen Kenianer vom Hunger gedroht. (NAD 15.07.2004) Britischer Botschafter kritisiert Korruption Die kenianische Regierung reagierte scharf auf Bemerkungen des britischen Botschaftern in Nairobi. Sir Edward Clay hatte die grassierende Korruption seit der Machtübernahme Präsident Mwai Kibaki beklagt und einen Stopp der Entwicklungshilfe gefordert. (NAD 15.07.2004) Demonstrationen für neue Verfassung Bei Demonstrationen für die neue Verfassung kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Hunderten von Anhängern der Organisation "Katiba Watch". Präsident Kibaki ist gegen den Verfassungsentwurf, der seine viele seiner Vollmachten einem Premierminister übertragen würde. (NAD 06.07.2004) Präsident der Verfassungskommission tritt zurück Professor Yash Pal Ghai, der Vorsitzende der Verfassungskommission ist zurückgetreten, da Präsident Mwai Kibaki sich dem Verfassungsentwurf, die viele Vollmachten des Präsidenten an einen Premierminister überträgt, widersetzt. Die Revision der Verfassung war teil der Koalitionsvertrage und gefährdet die Zukunft der "Regenbogen" Regierung. (NAD 02.07.2004) 80 Menschen sterben an verseuchtem Mais Lieferungen von verseuchten Mais hat in Kenia über 80 Menschen das Leben gekostet. Als Ursache werden sogenannte Aflatoxine verdächtigt, ein Nebenprodukt des Aspergillus Bodenpilzes. (NAD 09.06.2004) Requiem für Föten Tausende von Kenianern nahmen an einem Trauergottesdienst für 15 abgetriebene Föten, die an einer Straßeseite befunden worden waren. Abtreibung ist in Kenia illegal. (NAD 04.06.2004) Verheerende Überschwemmungen Mindestens 16 Personen kamen bei Überschwemmungen in westlichen Kenia und in der Centralprovinz ums Leben. (NAD 05.05.2004) Bischöfe fordern Referendum Nachdem ein Gericht dem Parlament die Macht, über die neue Verfassung abzustimmen, entzogen hatte, forderten die katholischen Bischöfe eine Volksabstimmung über die umstrittenen Teile des Verfassungsentwurfs. (NAD 26.03.2004) Regierung lehnt Verfassungsentwurf ab Die 600 Delegierten der Kommission, die eine neue Verfassung für Kenia ausarbeiten, verabschiedeten einen Entwurf, der die Macht des Präsidenten stark einschränkt und dem neu geschaffenen Posten des Ministerpräsidenten und dem Parlament große Befugnisse gibt. Präsident Kibaki lehnte den Text ab und die Regierung hat sich aus der Kommission zurückgezogen. (NAD 17.03.2004) Feuerbrände in Nairobi Nachdem zwei Feuer in den Slums von Nairobi Tausende von Familien obdachlos gemacht hat, ging jetzt die City Hall, die Stadtverwaltung Nairobis, in Flammen auf. Eine Brandstiftung, um Dokumente zu zerstören, ist nicht ausgeschlossen. (NAD 03.03.2004) Großfeuer zerstört Nairobi Slum Durch ein nächtliches Feuer im Slum des Stadtteils South B in Nairobi sind Tausende Menschen obdachlos geworden. Manche Bewohner beschuldigen die Regierung, das Feuer gelegt zu haben, um sie zu vertreiben. (NAD 21.02.2004) EU Regelung gefährdet Kenias Blumenindustrie Die Europäische Union hat bei der Welthandelsorganisation striktere Regeln beim Import von Pflanzlichen Produkten zum Schutz gegen mögliche Krankheitserreger beantragt. Die Reglung wäre für Kenias 130 Million US-$ Blumenindustrie und ihre 500.000 Angestellten eine Bedrohung. (NAD 19.02.2004) Prozess gegen korrupte Richter Vor einem Sondergericht ist der erste von sechs der Korruption angeklagten Richtern erschienen. Ein Untersuchungsbericht der Regierung vom September 2003 hatte 152 von 300 Richtern korrupter Praktiken beschuldigt. (NAD 11.02.2004) Neue Verkehrsvorschriften kreieren Chaos Wegen der extrem hohen Zahl von Verkehrunfällen hat die kenianische Polizei strikte Regeln für Kleinbusse - das Haupttransportmittel in Kenia - angewandt. Die Folge war ein Verkehrschaos in Nairobi und anderen Städten. (NAD 03.02.2004) Moi in Korruptionsskandal verwickelt Im größten Korruptionsskandal in der Geschichte Kenias wurde Ex-Präsident Arap Moi beschuldigt, den illegalen Transfer von 76 Mio. US-$ befohlen zu haben. (NAD 23.01.2004) Religionsgemeinschaften präsentieren Verfassungsentwurf Die in der Ufungamano zusammengeschlossenen Religionsgemeinschaften präsentierten ihren Entwurf für eine neue Verfassung, der keinen Premierminister vorsieht. Die neue Verfassung ist ein seit Jahren heiß umstrittenes Thema. (NAD 21.01.2004) Deutsche Entwicklungshilfe verdoppelt Auf der zweiten Etappe seiner Afrikareise hat Bundeskanzler Gerhard Schröder dem kenianischen Präsident Mwai Kibaki eine Aufstockung der Entwicklungshilfe auf 50 Mio. Euro versprochen, vor allem bei der Verwirklichung von Wasserprojekten. Auch wurde eine engere Zusammenarbeit bei der Arbeit der Nachrichtendienste und der Ausbildung der Polizei vereinbart. (NAD 20.01.2004) NRO verlangen neuen Verfassung Eine Gruppe bedeutender NRO hat die Regierung aufgefordert, den Prozess für eine neue Verfassung voranzutreiben und fordern bessere Lebensbedingungen für Slumbewohner. (NAD 10.01.2004) |