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Niger
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Niger: Geschichte in Auszügen

 Um 6000 v. Chr.

Felsbilder auf dem Djado-Plateau werden von einer Jägerkultur geschaffen.

Um 4000 v. Chr.

Viehhalterkultur auf dem Djado-Plateau schafft Darstellungen ihrer Kultur auf Felsbildern.

1500 v. Chr. bis 500 n Chr.

Südliche Teile des Niger sind Teil des Reiches der Nok. Dieses Reich hatte sein Zentrum in Norden des heutigen Nigeria.

Um 800

Der Südwesten Nigers liegt im Reich der Songhay, der Osten im Reich der Kanem-Bornu (Kanuri).

10. Jh. Z

unehmende politische Bedeutung der Stadtstaaten der Haussa im Süden.

11. Jh.

König Arki siedelt eine Kolonie von Sklaven und Bornu-Leuten in der Oase Dirkou an. Daraus entsteht die Stadt Kawars.

1352

Ibn Batuta (arabischer Forscher) reist durch das Gebiet des heutigen Niger.

1591

Nach der Niederlage der Songhay-Armee gegen Marokko finden die Herrscher der Songhay Zuflucht bei den Zerma, im Westen des heutigen Niger.

Seit 1600

Einwanderung der Djerba in den mittleren Niger.

1804

Islamisches Haussareich etabliert sich im Norden des heutigen Nigeria. Haussa, die dieses Regime nicht anerkennen wollen, fliehen in das südliche heutige Niger. Die abgesetzten Herrscherfamilien gründen neue Kleinstaaten im Süden von Niger.

1869

Gustav Nachtigal, deutscher Afrikaforscher in Niger.

1897

Frankreich erobert das Gebiet des heutigen Niger.

1905/06

Revolte der Zerma-Sonhai gegen die Franzosen.

1906

Grenzen des heutigen Niger festgelegt.

1916-18

Revolte der Tuareg.

1922

Niger wird offiziell französische Kolonie.

1926

Administration der Kolonie wird von Zinder nach Niamey verlegt.

1946

Niamey entsendet Abgeordneten in die französische Nationalversammlung.

1957

Djibo Bakari erster Regierungschef des Niger.

1958

Referendum über die Assoziierung mit Frankreich wird angenommen, Niger wird "Autonome Republik" in der französischen Gemeinschaft.

Djibo Bakari wird abgewählt und Hamani Diori wird neuer Regierungschef.

1960, 03. Aug.

Unabhängigkeit von Frankreich.

1960, 09. Nov.

Hamani Diori wird erster Präsident von Niger. Die Sawaba Partei wird verboten, deren Führer Djibo Bakari geht ins Exil.

1965

Hamani Diori erneut zum Präsidenten gewählt.

1967

Entdeckung von Uranvorkommen bei Arlit.

1969/70

Nur geringe Regenfälle, eine Hungerkatastrophe ist die Folge.

1970

Wiederwahl des Präsidenten Hamani Diori.

1971

Bei Arlit wird mit der Förderung von Uran begonnen.

1973/74

Erdölkrise bringt Höchstpreise für Uran mit sich.

1974

Höhepunkt der Dürrekatastrophe, die 1969 begann.

1974

Militärputsch unter Oberstleutnant Seyni Kountché, Hamani Diori abgesetzt. Nationalversammlung und Parteien aufgelöst.

Djibo Bakari wird nach seiner Rückkehr wieder des Landes verwiesen.

1979

Uranpreise sehr hoch 62 $ pro kg.

1979

Eine "Kommission zur Bildung einer Entwicklungsgesellschaft" (CND = Conseil National de Développement) wird ins Leben gerufen.

1981

Höhepunkt des Uranabbaus in Niger, Niger liefert mit 4350 Tonnen 12% der Weltproduktion.

1982

Uranpreise fallen auf 42 $ pro kg.

1983

Schaffung des "Nationalen Entwicklungsrates"

1983

Versuchter Staatsstreich ehemaliger Mitglieder der Geheimpolizei:

Aufstand der Tuareg, Guerillakrieg.

1984, April

Nigeria schließt seine Grenze mit Niger (März 1986 wieder geöffnet).

1984

In der großen Dürre dieses Jahres kommt Niger ohne Hilfe von außen zurecht, da man sich sinnvoll durch Agrarprojekte und Lagerung von großen Hirsevorräten auf Notfälle vorbereitet hatte.

1985, Mai

12 Tuareg werden nach einem Anschlag auf ein Regierungsgebäude zum Tode verurteilt.

1986

Ausarbeitung einer Nationalcharta durch die CND verabschiedet.

1987, Juni

Nationalcharta wird in einer Volksabstimmung angenommen.

1987, 10. Nov.

Seyni Kountché stirbt in Paris an Hirnblutungen.

1987, 14. Nov.

Oberst Ali Seybou wird vom Obersten Militärkomitee zum Nachfolger von General Kountché. Nach einer Amnestie dürfen Hamani Diori und Djibo Bakari nach Niger zurückkehren und sich wieder politisch betätigen.

1988

Studentenproteste.

1988, 02. Aug.

Gründung der Einheitspartei MNSD (Mouvement National pour la Société de Développement / Nationale Bewegung für die Entwicklung der Gesellschaft).

1989, April

Diori stirbt in Marokko.

1989, Dez.

Ali Seybou wird zum Präsidenten gewählt.

 1987,10.11.

Nachfolger des verstorbenen Präsidenten Kountché wird Armeestabschef General Ali Saibou, der 1988 (einziger Kandidat) auf 7 Jahre zum Präsidenten gewählt wird.

1990

z.T. blutig niedergeschlagene Demonstrationen für Demokratie und Machtwechsel; im Norden des Landes Rebellion der Tuareg.

1991, Nov.

 Berufung einer zivilen Übergangsregierung unter Premierminister Cheiffou.

1993, Febr./März

Erstmalig in der Geschichte des Landes freie Wahlen des Parlaments und des Staatspräsidenten.

1995, 24.04.

Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen nigrischer Regierung und rebellierenden Tuareg in Niamey.

1996, 27.01.

 Militärputsch des Generalstabschefs Oberst Baré

1996, Juli

Präsidentschaftswahlen

1999, 09.04.

Ermordung von Staatspräsident Baré

1999, 11.04.

Major Wanké ernennt sich zum Präsidenten eines Nationalen Versöhnungsrates (CRN).

1999, 24.11.

Präsidentschaftswahlen; Mamadou Tandja mit knapp 60% der Stimmen im zweiten Wahlgang zum Präsidenten der 5. Republik gewählt; Rückkehr zur Demokratie; Hama Amadou wird nach den Parlamentswahlen zum Premierminister ernannt.

2004, 24.07.

Erste friedliche Kommunalwahlen im Niger als Ausdruck des eingeleiteten Dezentralisierungsprozesses.

2004, 16.11.

Präsidentenwahlen: Amtsinhaber Präsident Tandja setzt sich im 1. Wahlgang gegen 5 Gegenkandidaten durch, erreicht aber die absolute Mehrheit nicht.

2004, 04.12.

Stichwahlen Präsidentenwahlen und zeitgleich Parlamentswahlen, Mamadou Tandja setzt sich in der Stichwahl mit 65,53% gegen den Oppositionskandidaten Mahamadou Issoufou durch.

2004, 15.12.

Neukonstituierung der Assemblée Nationale, Mahamane Ousmane (CDS) wird erneut zum Parlamentspräsidenten gewählt.

2004, 21.12.

Amtseinführung von Präsident Tandja, Hama Amadou wird am 24.12.2004 erneut zum Premierminister ernannt.

2005, Jan.

Präsident Tandja wird zum Präsidenten der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS gewählt und 2006 im Amt bestätigt.

2007, seit Febr.

Vermehrt bewaffnete Übergriffe der Mouvement des Nigériens pour la Justice (MNJ) in der Region Agadez..

2007, 30.5.

PM Hama wird nach Vorwürfen, unmittelbar in die MEBA-Affäre verstrickt zu sein, per Misstrauensvotum der Assemblée Nationale aus dem Amt gewählt. Er und seine Regierung treten am 1.6.2007 zurück.

2007, 3.6.

Seini Oumarou (MNSD) wird neuer Premierminister, die Regierungskoalition bleibt in ihrer Zusammensetzung unverändert bestehen.

2011, 12. März

Bei einer Stichwahl gewinnt der Oppositionskandidat Mahamadou issoufou mit 58% der Stimmen und wird neuer Präsident.

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