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Malawi
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Malawi: Geschichte in Auszügen

8000 v. Chr.

Steinzeitliche Besiedlungen eines Jäger- und Sammlervolkes.

Um 900

Einwanderung von Bantu-Völkern aus dem heutigen Kongogebiet.

Um 1500

Einwanderung der Chewa aus dem heutigen Kongo.

16. Jh.

Königreich Marawi, das auch weite Gebiete von Mosambik, Sambia, Simbabwe und Tansania umfaßte.

1616

Erste Portugiesische Händler und Abenteurer unter Jaspar Bocarro erreichen den Njassasee (Malawi-See).

1820

Ngoni (Volksstamm aus Südafrika) wandern ein und brechen die Macht des Shaka, des Begründers des Zulureiches, der seine Hegemonie bis in das Gebiet des heutigen Malawi ausgedehnt hatte.

1841

Erste Araber lassen sich in dem Gebiet nieder. In den folgenden Jahren kommt der Islam und der Sklavenhandel ins Land.

1859, 17. Sept.

Livingstone erreicht den Njassasee.

1861

Anglikaner eröffnen eine Missionsstation bei Magomero, müssen sie aber nach zwei Jahren wieder aufgeben. Ihr Bischof Mackenzie war nach wenigen Monaten gestorben.

1875

Die "Kirk", die schottische Freikirche, beginnt Missionierung in Malawi.

1885

Die "British South Africa Company" greift in einen Krieg zwischen britischen Händlern und Sklavenjägern ein.

1890

Portugiesen versuchen ihre Kolonie in das Gebiet des heutigen Malawi zu erweitern.

1891

Cecile Rhodes dringt bis in das Njassaland vor, das Gebiet des heutigen Malawi wird britisches Protektorat.

1889, Feb.

Angoni-Aufstand in Fort Jameson (heute Chipata).

1901

Montfortaner Patres errichten eine Mission, seither kontinuierliche Präsenz und Entwicklung der katholischen Kirche.

1915, 23. Jan

Fehlgeschlagener Aufstand bei Chiradzulu unter John Chilembwe gegen die Briten. Chilembwe, von eigenen Leuten verraten, wird auf der Flucht von Soldaten erschossen.

1944

Gründung des "Nyassaland African Congress".

1953

Föderation zwischen Rhodesien und Njassaland. Einheimische Bevölkerung opponiert dagegen. Aufstand im Manguda Estate.

1958

Dr. Hastings Banda kehrt nach 40 Jahren freiwilligen Aufenthalt in USA, England und Ghana zurück.

1959

Gründung "Malawi Congress Party" (MCP).
Hastings Banda wird von den Briten verhaftet.
Unruhen von Nkata Bay.

1960, 01. April

Banda wieder freigelassen.

1961

Hastings Banda und die von ihm geleitete MCP gewinnen bei Wahlen 22 von 28 Sitzen im Parlament.

1963

Banda wird Premierminister, Njassaland erhält eigene Regierung und Verfassung.

1963

Föderation mit Rhodesien auf Druck von Sambia und Malawi aufgelöst.

1964, 06. Juli

Malawi wird unabhängig von Großbritannien.

1964

Bewaffneter Aufstand unter Henry Chipembwe gegen Banda. 1965 gehen die Anführer nach der Niederlage ins Exil.

1966, 06. Juli

Republik Malawi ausgerufen.

1971

Dr. Hastings Kamuzu Banda erklärt sich selbst zum Präsidenten auf Lebenszeit.

1973

Ian Smith schließt die Grenzen zwischen Rhodesien und Sambia. Malawi bietet Hilfe an und nutzt die Gelegenheit seine Beziehungen zu Sambia zu verbessern. Im folgenden Jahr werden Botschafter ausgetauscht

1975

Mosambik schließt Grenzen nach Rhodesien, Malawis Handel drastisch reduziert.

1975

Lilongwe wird neue Hauptstadt.

1978, 29. Juni

Wahlen. Alle Kandidaten mußten Englisch sprechen können. Auswahl zwischen mehreren Kandidaten der Einheitspartei in den jeweiligen Wahlkreisen.

1980

Simbabwes Unabhängigkeit schneidet Malawi von Südafrika ab, das bisher den Tee und den Tabak in Malawi aufgekauft hatte.

1980

Gründung der MAFREMO (Malawian Freedom Movement)

1981

Strukturanpassungsprogramm auf Drängen von IWF und WB.

1983, Mai

Mysteriöser Verkehrsunfall: Tod von drei Ministern.

1983

Orton Chirwa und Attari Mpakati, die Anführer der LESOMA (Socialist League of Malawi) wegen Hochverrats zum Tode verurteilt.

1985

Botschafteraustausch mit Tansania.

1987

Malawi und Tansania unterzeichnen ein Kooperationsabkommen zum Ausbau des Transportwesens. Verbesserungen der Straßenverbindungen finanzieren Deutschland, die Niederlande und die Weltbank.

1988, Nov.

Mehr als eine halbe Million Flüchtlinge aus Mosambik in Malawi.

1989, Nov.

Schuldenerlaß von 40 Millionen Dollar durch die USA.

1993

Nach blutigen Unruhen wird ein Mehrparteiensystem eingeführt.

1994

Der UDF Kandidat Bakili Muluzi gewinnt Wahlen; Koalitionsregierung von UDF and AFORD

1995

Freispruch von Kamuzu Banda in einem Mordprozess

1997

Kamuzu Banda stirbt.

1999

Bakili Muluzi und die UDF siegt in Präsidentschafts- und Parlamentswahlen.

2003

Bingu wa Mutharika gewinnt Präsidentschaftswahlen.