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Simbabwe  > Ereignisse

Ereignisse und Entwicklungen 2002 

2002, 01. Jan.

Jugendliche Schlägertruppen der Zanu-PF des Präsidenten terrorisieren einen Stadtteil von Harare.

2002, 08. Jan.

Das Parlament diskutiert eine Gesetzesvorlage, die die Arbeit ausländischer Journalisten und Wahlbeobachter untersagt und der Polizei Vollmachten gibt, gegen die Opposition vorzugehen.

2002, 20. Jan.

In einer Stellungnahme fordert der Rat christlicher Kirchen des südlichen Afrika die Regierungen der Region auf, Simbabwes Präsidenten Robert Mugabe zum Rücktritt zu bewegen. Das World Food Programm (WFP) bringt erste Nahrungsmittellieferungen ins Land, um eine Hungerskatastrophe zu vermeiden.

2002, 30. Jan.

Auf einer Konferenz der Außenminister konnte Simbabwe knapp einem Ausschluss aus dem Commonwealth entgehen.

2002, 31. Jan.

Das umstrittene Pressegesetz, das alle Medien einer strikten Regierungskontrolle unterwirft, wird vom Parlament gebilligt.

2002, 17. Feb.

Die Führer von 17 christlichen Kirchen verurteilen die Gewalttätigkeiten und die Verteuflung ihrer Kirchen durch die staatlichen Medien.

2002, 18. Feb.

Die Regierung weigert sich, die internationalen Nachrichtendienste für die Berichterstattung bei den Wahlen zu akkreditieren.

2002, 19. Feb.

Als Antwort auf die Behinderung der EU Wahlbeobachter und wegen grober Menschenrechtsverletzungen beim Wahlkampf verhängte die EU das angedrohte Embargo gegen Simbabwe. Es umfasst ein Einreiseverbot in die EU und die Blockade von Vermögenswerten gegen Präsident Mugabe und 19 führende Politiker, sowie ein Waffenembargo. Auch die USA planen Sanktionen gegen Simbabwe.

2002, 25. Feb.

Morgan Tsvangirai und zwei andere prominente Politiker der Oppositionspartei MDC sind angeklagt, einen Mordanschlag gegen Präsident Mugabe geplant zu haben. Als Beweisstück dient eine umstrittene Videoaufnahme.

2002, 09. März

Wahlbeginn. Die Regierung halbiert kurzfristig die Zahl der Wahllokale in Gebieten der Opposition. Lange Schlangen vor den Wahllokalen.

2002, 13. März

Die Wahlkommission erklärt Mugabe zum Sieger. Lokale wie auch norwegische Wahlbeobachter erklärem, dass die Wahlen nicht frei und fair waren. Mehrere tausend Wähler konnten ihre Stimmen nicht abgeben.

2002, 14. März

UN Generalsekretär Anna warnt vor Gewalt. Die USA werden die Wahlen nicht anerkennen.

2002, 17. März

Robert Mugabe wird als Präsident von Simbabwe vereidigt.

2002, 20. März

Simbabwe wird für ein Jahr vom Commonwealth ausgeschlossen. Die Schweiz will die Konten führender Politiker Simbabwes blockieren. Die Opposition ruft zu einem dreitägigen Generalstreik auf. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai wird vor Gericht wegen Hochverrat angeklagt.

2002, 22. März

4900 Farmen, 85% aller kommerziellen Farmen im Lande, sind für eine Zwangsenteignung vorgesehen.

2002, 24. März

Der angekündigte Generalstreik der Gewerkschaften wurden nur von wenigen Arbeitern befolgt.

2002, 28. März

Finanzminister Simba Makoni schätzt, dass 1.5 - 2.2 Mio. Tonnen Mais benötigt werden, um eine Hungersnot abzuwenden.

2002, 06. April

Die simbabwische Polizei verhinderte Protestmärsche, zu denen die Opposition in mehreren Städten aufgerufen hatte. Nach Angaben von Menschrechtsgruppen sind seit den Präsidentschaftswahlen mehrere tausend Personen festgenommen worden. 50.000 Menschen sind durch Landbesetzungen und politische Gewalttaten obdachlos geworden.

2002, 15. April

Die Nichtregierungsorganisation Amani Trust registrierte im Monat seit der Wahl 16 Morde an Oppositionsmitgliedern. In der letzten Märzwoche wurden 414 Eigentumsdelikte und 880 Fälle von Folter gegen MDC Anhänger berichtet.

2002, 21. April

Die Nichtregierungsorganisation Amani Trust registrierte im Monat seit der Wahl 16 Morde an Oppositionsmitgliedern. In der letzten Märzwoche wurden 414 Eigentumsdelikte und 880 Fälle von Folter gegen MDC Anhänger berichtet.

2002, 21. April

Simbabwes staatliche Luftfahrgesellschaft ist mit einer Schuldenlast von 28 Mio. US $ vom Bankrott bedroht.

2002, 30. April

Morgan Tsvangirai und zwei andere Mitglieder der Oppositionspartei MDC werden wegen Hochverrat vor Gericht gestellt.

2002, 12. Mai

Die Regierung sagt Gespräche zwischen ZANU-PF und der Oppositionspartei MDC ab.

2002, 04. Juni

Eine dänische Hilfsorganisation drückt ihre Befürchtung aus, dass Lebensmittel nur an Mitglieder der Regierungspartei ZANU-PF ausgegeben werden. 6 Millionen Bürger sind vom Hunger bedroht.

2002, 12. Juni

Der simbabwische Wirtschaftsexperte Eddie Cross schätzt die durch Besetzung der weißen Farmen enteigneten Werte auf 18 Mrd. US-$, das dreifache des BIP des Landes.

2002, 12. Juni

Der US-Bürger Andrew Meldrum wird als erster von elf verhafteten Journalisten unter dem neuen Mediengesetz vor Gericht gestellt.

2002, 24. Juni

Mit dem in Krafttreten des Gesetz zur Landenteignung verlieren 2900 weiße Farmer ihren Besitz, 232.000 Farmarbeiter werden arbeitslos. Die entschädigungslose Enteignung aller 6000 weißen Farmen soll bis Ende August abgeschlossen sein.

2002, 02. Juli

Ein US Gericht hat Simbabwes Regierungspartei ZANU-PF zu einer Entschädigung in Höhe von 73 Mio. US$ zu Gunsten der Opfer von Gewalt bei den Parlamentswahlen im Juni 2000 verurteilt.

2002, 15. Juli

Der amerikanische Journalist Andrew Meldrum wird ausgewiesen.

2002, 18. Juli

Justizminister Patrick Chinamasa wird wegen Missachtung des Gerichts zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.

2002, 17. Aug.

Nach einem Gesetz müssen 2900 weiße Farmer in Simbabwe ihr Land bis zum 15. August verlassen haben. Nur 50 haben ihr Land übergeben, 6 wurden vor Gericht gestellt. Neuseeland fordert den Ausschluss Simbabwes aus dem Commonwealth.

2002, 26. Aug.

Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat ein neues Kabinett vorgestellt. Der für die Besetzung weißer Farmen verantwortliche Landwirtschaftsminister und der für die repressive Medienpolitik verantwortliche Informationsminister bleiben im Amt.

2002, 28. Aug.

Das höchste Zivilgericht hat die Vertreibung weißer Farmer in 54 Fällen für nicht erklärt.

2002, 29. Aug.

Eine Bombenexplosion hat die Büros des privaten Radiostation "The Voice of the People" zerstört. Die Programme wurden über die Niederlande ausgestrahlt.

2002, 29. Aug.

Eine Bombenexplosion hat die Büros des privaten Radiostation "The Voice of the People" zerstört. Die Programme wurden über die Niederlande ausgestrahlt.

2002, 04. Sept.

Nahrungsmittel, die von der Oppositionspartei MDC zur Linderung der Hungersnot importiert wurden, sind von der Regierung beschlagnahmt worden.

2002, 13. Sept.

Die Armee Simbabwes, des wichtigsten Verbündeten der Regierung der Republik Kongo, hat ihre Truppen aus der Diamantenstadt Mbuji Mayi abgezogen.

2002, 23. Sept.

Die Commonwealth 'Troika' Australien, Nigeria und South Afrika konnte sich bei Verhandlungen in Abuja/Nigeria nicht über strengere Sanktionen gegen Simbabwe einigen.

2002, 10. Okt.

Generalstreik der Lehrer. Gewerkschaftsführer Raymond Majongwe wird von der Polizei misshandelt.

2002, 18. Okt.

Die 27-jährige Journalistin Sandra Nyaira erhielt den 'Courage in Journalism' Preis der internationalen Medienstiftung der Frauen.

2002, 09. Nov.

Bischof Ncube von Bulawayo fordert Präsident Mugabe auf, abzutreten und klagt die Regierung an Hilfsgüter nur an Parteianhänger zu verteilen. Washington droht mit einer Interventionen, um eine gerechte Verteilung zu sichern.

2002, 11. Nov.

Wegen unbeglichener Rechnungen will Libyen kein Öl mehr an Simbabwe liefern. Der Internationale Währungsfond befürchtet eine Inflationsrate von über 500% für 2003.

2002, 27. Nov.

Am unteren Ende der afrikanischen Wirtschaftsskala rangiert das einst so gut entwickelte Land. Die chaotische Politik von Präsident Mugabe hat dazu geführt, dass nicht nur die weiße kommerzielle Landwirtschaft weitgehend zerschlagen , sondern auch das gesamte ökonomische Gefüge ruiniert wurde.

2002, 12. Dez.

Sambia und Simbabwe wollen gemeinsam für 100 Mio. US-$ eine neue Brücke über den Sambesi Fluss bauen.