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Uganda  > Ereignisse

Uganda: Ereignisse und Entwicklungen 2004

Dokumente

31.03.2004 Pressemitteilung kirchlicher Hilfswerke zur Lage in Norduganda (Text)

01.04.2004: Appell der Comboni Missionare nach dem Mord an Fr. Fulvi in Layibi / Norduganda. (Text in Englisch)

2004, April - Osterbotschaft der katholischen Bischöfe zur Lage in Norduganda und zur Demokratisierung (Text in English)

2004, 29. Juli - Die Vereinigung der Ordensleute in Uganda richtet ein Memorandum an den Parlamentssprecher über Korruption und andere Probleme im Land (Text in Englisch)

Volksabstimmung über politisches System

Ugandas Bürger stimmen in einem Referendum ab, ob das bestehende System einer einzigen politischen 'Bewegung' durch ein Mehrparteiensystem abgelöst werden soll. Oppositionsparteien haben zu einem Boykott aufgerufen, da Freiheit für politische Parteien ein Menschenrecht sei und nicht einer Abstimmung unterliege. Unter beiden Systemen wird sich die Machtstellung Präsident Musevenis kaum verändern. (NAD 28.07.2005)

Zehntausende Kombattanten zu entwaffnen

Eine Konferenz von elf Staaten berät in Lusaka über die Entwaffnung der zahlreichen bewaffneten Gruppen im Gebiet der großen Seen. Die Zahl der Kämpfer wird im Kongo auf 148.000 geschätzt, in Ruanda auf 12.000, in Burundi auf 55.000 und in Uganda auf 15.000. (NAD 28.07.2005)

Norwegen stoppt Entwicklungshilfe

Norwegen hat 4 Mio. Dollar Entwicklungshilfe für Uganda wegen Mangel an demokratischer Entwicklung und zu hoher Korruption eingefroren. Präsident Museveni forciert eine Verfassungsänderung, um an der Macht zu bleiben. (NAD 20.07.2005)

25 Tote bei Viehdiebstählen

Bei einem Überfall der Pian auf die Bokora, um deren Kühe zu stehlen, kamen in Karamoja 25 Menschen ums Leben. (NAD 18.07.2005)

Ruanda und Uganda umgehen Waffenembargo

Nach einem Bericht von Amnesty International fließen trotz eines UN-Waffenembargos immer noch großen Mengen von Waffen aus Ruanda und Uganda in den Kongo. Beide Staaten sind angeklagt, Milizen im Kongo zu unterstützen, um Rohstoffe zu plündern. (NAD 06.07.2005)

Flüchtlinge kehren nach Hause zurück

Nach Angaben der SPLA sind seit dem Abschluss der Friedensabkommen im Januar über 55.000 aus Uganda in den Südsudan zurückgekehrt. (NAD 28.06.2005)

Katastrophensituation in Norduganda

Das Welternährungsprogramm (WFP) bezeichnet die Ernährungssituation in Norduganda als schlimmer als die Tsunami Katastrophe. Ohne mehr Hilfe der internationalen Gemeinschaft sind die 1.4 Million internen Flüchtlinge, die in 135 Lagern leben, vom Hunger bedroht. (NAD 03.06.2005)

Kinder flüchten in die Städte

Nachdem die Rebellen der LRA nach gescheiterten Friedensverhandlungen wieder Dörfer und Flüchtlingslager angegriffen haben, sind nach Angaben von Hilfsorganisationen 10.000 Kinder aus ihren Ortschaften in nahe gelegene Städte geflohen, wo sich bereits 30.000 Flüchtlingskinder aufhalten. (NAD 24.05.2005)

Werbefirma soll Image verbessern

Die Regierung will 675.000 Dollar an eine britische Werbeagentur zahlen, um Ugandas angeschlagenes Image im Ausland aufzupolieren. Nachdem Präsident Museveni mit allen Mitteln eine dritte Amtszeit erzwingen will, hatte Großbritannien seine Finanzhilfe zurückgeschraubt. (NAD 21.05.2005)

UN-Menschenrechtsbüro in Kampala

Der UN-Menschenrechtskommissar wird in Kampala ein permanentes Büro einrichten, um Menschenrechtsverletzungen in Nord- und Ostuganda zu verfolgen. (NAD 19.05.2005)

Angriff auf Flüchtlingslager

LRA Rebellen haben eine Flüchtlingslager nur 25 km von der Provinzhauptstadt Gulu angegriffen und mindestens 20 Personen getötet. (NAD 06.05.2005)

HIV Infektionsrate sinkt weiter

Die Infektionsrate, die Anfang der neunziger Jahre noch 30% betrug, ist nach offiziellen Regierungsangaben im letzten Jahr auf 7% heruntergegangen. Inzwischen sind fast eine Million Menschen an Aids gestorben. (NAD 04.05.2005)

Parlamentarier verhaftet

Zwei Parlamentarier der Oppositionsgruppe "Forum for Democratic Change" wurden von der Polizei inhaftiert. Die Menschenrechtsorganisation Human Right Watch (HRW) befürchtet, dass die Verhaftungen Teil einer Einschüchterungskampagne gegen Politiker sind, die sich gegen eine dritte Amtszeit von Präsident Museveni ausgesprochen haben. Die britische Regierung hat einen 10 Millionen Dollar Zuschuss wegen unreichender Demokratisierung zurückgestellt. (NAD 28.04.2005)

Museveni forciert Referendung

Obwohl die Gesetzesvorlage vom Parlament abgelehnt wurde, will Präsident Museveni das zukünftige politische System durch eine Volksbefragung entscheiden lassen. (NAD 26.04.2005)

ICC respektiert Friedensbemühungen

In Gesprächen mit Vertretern der Zivilgesellschaft aus Norduganda hat der Chefankläger Internationalen Strafgerichtshofs (ICC), Luis Moreno-Ocampo zugestimmt, durch eine Strafverfolgung von LRA-Rebellen wegen Kriegsverbrechen nicht die laufenden Friedensverhandlung zu gefährden. Das Statut des ICC erlaubt dem Chefankläger auf eine Strafverfolgung im Interesse des Friedens zu verzichten. (NAD 19.04.2005)

Uganda vor dem ICC angeklagt

Der Internationale Strafgerichtshof hat mit Anhörungen zur eine Anklage des Kongos gegen Uganda begonnen. Der Kongo beschuldigt sein Nachbarland einer Invasion in sein Hoheitsgebiet, des Mords an Zivilisten und anderen Menschenrechtsverbrechen und verlangt Reparationen. (NAD 12.04.2005)

Delegation will ICC Anklagen stoppen

Eine Delegation von Bürgern aus Norduganda ist in Den Haag, um die Anklagen wegen Kriegsverbrechen des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) gegen Anführer der LRA Rebellen zu verhindern. Die Vertreter der Kirchen und lokalen Autoritäten, fürchten, dass eine gerichtliche Verfolgung die augenblicklichen Friedensverhandlungen gefährden würden. (NAD 16.03.2005)

Hilfe gegen LRA Rebellen abgelehnt

Die Regierung hat ein Angebot Tansanias und Kenias, beim Kampf gegen die LRA Rebellen mitzuhelfen, abgelehnt. (NAD 05.03.2005)

Referendum über die politische Zukunft

Das Parlament diskutiert eine Verfassungsänderung, die Präsident Museveni nach 20 Jahren im Amt eine dritte Amtsperiode gewähren soll. Auch ein Vielparteiensystem und Kiswaheli als zweite Nationalsprache sind in der Diskussion. Am 30. Juni soll über den Gesamtvorschlag in einer Volksabstimmung entschieden werden. (NAD 26.02.2005)

Ende des Waffenstillstands

Der von der Regierung angebotene Waffenstillstand mit den LRA Rebellen ist ausgelaufen und die Rebellen haben bei zwei Angriffen auf die Zivilbevölkerung mindestens 12 Personen getötet. (NAD 24.02.2005)

LRA Unterhändler übergelaufen

Brigadier Sam Kolo, Unterhändler der LRA Rebellen bei den Friedensverhandlungen, hat sich der ugandischen Armee ergeben. (NAD 16.02.2005)

Armee rekrutiert Kindersoldaten

Nach einem UN Bericht hat die ugandische Armee ehemalige geflohene Kindersoldaten der LRA Rebellen rekrutiert, viele von ihnen unter 18-Jahre. Die Regierung rechtfertigt die Rekrutierung mit dem Argument, die Kinder hätte keine andere Integrationsmöglichkeit. (NAD 16.02.2005)

Strafgerichtshof plant Prozess

Nach Medienbericht will der Internationale Gerichtshof 12 Haftbefehle gegen Kriegsverbrecher in Uganda ausstellen und hoffe, in sechs Monaten mit den Prozessen beginnen zu können. (NAD 16.02.2005)

18-tägiger Waffenstillstand

Die Regierung hat, um Friedensverhandlung zu erleichtern, einen 18-tägigen Waffenstillstand angeordnet. (NAD 05.02.2005)

In illegalen Waffenhandel verstrickt

Der UN-Bericht einer Expertengruppe beschuldigt Ruanda und Uganda, die zwei Mal den Kongo angegriffen haben, das UN-Waffenembargo gegen den Ost-Kongo zu unterlaufen. Ruanda leugnet die Beschuldigungen. (NAD 26.01.2005)

Todesurteile angefochten

400 zum Tode verurteilte Strafgefangene haben vor dem Obersten Gerichtshof gegen die Todesstrafe Einspruch erhoben. (NAD 21.01.2005)

Neues Oberhaupt des Acholi Volkes

Präsident Museveni nahm an der Amtseinführung des neuen Oberhauptes der Acholi in Gulu teil. Rwot David Onen Acana II. rief seine Volksgenossen in der LRA Rebellenbewegung auf, Frieden zu schließen. (NAD 18.01.2005)

AU bietet Vermittlerrolle an

Die Afrikanische Union hat Präsident Museveni offiziell angeboten, bei Friedensgesprächen mit den LRA-Rebellen zu vermitteln. Die AU wird in Kampala ein permanentes Büro einrichten. Friedenserwartungen wurden enttäuscht durch neue Angriffe der Rebellen. (NAD 08.01.2005)

Waffenstillstand gebrochen

Präsident Museveni erklärte den Waffenstillstand mit den LRA-Rebellen für beendet, nachdem Einheiten der LRA eine Armeepatrouille in der Nähe von Gulu angegriffen hatten. (NAD 02.01.2005)

Erste direkte Verhandlungen mit der LRA

Innenminister Rugunda zeigte sich nach einem ersten Treffen mit Führern der LRA zuversichtlich, dass ein Friedensabkommen in naher Zukunft möglich sei. Eine Gruppe von Parlamentariern und Vertretern der Kirchen hatten sich mit Anführern der LRA-Rebellen in Kitgum getroffen, um eine Vertrauensbasis für direkte Verhandlungen mit der Regierung zu schaffen. Ein Waffenstillstand während der Weihnachtszeit ist in Teilen des Nordens in Kraft. (NAD 30.12.2004)

Tragisches Ende einer Weihnachtssafari

P. John Peter Olum geriet beim Besuch einer Außenstation der Pfarrei Pfarrei, Diözese Gutu, in einen Hinterhalt der LRA-Rebellen. Zwei seiner Begleiter starben, der Priester wurde schwer verletzt. (NAD 22.12.2004)

LRA Rebellen suchen Asyl in Kenia

Nach Presseberichten aus Nairobi haben 41 Mitglieder der ugandischen LRA-Rebellen in Kenia um Asyl gebeten. (NAD 22.12.2004)

Waffenstillstand aufgehoben

Ein Armeesprecher erklärte den Waffenstillstand mit LRA-Rebellen beendet, da die Milizen sich aus der Waffenstillstandszone zurückgezogen hätten, um sich für neue Angriffe zu formieren. (NAD 17.12.2004)

Friedensgespräche in Gefahr

LRA-Rebellen sehen die Friedensgespräche gefährdet, nachdem die ugandische Armee bei einem Angriff 16 Rebellen getötet hat. Die UN hat einen Helikopter zur Verfügung gestellt, um das ugandische Verhandlungsteam zu Treffpunkten mit den Rebellenführern zu fliegen. Bisher fanden drei Treffen statt. (NAD 16.12.2004)

Rebellen in die Armee integriet

Über 900 ehemalige LRA-Rebellen und Mitglieder der lokalen Verteidungsgruppen wurden nach einem drei-monatigen Kurs offiziell in die ugandische Armee integriert. (NAD 02.12.2004)

LRA greifen wieder an

Trotz des Waffenstillstandsangebots der Regierung haben LRA Rebellen ein Dorf im Gulu Distrikt angegriffen und zwei Menschen getötet. Einheiten der ugandischen Armee haben die Rebellen in den Sudan verfolgt. (NAD 26.11.2004)

Abgeordnete verprügelt

Vier Parlamentarier, die in ihren Wahlbezirken öffentliche Veranstaltungen über die geplante Verfassungsänderung abhalten wollten, wurden von Soldaten der ugandischen Armee verprügelt. Präsident Museveni will durch eine Änderung der Verfassung für sich eine dritte Amtsperiode erzwingen. (NAD 24.11.2004)

Begrenzter Waffenstillstand

Auf Druck der Geberländer hat Präsident Museveni den LRA-Rebellen im Grenzgebiet zum Sudan einen einwöchigen Waffenstillstand angeboten. Die Feuerpause soll den Beginn von Friedensverhandlungen ermöglichen. (NAD 16.11.2004)

LRA Rebellen machen Friedensangebot

Ein Sprecher der Rebellengruppe "The Lord's Resistance Army" (LRA) erklärte, dass es keine militärische Lösung des Problems gäbe und forderte Präsident Museveni auf, eine friedliche Lösung zu suchen. Gleichzeitig verhaftete die Polizei den Bischofsvikar von Kitgum, Mgr. Ojiwa, der zwischen Regierung und Rebellen zu vermitteln versucht. (NAD 03.11.2004)

Uranfunde

Nach Presseberichten sind bei Untersuchungen in vier Regionen Ugandas Uranvorkommen entdeckt worden. (NAD 26.10.2004)

Folter weit verbreitet

Ein Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch stellte fest, dass die Sicherheitskräfte in Uganda regelmäßig Verdächtige foltern. (NAD 20.10.2004)

Verschleppte kehren zurück

34 von der LRA verschleppte Personen sind aus Juba nach Gulu zurückgekehrt. (NAD 04.10.2004)

Zahl der Aidsopfern sinkt

Entgegen den Beschuldigungen von Organisationen, die Regierung beschönige Aidsstatistiken, hat der Leiter der Aidskommission in Uganda bekräftigt, dass die Anzahl der Aidstoten von 100.000 im Jahr 2001 auf 70.000 im letzten Jahr zurückgegangen sind. Über eine Million Ugander sind seit 1980 Opfer der Immunkrankheit geworden. (NAD 23.09.2004)

Abkommen mit dem internationalen Gerichtshof

Der Internationale Gerichtshof (ICC) hat ein Abkommen mit der ugandischen Regierung geschlossen, bei der Untersuchung und Verhaftung von Kriegsverbrechern der Rebellengruppen LRA zusammenzuarbeiten. (NAD 09.09.2004)

Geiseldrama beendet

Sicherheitskräfte in Kampala konnten eine Geiselnahme in einem Ministerium ohne Blutvergiessen beendet. Die Motive der Geiselnehmer sind nicht klar. (NAD 08.09.2004)

Uganda bildet Kabilas Leibwächter aus

Ein Sprecher der ugandischen Armee hat bestätigt, dass sie Hunderte von Kongolesen in Kinshasa und Kampala für die Leibwache von Präsident Kabila ausbildet. (NAD 06.09.2004)

Oberster Gerichthof gibt Museveni Recht

Der oberste Gerichtshof Ugandas hat die Entscheidung eines Gerichts aufgehoben, die das Referendum von 2000 gegen ein Vielparteiensystem für ungültig erklärt hatte. In Uganda sind politische Parteien zugelassen, dürfen aber nicht an Wahlen teilnehmen. (NAD 03.09.2004)

Einigung über Entwaffnung von Milizen

Uganda, Ruanda und die Demokratische Republik Kongo haben sich auf die Entwaffnung von Milizen geeinigt. Im Besonderen sollen die Stammesmilizen, ugandischen Dissidenten und ruandischen Milizen entwaffnet werden, die von kongolesischem Territorium aus operieren. Die Entwaffnung soll innerhalb von zwölf Monaten abgeschlossen sein.

(NAD 26.08.2004)

Sudanesche Rebellenbewegung unterstützt Armee im Kampf gegen die LRA

Die der SPLA Bewegung nahestehenden Rebellengruppe ''Equatoria Defence Forces" (EDF) haben 40 LRA Kämpfer im Sudan getötet. Sie unterstützen die ugandische Armee, die den LRA Anführer Josef Kony in Südsudan jagt. (NAD 13.08.2004)

US Kongress verabschiedet "Northern Uganda Response Act"

Der US Kongress hat ein Gesetz verabschiedet, das vom Außenminister fordert, den Kongress über die Fortschritte in den Friedensbemühungen in Norduganda und den Beteiligung des Sudan im Konflikt zu unterrichten. (NAD 07.08.2004)

Memorandum der Ordensleute

Die Mitglieder der religiösen Orden haben dem Parlamentspräsidenten Edward Ssekandi ein Memorandum unterbreitet, in dem sie die endemische Korruption hoher Regierungsbeamter anklagen und ein Ende des Konfliktes in Norduganda verlangen. (Text in Englisch) (NAD 31.07.2004)

Konys Hauptquartier erobert

Nach Armeeberichten sollen ugandische Truppen das Hauptquartier des Anführers der LRA-Rebellen im Sudan eingenommen haben. Kony selbst konnte entkommen.. (NAD 29.07.2004)

Zivilgesellschaft fordert größeres diplomatisches Engagement

Ein Seminar zivilgesellschaftlicher Organisationen und Kirchen aus Norduganda und dem Südsudan forderten einen stärkeren und kohärenten Einsatz der internationalen Diplomatie, um den Konflikt in Norduganda zu beenden. LRA Rebellen sind wieder im Südsudan aktiv geworden.. (NAD 27.07.2004)

Diözesanradio appelliert an Rebellen

Die kirchliche Radiostation 'Radio Wa' in Norduganda sendet drei Mal in der Woche Appelle von Familien und Verwandten, die ihre von den LRA-Rebellen verschleppten Kinder auffordern, wieder nach Hause zurückzukehren. Über 300 Kindersoldaten haben sich bisher ergeben. (NAD 20.07.2004)

Kostenlose Anti-Aids Medikamente

Mit der Verteilung von antiviralen Medikamenten an 3.000 Personen hat die erste Phase einer Kampagne in Uganda begonnen. 1,2 Millionen Menschen in Uganda sind infiziert, 100.000 brauchen dringend Medikamente. (NAD 15.06.2004)

Flüchtlingslager bei Kitgum angegriffen

Bei einem Angriff der LRA-Rebellen in Namokora, 60 km von Kitgum kamen mindestens 15 Personen ums Leben. (NAD 04.06.2004)

Kardinal Martino in Norduganda

Der Vorsitzende der päpstlichen Gerechtigkeit und Friedenskommission, Kardinal Martino, besuchte Norduganda, um für Versöhnung zwischen den Konfliktparteien zu plädieren. (NAD 31.05.2004)

500 Kindesentführungen im Monat

Nach UNICEF Berichten haben LRA-Rebellen in den letzten zwei Jahren im Durchschnitt 500 Kinder im Monat entführt. Die Zahl der internen Flüchtlinge hat sich auf 1,6 Millionen verdreifacht. (NAD 25.05.2004)

Wieder ein Flüchtlingslager angegriffen

Wie schon letzte Woche, haben die Kämpfer der LRA-Rebellen ein weiteres Flüchtlingslager in Lokome, nördlich von Gulu, angegriffen, mindestens 38 Menschen ermordet und über hundert Hütten in Brand gesteckt. Zwei Kommandeure der Armee wurden verhaftet (NAD 22.05.2004)

Attacke auf Flüchtlingslager

Die Zahl der Toten beim Angriff der LRA-Rebellen auf das Flüchtlingslager von Pagak, 18 Kilometer nördlich von Gulu, hat sich auf 39 erhöht.. (NAD 18.05.2004)

Kofi Annan begrüßt die Verhandlungsbereitschaft von Yoweri Museveni.

Präsident Yoweri Museveni ist jetzt doch dazu bereit, mit den Rebellen der so genannten Widerstandsarmee des Herrn zu verhandeln. Der katholische Erzbischof von Gulu, John Baptist Odama, begrüßt die Ankündigung des Präsidenten überschwänglich. Schon im März habe sich Rebellenführer Joseph Kony bei ihm gemeldet, um auch von seiner Seite Gesprächsbereitschaft zu signalisieren. (NAD 17.04.2004)

Comboni Missionare in Uganda ermordet

Der 76-jährige Comboni Missionar, P. Luciano Fulvi, wurde in seiner Pfarrei Layibi, in der Nähe von Gulu / Norduganda von Unbekannten ermordet. Er kam 1956 zum ersten Mal nach Uganda und war vor allem in der Jugendpastoral tätig. 14 Comboni Missionare und Schwestern haben in den letzten 20 Jahren in Uganda einen gewaltsamen Tod gefunden. (NAD 30.03.2004)

Comboni Missionare in Uganda ermordet

Der 76-jährige Comboni Missionar, P. Luciano Fulvi, wurde in seiner Pfarrei Layibi, in der Nähe von Gulu / Norduganda von Unbekannten ermordet. Er kam 1956 zum ersten Mal nach Uganda und war vor allem in der Jugendpastoral tätig. 14 Comboni Missionare und Schwestern haben in den letzten 20 Jahren in Uganda einen gewaltsamen Tod gefunden. (NAD 30.03.2004)

Museveni trifft sich mit Kirchenführern

Präsident Joel Museveni traf sich in einem Militärlage in der Nähe von Lira mit Führern der Religionsgemeinschaften. Auf ihre Forderungen antwortete er mit dem schon seit Jahren wiederholten Versprechen, den Krieg in zwei Monaten zu beenden. (NAD 23.03.2004)

2 Missionare ermordet

Zwei protestantische Missionare aus den USA und ein ugandischer Student wurden in Aringa, im Nordwesten von Uganda, von einer bewaffneten Gruppe ermordet. (NAD 20.03.2004)

60 Tote bei Kämpfen um Weideplätze

Der Kidepo Nationalpark war Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen den südsudanesischen Toposa und den Jie, bei denen es 60 Tote gab. (NAD 19.03.2004)

Armee verfolgt LRA-Rebellen im Südsudan

Nach Berichten der regierungsnahen Presse hat die ugandische Armee eine größere militärische Operation gegen Stützpunkte der LRA-Rebellen im Südsudan gestartet. (NAD 16.03.2004)

Vertriebene verhungern

Nach Berichten von Missionaren vor Ort sind im Vertriebenenlager in Barapwo in Norduganda 48 Menschen an Hunger und Mangelkrankheiten gestorben. Auch aus Erute, einem Lager in der Nähe von Lira, werden Duzende von Todesfällen gemeldet. (NAD 15.03.2004)

Acholi Friedensinitiative erhält Friedenspreis

Die ugandische Acholi Religious Leaders' Peace Initiative (ARLPI) erhält den mit rund 157.000 Euro dotierten Niwano-Friedenspreis 2004. (NAD 28.02.2004)

Proteste gegen Massaker

Nach dem Mord an über 200 Flüchtlingen haben die Einwohner der Stadt Lira bei Protestmärschen Mitglieder der Acholi Ethnie angegriffen. Präsident Museveni gab Fehler der Armee zu und beschuldigte den Sudan, die LRA-Rebellen zu bewaffnen. (NAD 25.02.2004)

LRA-Rebellen greifen Flüchtlingslager bei Lira an

Fast 200 Flüchtlinge wurde von Kämpfern der LRA-Rebellen bei einem Angriff auf das Lager in Barlonya nördlich der Stadt Lira getötet. Viele wurden in ihren Grasshütten verbrannt. Der Internationale Gerichtshof will den Vorfall untersuchen. (NAD 23.02.2004)

Trotz hoher Militärausgaben kein Erfolge

Nach REcherchen des ugandischen Journalisten Andrew Mwenda betrug die Stärke der ugandischen Armee 1992 120.000 Mann und der Verteidigungshaushalt 44 Millionen US-Dollar. 2003 hatte Uganda 57.000 Soldaten und einen Militärhaushalt von 160 Mio. Trotz wurden die LRA-Rebellen immer stärker. (NAD 20.02.2004)

Politische Opposition schließt sich zusammen

Oppositionsparteien in Uganda haben sich zur G7 Koalition zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen Präsident Museveni im Wahlkampf 2006 anzutreten. Obwohl die Verfassung eine dritte Amtszeit ausschließt, will Museveni über eine Verfassungsänderung weiter an der Macht bleiben. (NAD 17.02.2004)

Frauen diskutieren Brautpreis

150 Vertreterinnen von Frauenorganisationen diskutierten in der Makerere Universität über Brautpreiszahlungen. Sie bedauerten, dass aus der heutigen Praxis umfassende Kontrollansprüche über Frauen abgeleitet werden. (NAD 16.02.2004)

Zusammenstoss mit Benzintanker: 40 Tote

Bei einem Zusammenstoss eines Minibusses und eines Tankwagens sind mindestens 40 Menschen verbrannt. (NAD 16.02.2004)

Erzbischof Odama fordert friedliche Lösung

Bei seinem Deutschlandbesuch hatte Erzbischof John Baptist Odama Gespräche mit Regierungsvertretern. In einer Pressekonferenz forderte er, dass Deutschland sich bei der ugandischen Regierung für eine nicht-militärische Lösung des Konflikts mit der LRA einsetzen sollte. Auch der Provinzial der Comboni-Missionare in Uganda, Fr. Guido Oliana, forderte eine Intervention der internationalen Gemeinschaft. (NAD 13.02.2004)

Missionar in Gefahr

Der Comboni Missionar, P. Carlos Rodriguez, wurde von einem Sprecher der Uganda Armee aufgefordert, zu seinem eigenen Schutz das Land zu verlassen. Der Priester hatte das Verhalten der Armee im Konflikt mit den LRA-Rebellen kritisiert. (NAD 12.02.2004)

Religiöse Führer appellieren an die Regierung

Ähnlich wie im Acholi Distrikt haben sich jetzt auch die Führer der religiösen Gemeinschaften im Lango Distrikt in der Vereinigung Lango Religious Leaders Forum (LRLF) zusammengeschlossen und eine entschlossener Haltung der Regierung im Kampf gegen die LRA-Rebellen gefordert. (NAD 07.02.2004)

Überfall auf Flüchtlingslager

Bei einem Überfall von 300 LRA Rebellen auf das Flüchtlingslager von Abia kamen mindestens 40 Personen ums Leben. (NAD 05.02.2004)

Über 40 Menschen im Albert See ertrunken

Ein Boot mit 80 Personen an Bord ist im Albert See, der die Grenze zwischen Uganda und dem Kongo bildet, gesunken. Bisher konnten über 40 Leichen geborgen werden. (NAD 04.02.2004)

Kämpfe mit der LRA

Nach Angaben der ugandischen Armee sind bei Gefechten mit der LRA an verschiedenen Orten 20 Rebellen getötet worden. Angriffe und Morde der LRA gehen unvermindert weiter. (NAD 19.01.2004)

Internationaler Strafgerichtshof sucht Evidenz

Der Internationale Strafgerichtshof sucht Fotomaterial und andere Evidenz gegen den LRA Anführer Joseph Kony für einen eventuellen Prozess wegen Kriegsverbrechen. (NAD 15.01.2004)

Amnesty für 600 ADF Rebellen

Die UN-Friedenstruppe MONUC verhandelt mit der Amnestie Kommission Ugandas über die Übergabe von 600 Kämpfern der Rebellengruppe 'Allied Democratic Forces' (ADF), die seit 1996 vom Kongo aus Uganda den Krieg erklärt hatte. (NAD 07.01.2004)

Museveni verlässt Armee

Präsident Museveni hat bekannt gegeben, er werden sein Posten als Oberbefehlshaber der Armee aufgeben, um sich mehr um die Partei zu kümmern.. (NAD 03.01.2004)

Friedensmarsch in Gulu

Die Führer der religiösen Gemeinschaften und über 3000 Menschen veranstalteten in Gulu / Norduganda zum Jahreswechsel einen Friedensmarsch und forderten die Regierung und die LRA Rebellen auf, Verhandlungen aufzunehmen. (NAD 01.01.2004)