Startseite Bistum Würzburg
Zurück zur Homepage
Ruanda
République Rwandaise
   Übersicht
· Land
· Ereignisse
· Kirche
  Fakten und Zahlen
  Geschichte
  Verlautbarungen
  Aktuelles
  Archiv
  Mitglieder des NAD
· Dokumente
· Zurück zu NAD
 
Ruanda  > Kirche

Daten aus der Geschichte der katholischen Kirche in Ruanda

1900, 02. Febr.

Die Afrikamissionare- Weißen Väter Bischof Hirt, P. Brard und P. Barthelemy sowie Br. Anselme statten dem König Yuhi Musinga einen Antrittsbesuch ab.

1900, 08. Febr.

Gründung einer ersten Mission in Save.

1900, Dez.

Eröffnung der ersten Schule. Fünf Stunden Unterricht an fünf Tagen in der Woche unterrichtet 150 interne und 150 externe Schüler in Lesen, Schreiben, Rechnen, Geographie, Deutsch, Kiswaheli und Hygiene. Dazu jeden Tag 45 Min. Religionsunterricht.

1900 - 1903

Gründung der Mission in Zaza.

1902

Erstes Buch in Kinyarwanda erscheint unter dem Titel: "Wie Gott zu den Menschen gesprochen hat."

1901, April

Gründung der Mission in Nyundo.

1903, 12. April

Erste Taufen von 22 Jungen und 4 Mädchen (9 Tutsi und 17 Hutu).

1903, 19. Juli

Firmung der Neugetauften in Save duch Mgr. Hirth.

1903, Nov.

Gründung der Mission in Rwaza.

1903, Dez.

Gründung der Mission in Mibirizi.

1904

Die ersten 15 Seminaristen werden an das Seminar in Rubiya, Tansania, geschickt.

1906, 06. Mai

Gründung einer Mission in Kabgayi, erste Mission im Landesinneren.

1907

Erster Kleiner Katechismus in Kinyarwanda.

1908

Erste Sprachlexikon in Kinyarwanda.

1909

Ankunft der Weissen Schwestern am 12. März in Save.

1910

P. Hurel veröffentlicht eine Grammatik des Kinyarwanda und eine Sammlung von Sprichwörtern.

1911

Katholische Schulbibel des Dr. Jakob Ecker (Professor der Exegese am Priesterseminar in Trier) ins Kinyarwanda übersetzt.

1912

Errichtung des Apostolischen Vikariates Kivu.

Gründung eines ersten Seminars in Kansi.

Gründung der Kongregation der "Josephiten"

1913

Eröffnung des großen Seminars in Kabgayi.

Gründung der Schwesternkongregation "Benebikira".

1917, Juni

Gesetz des Königs Musinga zur Religionsfreiheit.

1917, 07. Okt.

Die beiden ersten ruandischen Priester werden geweiht: Balthazar Gafuku (+1959) und Donat Reberaho (*1885 / +1926).

1919, 25. März

Eidablegung der ersten ruandischen Schwester: Sr. Yohana.

1922, 25. April

Bischof Léon Classe übernimmt die Leitung des Apostolischen Vikariates Ruanda.

1928

Ankunft der "Frères de la Charité".

1931

Bischof Hirth gestorben.

1933

Gründung der Zeitschrift "Kinyamateka", die alle zwei Monate erscheint.

1936, 31. Juli

Verlegung des Großen Seminars von Kabgayi nach Nyakibanda.

1937

Errichtung eines Krankenhauses in Kabgayi.

1943, 19. März

Weihe von Mgr. Laurent Déprimoz als Koadjutor von Bischof Classe.

1943, 17. Okt.

Taufe des Königs Mutara III. Rudahigwa und seiner Mutter.

1945, 31. Jan.

Tod von Bischof Classe, Bischof Déprimoz wird neuer Apostolischer Vikar.

1949, 27. Okt.

König Mutara weiht Ruanda Christus dem König.

1950, 15. Aug.

Synode und 50jähriges Jubiläum der Kirche in Ruanda.

1952

Errichtung des Apostolischen Vikariates Nyundo. Mgr. Aloys Bigirumwami wird Apostolischer Vikar.

1952

Gründung eines Karmel in Zaza.

1954

Gründung von "Hobe", einer Monatszeitschrift von 8 Seiten für die Jugend. Auflage bis zu 100000.

1956, 25. März

Mgr. Perraudin wird von Mgr. Bigirumwami zum Bischof geweiht.

1959, 10. Nov.

Errichtung der kirchlichen Hierarchie in Ruanda. Bischof Perraudin wird Erzbischof von Kabgayi.

1960, 20. Dez.

Errichtung der Diözese Ruhengeri. Mgr. Manyurane wird zum Bischof der neuen Diözese ernannt. Er stirbt in Rom am 08. Mai 1961.

1961, 11. Sept.

Errichtung der Diözese Butare.

1961, 03. Dez.

Mgr. Sibomana wird Bischof von Ruhengeri.

1962, 06. Jan.

Weihe von Mgr. Gahamanyi zum Bischof von Butare.

1962

"Afrikanisches Katechetisches Institut" in Butare eröffnet.

Katechistenschulen in Nyundo und Kabgayi eröffnet.

1963, 03. Nov.

Gründung der Nationalen Universität von Ruanda, die unter der Leitung des Dominikaners George-Henri Lévesque steht.

1963

Gründung des Großen Seminars in Nyundo.

1964, 06. Juni

Eröffnung einer Apostolischen Nuntiatur in Ruanda.

1966

Alle kirchlichen Schulen werden verstaatlicht, die Gebäude enteignet. Allerdings können sich die meisten Schulen nicht finanziell tragen und werden weiter von der Kirche unterstützt.

1968, 05. Sept.

Mgr. Sibomana wird zum Bischof von Kibungo ernannt.

Mgr. Nikwigize wird sein Nachfolger in Ruhengeri.

1971

Veröffentlichung des Neuen Katechismus.

1973

Bischof Aloys Bigirumwami tritt zurück.

1974, 12. Jan.

Mgr. Vincent Nsengiyumva wird zum Bischof von Nyundo ernannt.

1974, Okt.

Vereinigung der beiden Großen Seminare von Nyundo und Nyakibanda.

1976, 03. Mai Mgr.

Vincent Nsengiyumva wird zum Erzbischof von Kigali ernannt.

Mgr. Perraudin übernimmt die Diözese Kabgayi.

1977, 17. März

Bischofsweihe von Mgr. W. Kalibuhi in Nyundo.

1979, 13. Juni

Das Theologiestudium des Großen Seminars von Nyakibanda wird mit der Urbana Universität in Rom affiliiert.

1980, 06. Juni

Die Versammlung der Bischöfe Ruandas wird zur Ruandischen Bischofskonferenz.

1980, Okt.

Eröffnung eines Vor-Seminars in Rutongo.

1981, 14. Nov.

Errichtung der Diözesen Byumba und Cyangugu.

1982, 17. Jan.

Bischofsweihe von Mgr. Ruzindanan in Byumba.

1982, 24. Jan.

Bischofsweihe von Mgr. Ntihinyurwa in Cyangugu.

1987, 15. April

Abkommen zwischen Katholischer Kirche und Staat, das der Kirche eine große Zahl der Grundschulen und weiterführende Schulen anvertraut. Die kirchlichen Grundschulen betreuen 1,5 Mio. Kinder.

1988, 31. Jan.

Bischofsweihe von Mgr. Thaddée Nsengiyumva, Koadjutor von Kabgayi.

1988

Statistik der Kirche Ruandas: 8 Diözesen, 117 Pfarreien, 278 ruandische Priester, 280 ausländische Priester, 2 954 875 Getaufte, 253 393 Katechumenen.

1989, 08. Okt.

Mgr. Thaddée Nsengiyumva wird Nachfolger von Bischof Perraudin als Bischof von Kabgayi.

1989, 04. Nov.

Eröffnung eines Großen Seminars in Kabgayi. Das Philosophiestudium wird von Nyakibanda nach Kabgayi verlegt.

1990, 07. Sept.

Beginn eines dreitägigen Besuches in Ruanda von Papst Johannes Paul II.

1994, 06. April

Nach dem Attentat auf Präsident Habyarimana beginnt am folgenden Tag eine (anfangs gezielte) Welle von Morden, ausgeführt von der Armee, der Präsidentengarde und den Milizen. Viele Menschen flüchten sich in Kirchen und kirchliche Einrichtungen, können letztlich aber auch dort den Mördern nicht entkommen.

1994, 09. Juni.

Tutsi-Soldaten ermorden drei katholische Bischöfe, nämlich Erzbischof Vincent Nsengiyumva von Kigali, Bischof Joseph Ruzindana von Byumba und Bischof Thaddée Nsengiyumva von Kabgayi. Auch 13 Priester wurden umgebracht.

1996, 30. Nov.

Rückkehr aus dem Exil von Bischof Phocas Nkwigize von Ruhengeri. Er wird seit seiner Rückkehr aus dem Exil vermißt. Da jegliche Spur von ihm fehlt, wird angenommen, daß er ermordet und in einem der zahlreichen Massengräber begraben wurde.

1997

Mgr. Alexis Habiyamere wird Bischof von Nyundo.

1998, 17. April

Zwei Priester aus der Diözese Nyundo zum Tode verurteilt wegen Teilnahme am Genozid (Jean Emmanuel Francois Kayiranga und Edouard Nturiye). Sie legen Berufung ein.

1998, 14.-19. Sept.

Ad Limina Besuch der ruandischen Bischöfe in Rom.

1999, 23. Sept.

Beginn des Gerichtsverfahrens gegen Bischof Misago nach mehrmaligen Verschiebungen. Die Anklage lautet auf Teilnahme am Völkermord 1994.

2000, 08. Febr.

Hundertjahrfeier der Kirche in Ruanda. "Die Kirche hat viel gelitten. Beten wir, daß sie den inneren Frieden und neue Kraft findet, um dieses Jubiläum zu feiern", sagte P. Francois Richard, Generaloberer der Afrikamissionare - Weisse Väter, in Save.

2000, 15. Juni

Der Prozess gegen Mgr. Augustin Misago endet mit einem Freispruch. Er war der Teilnahme am Völkermord 1994 beschuldigt worden.

2000, 17. Sept.

Eine Messe in der Kathedrale von Gikongoro markierte die Rückkehr von Bischof Misago.

2001

Höhepunkt der Hundertjahrfeier der katholischen Kirche Ruandas, an der Kardinal Roger Etchegaray teilnimmt. Papst Johannes Paul II wünscht, dass die Feiern die Versöhnung im Lande fördern.