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Simbabwe  > Ereignisse

Ereignisse und Entwicklungen 2003 

Thabo Mbeki im Dialog mit Regierung und Opposition Südafrikas

Präsident Thabo Mbeki hält in Simbabwe Gespräche mit Regierung und Opposition, um die politische Krise zu lösen. Simbabwes Wirtschaft ist in vier Jahren um 40% zurückgegangen, Zweidrittel der Bevölkerung leiden unter Ernährungsmangel, die Inflationsrate beträgt über 600%. (NAD 19.12.2003)

"Daily News" im Internet

Die von Regierung verbotenen Zeitung "Daily News" wird immer noch von Südafrika aus auf dem Internet veröffentlicht. (NAD 14.12.2003)

Simbabwe verlässt das Commonwealth

 Nachdem der Commonwealth Gipfel in Nigeria die Suspendierung Simbabwes aufrecht erhalten hat, hat Präsident Robert Mugabe den sofortigen Austritt seines Landes erklärt. (NAD 08.12.2003)

Commonwealth Gipfel uneinig

Die 52 Staaten des Commonwealth beginnen ihre Gipfelkonferenz in Abuja / Nigeria mit einem Streit über die Teilnahme des simbabwischen Präsidenten Robert Mugabe. Simbabwe war wegen Wahlbetrug und Menschenrechtsverletzungen ausgeschlossen worden. Der Internationale Währungsfond droht ebenfalls mit einem Ausschlussverfahren gegen Simbabwe. (NAD 05.12.2003)

China hilft bei Elektrifizierung

China hat Simbabwe eine Anleihe von 110 Mio. US-$ zur Elektrifizierung der ländlichen Gebiete gewährt. (NAD 01.12.2003)

700% Inflation

Der Haushaltsplan für 2004 sieht eine Inflationsrate von 700% vor. (NAD 20.11.2003)

Polizei verhindert Proteste

50 Demonstranten wurden von der Polizei bei Protesten gegen den Gewaltmissbrauch der Regierung und die Preiserhöhungen verhaftet. (NAD 19.11.2003)

Obasanjo trifft Mugabe

Drei Wochen vor dem Commenwealthtreffen kommt Nigerias Präsident Obasanjo nach Harare, um sich mit Robert Mugabe zu treffen. (NAD 17.11.2003)

Bewaffnete Opposition meldet sich zu Wort

Eine unbekannte Oppositionsgruppe, die sich "Zimbabwe Freedom Movement" (ZFM) nennt, hat in einer Erklärung, der Regierung von Präsident Mugabe den bewaffneten Kampf angesagt. Die politische Oppositionspartei MDC hat eine gewaltsame Lösung der Probleme des Landes abgelehnt. (NAD 14.11.2003)

Streik der Ärzte

Die Regierung hat die Verhaftung der streikenden Ärtze angeordnet. (NAD 11.11.2003)

Erster Präsident ist tot

Canaan Sodindo Banana, der erste afrikanische Präsident Simbabwe ist nach langer Krankheit im Alter von 67 Jahren. Banana gehörte dem Klerus der Methodistischen Kirche an und war Präsident von 1980-1987. (NAD 11.11.2003)

Mugabe will Kabinett und Zentralbank umbilden

Präsident Mugabe hat wegen der katastrophalen Versorgungslage eine drastische Umstellung seines Kabinetts und der Zentralbank angekündigt. Die Inflationsrate beträgt 450%. Es besteht eine akute Knappheit an Versorgungsgüter. (NAD 01.11.2003)

Gerüchte über Mugabes Gesundheit

Nach unbestätigten Berichten wurde Präsident Mugabe nach einem Schwächeanfall zur Behandlung nach Südafrika geflogen. (NAD 28.10.2003)

Direktor der "Daily News" verhaftet

Der Direktor der von der Regierung verbotenen Zeitung "Daily News", Washington Sansole, wurde in Bulawayo von der Polizei wegen Verstößen gegen das Mediengesetz verhaftet. (NAD 27.10.2003)

Kein Benzin mehr

Die Wirtschaftskatastrophe in Simbabwe wird dramatisch. Ein Vertreter der staatlichen Treibstoffgesellschaft Nozcim gab zu, dass es "keinen einzigen Tropfen" Benzin mehr im Lande gäbe. (NAD 22.10.2003)

Kompensationen für weiße Farmer

Die Regierung hat 590 enteigneten Farmern Kompensationen angeboten, die von den meisten als ungenügend abgelehnt wurden. (NAD 13.10.2003)

"Daily Nation" im Internet

Die von der Regierung verbotene Zeitung "Daily Nation" wird aus dem Exile im Internet angeboten und will eine internationale Druckversion herausgeben. (NAD 13.10.2003)

Gewerkschaftler verhaftet

40 Gewerkschaftler, die zu einer Demonstration gegen massive Preiserhöhungen aufgerufen hatten, wurden von der Polizei verhaftet. (NAD 07.10.2003)

Preiskontrollen

Die Einführung strikter Preiskontrollen durch die Regierung könnte zu weiteren Versorgungsengpässen führen. (NAD 06.10.2003)

1000 Dollar Noten

Um den Mangel an Bargeld des inflationären simbabwischen Dollars zu beheben, wurden 1000 Dollar Noten ausgegeben, die etwa einen US-$ wert sind. (NAD 03.10.2003)

Journalisten der "Daily News" angeklagt

Neun Journalisten der letzten unabhängigen Zeitung "Daily Nation" sind der illegalen Berufsausübung angeklagt worden. Die Büros der Zeitung wurden vor zwei Wochen von der Polizei geschlossen. (NAD 25.09.2003)

Direktoren der "Daily News" verhaftet

Die Polizei in Harare verhaftete vier Direktoren der einzigen unabhängigen Zeitung "Daily News", nachdem ein Gericht die Wiederzulassung der Zeitung angeordnet hatte. (NAD 20.09.2003)

Umstruktuierung für ZANU-PF

In Vorbereitung auf die Wahlen im Jahr 2005 und unter wachsendem Druck der Opposition will sich die Regierungspartei ZANU-PF neu organisieren. (NAD 12.09.2003)

Kirchenführer fordern Druck auf Mugabe

Kirchenführer in Simbabwe und Südafrika haben einem ökumenischen Solidarity Peace Trust gegründet und fordern verstärkten internationalen Druck auf das Regime von Präsident Robert Mugabe. Vorsitzender des Friedenskomitees ist Erzbischof Ncube aus Bulawayo. Südafrika beherbergt etwa 2 Millionen Flüchtlinge aus Simbabwe. (NAD 09.09.2003)

Treibstoffhandel liberalisiert

Mit der Liberalisierung des Treibstoffhandels haben die sich die Preise für Diesel verfünffacht. (NAD 28.08.2003)

Kirchenführer trafen Mugabe

Drei Bischöfe der christlichen Kirchen trafen sich mit Präsident Mugabe, um in der politischen Krise zu vermitteln. Sie wiesen Anschuldigungen des Justizministers zurück, auf Seiten der Opposition zu stehen. (NAD 02.08.2003)

Erste Schritte zur Versöhnung 

Präsident Mugabe und Oppositionsführer Tsvangirai haben zu Dialog und Kooperation aufgerufen, um die politische und wirtschaftliche Krise in Simbabwe durch Verhandlungen zu lösen. Gleichzeit soll ein neues Gesetz die Freiheiten der Zivilgesellschaft stark einschränken.(NAD 25.07.2003)

Wassernot

Wegen anhaltender Dürre wurde die Versorgung für Industriebetriebe stark beschränkt. (NAD 05.07.2003)

Mugabe in Libyen

Präsident Mugabe reiste nach Libyen, um mit Ghadafi eine Lösung des Problems der Benzinknappheit zu suchen. (NAD 26.06.2003)

Tsvangirai verhaftet

Nach einer Woche massiver Anti-Regierungsproteste wurde Oppositionsführer Morgan Tsangirai verhaftet und wegen Hochverrat angeklagt. 500 Parteimitglieder der MDC sollen ebenfalls inhaftiert sein. (NAD 07.06.2003)

Kundgebungen unterdrückt

Die von der Opposition angekündigten Kundgebungen gegen die Regierung sind weitgehend mit einem massiven Polizeiaufgebot gestoppt worden. (NAD 02.06.2003)

Vernichtender Bericht

Der Bericht der australischen Regierung für die Commonwealth Ministerkonferenz gibt ein düsteres Bild der Menschenrechtsverletzungen, Folter und sexuelle Misshandlungen in Simbabwe. (NAD 27.05.2003)

Verluste für die Region

Nach Schätzungen des Zimbwabwe Reseach Institute hat die Krise in Simbabwe der Region 1.9 Mrd. US-$ Verluste eingebracht und das Bruttosozialprodukt Südafrikas um 1,3% herabgesetzt. (NAD 25.05.2003)

Überprüfung der Landreform

Zum ersten Mal Präsident Mugabe ein Versagen der Landreform zugegeben und eine Überprüfung angekündigt. (NAD 23.05.2003)

Ausländischer Journalist ausgewiesen

Einer der letzten ausländischen Journalisten, Andrew Meldrum, wurde des Landes verwiesen. (NAD 17.05.2003)

Vermittlungsversuch

Die Staatschefs Südafrikas, Nigerias und Malawis trafen sich in Harare mit Präsident Mugabe und Oppositionsführer Tsvangirai, um Wege zur Überwindung der andauernden Krise zu diskutieren. (NAD 05.05.2003)

Generalstreik gegen Benzinpreise

Simbabwes Gewerkschaften haben einen dreitägigen Generalstreik ausgerufen, um gegen einen 200%igen Anstieg der Benzinpreise zu protestieren, der fast überall befolgt wurde. (NAD 23.04.2003)

Keine Verurteilung durch UN-Menschenrechtskommission

Eine von der EU eingebrachte Verurteilung Simbabwe bei der UN-Menschenrechtskommission wurde durch die Gruppe der afrikanischen Staaten verhindert. (NAD 16.04.2003)

Scharfe Kritik der katholischen Kirche

In einem Osterhirtenbrief üben die katholischen Bischöfe scharfe Kritik am Regime Mugabes. Der Erzbischof von Harare, Mgr. Patrick Chakaipa, der dem Präsidenten sehr nahe stand, starb letzte Woche in Italien. Die wirtschaftliche Lage ist katastrophal. Benzinpreise wurden verdreifacht. Die Inflationsrate steht bei 228%. (NAD 16.04.2003)

SADC klagt Grossbritannien der Subversion an

In einem Treffen der Außenminister der SADC Staaten wollen Beweise haben, dass der Westen, vor allem Großbritannien, die Regierung in Harare stürzen wird. (NAD 03.04.2003)

SADC Delegation kommt nach Simbabwe

Die regionale Organisation SADC will ein Team nach Simbabwe entsenden, um in Gesprächen mit Politikern und der Zivilgesellschaft Menschenrechtsverletzungen gegen Politiker zu untersuchen. Der Vizepräsident der Oppositionspartei, Gibson Sibanda, wurde von der Polizei verhaftet. (NAD 01.04.2003)

Wahlsieg der Opposition

Trotz Wählereinschüchterung durch die Sicherheitskräfte hat Simbabwes Oppositionspartei MDC zwei Nachwahlen mit großer Mehrheit gewonnen. (NAD 26.03.2003)

Polizeigewalt gegen Opposition

Auf den erfolgreichen Generalstreik hat der Regierung Robert Mugabes mit einer Welle von Verhaftungen und Misshandlung von Mitgliedern der Opposition geantwortet. Die USA verurteilte die "beispiellose Gewalt." (NAD 26.03.2003)

Südafrikanischer Erzbischof als Mittler

Der anglikanische Erzbischof von Cape Town, Njongonkulu Ndungane, traf sich bei einem zweiten Besuch in Simbabwe mit Präsident Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai. Er sieht auf beiden Seiten eine gewisse Bereitschaft, Verhandlungen aufzunehmen. (NAD 21.03.2003)

MDC ruft zum Streik auf

Die MDC hat einen Proteststreik gegen die Regierung aufgerufen, der in vielen Teilen des Landes befolgt wurde. Die Regierung erklärte den Streik illegal. Die Polizei verhaftet 60 Personen darunter Mitglieder des Parlaments. (NAD 18.03.2003)

US-Sanktionen gegen Mugabe

Präsident Bush hat die Vermögenswerte von Präsident Robert Mugabe und 76 anderer Regierungsmitglieder in den USA blockiert. US- Bürgern ist es verboten, mit den betroffenen Personen finanzielle Transaktion vorzunehmen. (NAD 08.03.2003)

Geistliche Verhaftet

20 Geistliche sind bei einer Protestkundgebung gegen die Verhaftung eines Amtsbruders von der Polizei zeitweilig festgenommen worden. Die Regierung warnte Erzbischof Ncube aus Bulawayo, der in einem Gottesdienst Folteropfer sprechen ließ. (NAD 28.02.2003)

Chinesen übernehmen Farmen in Simbabwe

Nach der Vertreibung weißer Farmer in Simbabwe hat Präsident Mugabe jetzt den chinesischen Konzern China International Water and Electric Corporation damit beauftragt, 100.000 Hektar Ackerland im Süden des Landes zu bewirtschaften. (NAD 17.02.2003)

EU erneuert Sanktionen

Die Eu hat die Fortführung der Sanktion gegen Simbabwe beschlossen. (NAD 05.02.2003)

Chaos zu Prozessbeginn

Chaotische Szenen vor dem Gerichtsgebäude haben gestern in Simbabwes Hauptstadt Harare den Auftakt eines Hochverratsprozesses gegen Oppositionschef Morgan Tsvangirai begleitet. Ihm wird ein Mordkomplott gegen Präsident Mugabe zur Last gelegt, wobei ihm die Todesstrafe droht. Vor Prozessauftakt hatte Bereitschaftspolizei unter Gewaltandrohung rund 100 Journalisten, Diplomaten und oppositionellen Abgeordneten den Zutritt zum Gericht verwehrt. Journalisten staatlicher Medien wurde sofort Zutritt gewährt. Während die Polizei ihre Aktion mit einem voll besetzten Gerichtssaal begründete, erklärte ein Anwalt der Opposition im Gebäude: "Die Zuschauerränge sind leer." (NAD 04.02.2003)

Reporter festgehalten

Zwei US-Journalisten und ein einheimischer Fotograf sind am Dienstag in Simbabwe sieben Stunden lang von der Polizei festgehalten worden. Die drei hatten ein Lager der Getreidevermarktungsbehörde in der Stadt Bulawayo besucht. (NAD 30.01.2003)

Streit um Mugabe gefährdet EU- Afrika Gipfel

Differenzen zwischen EU-Regierungen über die Haltung zum Regime des Präsidenten Simbabwes, Robert Mugabe, bringen den zweiten "Europa-Afrika-Gipfel, der am 4/5 April in Lissabon stattfinden soll, ins Wanken. (NAD 23.01.2003)

Lebensmittelknappheit verursacht Unruhen

Die Lebensmittelknappheit in Simbabwe hat in der Stadt Bulawayo Unruhen ausgelöst. Die Polizei löste eine Demonstranten von 4000 Menschen auf, die auf ein Lebensmittellager zumarschierten. UN-Schätzungen zufolge sind über die Hälfte der zwölf Millionen Einwohner vom Hunger bedroht. (NAD 06.01.2003)