Namibia: Ereignisse und Entwicklungen 2004Pohamba neuer Präsident Der von Präsident Sam Nujoma ausgesuchte Kandidat, Hifikepunye Pohamba, hat die Präsidentschaftswahlen mit 76% der Stimmen gewonnen und wird im nächsten März sein Amt antreten. Die Regierungspartei erhielt 72 Parlamentssitze, die Oppositionsparteien 17. Die Wahlbeteiligung war mit 87% überraschend hoch. (NAD 23.11.2004) Präsidentschaftswahlen Die Regierungszeit von Präsident Sam Nujoma, der Namibia seit 1990 regiert, wird mit der Wahl eines neuen Präsidenten am 15.-16. November zu Ende gehen. Die 1 Million Wähler werden auch über die 72 Sitze im Parlament abstimmen. Damit geht die Epoche Sam Nujomas, der Namibia seit der Unabhängigkeit im Jahr 1990 regierte, zu Ende. (NAD 16.11.2004) Präsidentschaftswahlen Die Regierungszeit von Präsident Sam Nujoma, der Namibia seit 1990 regiert, wird mit der Wahl eines neuen Präsidenten am 15.-16. November zu Ende gehen. Die 1 Million Wähler werden auch über die 72 Sitze im Parlament abstimmen. (NAD 16.11.2004) Registrierung der Farmen abgeschlossen Die namibische Regierung hat die Evaluierung aller Farmen abgeschlossen. Farmen sollen Landsteuern bezahlen, mit deren Erlös die Regierung Farmen aufkaufen will. (NAD 04.10.2004) Ministerin bei Gedenkfeier für Hereroopfer BMZ Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul wird Deutschland bei einer Gedenkfeier für die Opfer des Völkermord an den Herero am 14. August in Okakarara/Namibia vertreten. Bei der Repression der deutschen Schutztruppen kam etwa 65.000 Menschen um. (NAD 09.08.2004) US Handelsabkommen mit dem südlichen Afrika geplant Verhandlungen der USA über ein Freihandelsabkommen mit den fünf afrikanischen Staaten Südafrika, Botswana, Namibia, Lesotho and Swaziland haben sich schwierig erwiesen. Unter dem 'African Growth and Opportunity Act' (Agoa), den Präsident Bush bis 2015 ausdehnte, wollen die USA den Handel mit Afrika liberalisieren und verstärken. (NAD 09.08.2004) Afrikas größte Diamantenfabrik Ein russisch-israelische Diamantenproduzent hat in Windhoek die größte afrikanische Diamantenfabrik eröffnet. (NAD 22.07.2004) CLA Angeklagte verlieren Prozess 13 wegen Hochverrat Angeklagte, meistens Mitglieder der Caprivi Liberation Army (CLA), die wegen Hochverrat vor Gericht stehen, verloren ihren Prozess. Der Oberste Gerichtshof gab der Anklage der Regierung recht. (NAD 22.07.2004) Keine Kompensation für die Herero Der deutsche Botschafter in Botsuana, Hans-Dietrich von Bothmer, bekräftigte bei einer Gedenkfeier des Völkermords an den Herero die deutsche Position, dass die Bundesregierung keine Kompensationen zahlen werde, aber alle Namibiern durch Entwicklungshilfe unterstütze. Die Herero verlangen 4 Milliarden Schadenersatz für die Opfer der Repression durch deutsche Schutztruppen im Jahr 1904. (NAD 20.07.2004) Gemeinsame Erschließung von Erdgasvorkommen Südafrika und Namibia wollen gemeinsam eines der größten Erdgasvorkommen der Welt im Atlantik mit einer Investition von 800 Mio. US-$ erschließen und zur Elektrizitätserzeugung nutzen. (NAD 07.07.2004) Keine Gewaltlösung des Landproblems Die namibische Agricultural Union (NAU) hat in einem Rundbrief alle 4000 weißen Farmer bestätigt, dass die Regierung keine gewaltsame Landübernahme wie in Simbabwe plant, sondern für Land eine angemessene Entschädigung zahlen wird. (NAD 24.06.2004) Nachfolger für Präsident Nujoma gewählt Die Generalversammlung der SWAPO hat unter drei Kandidaten Hifikepunye Pohamba als Nachfolger von Präsident Sam Nujoma für die Wahlen im November dieses Jahres gestimmt. Nujoma hatte den aussichtsreichsten Gegenkandidaten, seinen Außenminister Hidipo Hamutenya, abgesetzt, um seinem eigenen Kandidaten, eine bessere Chance zu geben. (NAD 31.05.2004) SWAPO verstärkt Position bei Kommunalwahlen Bei den Kommunalwahlen in Namibia konnte die SWAPO die Kontrolle der Räte von 26 auf 29 erhöhen, verlor aber in einigen Städten. (NAD 17.05.2004) Weiße Farmer zum Landverkauf gedrängt Die Regierung hat ein duzend weiße Landwirte aufgefordert, ein Angebot zum Verkauf ihrer Farmen zu machen und mit der Enteignung des Landes gedroht. In Namibia sind von 4.000 Farmen etwa 3000 im Besitz von Weißen, 1000 von Afrikanern. Der Farmen ist oft nur Viehzucht geeignet und könnten nur mit großen Investitionen erfolgreich bewirtschaftet werden. (NAD 15.05.2004) Brücke über den Sambesi Die Präsidenten von Namibia und Sambia eröffneten eine von Deutschland finanzierte Brücke über den Sambesifluss, die den Handel zwischen den Ländern in der Region wesentlich verbessert soll. (NAD 15.05.2004) 14 Jahre Unabhängigkeit Namibia feiert 14 Jahre Unabhängigkeit und das 10 jährige Jubiläum der Rückgabe des Hafen von Walvis Bay durch Südafrika unter Nelson Mandela. (NAD 22.03.2004) Landenteignungen geplant Namibias Ministerpräsident Theo-Ben Gurirab hat angekündigt, die Regierung werde in Zukunft mehr Land gegen Entschädigung enteignen. Die Grossteil des fruchtbaren Land befindet sich in Händen von weißen Farmern. (NAD 27.02.2004) 100 Jahre seit dem Völkermord an den Herero Namibia erinnert sich in Gedenkfeiern an den Völkermord vor hundert Jahren an über 60.000 Menschen von der Ethnie der Herero. Wegen ihres Widerstands gegen die deutschen Kolonialmacht wurden sie von deutschen Soldaten getötet, kamen in Konzentrationslagern um oder verdursteten in der Wüste. (NAD 11.01.2004) |