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Kongo - RDC  > Ereignisse

Kongo-RDC: Ereignisse und Entwicklungen 2004

Waffenembargo gefordert

Ein parlamentarischer Bericht der britischen Regierung stellt fest, dass sowohl Ruanda wie auch die kongolesische Regierung ungehindert von der UN-Friedenstruppe MONUC ihrer verbündeten Milizen im Ost-Kongo aufrüsten. Der Bericht fordert ein international überwachtes Waffenembargo für den ganzen Kongo. (NAD 29.12.2004)

Hilfspersonal in Ituri ermordet

In der Weihnachtsnacht wurden zwei Mitarbeiter von Hilfsorganisationen in Ituri ermordet, darunter ein Mitarbeiter der CARITAS. (NAD 27.12.2004)

Kriegsverbrechen geahndet

In Lubumbashi sind 12 wegen Kriegsverbrechen Angeklagte zu Haftstrafen und Schadensersatz verurteilt worden. Die Hinterbliebenen der Opfer sollen je 5.000 Dollar erhalten. (NAD 23.12.2004)

Chaos im Ost-Kongo

Kämpfe zwischen der Armee von Präsident Kabila und Einheiten der RCD-Goma um die Stadt Kanyabayonga gehen weiter. Soldaten beider Konfliktparteien haben die umliegenden Ortschaften geplündert. Die UN-Friedensmission MONUC hat Truppen in die Region verlegt und will Sicherheitszonen für die Zehntausenden von Flüchtlingen einrichten. (NAD 22.12.2004)

Monsengwo warnt vor Balkanisierung des Kongo

Mgr. Laurent Monsengwo, Präsident der kongolesischen Bischofskonferenz, sieht in den Kämpfen im Ost-Kongo eine Bedrohung der nationalen Einheit und warnte vor einer Balkanisierung des Kongo. (NAD 20.12.2004)

Zehntausende auf der Flucht in Ituri

Die Kämpfe zwischen regulären Truppen der kongolesischen Armee und Aufständischen der RCD Goma um die Stadt Kanyabayonga in Nordkivu gehen weiter. Zehntausende sind auf der Flucht. Ruanda wird beschuldigt die Rebellen mit eigenen Truppen zu unterstützen, um die Plünderung der Bodenschätze des Kongo weiter betreiben zu können. (NAD 14.12.2004)

Zwei Tote bei Demonstrationen

Bei Zusammenstößen einer Demonstration ruanda-stämmiger Kongolesen und Universitätsstudenten in Goma kamen zwei Jugendliche ums Leben. Das Internationale Rote Kreuz schätzt, dass im Kongo täglich 1.000 Menschen an den Folgen des Krieges sterben. (NAD 09.12.2004)

Kabila sendet Truppen in den Ost-Kongo

Präsident Kabila will 10.000 Truppen in die Kivu Provinz senden, um die ruandischen Angreifer zu vertreiben. Die UN-Mission MONUC behauptet, Anzeichen, aber keine Beweise für die Präsenz ruandischer Truppen zu haben. (NAD 04.12.2004)

UN-Sicherheitsratssitzung über Ruandas Kongoinvasion

Der UN-Sicherheitsrat will über die Invasion der ruandischen Armee in den Ost-Kongo beraten. Die kongolesische Regierung spricht von 6.000 Truppen. Ruandas Präsident Kagame versicherte, seine Soldaten würden nur ruandische Rebellen, nicht die kongolesische Armee angreifen. Uganda hat Truppen im Grenzgebiet zusammengezogen. (NAD 02.12.2004)

Ruandas Armee im Ost-Kongo

Nach unbestätigten Berichten haben Einheiten der ruandischen Armee in Distrikt Walikale Stützpunkte ruandischer Rebellen erobert. Es sollen bis zu 4.000 Soldaten im Einsatz sein. (NAD 29.11.2004)

Ruanda droht mit neue Invasion

Nur wenige Tage, nachdem sich alle Staaten des Großen-Seen Gebiets auf gegenseitige Nichteinmischung verpflichtet hatten, hat Ruanda mit einer militärischen Intervention im Kongo gedroht, um Hutu-Milizen zu entwaffnen. Nach Berichten aus Goma haben bereits zwei Batallione die Grenze überschritten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker forderte die Bundesregierung auf, Ruanda mit dem Einfrieren der Entwicklungshilfe zu drohen. (NAD 25.11.2004)

Kabila entlässt sechs Minister

Nach der Veröffentlichung eines parlamentarischen Berichts hat Präsident Kabila sechs Minister, die sowohl seiner eigenen Partei wie auch verschiedenen Rebellengruppen angehören, wegen Korruption entlassen. (NAD 26.11.2004)

Kabila verspricht Wahlen im Juni 2005

Gegenüber einer Gruppen von Vertretern des UN-Sicherheitsrats hat Präsident Joseph Kabila seine Zuversicht ausgedrückt, im Juni 2005 im Kongo Wahlen abhalten zu können. Die Gruppe besuchte Bukavu in der Kivu Provinz, um sich über die Situation vor Ort zu informieren. (NAD 24.11.2004)

5.000 Blauhelme

Die ersten von 5.000 UN-Soldaten aus Indien und Pakistan, die die MONUC Friedenstruppen im Kongo verstärken sollen, sind eingetroffen. Sie sollen die Sicherheitslage vor allem im Ost-Kongo stabilisieren, um die für 2005 geplanten Wahlen möglich zu machen. (NAD 23.11.2004)

Frauen als Kriegsopfer

In einem umfassenden Bericht klagt Amnesty International die systematische Vergewaltigung von Frauen durch die Kriegsparteien an und fordert medizinische und psychologische Hilfe für die Opfer. (NAD 29.10.2004)

Kabila besucht den Ostkongo

Zum ersten mal seit seinem Amtsantritt besucht Kabila den Ostkongo mit Zwischenstationen in Kisangani und Kindu. (NAD 18.10.2004)

Rebellengruppe erobert Kilwa

Eine bisher ungekannte Rebellengruppe, die Katanga Befreiungsbewegung, hat die Stadt Kilwa in der Provinz Katanga erobert. Präsident Kabila plant einen ersten Besuch in Katanga seit seiner Machtübernahme. (NAD 16.10.2004)

Ethnische Vertreibungen

Die UN-Behörde für humanitäre Hilfe (OCHA) beklagte die Vertreibung tausender ruandastämmiger Bevölkerungen aus dem Südkivu und warnte vor dem ethnischen Hass, der im Nordkivu zunimmt. (NAD 13.10.2004)

Mehr Soldaten und stärkeres Mandat für MONUC

Der UN-Sicherheitsrat hat die MONUC-Friedenstruppen auf 16.700 Mann erhöht, statt der von Kofi Annan geforderten 24.000. Dafür die MONUC verstärkte Kompetenzen erhalten. (NAD 04.10.2004)

Flüchtlinge kehren nach Uvira zurück

360 kongolesische Flüchtlinge sind aus ihrem Lager in Gatumba / Burundi unter Protesten der Bevölkerung in den Kongo zurückgekehrt. Bei einem Angriff auf das Lager Banyamulenge im August waren 170 Menschen getötet worden. (NAD 27.09.2004)

Regierung untersucht Ressourcenplünderung

Eine Regierungskommission soll die während des Krieges abgeschlossenen Wirtschaftsverträge mit ausländischen Firmen überprüfen. Eine UNO-Kommission hatte bereits die Ressourcenplünderung in einem früheren Untersuchungsbericht angeprangert. (NAD 24.09.2004)

Tropenwälder bedroht

Auf einer UNESCO Konferenz in Paris versprachen Vertreter der kongolesischen Regierung und Geberorganisationen alles zu tun, um die Tropenwälder des Kongo, "der zweiten Lunge der Welt" zu retten. Der unkontrollierte Raubbau von Tropenhölzern durch die Kriegsparteien und Nachbarländer droht den Tropenwald zu zerstören. (NAD 20.09.2004)

Zehntausende auf der Flucht

Regierungstreue Truppen und lokale Mayi-Mayi Milizen haben eine Offensive gegen Rebellengruppen im Ost-Kongo gestartet. Zehntausende ruandastämmige Bewohner gingen auf die Flucht. (NAD 17.09.2004)

Regierungstruppen vertreiben Rebellen

Truppen des Rebellengeneral Nkunda, die zuvor Bukavu besetzt hatten, wurden von Regierungstruppen auch aus Minova im Süd-Kivu vertrieben. Aus Angst vor Repressalien sind mehrere Tausend Kinyaruanda sprechende aus der Region in den Nord-Kivu geflohen. (NAD 15.09.2004)

Uganda bildet Kabilas Leibwächter aus

Ein Sprecher der ugandischen Armee hat bestätigt, dass sie Hunderte von Kongolesen in Kinshasa und Kampala für die Leibwache von Präsident Kabila ausbildet. (NAD 06.09.2004)

Rebellen kehren in Übergangsregierung zurück

Südafrikas Präsident Thabo Mbeki konnte bei seinem Besuch im Kongo der Führer der RCD-Goma Rebellen überzeugen, sich wieder an der Übergangsregierung zu beteiligen. Die RCD hatte sich nach einem Massaker an kongolesischen Tutsi in einem Flüchtlingslager in Burundi aus der Regierung zurückgezogen. (NAD 03.09.2004)

Thabo Mbeki in Kinshasa

Südafrikas Präsident Thabo Mbeki ist zu einem zweitägigen Besuch im Kongo eingetroffen. Ziel ist, den gefährdeten Friedensprozess zu retten und eine zukünftige enge Kooperation zwischen Südafrika und dem Kongo zu planen. (NAD 31.08.2004)

Rebellen lähmen Friedensprozess

Die RCD-Rebellion suspendiert ihre Teilnahme an der Allparteienregierung und fordert eine "schonungslose Evaluierung" des Friedensprozesses nach dem jüngsten Flüchtlingsmassaker. (NAD 25.08.2004)

Über 150 Tote bei Angriff auf Flüchtlingslager in Burundi

Der UN-Sicherheitsrat verurteilten den Angriff auf das Flüchtlingslager kongolesischer Banyamulenge-Tutsi in Gatumba / Burundi, dem mindestens 150 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, zum Opfer fielen. Die burundische Hutu-Rebellenbewegung FLN bekannte sich zu dem Massaker. Ruanda beschuldigte den Kongo, beteiligt zu sein und droht mit einer neuen Intervention im Kongo. (NAD 16.08.2004)

Über 150 Tote bei Angriff auf Flüchtlingslager in Burundi

Der UN-Sicherheitsrat verurteilten den Angriff auf das Flüchtlingslager kongolesischer Banyamulenge-Tutsi in Gatumba / Burundi, dem mindestens 150 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, zum Opfer fielen. Die burundische Hutu-Rebellenbewegung FLN bekannte sich zu dem Massaker. Ruanda beschuldigte den Kongo, beteiligt zu sein und droht mit einer neuen Intervention im Kongo. (NAD 16.08.2004)

Gemeinsame Aktionen der Kirchen für Bürgererziehung

Die christlichen Kirchen des Kongo haben ein Abkommen geschlossen, gemeinsam ein Programm zur Erziehung für Demokratie und Frieden im Kongo durchzuführen. (NAD 29.07.2004)

35.000 Flüchtlinge

Bei Kämpfen zwischen regierungstreuen Truppen und Rebellenmilizen des Generals Nkunda im Nordkivu sind wieder 35.000 Menschen obdachlos geworden. Der General hatte vor zwei Monaten die Stadt Bukavu angegriffen und geplündert. (NAD 30.07.2004)

Bambuti Pygmäen von Ausrottung bedroht

Nach einem Bericht der Organisation 'Minority Rights Group International' (MRG) werden die Bambuti Pygmäen in den Urwälder des Ost-Kongo systematisch eliminiert. Verantwortlich dafür seien die Rebellenbewegungen RCD-Goma und MLC sowie ehemalige ruandische 'Interhamwe'-Milizen. (NAD 15.07.2004)

9 Tote bei illegalem Uranabbau

Das Dach des geschlossenen Uranbergwerk Shinkolobwe im Ostkongo, aus dem das Uran für die Hiroshimabombe gewonnen wurde, stürzte ein und begrub 11 illegale Schürfer. Westliche Sicherheitsdienste befürchten, Terrorgruppen könnten aus illegal abgebautem Uran nukleare Waffen herstellen. (NAD 13.07.2004)

Vom Diamantenhandel ausgeschlossen

Der Kongo wurden aus der Liste der Länder gestrichen, die ein Zertifikat für 'saubere' Diamanten erhalten. Durch den sogenannten Kimberley Process sollen Diamantenverkäufe, die kriegerische Konflikte finanzieren, vom Markt ausgeschlossen werden. (NAD 10.07.2004)

Französische Bischöfe besuchen Krisengebiet

Eine Delegation französischer Bischöfe nahmen am Treffen der Bischöfe des Großen-Seen-Region (l'ACEAC) in Kinshasa teil. (NAD 13.07.2004)

Mgr. Monsengwo Präsident der Bischofskonferenz

Der Erzbischof von Kisangani, Mgr. Laurent Monsengwo, wurde von der kongolesischen Bischofskonferenz zum neuen Vorsitzenden gewählt. (NAD 25.06.2004)

UN-Sicherheitsrat warnt Kongos Nachbarn

Der nigerianische Präsident Obasanjo hat ein Treffen zwischen den Staatschefs des Kongo und Ruandas vermittelt, um einen neuen Krieg zu vermeiden.Der UN-Sicherheitsrat hat Ruanda, Uganda und Burundi gewarnt, dass eine weitere Intervention so wie auch eine Unterstützung der bewaffneten Gruppen im Kongo nicht geduldet würde. (NAD 25.06.2004)

Rebellenführer flieht nach Ruanda

Colonel Jules Mutebusi, einer der Rebellenanführer, die die Stadt Bukavu plünderten, ist mit 350 Soldaten nach Ruanda geflohen. (NAD 23.06.2004)

Kabila will Truppen in den Ost-Kongo entsenden

Präsident Kabila will 10.000 Soldaten der neuen Regierungsarmee in den Ost-Kongo entsenden, wo meuternde Soldaten der ruandanahen RCD Goma, die Stadt Bukavu geplündert hatten. Die RCD-Rebellen haben 40.000 Soldaten unter Waffen. Ruanda sieht darin ein Bedrohung. (NAD 21.06.2004)

Humanitäre Katastrophe

Nach Angaben des UN-Koordinators Jan Egeland droht im Kongo eine humanitäre Katastrophe, vergleichbar mit dem West-Sudan. Über 3 Millionen Menschen können nicht mit den nötigen Hilfsgütern versorgt werden. Der meuternde General Nkunda droht, die Stadt Bukavu ein zweites Mal anzugreifen. (NAD 15.06.2004)

Staatsstreik missglückt

Bei einem versuchten Staatsstreich übernahmen Einheiten der Präsidentengarde die Radio- und Fernsehstation in Kinshasa. Nach wenigen Stunden konnten Truppen der regulären Armee die Ordnung wiederherstellen. (NAD 11.06.2004)

Reguläre Armee kontrolliert Bukavu

Die reguläre kongolesische Armee kontrolliert wieder die Grenzstadt Bukavu. Die meuternden Generäle der RCD-Goma haben sich aus der Stadt zurückgezogen. Menschenrechtsgruppen berichten von systematischen Morden, Plünderungen und Vergewaltigungen durch die Truppen. (NAD 10.06.2004)

Proteste gegen die MONUC

Bei Protesten der kongolesischen Bevölkerung gegen die UN-Friedenstruppe MONUC gab es zwei Tote. Der belgische Außenminister Michel ist zu Vermittelungen in Kinshasa. Vertreter der christlichen Kirchen und der Muslime haben in einer Deklaration die Aktionen der Rebellen in Bukavu scharf verurteilt. (NAD 06.06.2004)

Rebellen ziehen sich aus Bukavu zurück

Meuternde Soldaten der neuen kongolesischen Armee, die die Stadt Bukavu eingenommen hatten, haben sich teilweise wieder zurückgezogen. Bei Protesten der kongolesischen Bevölkerung gegen die UN-Friedenstruppe MONUC gab es zwei Tote. Der belgische Außenminister Michel ist zu Vermittelungen in Kinshasa. (NAD 06.06.2004)

UN-Konvoi in Goma angegriffen

Zwei UN-Soldaten starben bei einem Angriff auf UN-Truppen in der Nähe von Goma. (NAD 06.06.2004)

Kabila klagt Ruanda an

Präsident Kabila beschuldigte Ruanda, hinter den Banyamulenge Rebellen zu stehen, die die Grenzstadt Bukavu eroberten und sich wieder in die Außenbezirke zurückgezogen haben. Ruanda leugnet jede Einmischung. Die UN-Friedenstruppe griff nicht in die Kämpfe ein. (NAD 04.06.2004)

Rebellen stehen vor Bukavu

Einheiten der ehemaligen Rebellenbewegung RDC-Goma, die vor allem der Ethnie der Banyamulenge angehören und aus Goma Verstärkungen erhalten, befinden sich auf dem Vormarsch auf Bukavu. Sie rechtfertigen ihre Weigerung, in die neue Armee eingegliedert zu werden, mit einem drohenden Völkermord an ihrer ethnischen Gruppe. Die Regierung verkündete einen Waffenstillstand und sandte Außenminister Antoine Gonda nach Bukavu. (NAD 02.06.2004)

Kämpfe in Bukavu gehen weiter

Einheiten der Rebellenbewegung RDC-Goma, die vor allem der Ethnie der Banyamulenge angehören, und Truppen der kongolesischen Armee lieferten sich in Bukavu schwere Gefechte. Nach Auslauf eines Ultimatum haben UN-Einheiten die Rebellen mit Helikoptern angegriffen. Eine andere Gruppe, die die Eingliederung in die neue Armee verweigert, hat den Flughafen von Bukavu angegriffen. (NAD 01.06.2004)

UNHCR will Flüchtlinge repatriieren

Die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR will im Juli 90.000 der Flüchtlinge, die während des Krieges in Nachbarländer geflohen waren, wieder repatriieren. (NAD 25.05.2004)

Elf Gouverneure ernannt

Mit der Ernennung der Gouverneure der elf Provinzen ist die Wiedereinigung des Kongo einen wesentlichen Schritt weiter gekommen. Die von Ruanda kontrollierte Rebellenbewegung RCD-Goma behält dabei die Kontrolle über den Nordkivu und die Ostprovinz, während die der Südkivu, Katanga, Bas-Kongo, Westkasai und Kinshasa an Verbündete von Präsident Kabila, die anderen Provinzen an kleinere Rebellenbewegungen gehen. (NAD 19.05.2004)

30 Rebellengruppen unterzeichen Abkommen

30 im Ostkongo tätigen Rebellengruppe haben wieder ein Friedensabkommen mit der Übergangsregierung und der UN-Friedenstruppe MONUC unterzeichnet. (NAD 17.05.2004)

Massaker in Süd-Kivu

Ruandische Hutu-Milizen haben in der ostkongolesischen Provinz Süd-Kivu ein Massaker an Zivilisten verübt. Dabei töteten sie 36 Menschen, zum Teil mit Macheten. Lemera sei nun unter Kontrolle der Milizen. Im Ostkongo sind nach UN-Angaben rund 8.000 ruandische Hutu-Milizionäre aktiv, die sich der Demobilisierung durch die UNO widersetzen. (NAD 30.04.2004)

Kongo - Ruanda: Neue Konflikte

Die UN-Mission im Kongo befürchtet neue Konflikte an der Grenze zu Ruanda und hat ihre Patrouillen verstärkt. Sollten sich Berichte über Angriffe von Hutu-Milizen aus dem Kongo auf Ruanda bestätigen, stelle dies eine erhebliche Gefahr für den Frieden in der ganzen Region dar. (NAD 22.04.2004)

Meuterei oder Coupversuch?

Bisher nicht identifizierte bewaffnete Gruppen griffen in Kinshasa mehrere Militärposten und eine Fernsehanstalt an. Regierungstruppen machte 15 Gefangene. Sie sollen der Garde des ehemaligen Präsidenten Mobutu angehören, die großenteils in Brazzaville leben. (NAD 29.03.2004)

Neue Flüchtlingswelle nach Sambia

Aus Furcht vor Kämpfen zwischen Einheiten der neuen kongolesischen Armee (FARDC) und Mayi-Mayi Milizen sind über 1000 Menschen aus dem Südosten des Kongo nach Sambia geflohen. (NAD 25.03.2004)

Radioaktives Material gefunden

Regierungsbehörden haben in Kinshasa zwei Koffer mit 100 kg radioaktivem Uran beschlagnahmt, aus dem zwar keine Atombombe, aber eine 'schmutzige Bombe' gebaut werden könnte. Für wen das aus Europa und den USA stammende Material bestimmt war, ist unbekannt. (NAD 24.03.2004)

Kirche bereitet Bürger auf Wahlen vor

Die katholische Kirche plant ein großangelegtes Programm, die kongolesische Bevölkerung mit den Grundsätzen von Demokratie und fairen Wahlen vertraut zu machen. Von April bis Juni sollen die Multiplikatoren ausgebildet werden. (NAD 23.03.2004)

Über 40 Waffenverstecke in Bukavu entdeckt

Die 3.500 Mann starke UN-Friedenstruppe hat in den letzten Tagen über 40 Waffendepots beschlagnahmt, die zu Teil in Häusern von Offizieren der RCD-Goma gefunden wurden. Es wird befürchtet, dass die von Ruanda unterstützte Rebellengruppe einen neuen Krieg vorbereitet. (NAD 13.03.2004)

Das erste Bataillon der neuen kongolesischen Armee

Die ersten, von 880 Soldaten der neune kongolesischen Armee haben in Kisangani ihre Ausbildung durch Belgien und Franzosen abgeschlossen und sollen der Provinz Ituri eingesetzt werden. Von den geschätzten 300.000 Bewaffneten im Kongo sollen 100.000 in die neue Armee aufgenommen werden. (NAD 13.03.2004)

Vize-Präsident bittet um Vergebung

Während einer Feier zum internationalen Tag der Frauen bat Vize-Präsident Azarias Ruberwa, die Frauen des Kongo, die während der fünf Kriegsjahr vergewaltigt wurden, um Verzeihung. Er wurde von der Mehrheit der anwesenden Frauen ausgebuht. (NAD 10..03.2004)

Deutsche Offiziere sollen Armee mitausbilden

Nach Berichten der TAZ, sollen zwei deutsche Offiziere den belgischen Militärs bei der Ausbildung einer neuen kongolesischen Nationalarmee in Kisangani helfen. (NAD 08.03.2004)

MONUC Soldaten durchsuchen bischöfliche Residenz

Der Generalvikar der Diözese Bunia beklagte die Brutalität, mit der MONUC Truppen das Haus des Bischofs in Bunia nach Waffen durchsuchten. Eine Person wurde verletzt. (NAD 08.03.2004)

Anklage gegen UN-Blauhelme

Die Hema Vereinigung "Ente" beschuldigt die UN-Friedenstruppen, bei einer Trauerfeier in Bunia ohne Warnung auf die Menschenmenge geschossen und 12 Trauergäste getötet zu haben. (NAD 03.03.2004)

Bukavu 'ville morte'

Als Protest gegen einen Anschlag auf den von Kinshasa ernannten militärischen Befehlshaber durch Elemente der RCD-Gomma, haben die Bürger der Stadt zu einem Generalstreik aufgerufen. (NAD 02.03.2004)

Risse in der Übergangsregierung

Nach dem die MLC-Rebellen ihre Mitarbeit mit der neuen Übergangsregierung eingeschränkt haben, hat jetzt auch die RCD mit dem Ende der Koalition gedroht. In Bukavu kam es zu sporadischen Kämpfen zwischen RCD-Einheiten und Kabila treuen Truppen. (NAD 25.02.2004)

Papa Wemba wegen Menschenhandel angeklagt

Der bekannte kongolesische Musiker Papa Wemba ist vor einem belgischen Gericht wegen Menschenhandel angeklagt. Er soll Hunderte Landsleute als Musiker nach Europa geschleust haben. (NAD 21.02.2004)

Bischöfe kritisieren Übergangsregierung

Nach ihrer jährlichen Vollversammlung veröffentlichten die katholische Bischöfe des Kongo ein Dokument, in dem sie den exorbitanten Lebensstil und das Mangel an Interesse am Wohl der Bevölkerung bei Mitgliedern der Übergangsregierung beklagen. (NAD 20.02.2004)

UN-Blauhelm getötet

Ein kenianischer UN-Soldat wurde auf einer Patrouille, die die Kämpfe zwischen zwei Fraktionen der UPC-Rebellen in der Ituri Provinz untersuchen wollte, in einem Hinterhalt getötet. (NAD 14.02.2004)

Gouverneur von Bukavu suspendiert

Der Governeur von Bukavu wurde von der Zentralregierung in Kinshasa suspendiert, nachdem in seinem Haus Waffen gefunden wurden. Er gehört der RCD-Gruppe an, die von Ruanda unterstützt wird. (NAD 10.02.2004)

Wahlen für 2005

Die Wahlkommission bereitet Wahlen für das Jahr 2005 vor. Von Juli bis September 2004 sollen alle Wähler registriert werden, Ende des Jahres durch ein Referendum über eine noch zu erstellende neue Verfassung abstimmt werden. Leiter der Wahlkommission ist der ehemalige Rektor der katholischen Universität in Butembo, Apollinaire Malu Malu. (NAD 09.02.2004)

Kabila auf Besuch in Berlin

Bei seiner ersten Auslandsreise seit Einsetzung der Übergangsregierung kommt der kongolesische Präsident nach Frankreich und Großbritannien in Berlin mit Kanzler Schröder und Außenminister Fischer zusammen. Der Kongo wünscht sich deutsche Hilfe für die Ausbildung von Polizei und Militär. Deutschland erwartet Aufträge beim Wiederaufbau der Infrastruktur des Landes. Während Kabilas Reise erklärte der Führer der MLC-Rebellen seinen Austritt aus der Regierung. (NAD 06.02.2004)

Massaker auf dem Albertsee

Die MONUC-Friedenstruppe untersucht ein Massaker in der Nähe des Lac Albert in Nord-Osten des Landes. Lendu Milizen sollen über 100 Bootspassagiere ermordet haben. (NAD 22.01.2004)

Explosion während einer Versöhnungsfeier

Während einer Versöhnungszeremonie zwischen den verfeindeten Ethnien der Hema und Lendu in einem Dorf in Ituri tötete eine Explosion mindestens 10 Menschen. (NAD 20.01.2004)

Thabo Mbeki auf Staatsbesuch in Kinshasa

Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki will bei einem Staatsbesuch im Kongo DR durch ein bi-laterales Abkommen die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern ausbauen. Eine gemeinsame Kommission soll die Zusammenarbeit in der Verteidigung, dem Bergbau, der Landwirtschaft und im Transport- und Kommunikationssektor verstärken. (NAD 14.01.2004)