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Sãó Tomé und Principe
Republica Demokratica de Sao Tomé e Principe
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Sãó Tomé und Principe: Geschichte in Auszügen

1470, 21. Dez.

Entdeckung der Insel Sao Tomé durch die portugiesische Seefahrer Joao de Santarém und Pedro Escobar.

1471

Entdeckung der Insel Principe.

1485

Etwa 100 Portugiesen sind die ersten Siedler auf Sao Tomé. Mit Hilfe von Sklaven, die vom Festland (Nigeria, Gabun, Kongo) wurden, legen sie Zuckerrohrplantagen an.

Ansiedlung von Strafgefangenen

1492

Von Spanien ausgewiesenen Juden landen auf Sao Tomé.

1500

Erste Siedlung auf Principe.

Ab 1500

Die Inseln werden Transitlager für Sklaven die nach Amerika verkauft werden.

1522

Portugiesische Provinz.

1530

Revolte der Sklaven. Zuckerrohrplantagen werden aufgelassen, Besitzer gehen mit ihren Sklaven nach Brasilien. Zusammenbruch der Zuckerindustrie auf den beiden Inseln.

1544

Ein Sklavenschiff aus Angola strandet, die Sklaven werden freigelassen und im südlichen Teil von Sao Tomé angesiedelt, daher der Name der Region "Angolares".

1552

Sao Tomé wird offiziell von der portugiesischen Krone annektiert.

1573

Principe wird von der portugiesischen Krone offiziell annektiert.

17. Jh.

Holländer halten die Inseln für einige Zeit

19. Jh.

Beginn des Anbau von Kakao. Eine landwirtschaftliche Blütezeit setzt ein.

1869

Abschaffung der Sklaverei.

Beginn eines Systems bei dem Arbeiter einen Kontrakt für mehrere Jahre unterzeichneten, auch wurden "Mietarbeiter" vom Festland auf die Inseln gebracht.

1951

Status einer separaten Überseeprovinz Portugals.

1953

1032 Plantagenarbeiter werden getötet als portugiesische Soldaten unter General Gorgulho einen Streik unterdrücken wollen.

1960

Gründung des CLSTP (Comissao de Liberdad de Sao Tomé e Principe – Komitee zur Befreiung von Sao Tomé und Principe).

1963

Mit einem 24-Stunden Streik unter Führung des CLSTP werden Plantagen lahmgelegt.

1972

Die Unabhängigkeitsbewegung CLSTP ändert ihren Namen in MLSTP (Movimento de Liberdad de Sao Tomé e Principe) und installiert sich in Libreville, Gabun, ihr Leiter ist Dr. Manuel Pinto da Costa.

1974

Nelkenrevolution in Portugal, Großgrundbesitzer ziehen sich von ihren Besitzungen auf den Inseln zurück.

1974, 21. Dez.

MLSTP tritt in die Provinzregierung ein.

1975, 12. Juli

Unabhängigkeit von Portugal.

MLSTP ist die einzige politische Partei im Land.

Präsident: Dr. Manuel Pinto da Costa

Präsident der Volksversammlung: Leonel d’Alva.

1975, 14. Nov.

Banken und Plantagen werden nationalisiert. Niemand darf mehr als 100 ha Land besitzen. Niedergang der Kakaoproduktion.

1978, Feb.

Volksmilizen werden aufgestellt nach einer fehlgeschlagenen Invasion von Söldnern unter dem früheren Gesundheitsminister Carlos da Graca.

1978

Regierung erklärt eine 200 Meilen-Zone, um seine Fischgründe zu schützen.

1979, März

Carlos da Graca wird in Abwesenheit zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt.

1979, April

Präsident Manuel Pinto da Costa schafft das Amt des Premierministers ab. Der bisherige Premierminister Miguel Travoada wird entlassen, aus der MLSTP ausgeschlossen und unter Arrest gestellt.

1981, 01. Jan.

Präsident da Costa übernimmt auch das Verteidigungsministerium.

1981, 12. Juli

Nach zwei Jahren wird Migual Travoada aus der Haft entlassen, er geht ins Exil.

1881, Dez.

Unruhen auf Principe, Regierung antwortet mit strikteren Sicherheitsvorkehrungen.

1983/84

Dürrekatastrophe.

1984

Regierungsumbildung.

1985, Feb.

Präsident da Costa übernimmt auch das Außenministerium und das Planungsministerium.

1985

Dürrekatastophe.

1985, 30. Sep.

Präsident da Costa wird für eine dritte Amtsperiode von fünf Jahren wiedergewählt.

1986, 20. März

In Lissabon formiert sich eine Koalition Demokratischer Opposition (CDO) mit dem Ziel einer freien und demokratischen Regierung.

1986

Kubanische und angolanische Truppen im Lande stationiert.

1987, Okt.

Verfassungsreform angekündigt.

1989, Dez.

Präsident da Costa kündigt die Einführung des Mehrparteiensystems an.

1990, März

Die Nationale Volksversammlung stimmt mehreren Änderung der Verfassung zu. Ein Mehrparteiensystem wird akzeptiert. Unabhängige Kandidaten werden zugelassen. Die Amtszeit des Präsidenten wird auf höchstens zweimal fünf Jahre begrenzt.

1990, Juni

Der 1981 ins Exil gegangene Miguel Trovoada kehrt zurück.

1990, 22.08.

Durch Referendum bestätigte demokratische Verfassung.

1991, 20.01.

Bei den ersten demokratischen Parlamentswahlen siegte die Oppositionspartei PCT/GR. Damit wurde nach 15jähriger Regierungszeit die Einheitspartei MLSTP unter Führung von Präsident Pinto da Costa durch ein Mehrparteiensystem abgelöst.

1991, 03.03.

Wahl von Miguel Trovoada, Premier unter Pinto da Costa 1975 und von ihm jahrelang in Haft gehalten, mit überwältigender Mehrheit zum neuen Staatspräsidenten.

1995, Aug.

Putsch unzufriedener Offiziere.

1996, Juli

Die mehrfach verschobenen 2. Präsidentschaftswahlen konnte Trovoada knapp für sich entscheiden.

2001, Juli

Wahl des von Trovoada unterstützten Fradique de Menezes mit überwältigender Mehrheit zum Staatspräsidenten.

2001, Dez.

Auflösung des Parlaments nach Boykott der in Opposition zum Präsidenten stehenden Mehrheitsfraktion MLSTP.

2002, März

Vorgezogene Parlamentswahlen bringen keiner Partei eindeutige Mehrheit, deshalb Bildung einer von allen im Parlament vertretenen Parteien getragenen Regierung unter dem parteilosen Premierminister Gabriel Costa.

2002, 04.10.

Bildung einer neuer Regierung der "nationalen Einheit" unter Beteiligung aller im Parlament vertretenen Parteien.

2003, Juli

Militärputsch auf Druck der internationalen Gemeinschaft nach achttägiger Dauer unblutig beendet. Regierungsumbildung unter Verbleib der aktuellen Premierministerin, aber Auswechslung von sieben Ministern.

2004, Sept.

Regierungsumbildung nach einem Bestechungsskandal, in den die Premierministerin und weitere Minister verwickelt waren.

2006, Juli

Präsidentschaftswahlen