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Ruphih

Sambia: Geschichte in Auszügen

Die ältesten Spuren von Menschen im heutigen Sambia reichen über 10000 Jahre zurück.

14. Jh.

Einwanderung verschiedener Bantuvölker, Bemba, Tonga, Nyanja und Lunda-Luvale.

16. Jh.

Handel mit Mineralien, Elfenbein und Sklaven beginnt.

17. Jh.

Gründung der Königreiche.

1860 - 1873

Der britische Arzt und Missionar David Linvingstone unternimmt mehrere Forschungsreisen in Zentralafrika (gestorben in Ilala im heutigen Sambia).

1884

Auf der Kongo-Konferenz in Berlin zur britischen Einflußzone ernannt.

1891

Unter Verwaltung der British South Africa Company, (vom britischen Geschäftsmann Cecil Rodes gegründet).

1909

Eisenbahnverbindung zwischen Livingstone und dem Kupfergürtel.

1924

Das britischen Protektorat wird britische Kronkolonie Nordrhodesien (heutige Sambia).

1931

Beginn des Kupferbergbaus.

1953

Teil der Föderation von Rhodesien und Nyassaland.

1958

Gründung der United National Idependence Party (UNIP), seit 1960 unter dem Vorsitz von Kenneth Kaunda.

1964, 24. Okt.

Unabhängigkeit als Republik Sambia unter Präsident Kenneth Kaunda. In den folgenden Jahrzehnten wird Kaunda in Mehrparteienwahlen (1968) und Einparteiwahlen (1973, 1978, 1983 und 1988) im Amt bestätigt.

1967

Kaunda verkündet seine Staatsphilosophie, den "sambischen Humanismus". Dahinter steht das Anliegen, daß der Mensch in der Gesellschaft Sambias voll zur Entfaltung kommen soll. Abgelehnt werden die Ausbeutung durch Kapitalismus oder Imperialismus, jede Form des Rassismus, aber auch der Kommunismus. Kaunda bekennt sich zum Christentum. Der sambische Humanismus ist eine Form des Sozialismus.

1969

Die Regierung Sambias besitzt die Anteilsmehrheit (51%) am Kapital der Industriegesellschaften.

1972

Beginn der sogenannten "parzipatorischen Einparteidemokratie", in der jedoch die Kontrolle von oben weit stärker ist, als die Partizipation von unten.

1973

95 Prozent der sambischen Deviseneinnahmen stammen aus dem Kupferexport, der 1973 und 1974 sehr gute Preise erzielte und bis zu 50 Prozent des Volkseinkommens lieferte. Das Gesundheits- und das Bildungswesen wird erheblich ausgebaut und verbessert.

1975

Die Regierung übernimmt die Kontrolle der Verwaltung und des Verkaufs der Bergbauprodukte.

1975

Der Sturz des Kupferweltmarktpreises löst eine Dauerkrise der Wirtschaft aus. Minen werden im Zuge der Strukturanpassungsmaßnahmen geschlossen. Ein langjähriger Konflikt mit dem IWF beginnt.

1975

Eisenbahnverbindung vom Kupfergürtel bis Dar-es-Salaam.

1976

Der wirtschaftliche Niedergang des Landes beeinträchtigt nachhaltig die Qualität und Reichweite der sozialen Versorgung der Bevölkerung. Es kommt immer öfter zu blutigen Auseinandersetzungen.

1979, Juli

Präsident Kaunda entschließt sich aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation, die Transportverbindungen zum benachbarten Rhodesien und zu Südafrika auszubauen. Diese wirtschaftspolitische Entscheidung steht in krassem Gegensatz zu der offiziellen Politik Sambias, das sich als sogenannter "Frontstaat", an der Spitze jener Länder sieht, die dem "Apartheids-Regime" Südafrikas den militärischen Kampf angesagt haben.

1987, Mai

Bruch mit dem Währungsfonds. Präsident Kaunda gibt bekannt, das Strukturanpassungsprogramm des IWF wird nicht weitergeführt. Sambia wird in Zukunft weniger als 10% seiner Nettodiviseneinkünfte für den Schuldendienst aufwenden.

1989

Der Versuch die Wirtschaftskrise ohne Unterstützung des Internationalen Währungsfonds zu bewältigen endet im ökonomischen Desaster. Die Auslandsverschuldung des Landes ist auf 7,2 Milliarden Dollar – das Vierfache des Sozialprodukts gestiegen. Kaunda sieht sich gezwungen erneut Kontakte mit dem IWF und der Weltbank aufzunehmen.

1990, Juni

Ein Putschversuch gegen Präsident Kaunda scheitert.

1990. Dez.

Ein Parlamentsbeschluss macht die Einführung eines Mehrparteiensystems möglich.

1991, 31. Okt.

Oppositionsführer Fredirek Chiluba gewinnt die Präsidentenwahlen, seine Partei MMD erhält 80% der Sitze.

1996, 18. Nov.

Bei umstrittenen Wahlen, die von den Oppositionsparteien boykottiert werden, erhält Präsident Chiluba 69,5% der Stimmen, sein Partei MMD gewinnt 131 der 150 Parlamentssitze.

1997, Feb.

Die Regierung beginnt mit der Privatisierung der Kupferminen.

2001, 27. Dez.

Der Kandidat der MMD Levy Mwanawasa gewinnt knapp die Präsidentschaftswahlen. Bei den Parlamentswahlen kommt die MDD auf 68 von 150 Sitzen. Unabhängige Wahlbeobachter sprechen von massiven Wahlbetrug.

2003, Jan.

Ex-Präsident Frederik Chiluba wird wegen Korruption vor Gericht gestellt.

2006, 28. Sept.

Bei Präsidentenwahlen gewinnt Amtsinhaber Mwanawasa knapp vor Michael Sata. Bei der Parlamentswahl erhält die MMD 72 der 150 Sitze.

2008, 19. Aug.

Präsident Mwanawasa stirbt in Paris. Amtshabender Präsident Rupiah Banda gewinnt die Wahlen zwei Monate später.

2011, 20. Sept.

Bei Präsidentenwahlen setzt sich Michael Sata mit 42% der Stimmen durch. Seine Partei Patriotic Front gewinnt 38,3% der Stimmen.

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