Daten aus der Geschichte der katholischen Kirche in Sierra Leone1605 Ein portugiesischer Jesuit, Pater Balthasar, geht mit Kaufleuten an Land. Er sieht sich in erster Linie als Betreuer der Christen, mit denen er kam. Er predigt jedoch auch zur Bevölkerung, tauft einige Häuptlinge. Er kehrt 1617 nach Portugal zurück. 17. Jh. Kapuziner missionieren mit wenig Erfolg. 1822 Französische Ordensschwestern gründen Krankenhaus in Freetown, um Gelbfieberpatienten zu pflegen. 1858 Apostolisches Vikariat Sierra Leone errichtet. Die Lyoner Gesellschaft für die Afrikanischen Missionen übernimmt die Mission. Innerhalb eines halben Jahres sterben 6 der 7 Missionare an Gelbfieber. 1864 Spiritaner übernehmen die Mission, die sich fast nur auf Freetown beschränkt. 1890 Weitere Missionsstationen werden im Land eröffnet. 1950 Diözese Freetown und Bo errichtet. 1952 Apostolische Präfektur Makeni (1962 Diözese) 1970Diözese Kenema. Freetown und Bo wird Erzdiözese. 1995, 25. Jan.Aus Kambia, Diözese Makeni, werden etwa 150 Personen von den Rebellen entführt, darunter auch 7 Xaver Missionsschwestern. Die Bischöfe verlangen die sofortige Freilassung. 1995, 01. Febr. Der Papst appelliert an alle Konfliktbeteiligten, die Waffen niederzulegen und gemeinsam eine würdige Lösung für die ersten Probleme Sierra Leones zu suchen. 1995, 18. Sept. In der Erzdiözese Freetown und Bo sind 9 Pfarreien und 11 Schwesternhäuser, in der Diözese Kenema 10 Pfarreien und 7 Schwesternhäuser, in der Diözese Makeni 3 Pfarreien und 6 Schwesternhäuser geschlossen. Insgesamt wurden 2 Krankenhäuser, 9 Krankenstationen, 20 Schulen, 22 Pfarreien, und 24 Schwesternhäuser geschlossen. (fides) 1998, 14. Febr. Vier katholische Missionare und ein freiwilliger Helfer aus dem Krankenhaus in Lusnar entführt. Missionsstationen und Schwesternhäuser vielerorts geplündert. 1998, 11. Dez. Wegen Todesdrohungen werden nach Rebellenangriffen alle Ärzte und Missionare von der katholischen Kirche aus Lusnar, nördlich Freetown, abgezogen. 1999, 13. Jan. Rebellen nehmen Erzbischof Ganda von Freetown als Geisel. 1999, 18. Jan. 11 Missionare, darunter 6 Schwestern werden von den Rebellen entführt. Vier der Schwestern sterben an ihren tödlichen Verletzungen. Die restlichen Geiseln kommen später frei. 1999, 23. Jan. Erzbischof Ganda und 4 Priester können den Rebellen entkommen. 1999, 07. Mai Italienische Xaverianer Missionare wollen nach und nach in die Gebiete von Freetown und Lungi zurückkehren, um sich der Flüchtlinge und besonders der ehemaligen Kindersoldaten anzunehmen. (fides) Ebenso werden die Guiseppini von Murialdo nach Sierra Leone zurückkehren. Ihre Schulen und Werkstätten werden noch nicht wieder geöffnet. Es sind Aufbau und Reparaturarbeiten zu erledigen. |