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Kongo - RDC  > Ereignisse

Kongo-RDC: Ereignisse und Entwicklungen 2003

Geberkonferenz in Paris

Experten der Weltbank, Vertreter der kongolesischen Regierung und Investoren trafen sich in Paris, um über einen 'Mini-Marshall-Plan' für den Wiederaufbau des ruinierten Landes zu beraten. (NAD 17.12.2003)

1.200 Mayi Mayi Kämpfer ergeben sich

Im Zuge des Entwaffnungsprogramms der MONUC Friedenstruppe haben sich 1.200 Kämpfer der lokalen Mayi Mayi Milizen mit ihren Familien in Kindu gemeldet. Andere Gruppen haben sich in Goma der neuen Nationalarmee gestellt. (NAD 13.12.2003)

Zusammenschluss von Regierungs- und Rebellen Armeen

In Kisangani wurden in Gegenwart des kongolesischen Verteidigungsministers Jean Pierre Ondekane zum ersten Mal Einheiten der Regierungsarmee und der MLC und der RCD Rebellenbewegungen zusammengelegt. Die neue Truppe wird von belgischen Offizieren ausgebildet und soll im Ost-Kongo eingesetzt werden. Ein Kongress der kongolesischen Menschenrechtsgruppen in Bukavu forderte Gerechtigkeit für die 3.3 Millionen Opfer des Kongokrieges. (NAD 09.12.2003)

UN-Bericht enthüllt Einfluss von ausländischen Netzwerken

Ein bisher unveröffentlichter Bericht über die Plünderung des Kongo beschuldigt vor allem Ruanda, aber auch Uganda und die Regierung in Kinshasa durch den Aufbau von Geheimarmeen die Regierung der Nationalen Einheit zu untergraben. Auch Oppositionsführer Etienne Tshisekedi soll mit Hilfe Ruandas in der Diamantenprovinz Ost-Kasai eine neue Miliztruppe aufbauen. (NAD 08.12.2003)

Ghadhafi investiert in kongolesische Diamanten

Mit dem Ankauf von 10% der Aktien der Firma Oryx, die Diamanten in der Mbuji-Mayi-Region im Kongo fördert, ist Libyen in den Diamantenhandel eingestiegen. Hinter Oxyl sollen Finanzinteressen der Armee Simbabwes stehen, mit dem Libyen enge Beziehungen unterhält. (NAD 05.12.2003)

Neuer Anführer der UPC

Nach Berichten von MISNA ist Thomas Lubanga, Anführer der Ruanda nahestehenden Rebellengruppe UPC, durch den Kommandante Kisembo ersetzt worden. (NAD 28.11.2003)

200 Tote bei Fährunglück

Über 200 Menschen ertranken im Mayi Ddombe See 400 km nordöstlich von Kinshasa, als eine Fähre bei einem Sturm kenterte. (NAD 28.11.2003)

Mobutus ältester Sohn kehrt zurück

Der älteste Sohn Mobutus wurde bei seiner Rückkehr aus dem Exil von Freunden seine Partei RNP begrüßt. (NAD 23.11.2003)

3,4 Millionen interne Flüchtlinge

Nach UNO Angaben hat der Kongo DR mit 3.4 Million die höchste Anzahl an internen Flüchtlingen in der Welt (NAD 13.11.2003)

Ugandische Armee kehrt in den Kongo zurück

Entgegen früheren Versprechen sind ugandische Truppen auf der Kongo Seite des Ruwenzori stationiert worden. (NAD 11.11.2003)

UN-Truppen unter Beschuss

Nachdem die MONUC Friedenstruppen versuchen, die ganze Ituri Provinz und die Erdölgebiete am Albert See zu kontrollieren, haben Hema und Lendu Milizen wieder Teile der Stadt Bunia eingenommen und griffen die Blauhelme an. (NAD 08.11.2003)

Eisenbahnlinie wird repariert

Mit Hilfe amerikanischer Regierungsgelder will die Hilfsorganisation "Food for the Hungry International" die 489 km lange Eisenbahnstrecke von Kindu in der Maniema Region nach Ngwena in Katanga in Stand setzen. (NAD 06.11.2003)

Sicherheitsrat untersucht kriegsunterstützende Firmen

Ein UN-Team hat 125 Firmen benannt, die an der Plünderung der Bodenschätze im Kongo beteiligt sind. UN-Sicherheitsrat untersucht eine Teil des Bericht, der analysiert, wie mehrere Firmen zur Fortsetzung des Krieges beitragen. (NAD 31.10.2003)

Sicherheitsrat untersucht kriegsunterstützende Firmen

Ein UN-Team hat 125 Firmen benannt, die an der Plünderung der Bodenschätze im Kongo beteiligt sind. UN-Sicherheitsrat untersucht eine Teil des Bericht, der analysiert, wie mehrere Firmen zur Fortsetzung des Krieges beitragen. (NAD 31.10.2003)

AFP Korrespondent trifft Ruandische Truppen

Der Korrespondent der französischen Nachrichtenagentur traf im Nord Kivu auf eine Gruppe von 100 schwer bewaffneten Soldaten der ruandischen Armee. Ruanda leugnet die Präsenz seiner Truppen im Kongo. (NAD 20.10.2003)

Nachbarländer unterstützen weiter Rebellengruppen

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur MISNA anlässlich ihres 10-tägigen Besuches in der Krisenregion hat die Generalsekretärin von Amnesty International Ruanda, Uganda und die Regierung in Kinshasa beschuldigt, weiterhin Rebellengruppen im Ost-Kongo zu unterstützen. (NAD 20.10.2003)

Ruandas Armee im Kongo

Menschenrechtsgruppen in der Kivu Provinz berichten von einer erneuten Präsenz ruandischer Truppen, die offiziell das Land verlassen haben, und fordern eine Kontrolle der Region durch die UN-Friedenstruppe MONUC. Soldaten der mit Ruanda verbündeten RCD-Goma verhinderten eine Untersuchung durch die MONUC. (NAD 18.10.2003)

UN-Truppen weiten ihre Aktion aus

Die UN-Friedenstruppe begann, ihre Tätigkeit auf Orte außerhalb von Bunia auszuweiten, um die Ituri Provinz wieder mit der Außenwelt zu verbinden. Nach MONUC Berichten sind burundische Rebellengruppe verantwortlich für die Massaker von Ndunda. (NAD 17.10.2003)

Ruandische Truppen im Süd-Kivu

Die Presseagentur MISNA berichtet von der Präsenz zahlreicher ruandischer Truppen in Gegend von Uvira. Ruanda hat offiziell seine Armee aus dem Kongo zurückgezogen. (NAD 13.10.2003)

Neue Massaker in Ituri

MONUC Friedenstruppen haben in Kachele, einem Dorf 100 km nord-östlich von Bunia, die Leichen von über 50 ermordeten Bewohnern gefunden. Die ethnische Identität der Täter und der Opfer ist noch nicht geklärt. (NAD 08.10.2003)

Etienne Tshisekedis Rückkehr

Oppositionspolitiker Etienne Tshisekedi wurde bei seiner Rückkehr aus dem Exil in Südafrika mit Tausenden Kongolesen begrüßt. Seine Partei UDPS hat einen Posten in der Interim-Regierung. (NAD 29.09.2003)

Abkommen zwischen den Ländern der Grossen Seen

In New York unterzeichneten Ruanda, Burundi, Uganda und der Kongo ein Abkommen, in dem sie die Integrität der Grenzen und ein Nicht-Eingreifen in die inneren Angelegenheiten ihrer Länder garantieren.
(NAD 26.09.2003)

Strafgerichtshof will Firmen verklagen

Der Chefankläger des internationalen Strafgerichtshofs, Luis Moreno Ocampo, will gegen Privatunternehmen ermitteln, die durch illegale Geschäfte mit Coltan, Gold und Diamanten den Bürgerkrieg finanzieren. Auch deutsche Firmen sind betroffen.
(NAD 25.09.2003)

Neue Regierung schickt 3.000 Polizisten nach Ituri

Vize-Präsident der neu formierten Regierung in Kinshasa, Azarias Ruberwa, hat die Entsendung von 3.000 Polizisten in die von Massakern heimgesuchte Ituri Region angekündigt. Die Polizisten sollen seiner eigenen Rebellengruppe RCD-Goma, aber auch anderen Milizen angehören.
(NAD 24.09.2003)

Warnung vor neuem Krieg

Der Generalvikar der Diözese Bukavu und die Menschenrechtsorganisation "Voix des sans Voix" beschuldigen die RCD-Goma und die Regierung Ruandas Jugendliche in der Region zu rekrutieren und zu bewaffnen, und warnen vor der Gefahr neuer Massaker. Text in Französisch
(NAD 22.09.2003)

Härteres Vorgehen der MONUC

Die UN-Friedenstruppen in Bunia haben alle Waffen aus der Stadt verbannt. Gegen Milizen, die sich widersetzten, ging die MONUC mit Helikopter vor und verhaftete mehrere Führer der UPC-Rebellen.
(NAD 19.09.2003)

Blauhelme plünderten Kirche

Nach Berichten der missionarischen Nachrichtenagentur MISNA haben uruguayische UN-Soldaten eine Kirche in Bunia geplündert. Die MONUC hat eine gründliche Untersuchung versprochen.
(NAD 17.09.2003)

Weltbank gibt 214 Mio. US-$

Die Weltbank will dem Kongo 214 US-$ Unterstützung zur Verfügung stellen, um "die soziale und wirtschaftliche Vereinigung zu fördern".
(NAD 15.09.2003)

Internationaler Gerichtshof will Massaker untersuchen

Der Ankläger des Internationalen Gerichtshofs Luis Moreno-Ocampo beabsichtigt, die Massaker in der Ituri-Provinz untersuchen zu lassen.
(NAD 10.09.2003)

EU-Friedenstruppe durch UN-Soldaten ersetzt

Die EU-Operation Artemis ist seit 1. September beendet. Die französischen Soldaten werden durch UN-Truppen aus Bangladesh und Indien ersetzt.
(NAD 04.09.2003)

EU gibt 200 Mio. Euro

Die EU hat der neuen Regierung € 200 für Armutsbekämpfungsprogramme zur Verfügung gestellt.
(NAD 04.09.2003)

Fataki zerstört

Bei Kämpfen zwischen Hema und Lendu ist die Stadt Fataki weitgehend zerstört. 200 Einwohner sollten getötet worden sein.
(NAD 21.08.2003)

Offiziere der neuen Armee ernannt

Präsident Kabila hat 31 Offiziere aus den verschiedenen Rebellengruppen ernannt, die die neue nationale Armee führen sollen. Generalstaffschef wird Lt-Gen Liwanga Mata Nyamunyobo aus der Regierungsarmee.
(NAD 21.08.2003)

Hilfe für Flüchtlinge

Die USA und die EU haben dem Welternährungsprogramm 15 Mio. US-$ zur Verfügung gestellt, die dringend für die Versorgung von 500.000 internen Flüchtlinge in der Ituri Provinz benötigt werden.
(NAD 14.08.2003)

Aufteilung der Militärzonen

Um die zahlreichen Rebellengruppen in eine nationale Armee einzugliedern, wurden 10 militärische Zonen gebildet. Drei Zonen sollen von der Regierung in Kinshasa, zwei von RCD-Goma und MLC, je eine von den kleineren Gruppen und Mayi-Mayi Milizen verwaltet werden. Ein Sohn Mobutus soll Kulturminister werden.
(NAD 08.08..2003)

Lastkähne erreichen Kisangani

Zum ersten Mal seit Ausbruch des Kongokrieges haben 10 Frachter mit einer Ladung kommerzieller Waren im Wert von 10 Mio. Dollar Kisangani erreicht. Die Fahrt von Kinshasa dauerte einen Monat.
(NAD 06.08..2003)

Neue Kämpfe im Kivu

Während Vertreter der RCD-Goma in der neuen Regierung in Kinshasa arbeiten, sollen RDC-Einheiten mit Unterstützung der ruandischen Armee Mayi-Mayi Rebellen angegriffen haben. Es wird von neuen Massakern an der Zivilbevölkerung berichtet.
(NAD 30.07.2003)

MONUC-Mandat gestärkt

Der UN-Sicherheitsrat hat der Friedenstruppe MONUC ein robusteres Mandat gegeben, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Die Präsenz der MONUC in Ituri soll auf 3.800 Soldaten aufgestockt werden.
(NAD 29.07.2003)

Neue Massaker in Ituri

Trotz der Anwesenheit von EU- und MONUC Truppen ist es in zwei Dörfern im Norden von Bunia wieder zu Massakern zwischen den Lendu und Hema Volksgruppen gekommen.
(NAD 28.07.2003)

Ituri-Rebellen akzeptieren Waffenstillstand

Das Auswärtige Amt hat 484.000 Euro an die Welthungerhilfe, den Caritasverband und die Johanniter-Unfall-Hilfe gegeben, um die Versorgung von 125.000 Flüchtlingen, die aus der Region von Bunia nach Butembo geflüchtet sind, sicherzustellen.
(NAD 24.07.2003)

AA gibt Hilfe für Kongo-Flüchtlinge

Das Auswärtige Amt hat 484.000 Euro an die Welthungerhilfe, den Caritasverband und die Johanniter-Unfall-Hilfe gegeben, um die Versorgung von 125.000 Flüchtlingen, die aus der Region von Bunia nach Butembo geflüchtet sind, sicherzustellen.
(NAD 24.07.2003)

Vize-Präsidenten vereidigt

Die vier Vize-Präsidenten, die die Regierung und die hauptsächlichen Rebellenbewegungen repräsentieren, wurden in Kinshasa vor dem Obersten Gerichtshof vereidigt. Die Übergangsregierung soll voraussichtlich zwei Jahre amtieren.
(NAD 18.07.2003)

Bischöfe planen katholische Fernseh- und Radiostation

Die katholischen Bischöfe planen einen nationalen Fernseh- und Radiosender zu betreiben. Das Projekt soll mindestens fünf Jahre Vorbereitungszeit benötigen. (NAD 12.07.2003)

Solana setzt Kriegsparteien unter Druck

EU-Sicherheitsbeauftragter Javier Solana hatte Gespräche mit den Präsidenten von Uganda, Ruanda und Kongo über eine dauerhafte Lösung des Kongokonflikte. Er will den UN-Sicherheitsrat bewegen, der MONUC Schutztruppe ein stärkeres Mandat zu geben, wenn sich die EU-Friedenstruppen Anfang September zurückziehen. (NAD 16.07.2003)

Kämpfe um Butembo

Bei Kämpfen zwischen Mayi-Mayi Rebellen und der Rebellenorganisation RCD-ML um Butembo im Nord-Kivu hat es mehrere Tote gegeben.
(NAD 05.07.2003)

Übergangsregierung in Kinshasa

Präsident Kabila hat die Mitglieder der Übergangsregierung ernannt, die den Kongo aus dem Chaos des Bürgerkriegs befreien soll. Die Rebellengruppe der RCD übernimmt sieben Ministerposten, darunter das Verteidigungs- und Wirtschaftsministerium, die MLC auch sieben mit dem Außenministerium, die Regierung behält sieben Ministerien, darunter das Innen- und Finanzministerium.
(NAD 01.07.2003)

Waffenverbot in Bunia

Die Friedenstruppe in Bunia hat das Tragen von Waffen in der Stadt verboten. Die bewaffneten Kindersoldaten der Hema Milizen haben sich aus Bunia zurückgezogen.
(NAD 26.06.2003)

Ruandische Offensive gegen Butembo

Nach einem Bericht des Bischofs von Butembo-Beni, Mgrs. Sekuli Paluku, hat die ruandische Armee und ihre kongolesichen Verbündeten in der RCD-Goma drei Helikopter bei einer Großofffensive gegen Stellungen der RCD-ML eingesetzt. Ein Grossteil der Bevölkerung in der Region ist auf der Flucht.
(NAD 12.06.2003)

EU entsendet Schutztruppe

Die ersten französischen Einheiten der EU-Truppe sind in Bunia gelandet. Der EU-Ministerrat hatte die Entsendung einer 1400 Mann starken Truppe in den Ostkongo beschlossen. Beteiligen werden sich unter anderen England, Kanada, Senegal und Südafrika. UNCEF berichtigt von fortlaufenden Massakern im Inneren des Landes. Lendu Milizen griffen Bunia an.
(NAD 10.06.2003)

Neue Massaker in Ituri

Während die Vorbereitungen für den Einsatz einer neuen UN-Schutztruppe vorangehen, wurde aus Tchomia, 50 km von Bunia ein neues Massaker an Zivilisten gemeldet, dem 350 Menschen zum Opfer fielen.
(NAD 02.06.2003)

UN-Einsatztruppe umstritten

Der UN-Sicherheitsrat hat den Vorschlag von UN-Generalsekretär Kofi Annan gebilligt, eine internationale Eingreiftruppe aufzustellen, um die "Notlage" in der nordostkongolesischen Stadt Bunia zu verbessern. Das Angebot Frankreichs, Soldaten bereitzustellen, wurde von Ruanda und Uganda abgelehnt. Die Kriegsparteien halten sich bisher an einen Waffenstillstand. Das Auswärtige Amt hat 400.000 für die Flüchtlinge in Ituri zur Verfügung gestellt.
(NAD 19.05.2003)

Konfliktparteien unterzeichnen Abkommen

Die fünf Konfliktparteien in Ituri (Parti pour l'Unite et la Sauveguarge de l'Integrite du Congo (PUSIC), Front des Nationalistes et Integrationnistes (FNI), Forces Populaires pour la Democratie au Congo (FPDC), Forces Armees du Peuple Congolais (FAPC) and the Union des Patriotes Congolais (UPC)) unterzeichneten in Tansania ein Abkommen, ihren Truppen zurückzuziehen und den Friedensprozess wieder aufzunehmen.
(NAD 17.05.2003)

Bemba verurteilt

MLC Führer Jean-Pierre Bemba wurde von einem belgischen Gericht wegen illegaler Einschleusung von zwei Hausangestellten verurteilt. Seine Frau und Kinder haben belgische Staatsbürgerschaft.
(NAD 17.05.2003)

Tausende auf der Flucht

Tausende Menschen sind auf der Flucht in der Ituri Provinz aus Furcht vor ethnischen Massakern zwischen Hema und Lendu. Präsident Kabila flog zu Beratungen mit Führern der Konfliktparteien nach Tansania. Frankreich und England sind bereit, sich an einem militärischen UN-Einsatz zu beteiligen, um einem möglichen Genozid zu verhindern. Südafrika will in den nächsten Wochen 1.268 Soldaten in den Kongo entsenden. Erzbischof Monsengwo appelliert an die UN. (Text in Französisch)
(NAD 16.05.2003)

UPC erobert Bunia

Bevor der UN-Sicherheitsrat die Lage im Kongo diskutieren konnte, haben Truppen der UPC-Rebellen, die der Ethnie der Hema angehören, die Stadt Bunia in der Ituri Provinz zurückerobert. Die Lendu Bevölkerung ist aus der Stadt geflohen.
NAD 12.05.2003)

Flüchtlingsdrama

Wegen andauernder Kämpfe in der Ituri Region sind allein in den letzten zwei Wochen 60.000 Kongolesen nach Uganda geflohen. Wütende Einwohner der geplünderten Stadt Bunia griffen die UN-Schutztruppe an, weil sie nach Abzug der ugandischen Armee die Zivilbevölkerung nicht gegen Rebellenangriffe geschützt hätten. Die UN versucht zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln.
NAD 10.05.2003)

Flugzeugabsturz

Beim Absturz einer Militärmaschine kamen 120 Menschen ums Leben. Die Ladeklappe hatte sich beim Flug geöffnet.
NAD 10.05.2003)

Kämpfe in Bunia - Neues Kabinett in Kinshasa

Nach dem Abzug der ugandischen Truppen kam es in der Provinz Ituri wieder zu Kämpfen. Teile von Bunia wurden geplündert und Tausende flohen aus der Stadt. In Kinshasa wurde das Kabinett der neuen Regierung bekannt gegeben. Die vier Vize-Präsidenten sind der RCD-Generalsekretär Azarias Ruberwa, ein Munyamurenge-Tutsi, Jean-Pierre Bemba, Chef der MLC-Rebellen, der von Kabila ernannte und sehr umstrittene Abdoulaye Yerodia Ndombasi und der weniger bekannte Arthur Zahidi Ngoma als Vertreter der politischen Parteien.
NAD 08.05.2003)

Rückzug der ugandischen Armee - UPC Rebellen im Vormarsch

Während Uganda mit dem Rückzug seiner Truppen aus dem Ost-Kongo begonnen hat, bereiten sich nach lokalen Berichten die UPC Rebellen vor, die Stadt Bunia zurückzuerobern, aus der sie im März vertrieben wurden.
(NAD 30.04.2003)

RCD-Goma Delegation in Kinshasa

Zum ersten Mal seit Kriegsausbruch ist eine Delegation der Hauptrebellengruppe RCD-Goma unter der Führung von Azarias Ruberwa in Kinshasa eingetroffen, um Einzelheiten für eine nationale Regierung zu diskutieren.
(NAD 28.04.2003)

US-Bischöfe plädieren für Kongo

Die amerikanischen Bischöfe und ihre Hilfsorganisation CRS haben beim Kongress ein größeres Friedensengagement der Vereinigten Staaten im Kongo gefordert.
(NAD 25.04.2003)

UN-Truppen ersetzen Ugandas Armee

Die ersten von 800 UN-Blauhelmen sind in Bunia eingetroffen. Sie sollen die Sicherheit in der Ituri Provinz garantieren, wenn die ugandische Armee in den nächsten Tagen abzieht.
(NAD 23.04.2003)

Kabila gewährt Amnestie

Kongos Präsident Josef Kabila hat allen Mitgliedern von Rebellengruppen eine generelle Amnestie gewährt, die allerdings Kriegsverbrechen gegen Zivilisten nicht einschließt. Die UN-Friedenstruppe untersucht Berichte über Massaker in Katanga, Ituri und Bukavu.
(NAD 17.04.2003)

US-Firma für den Wiederaufbau

Kurz vor der Bildung einer Übergangsregierung hat die Verwaltung in Kinshasa mit der US-Firma "Louis Berger International" einen Vertrag über 2,3 Mrd. US-$ zum Wiederaufbau des Kongo abgeschlossen. Zunächst sollen die Straßen der Hauptstadt repariert werden. Die Weltbank steuert 324 Mio. US-$ bei.
(NAD 15.04.2003)

Militäraktionen gegen Mundu 40 Gruppe

Soldaten der RCD-Goma und der ruandischen Armee haben im Südkivu eine militärische Offensive gegen die Rebellengruppe Mundu 40 gestartet. Die Konfliktparteien in Ituri haben sich auf eine gemeinsame Verwaltung der Provinz geeinigt.
(NAD 15.04.2003)

Präsidenten wollen Spannungen abbauen

Die Präsidenten von Uganda, Ruanda und Kongo trafen sich in Südafrika, um die Spannungen zwischen den drei Ländern abzubauen. Uganda versprach alle Truppen abzuziehen. Nach Schätzungen des Internationalen Rescue Committee (IRC) hat der Krieg bereits 3,3 Millionen Todesopfer gefordert, die höchsten Verluste eines Konflikts seit dem zweiten Weltkrieg.
Die UN-Friedenstruppe MONUC schätzt die Zahl der Opfer des Drodro Massakers auf 150 bis 300. Erste Berichte sprachen von 1000 Toten.
Die Rebellengruppe RCD-Goma hat die Vereidung von Präsident Kabila als illegitim zurückgewiesen.
(NAD 10.04.2003)

Friedensvertrag und neue Konstitution

Am 5. April trat die in Südafrika ausgehandelte Übergangsverfassung für den Kongo in Kraft, die die Herrschaft von Josef Kabila für zwei Jahre legalisiert und den Konfliktparteien Posten unter den vier Vize-Präsidenten und 36 Ministern sichert. Einzelheiten der Übergangsverfassung
(NAD 07.04.2003)

US-Sicherheitsfirmen als Friedenshüter im Kongo?

Ein Konsortium amerikanischer Sicherheitsfirmen haben der UN ihre Dienste für die Friedenssicherung im Kongo zu günstigeren Preisen angeboten, als die Kosten der UN-Blauhelme, die jährlich über 600 Mio. US-$ benötigen, doppelt so viel wie die humanitäre Hilfe für 50 Millionen Kongolesen.
(NAD 28.03.2003)

Bischöfe verurteilen ruandischen Truppenaufmarsch

Laut Medienberichten hat Ruandas Parlament beschlossen, wieder Truppen in den Kongo zu entsenden, nachdem Uganda Ruandas Alliierte aus Bunia vertrieben hatte. Mehrere tausend ruandische Truppen sollen sich bereits dort befinden. Es droht ein Krieg zwischen Ruanda und Uganda auf kongolesischem Boden. In einer Presseerklärung verurteilt das Sekretariat der kongolesischen Bischofkonferenz den Einmarsch der ruandischen Armee. (NAD 24.03.2003)

Waffenstillstand in Ituri

Uganda, die Kongolesische Regierung und drei in Ituri kämpfende Rebellengruppen haben einen Waffenstillstand abgeschlossen. (NAD 18.03.2003)

Truppenbewegungen im Kivu

Menschenrechtsorganisationen berichten von größeren Truppenbewegungen der ruandischen Armee und mit ihr verbündeter Rebellengruppen in der Kivu-Provinz im Ost-Kongo . Es werde erneute Kämpfe zwischen Uganda und Ruanda im Kongo befürchtet. (NAD 18.03.2003)

Kämpfe in Bunia - Verträge in Pretoria

Ugandische Truppen haben die von Ruanda unterstützten UPC-Rebellen der Hema-Ethnie aus der Stadt Bunia vertrieben. Lokale Milizen plünderten die Stadt. Die UPC spricht von 1000 Toten, die UN von 40. Trotz der Situation in Bunia haben alle Kriegsparteien in Pretoria/Südafrika ein neuen Abkommen zur Bildung einer nationalen Regierung unterschrieben.
(NAD 07.03.2003)

UN will Kongo Massaker untersuchen

Die UN will die andauernden Massaker im Nord-Osten des Landes untersuchen. Die UPC-Rebellengruppe spricht von über 400 Toten bei Kämpfen um die Stadt Bunia.
(NAD 04.03.2003)

RCD-Rebellen schließen Radiostation

Kongolesische Journalisten haben gegen die Schließung der privaten Radiostation "Maendeleo" in Bukavu durch die von Ruanda unterstützten RCD-Rebellen protestiert.
(NAD 28.02.2003)

UN-Sicherheitsrat berät über den Kongo

Der UN-Sicherheitsrat berät über die zukünftige Rolle der UN-Friedenstruppe (MONUC) im Kongo. Trotz eines Friedensabkommens im Dezember 2002 wird die Lage im Nord-Osten des Landes immer chaotischer.
(NAD 26.02.2003)

15.000 Kindersoldaten

Nach Berichten von Hilfsorganisation haben die UPC und andere Rebellen um Bunia bis zu 15.000 Kinder in ihre bewaffneten Gruppen rekrutiert. (NAD 21.02.2003)

Prozess gegen kannibalistische Rebellen

Der Prozess gegen Soldaten der Rebellenbewegung MLC von Jean-Pierre Bemba, die des Kannibalismus beschuldigt wurden, begann in Gbadolite.
(NAD 19.02.2003)

Neue Rebellengruppe im Kongo

Mit Unterstützung des ugandischen Präsidenten Jowel Museveni wurde in Kampala eine neue kongolesische Rebellengruppe, FIPI (Front for Integration and Peace in Ituri) gegründet. Im Katanga haben 8.000 Mayi-Mayi Kämpfer ihr Waffen niedergelegt.
(NAD 13.02.2003)

Uganda will Truppen aus Kongo abziehen

Über 2 Millionen muslimische Pilger, darunter viele Afrikaner, beteten auf dem Berg Arafat für die Abwendung eines Kriegs im Irak.
(NAD 11.02.2003)

Ungeachtet des Friedensabkommens wird im Osten des Kongos weitergekämpft.

Wenn man in der ostkongolesischen Rebellenhauptstadt nach dem Kongo-Friedensabkommen fragt, das die Kriegsparteien des Landes am 17. 12. 2002 in Südafrika schlossen und das den Krieg theoretisch beendet hat, wird gesagt, dass daraus wohl nichts wird. Nach Ansicht der RCD schürt die Regierung von Präsident Joseph Kabila den andauernden Krieg im Ostkongo. Sie rüste lokale Milizen und Gruppen auf, die gegen die RCD kämpfen.
(NAD 28.01.2003)

30 Todesurteile für einen Mord

Ein Militärgericht im Kongo hat 30 Menschen wegen der Ermordung von Staatschef Laurent Kabila am 16.Januar 2001 zum Tode verurteilt.
(NAD 08.01.2003)

Kämpfe um Bunia

Trotz eines Waffenstillstandes bekämpfen sich die Rebellenbewegungen der MLC und der RCD in der Region von Bunia. Nach Berichten von Hilfsorganisationen sind 110.000 Menschen geflohen.
(NAD 03.01.2003)