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Ruanda
République Rwandaise
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Ruanda  > Ereignisse

Ereignisse und Entwicklungen 2006

 Ruanda: Kandidat für den Commonwealth 21.12.2006 
Die Konfrontation mit Frankreich erreichte einen neuen Höhepunkt mit der Bitte Ruandas, das bisher Mitglied der francophonen Gemeinschaft war, in das britische Commonwealth aufgenommen zu werden. Das einzige Mitglied, das keine historischen Bindung an Großbritannien hat, ist Mosambik.
 Ruanda: Haft für ehemaligen katholischen Priester 14.12.2006 
Das UNO-Tribunal zum Völkermord in Ruanda hat Athanase Seromba zu 15 Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte soll an der Ermordung von 2000 Menschen beteiligt gewesen sein. Er habe eine Kirche von Hutu- Milizen anzünden lassen, in der die Menschen Schutz gesucht hätten.
 Ruanda: Streit mit Frankreich eskaliert 27.11.2006 
Als Reaktion auf den internationalen Haftbefehl gegen neun enge Mitarbeiter Präsident Kagames hat Ruanda seine diplomatischen Beziehungen mit Frankreich abgebrochen und der Radio France International untersagt, Programm in Ruanda auszustrahlen.
 Ruanda: Mordanklage gegen Kagame 21.11.2006 
Der französische Richter, Jean-Louis Bruguiere, beschuldigt Präsident Paul Kagame, für den Abschuss des Präsidentenjets 1994 und den Tod des ehemaligen Präsidenten Habyarimana und der französischen Besatzung verantwortlich zu sein. Gegen neun seiner engsten Mitarbeiter wurde ein internationaler Haftbefehl ausgestellt. Da Kagame als Präsident immun ist, empfielt Bruguiere eine Verfolgung durch den internationalen Strafgerichtshof. Der Flugzeugabschuss 1994 war der Auslöser für den Völkermord.
 Ruanda: Priester vor UN-Tribunal 19.11.2006 
Zum zweiten Mal steht in Arusha ein katholischer Priester vor dem UN-Tribunal für Ruanda. P. Emmanuel Rukundo ist angeklagt, er habe für die Volksgruppe der Hutu Partei ergriffen, sei in die Mobilisierung gegen die Tutsi involviert und verantwortlich für die Ermordung zahlreicher Menschen gewesen.
 Ruanda: 30 Jahre Gefängnis für Ordensfrau 13.11.2006 
Die ruandische Ordensschwester, Theophista Mukakibibi, wurde von einem lokalen Gacaca- Volksgericht in Butare wegen Beihilfe zum Völkermord zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt.
 Ruanda: Paris veröffentlicht Dokumente 03.11.2006 
Vier Tutsi, die den Völkermord von 1994 überlebten, haben französische Soldaten wegen Komplizität im Genozid vor einem französischen Gericht angeklagt. Die Regierung hat daraufhin 150 geheime Dokumente der Staatsanwaltschaft zugänglich gemacht.
 Ruanda: Mitglied der Ostafrikanischen Gemeinschaft 23.10.2006 
Ruanda und Burundi werden nächsten Monat offiziell Mitglieder der "East African Community (EAC)", inklusive der seit zwei Jahren existierenden Zollunion.
 Ruanda: Gerichtsurteile gegen Priester 23.10.2006 
Der katholische Priester Jean Marie Vianney Uwizeyeyezu wurde zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er "den Völkermord von 1994 heruntergespielt habe". Ein Militärgericht in Kigali gab dem in Frankreich lebenden Wenceslas Munyeshyaka eine lebenslange Haftstrafe für Beihilfe zum Völkermord.
 Ruanda: Abschaffung der Todesstrafe 14.10.2006 
Die Regierungspartei RPF will die Todesstrafe in Ruanda abschaffen. Viele Länder liefern Angeklagte nicht in Länder aus, in denen Folter oder Todesstrafe angewandt werden.
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