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Nigeria  > Ereignisse

Nigeria: Ereignisse und Entwicklungen 2004

Kampf gegen Korruption Bedingung für Schuldenerlass

Die Gläubigerländer des Pariser Clubs haben Präsident Obasanjo eine Namensliste von Politikern übergeben, die öffentliche Gelder veruntreut haben. Die Strafverfolgung von korrupten Politikern war eine Bedingung des vereinbarten Schuldenerlasses von 18 Mrd. Dollar. (NAD 18.07.2005)

Brasilianische Bank um 242 Mio. Dollar betrogen

Ein Gericht in Nigeria verurteilte Amaka Anajemba zu zweieinhalb Jahren Gefängnis wegen ihrer Beteiligung an einem der größten internationalen Bankschwindel, in dem die Brasilianische Bank Banco Noroeste um 242 Millionen Dollar betrogen wurden. (NAD 17.07.2005)

Segun Afolabi gewinnt Literaturpreis

Der in London lebende nigerianischen Schriftsteller Segun Afolabi hat den Caine Preis für afrikanische Literatur gewonnen. (NAD 06.07.2005)

18 Mrd. Schuldenerlass

Die Gläubiger des 'Pariser Clubs' haben Nigeria 18 Mrd. Dollar Schulden erlassen. Nigeria schuldet 55 Mrd. Dollar, davon 31 Mrd. den Mitgliedern des Pariser Clubs. (NAD 01.07.2005)

Scharmützel um Bakasi

Kamerun hat Nigeria beschuldigt, mehrere Attacken auf die erdölreiche Halbinsel Bakasi im Golf von Guinea unternommen zu haben. Der Internationale Gerichtshof hatte letztes Jahr das umstrittene Gebiet Kamerun zugesprochen. Nigeria weigerte sich bisher, seine dort stationierten Truppen abzuziehen. (NAD 24.06.2006)

Entführte Deutsche wieder freigelassen

Drei Tage nach ihrer Entführung sind die zwei deutschen und vier nigerianische Ölarbeiter wieder freigelassen worden. Die Entführer hatten vom Ölkonzern Shell 20 Mio. Dollar Entschädigung für entstandene Umweltschäden in der Deltaregion verlangt. (NAD 30.05.2005)

Zusammenstöße zwischen Sunniten und Shiiten

Bei neuen gewaltsamen Zusammenstößen zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen in Sokoto sind mindestens 28 Personen verletzt worden. (NAD 30.05.2005)

Obasanjo trifft Bush

Präsident Obasanjo traf sich mit Präsident Bush im Weißen Haus zu Gesprächen über die Situation in Darfur und Nigerias Schuldenproblem. (NAD 06.05.2005)

6.000 Beamte werden entlassen

Im Rahmen einer Verwaltungsreform will die Zentralregierung 6.000 der etwas 200.000 Beamten entlassen.. (NAD 28.04.2005)

Massive Entschuldung verlangt

Eine Delegation aus Nigeria verlangt einen massiven Erlass seiner 33 Milliarden Dollar Schulden und droht mit einem Stop aller Zahlungen nach dem Beispiel Argentiniens. (NAD 28.04.2005)

Zusammenstöße zwischen Sunni und Shia Muslims

In Sokoto kamen zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Shia Muslims, die den Geburtstag des Propheten Muhammed feiern wollten. (NAD 21.04.2005)

Saudis wollen Quote für Pilger beschneiden

Saudi Arabien hat Nigeria angedroht, die Quote nigerianischer Pilger für den Hadj drastisch zu beschneiden. Im Jahren blieben 27.000 der 65.000 Nigerianer nach der Pilgerfahrt illegal im Land zurück. (NAD 18.04.2005)

Abachas Sohn an die Schweiz ausgeliefert

Sani Abacha, Sohn des ehemaligen Diktators, soll von Deutschland an die Schweiz ausgeliefert werden, wo er wegen Betrugsverdacht angeklagt ist. Es handelt sich um Hunderte Million Dollar, die zwischen 1993 und 1998 illegal entwendet wurden. (NAD 15.04.2005)

Keine britischen Visa bis 2006

Der britische Botschaft in Nigeria will vor 2006 keine neuen Visa für nigerianische Staatsbürger im Alter von 18 bis 30 Jahre ausgeben. Grund ist die Verdopplung der Visaanträge in den letzten Jahren, von denen 80% abgelehnt werden. (NAD 11.04.2005)

Pulitzerpreis an nigerianischen Journalisten

Der diesjährige Pulitzerpreis für Journalistik der Columbia Universität in New York ging an den nigerianischen Journalisten Dele Olojede für seine Berichterstattung über den Völkermord in Ruanda für die amerikanische Zeitung 'Newsday'. (NAD 07.04.2005)

Obasanjos Krieg gegen die Korruption

Im März wurde der Bildungsminister seines Amtes enthoben und der Sprecher des Senats gab wegen Korruptionsbeschuldigungen seinen Posten auf. Jetzt entließ der Präsident den Wohnungsminister. Der ehemalige Chef der Polizei kam wegen Korruptionsverdacht vor Gericht. (NAD 06.04.2005)

Minister wegen Korruption entlassen

Präsident Obasanjo hat seinen Bildungsminister, Fabian Osuji, entlassen. Er ist beschuldigt, sechs Parlamentarier mit 400.000 Dollar bestochen zu haben, um ein aufgeblähtes Budget seines Ministeriums zu billigen. (NAD 23.03.2005)

Obasanjo in Berlin

Präsident Obasanjo hat Deutschland besucht. Anliegen seiner Europareise ist es, für Nigeria vom Pariser Club einen weitgehenden Erlass der 34 Mrd. Schulden Nigerias zu erwirken. Die Regierung Obasanjos fährt in den letzten Jahren einen politischen und wirtschaftlichen Reformkurs und hat effektive Maßnahmen gegen die Korruption eingeleitet. (NAD 18.03.2005)

Parlament und Senat uneins über Stopp des Schuldendienstes

Das nigerianische Parlament hat die Regierung aufgefordert, jegliche Zahlungen für Nigerias 34 Milliarden Auslandsschulden wegen der gravierenden sozialen Konsequenzen einzustellen. Der Senat hat den Antrag abgelehnt und im Haushaltsplan Schuldendienstzahlungen vorgesehen. (NAD 10.03.2005)

Auseinandersetzungen zwischen Shia und Sunni Muslimen

Die Polizei musste in Sokoto einschreiten, um gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Shia und Sunni Muslimen vor einer Moschee abzubrechen. (NAD 25.02.2005)

Nationalkonferenz eingerufen

Präsident Obasanjo hat eine Nationalkonferenz einberufen, die Vorschläge zur Reform der politischen Strukturen ausarbeiten soll, um die wachsenden ethnischen und separatistischen Bewegungen, die in den letzten Jahren 10.000 Opfer gefordert haben, zu befrieden. Der bekannte Schriftsteller Wole Soyinka und andere Menschenrechte boykottieren die Konferenz, da die Vertreter ernannt und nicht gewählt sind. (NAD 22.02.2005)

Schweiz gibt Abacha Vermögen zurück

Die Schweiz wird Nigeria 458 Mio. Dollar aus dem Vermögen des ehemaligen Diktators Abacha auf Schweizer Banken zurückerstatten. Nigeria verpflichtet sich, das Geld für Entwicklungsprojekte wie den Bau von Schulen, Krankenhäusern und Strassen zu verwenden. (NAD 17.02.2005)

Demonstraten erschossen

Soldaten haben mindestens vier Dorfbewohner erschossen, die eine Ölinstallation von Texaco stürmen wollen, um einen größeren Anteil an den Gewinnen zu erzwingen. (NAD 05.02.2005)

AU Gipfeltreffen

Bei einem zweitägigen Gipfeltreffen der Afrikanischen Union in Nigeria wollen Staatschefs aus 25 Ländern über Armutsbekämpfung, Konfliktherde auf dem Kontinent und die Reform der UN beraten. (NAD 31.01.2005)

Schwierigkeiten mit Schuldendienst

Nach Angaben der zuständigen Regierungsstelle ist Nigeria nicht in einer finanziellen Position, die für 2005 anfälligen Schuldenzahlungen von über 7,7 Mrd. US-$ zu aufzubringen, obwohl eine Einigung mit den Gläubigern im Pariser Club erzielt werden konnte. (NAD 24.01.2005)

Zwei Forschungsreaktoren und Interesse an Atomstrom

Die internationale Atombehörde IAEA besichtigte die zwei nigerianischen Forschungsreaktoren. Der im letzten Jahr angefahrene Reaktor wurde von China unter Aufsicht des IAEA für die Ahmadu Bello Universität in Zaria gebaut. Bemerkungen des Verteidigungsministers, Nigeria wolle mit Hilfe von Pakistan Atomwaffen bauen, wurden von Präsident Obasanjo dementiert. (NAD 20.18.2005)

Polizeichef tritt zurück

Der nigerische Polizeichef Tafa Balogun ist von seinem Amt zurückgetreten, nachdem die Antikorruptionskommission ihn der Bestechlichkeit beschuldigt hatte. (NAD 19.01.2005)

Zivilgesellschaft von Verfassungskommission ausgeschlossen

Bei der Ernennung der Mitglieder einer Kommission zur Revision der Verfassung hat Präsident Obasanjo sowohl die Oppositionsparteien wie auch die Zivilgesellschaft ausgeschlossen. Mitglieder sind Repräsentanten der 36 Bundesstaaten und Vertreter des Präsidenten. (NAD 13.01.2005)

Streit in der Regierungspartei

Der Vorsitzende der Regierungspartei PDP, Audu Ogbeh, hat sein Parteiamt wegen Unstimmigkeiten mit Präsident Obasanjo niedergelegt. Beide konnten keine einheitliche Linie über einen Konflikt der Partei im Anambra State erreichen. (NAD 11.01.2005)

Kirchlicher Menschenrechtsbericht

Das Sekretariat der katholischen Bischöfe untersucht im Oputa Panel Report, der von 21 Nichtregierungsorganisationen mitgetragen wird, die Verantwortung der vorherigen Militärregime für Menschenrechtsverletzungen in Nigeria. (NAD 07.01.2005)

Admirale im Öltankerskandal impliziert

Zwei Admirale der nigerianischen Flotte wurden entlassen, nachdem ein Gericht sienn der Komplizenschaft im Skandal um einen Öltanker beschuldigte, der vor einigen Wochen spurlos verschwunden war. (NAD 07.01.2005)

Ölkonzerne stoppen Export

Wegen anhaltender Unruhen in der Deltaregion haben Shell und Texaco den Export von 134.000 Tonne Erdöl täglich gestoppt. (NAD 28.12.2004)

UN will gestohlene Geld zurückbringen

Am ersten Jahrestag der Unterzeichnung der UN-Konvention gegen Korruption, hat das UN-Büro zum Kampf gegen Drogen und Kriminalität (UNODC) angekündigt, es werde Nigeria und Kenia helfen, gestohlene öffentliche Gelder aus dem Ausland zu repatriieren. (NAD 10.12.2004)

Streikdrohungen gegen Shell

Die nigerianische Gewerkschaft NLC plant einen weiteren Streik wegen Benzinpreiserhöhungen, der sich vor allem gegen den Shellkonzern richten soll. 50% der Erdölexporte werden von Shell produziert. (NAD 01.11.2004)

Versammlung der anglikanischen Bischöfe Afrikas

300 anglikanische Bischöfe treffen sich in Lagos, um die großen Probleme des Kontinents, Aids, Armut und Konflikte, zu diskutieren. Die Bischofsernennung eines Homosexuellen zum Bischof in Amerika wird von den afrikanischen Kirchen, die über die Hälfte der Anglikaner weltweit darstellen, als unbiblisch abgelehnt. (NAD 26.10.2004)

Generalstreik gegen Benzinpreiserhöhung

Als Protest gegen eine Erhöhung der Benzinpreise um 25% haben die Gewerkschaften zu einem viertägigen Generalstreik abgehalten. (NAD 13.10.2004)

53.000 Opfer religiöser Gewalt

Laut einem Untersuchungsbericht der Behörden haben die gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Muslimen und Christen im Plateaustaat in den letzten drei Jahren 53.000 Todesopfer gefordert, die meisten davon Frauen und Kinder. (NAD 11.10.2004)

Delta-Rebellen akzeptieren Waffenstillstand

Dokubo Asari, Anführer einer bewaffneten Gruppe in der Deltaregion, hat einem Waffenstillstand zugestimmt. Die Gruppe drohte ausländische Angestellte der Ölfirmen anzugreifen, falls die Deltaregion nicht mehr vom Ölboom profitiert. (NAD 30.09.2004)

Generalstreik wegen Benzinpreisen

Wegen einer Erhöhung der Benzinpreise um 25% drohen die Gewerkschaften mit einem Generalstreik. Auch die Kriegsdrohungen von Rebellengruppen in der Deltaregion haben den Ölpreis über die 50-Dollar Marke getrieben. Obwohl Nigeria der fünftgrößte Erdölexporteur ist, leben 70% der Bevölkerung in Armut. (NAD 28.09.2004)

Sucht Sitz im Sicherheitsrat

Nigeria strebt einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat als Vertreter Afrikas an. (NAD 24.09.2004)

Angriffe auf Polizeistationen

Eine bewaffnete Gruppe von Islamisten hat in Bundesstaaten Borno und Yobe zwei Polizeistationen angegriffen. Ziel der Gruppe ist die Errichtung eines islamischen Staates in Nigeria. (NAD 23.09.2004)

Verträge mit Halliburton suspendiert

Nach Berichten nigerianischer Medien hat die Regierung in Lagos alle Verträge mit dem amerikanischen Ölkonzern Harriburton, dem Vize-Präsident Cheney bis 2001 vorstand, suspendiert. Ein Sprecher des Konzern bestritt die Berichte. (NAD 21.09.2004)

Umstrittenes Gewerkschaftsgesetz gebilligt

Die Senat billigte ein Änderung des Gewerkschaftsgesetzes, dass für Streiks eine Zustimmung der Mehrheit der Mitglieder verpflichtend macht. (NAD 11.09.2004)

Sicherheitsmassnahmen in Port Harcourt

Nachdem bei Kämpfen zwischen schwer bewaffneten kriminellen Banden in Port Harcourt 18 Menschen ihr Leben verloren, hat der Gouverneur des Bundesstaates River State einen Teil seines Kabinetts erlassen und strikte Sicherheitsmaßnahmen angeordnet. (NAD 03.09.2004)

Schweiz führt Gelder zurück

Die Schweiz wird ungefähr 500 Mio. US-$ eingefrorene Gelder von Sani Abacha an Nigeria zurückführen. Präsident Olusegun Obasanjo sagte, das Geld solle der ländlichen und armen Bevölkerung zu gute kommen. (NAD 19.08.2004)

1.2 Mrd US-Dollar für Gasprojekt

Vier nigerianischen Banken wollen sich an einem Gasprojekt mit 1.2 Mrd. Dollar beteiligen, das die Produktion um 110.000 Barrel pro Tag steigern würde. (NAD 03.08.2004)

Lokale Produktion anti-viraler Medikamente

In den USA lebende Nigerianer wollen in der Nähe von Lagos die erste pharmazeutische Fabrik zur Produktion von Anti-aids Medikamenten errichten. Export der Medikamente in andere afrikanische Länder soll in zwei Jahren anlaufen. (NAD 28.07.2004)

Piraten werden gewaltsamer

Nach Angaben des Internationalen Maritim Bureau (IMB) wurden in den letzten Monaten 30 Matrosen bei Angriffen von Piraten auf Schiffe getötet, die Hälfte davon in nigerianischen Gewässern. (NAD 27.07.2004)

Wieder Gewalt in der Deltaregion

Aufgebrachte Jugendliche besetzten die Anlagen einer Erdölgesellschaft im Bundesstaat Bayelsa und nahmen sechs ausländische Angestellte gefangen, nachdem ihre Forderungen nach Arbeitsverträgen abgelehnt worden waren. Vor drei Monaten waren vier Angestellte, darunter zwei Amerikaner ermordet worden. (NAD 21.07.2004)

Wahl Obasanjos bestätigt

Der oberste Gericht hat die Anklage der Opposition abgewiesen und die Wahl von Präsident Obasanjo im letzten als gültig bestätigt. (NAD 06.07.2004)

Polizei geht gegen Stammesmilizen vor

Die nigerianische Polizei will in Zukunft entschiedener gegen die wachsende Zahl von bewaffneten Milizen verschiedener ethnischer Gruppen vorgehen. Seit der Rückkehr zur Demokratie 1999 sind über 10.000 Menschen in ethnischen Konflikten umgekommen.. (NAD 02.07.2004)

Umstrittene Polioimpfungen werden wieder aufgenommen

Der Gouverneur des Bundesstaates Kano will der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erlauben, die Polioimpfungen wieder aufzunehmen, die im letzten Jahr wegen Sicherheitsbedenken der muslimischen Führer gestoppt wurden. In der Zwischenzeit sind mehrere Poliofälle im Sudan und anderen Nachbarländern gemeldet worden. (NAD 01.07.2004)

Streik beigelegt

Nachdem die Regierung den Benzinpreise reduziert hat, haben die Gewerkschaften ihren Streik aufgehoben. (NAD 15.06.2004)

50 Tote im Bundesstaat Adamawa

Bei Zusammenstößen zwischen muslimischen und christlichen Gruppen in der Stadt Numan an der Grenze zum Kamerun kamen mindestens 50 Menschen ums Leben. (NAD 11.06.2004)

Streik legt Lagos lahm

Ein Streik gegen hohe Benzinpreise hat die Hauptstadt Lagos und viele Teile Nigerias zum Stillstand gebracht. Die Gewerkschaft sind gewillt, den Streik drei Wochen lang durchzuhalten. (NAD 10.06.2004)

Militäroperation im Delta

Nachdem Präsident Obasanjo die Gouverneure der Bundesstaaten für die Sicherheit verantwortlich gemacht hat, hat der Gouverneur der Delta-Region eine militärische Aktionen Piraten und Oilschmuggler angeordnet. (NAD 31.05.2004)

Zivilgesellschaft fordert Nationalkonferenz

Zivilgesellschaftliche Organisationen haben Präsident Obasanjo aufgerufen, eine nationale Konferenz aller 300 ethnischen Gruppen des Landes einzuberufen, um die Konflikte in vielen Teilen des Landes anzugehen. (NAD 31.05.2004)

Unruhen halten an

Trotz der Verhängung des Ausnahmezustands im Plateau State gehen die Gewalttätigkeiten zwischen ethnischen Milizen weiter und haben sich auf den Bundesstaat Benue ausgeweitet. (NAD 22.05.2004)

Ausnahmezustand für Plateau State ausgerufen

Präsident Obasanjo hat für den Plateau State den Ausnahmezustand verhängt und den Gouverneur durch einen ehemaligen General der Armee ersetzt. In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Volksgruppen mit Hunderten von Todesopfern gekommen. Die Christian Association of Nigeria (CAP) verlangte ähnliche Maßnahmen auch zum Schutz der Christen in Kano. Nobelpreisträger Wole Soyinka forderte den Rücktritt des Präsidenten. (NAD 19.05.2004)

Ausgangssperre in Kano

Die Regierung verhängte eine nächtliche Ausgangssperre in Kano, der zweitgrößten Stadt Nigerias, um eine weitere Eskalation der Gewalt zwischen der muslimischen und christlichen Bevölkerung zu verhindern. Seit dem Ende des Militärregimes 1999 sind in Nigeria über 10.000 Menschen durch ethnische, religiöse und politische Gewalttaten ums Leben gekommen. (NAD 12.05.2004)

Weitere 200 Tote in der Plateau-Region

Nach Regierungsangaben sind bei Kämpfen im Plateau-Staat zwischen den Volksgruppen der Tarok und Fulani in der letzten Woche weiter 200 Menschen ums Leben gekommen. (NAD 11.05.2004)

Neue Zusammenstöße in Plateau

In den letzten 2 Monaten kam es immer wieder zu Konflikten zwischen den moslemischen Fulani, den Viehhirten, und den christlichen Tarok, den Bauern, der Streit geht um Land und Vieh. In 2001 starben dabei mehr als 1000 Menschen. Den neuesten Zusammenstoß mußten wenigstens 67 Menschen mit dem Leben bezahlen. (NAD 03.05.2004)

Regierungspartei gewinnt Kommunalwahlen

Bei den ersten Kommunalwahl unter einer Zivilregierung seit 1960 hat die Partei des Präsidenten PDP in 25 von 30 Staaten gewonnen. Sie verlor die Mehrheit in den Staaten Kano, Zamfara and Sokoto. Die Beteiligung der Bevölkerung war vielerorts gering. Bei gewaltsamen Zusammenstößen verloren 50 Menschen ihr Leben. (NAD 29.03.2004)

Regierungspartei gewinnt Kommunalwahlen

Bei den ersten Kommunalwahl unter einer Zivilregierung seit 1960 hat die Partei des Präsidenten PDP in 25 von 30 Staaten gewonnen. Sie verlor die Mehrheit in den Staaten Kano, Zamfara and Sokoto. Die Beteiligung der Bevölkerung war vielerorts gering. Bei gewaltsamen Zusammenstößen verloren 50 Menschen ihr Leben. (NAD 29.03.2004)

Einladung an Simbabwes enteignete Landwirte

Die Regierung von Kwara State hat eine Gruppe simbabwischer Landwirte, die enteignet wurden, eingeladen, Farmen in Nigeria zu übernehmen. Während des Ölbooms hatte Nigeria seine Landwirtschaft vernachlässigt. (NAD 26.03.2004)

Amnestyangebot für Aristide

Auf Bitten der Karibischen Wirtschaftsgemeinschaft hat Nigeria dem ehemaligen Regierungschefs Haiti, Jean-Bertrand Aristide, Asyl angeboten. (NAD 23.03.2004)

Umstrittene Polioimpfung

Nach einer wochenlangen Untersuchung durch Experten hat Präsident Obasanjo die umstrittenen Polioimpfstoffe für sicher erklärt. Muslimische Prediger in Norden Nigerias hatten die Impfkampagne boykottiert mit der Behauptung, die Impfstoffe enthielten HIV-Viren und verursachten Unfruchtbarkeit. (NAD 19.03.2004)

Großfeuer in Lagos

In einem Feuer in einem der ärmeren Viertel von Lagos sind hunderte Holzhäuser in Flammen aufgegangen. (NAD 09.03.2004)

Gewalt im Wahlkampf

Bei den Kampagnen zu den kommenden Kommunalwahlen in Nigeria sind in einer Woche drei Menschen ermordet worden, als letzter ein Leiter der Wahlkommission. (NAD 09..03.2004)

Neue Zusammenstöße in Plateau State

Über 2000 Frauen und in Kinder sind wegen den zwei Wochen andauernden Gewalttätigkeiten zwischen muslimischen und christlichen Gemeinschaften aus dem Plateau Staat nach Bauchi geflohen. (NAD 04.03.2004)

Höchste religiöse Praxis

In einer Meinungsumfrage über religiöse Praxis der BBC kam Nigeria auf den ersten Platz. 90% aller Nigerianer glauben an Gott, beten regelmäßig und würden für ihren Glauben sterben. (NAD 29.02.2004)

Neue ethnische Zusammenstösse im Plateau

48 Menschen wurden Opfer bei Angriffen von Fulani Nomaden auf Menschen, die sich in eine Kirche geflüchtet hatten. (NAD 25.02.2004)

Kaduna und Kastina Staaten verhindern Polioimpfung

Die beiden muslimischen Staaten Kadunda und Kastina in Nordnigeria haben sich geweigert eine Polioimpfungskampagne der Weltgesundheitsorganisation zuzulassen. (NAD 23.02.2004)

242 Mio. Dollar erschwindelt

Fünf Nigerianer stehen in Abuja vor Gericht, weil sie von einer brasilianischen Bank 242 Mio. US-$ für den Bau eines fiktiven Flughafens erschwindelt haben. (NAD 08.02.2004)

Vize-Präsident der PDP ermordet

Der Vize-Präsident der PDP Partei wurden in der Deltaprovinz ermordet. (NAD 08.02.2004)

Nigeria-Kamerun: UN vermittelt erfolgreich im Grenzstreit

UN-Generalsekretär Kofi Annan traf sich in Genf mit den Präsidenten von Nigeria und Kamerun, um bei der Bestimmung der Land und Seegrenzen beider Staaten zu vermitteln. Beide Präsidenten zeigten sich zufrieden mit den Verhandlungen und verlasen eine gemeinsame 9-Punkte Pressemitteilung. Der Internationale Gerichtshof hatte im Oktober 2002 ein Grenzentscheidung getroffen. (NAD 04.01.2004)

Streik wegen Benzinsteuer abgesagt

Nachdem ein nigerianisches Gericht die Suspendierung einer unpopulären Benzinsteuer angeordnet hatte, haben die Gewerkschaften einen geplanten Generalstreik abgesagt. (NAD 21.01.2004)

Keine Textilimporte

Nigeria hat den Import von Textilien, Schweine- und Schaffleisch und anderen Produkten verboten, um die lokale Industrie zu schützen. Zu klären ist, in wie weit das Verbot gegen die Regeln der Welthandelsorganisation verstößt. (NAD 15.01.2004)

138 Mio US-$ für neuen ECOWAS high-tech Reisepass

Eine nigerianische Firma wird den neuen electronischen Reisepass der ECOWAS Ländergemeinschaft mit Technologie aus Malaysia produzieren. Für das Projekt sind 138 Mio. US-$ aus privaten Finanzquellen gesichert. (NAD 07.01.2004)

Aufstand radikaler Islamisten niedergeworfen

Die nigerianische Armee hat einen Aufstand radikaler Islamisten im Bundesstaat Yobe niedergeworfen, die einen islamischen Staat nach dem Model der Taliban in Afghanistan ausrufen wollten. Seit 1999 sind in Nigeria über 10.000 Menschen bei religiös und ethnisch motivierten Gewaltausschreitungen ums Leben gekommen. (NAD 06.01.2004)