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 Regierung aufgelöst 18.03.2010 
Der amtierende Präsident Goodluck Jonathan hat sein Kabinett aufgelöst, ein Schritt, der seine Macht stärken könnte. Er hatte vorigen Monat die Regierungsgeschäfte von dem schwer erkrankten Präsidenten übernommen. Die meisten Minister waren Yar’Aduas Anhänger, und Jonathan braucht mehr Autorität, besonders in den blutigen Auseinandersetzungen, die sein Land erschüttern.  [weiter...]
 Erneute Gewalt 08.03.2010 
In der Nacht zum Sonntag sollen bewaffnete Nomaden drei Dörfer in der Nähe von Jos überfallen und viele Menschen – Zahlen schwanken zwischen 200 und 500 – getötet haben. Die Opfer waren überwiegend Frauen und Kinder. Man vermutet eine Vergeltungsaktion für das Massaker im Januar.   [weiter...]
 Bischöfe wollen vermitteln 02.03.2010 
In ihrem Hirtenbrief erinnern die Bischöfe an die ethnisch religiösen Konflikte in einigen Landesteilen und erklären sich bereit, bei der Versöhnung mitzuhelfen. Aber auch die Regierung habe eine Verantwortung und müsse Militär einsetzen, um den Frieden zu wahren. Das Land begeht dieses Jahr ein Doppeljubiläum: 50 Jahre Unabhängigkeit und 60 Jahre seit Errichtung der Ortskirche.  [weiter...]
 Politische Lösung 10.02.2010 
Nach Wochen politischen Wirbels und Unsicherheit wurde nun der Vize Präsident Goodluck Jonathan amtierender Präsident. Die lange Abwesenheit des schwer erkrankten Yar’Adua hatte einen Rechtsstreit, eine Kabinettspaltung, Straßendemonstrationen, die Lähmung der Regierungsgeschäfte und die Bedrohung der Friedensinitiative im Niger Delta verursacht. Jonathan sieht seine Rolle als „Treuhänder“.   [weiter...]
 Traurige Bilanz 27.01.2010 
Hunderte von Festnahmen, mit verbrannten Leichen vollgestopfte Brunnen, verjagte Menschen, verlassene Häuser, Leid und Angst – die Folgen der grausamen religiösen Auseinandersetzung der letzten beiden Wochen. Führer der religiösen Gemeinschaften sagen, dass der wirkliche Grund für die Gewalt das Ringen um die politische Überlegenheit in der Stadt Jos sei.   [weiter...]
 Erzbischof entführt 26.01.2010 
Der anglikanische Erzbischof der südnigerianischen Stadt Benin, Peter Imasuen, wurde am Sonntag nach dem Gottesdienst vor seinem Haus überfallen und entführt. Die unbekannten Entführer sollen ein hohes Lösegeld für seine Freilassung gefordert haben. Nach Angaben von Misna ereignete sich die Tat kurz vor dem Rückzug der Spezialeinsatzkräfte, die die Gewalt im Niger Delta eindämmen sollen.   [weiter...]
 Konflikt weitet sich aus 20.01.2010 
Seit Sonntag sind in und um Jos fast 200 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 800 wurden verletzt. Ursache für den Streit soll der Bau einer Moschee in einem überwiegend christlichen Gebiet sein. Auch Armut, Landknappheit und nicht aufgearbeitete frühere Konflikte können mitspielen. Die Stadt Jos liegt an der Grenze zwischen dem muslimischen Norden und dem christlich geprägten Süden und hat schon öfter Ausbrüche religiöser Gewalt erlebt.   [weiter...]
 Wieder religiöse Auseinandersetzungen 18.01.2010 
In der zentral nigerianischen Stadt Jos mussten Truppen eingesetzt werden, um die Kämpfe zwischen christlichen und muslimischen Jugendlichen einzudämmen. Zwölf Menschen sollen tot sein. Kirchen und Moscheen wurden in Brand gesetzt. Die Stadt hat eine Geschichte von ethnischen und religiösen Spannungen; in 2008 starben 200 Menschen, in 2001 sogar 1000. Nach Korrespondentenberichten sind die Auslöser solcher Konflikte oft Armut und ersehnter Zugang zu Ressourcen, besonders Land.   [weiter...]
 Neue Entführung 12.01.2010 
Drei Briten und ein Kolumbianer wurden heute Morgen nahe der Stadt Port Harcourt entführt. In der unruhigen Öl Region gibt es öfter Zwischenfälle, weil Milizen von den Ölproduzenten eine bessere Verteilung des Profits verlangen.   [weiter...]
 Gefährliches Machtvakuum 06.01.2010 
Präsident Yar’Aduas wochenlanger Aufenthalt in einem saudi-arabischen Krankenhaus hat Nigeria in eine Krise gestürzt. Er hat niemandem die Amtsführung offiziell übergeben, die Leitung des obersten Gerichtshofes muss neu besetzt werden, und die Rebellen im Niger Delta, die der Einladung zur Amnestie gefolgt sind, warten ungeduldig auf die Einlösung der gemachten Versprechen. Die Frage ist, wie lange ein 150 Millionen Einwohner zählendes Land ohne effektive Führung sein kann.  [weiter...]