Verlautbarungen und Stellungnahmen der katholischen Kirche in Tansania1988 Dez.In ihrem Hirtenbrief nehmen die Bischöfe Stellung zum Thema Aids. Sie setzen sich für ökumenische Zusammenarbeit ein und suchen den engen Kontakt mit staatlichen Stellen. 1990 Sept.Der Papst besucht Tansania. In seinen Reden spricht er immer wieder von einer Evangelisierung im neuen Sozialgefüge. Er weist mit Nachdruck auf den hohen Wert der Familie und fordert in einem eindringlichen Appell die eheliche Treue: "Wo Ehe und Familie respektiert und geschützt werden, wird die Gesellschaft fester und humaner". Begegnung mit den Vertretern anderer Religionen. Der Papst ruft zu Achtung von Religionsfreiheit und Menschenrechten und zu gemeinsamer Friedenssuche auf. 1993, 03. MärzErklärung der Bischofskonferenz: "Der Religionsfrieden ist gefährdet".Eine erste kritische Verlautbarung der katholischen Kirche Tansanias der Regierung gegenüber. Seit einigen Jahren leidet das traditionell gute Verhältnis der religiösen Gemeinschaften unter dem aggressiven Auftreten militanter islamischer Gruppen Die Bischöfe schreiben: "Mehr als 30 Jahre haben die Bewohner Tansanias eine Atmosphäre des Friedens, der Zuneigung, der Toleranz und der Verantwortung unter den Menschen geschaffen, ungeachtet aller Unterschiede von Religionen, Stammeszugehörigkeiten, Hautfarbe und Geschlecht. Doch die Atmosphäre religiöser Verleumdung und das Schweigen der Regierung zerstören diese Bemühungen. Statt zum Frieden führt dies zur Konfrontation. 1993, 21. Nov.Die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Probleme Tansanias sind Gegenstand des Hirtenbriefes "Ein Gutes Gewissen - Vision unserer Nation". Die Bischöfe kritisieren die sozialen und politischen Verhältnisse im Land und stellen zugleich ihre Vision von einer gesunden und gerechten Nation vor. 2003. 26. JuniIn einer Erklärung setzt sich die Gerechtigkeits- und Friedenskommission der tansanischen Bischöfe detailliert und kritisch mit den Vorteilen und Defiziten des Haushaltsplans 2003 auseinander. |